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Bundesliga: Wölfe "beißen" Bayern, Club ist vorn

Überraschung am 6. Spieltag: Wolfsburg gibt mit einem Sieg gegen die Bayern die rote Laterne des Tabellenletzten ab. Der HSV rutscht durch ein schwaches 2:2-Remis in Frankfurt auf einen Abstiegsplatz und der 1. FC Nürnberg ist neuer Tabellenführer.

Der Hamburger SV hat mit einem 2:2 (0:1) bei Eintracht Frankfurt den erhofften Befreiungsschlag in der Fußball-Bundesliga verpasst. Vier Tage nach dem 0:1 in der Champions League bei ZSKA Moskau präsentierten sich die Hamburger zwar formverbessert, konnten aber erneut nicht ihren ersten Saisonsieg landen. Alexander Meier (36.) und Ioannis Amanatidis (58.) brachten die auch im neunten Pflichtspiel ungeschlagenen Gastgeber vor 51.500 Zuschauern zwei Mal in Führung, die Danijel Ljuboja (51.) und Boubacar Sanogo (69.) jeweils ausglichen.

Nur 44 Stunden nach dem 2:2 im UEFA-Cup bei Bröndby Kopenhagen schonte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel einige Leistungsträger und brachte mit den Ex-Hamburgern Meier und Naohiro Takahara sowie Daniyel Cimen und Benjamin Köhler gleich vier frische Kräfte. Auch HSV-Coach Thomas Doll stellte seine Elf nach der enttäuschenden 0:1-Niederlage in Moskau um. Der erstmals in die Nationalmannschaft berufene Piotr Trochowski rückte auf die Spielmacherposition und Alexander Laas ins linke Mittelfeld.

Trochowski bot sich auch die erste Chance im Spiel, als er in der 7. Minute eine Hereingabe von Danijel Ljuboja knapp neben das Tor setzte. Die Eintracht tat sich gegen die kompakte HSV-Abwehr zunächst schwer. Lediglich bei einem Meier-Kopfball (11.) blitzte kurz Gefahr auf. Die Gäste kontrollierten ansonsten das Geschehen, agierten in der Offensive aber kaum zwingend. Die Frankfurter Führung fiel dann wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Meier kam nach einem abgewehrten Freistoß im Strafraum frei zum Schuss und überwand HSV-Torwart Sascha Kirschstein mit einem gekonnten Schlenzer in die lange Ecke.

Kurz darauf mussten die Hamburger einen weiteren Rückschlag verkraften, als sich Abwehrspieler Bastian Reinhardt ohne gegnerische Einwirkung verletzte und seinen Platz für Joris Mathijsen räumen musste. Erst in der Schlussphase der ersten Hälfte berappelte sich der HSV und bemühte sich um den Ausgleich. Den hatte Ljuboja auf dem Fuß, doch der Stürmer traf mit einem Freistoß aus 25 Metern nur die Oberkante der Latte.

Das Pech blieb den Gästen auch fünf Minuten nach Wiederanpfiff treu, als Juan Pablo Sorin per Freistoß ebenfalls nur die Latte traf. 60 Sekunden später machte es Ljuboja dann besser. Nach einem schönen Zuspiel von David Jarolim überwand er Frankfurts Torhüter Markus Pröll mit einem Flachschuss aus 12 Metern. Die Freude währte aber nicht lange. Nach einem Freistoß tauchte Amanatidis völlig frei vor Kirschstein auf und ließ sich die Chance zur erneuten Führung nicht entgehen. Die Hamburger steckten jedoch nicht auf und wurden durch Sanogos vierten Saisontreffer nach Flanke des eingewechselten Paolo Guerrero für ihre Bemühungen belohnt.

Zweiter Heimsieg für Bielefeld

Arminia Bielefeld hat sich mit dem zweiten Heimsieg aus der Abstiegszone der Fußball-Bundesliga verabschiedet und die kleine Erfolgsserie des FC Energie Cottbus beendet. Die Ostwestfalen bezwangen am Samstag den zuletzt vier Mal in Serie unbesiegten Aufsteiger aus der Lausitz mit 3:1 (0:1) und eroberten mit sieben Zählern einen Platz im Mittelfeld. Vor 17.543 Zuschauern in der Bielefelder SchücoArena erzielten Sibusiso Zuma (48. Minute), Artur Wichniarek (62.) und Ioannis Masmanidis (74.) die Treffer für die Gastgeber. Cottbus kam durch Vlad Munteanu (22.) zum Erfolg.

Eine Woche nach der unglücklichen 1:2-Niederlage beim VfL Bochum ruhten alle Bielefelder Hoffnungen auf der Rückkehr des über fünf Monate pausierenden Südafrikaners Zuma. Gemeinsam mit dem fleißigen Wichniarek sollte er die bislang stabile Defensive der Lausitzer knacken. Doch die gut in die Saison gestarteten Gäste, die erstmals in dieser Spielzeit in veränderter Formation aufliefen, präsentierten sich bei den Ostwestfalen bestens organisiert und hatten durch Munteanu (14.) auch die erste Torgelegenheit. Sein Linksschuss verfehlte das Bielefelder Gehäuse nur knapp. Im Angriffszentrum des Aufsteigers stand erstmals nach abgelaufener Sperre auch Francis Kioyo.

Auffälligster Akteur bei Cottbus war der rumänische Mittelfeldspieler Munteanu, der die zweite Gelegenheit gegen die verunsicherte Bielefelder Abwehr nutzte und einen Konter zur 1:0- Führung der Gäste abschloss. Als Unsicherheitsfaktor erwies sich dabei Arminias Profi Markus Bollmann, der den Vorzug vor Bernd Korzynietz erhielt. Noch vor der Halbzeitpause erhöhten die Gastgeber ein wenig den Druck und kamen durch Wichniarek (26.) und Bollmann (31.) zu ersten Tormöglichkeiten. Doch die Bielefelder Fans waren mit der Leistung ihres Teams nicht zufrieden und forderten: "Wir wollen Euch kämpfen sehen."

Nach dem Wechsel waren noch keine drei Minuten gespielt, als Hoffnungsträger Zuma nach Vorarbeit von Jörg Böhme und Wichniarek zum umjubelten 1:1 traf. Für den Südafrikaner war es der erste Bundesliga-Treffer seit fast elf Monaten. Fortan zeigten sich die Ostwestfalen verbessert und kurbelten das Offensivspiel an. Nach 62 Minuten wurden die Bemühungen der Bielefelder belohnt, als Wichniarek aus halbrechter Position das 2:1 erzielte. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Masmanidis, der in der 74. Minute per Kopf zum 3:1 traf.

Werder beendet Sieglos-Serie

Werder Bremen hat mit einem souveränen 3:0 (3:0) Sieg gegen Borussia Mönchengladbach den Europapokal-Frust vertrieben und die Flaute in der Fußball-Bundesliga beendet. Drei Tage nach dem unglücklichen Unentschieden in der Champions League gegen Barcelona holte der Vizemeister am Samstag im Weserstadion die ersten drei Punkte nach zuletzt sechs sieglosen Pflichtspielen in Serie. Aaron Hunt (33. Minute), Christian Schulz (35.) und Spielmacher Diego (38.) machten schon vor der Pause alles klar für die Bremer, die sich in der Spitzengruppe zurückmeldeten und Platz zwei eroberten.

Vor 41.179 Zuschauern fehlten bei Werder Tim Borowski, der sich gegen Barcelona eine Knieverletzung zugezogen hatte, und der am Knöchel lädierte Patrick Owomoyela. Ivan Klasnic saß zunächst wieder auf der Bank; für ihn stürmte Hunt. Per Mertesacker feierte sein Bundesliga-Debüt für die Hanseaten und verlieh der Abwehr wie schon in der Champions League Halt. Gladbach musste auf Nationalstürmer Oliver Neuville verzichten, den die Achillessehne plagt. Ohne ihn war der Angriff weitgehend ohne Durchschlagskraft.

Mit dem Schwung aus der Barca-Partie startete Werder und erspielte sich nach knapp einer halben Stunde Chancen im Minutentakt. Doch zunächst fehlte das schon vorher vermisste Quäntchen Glück vor dem Tor des nicht immer sicheren Kasey Keller. Vor allem Miroslav Klose knüpfte an seine im Abschluss zuletzt unglücklichen Vorstellungen an; in der 67. Minute machte er Klasnic Platz. So verpasste er schon in der 23. Minute nach einem Hunt-Pass freistehend das 1:0. Auf der anderen Seite tauchte prompt der beste Gladbacher Marcell Jansen auf, der mit einem mächtigen Weitschuss aber auch nicht traf.

Ein steter Unruheherd für die Gladbacher Abwehr war der 20-jährige Hunt. An einer sehenswerten Hereingabe von Torsten Frings lief der Youngster noch vorbei. Doch in der 33. Minute staubte er cool ab, als Keller einen knallharten Naldo-Freistoß abklatschen ließ. Nun ging es Schlag auf Schlag. Die ohnehin nur sporadisch angreifenden Gäste kamen nicht mehr aus der eigenen Hälfte heraus und konnten den wirbelnden Bremern meist nur hinterher schauen.

So auch beim 2:0 durch Schulz, der eine wunderbare Vorarbeit von Daniel Jensen in der 35. Minute gekonnt nutzte. Jensen war erst eine Minute auf dem Platz, nachdem er seinen am Fuß lädierten Kapitän Frank Baumann ersetzt hatte. Naldo war auch der Vorbereiter des dritten Bremer Tores. Der Brasilianer lief bei einem Freistoß über den Ball und Diego schlenzte aus knapp 20 Metern am chancenlosen Keller vorbei ins Tor.

Trotz des klaren Rückstands ließ sich die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes nicht entmutigen. Und wer weiß, wie die Partie weitergegangen wäre, wenn Vaclav Sverkos sechs Minuten nach dem Seitenwechsel das Tor und nicht die Latte getroffen hätte. So aber konnte Werder angetrieben durch die starke Mittelfeldachse mit Frings und Diego wieder das Kommando übernehmen und den Sieg locker sichern.

Bayern München hat die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga am Samstag mit einem 0:1 (0:1) beim VfL Wolfsburg verloren. Nationalspieler Mike Hanke (36.) besiegelte vor 30.000 Zuschauern in der ausverkauften Volkswagen Arena Bayerns zweite unerwartete Auswärtsniederlage in der Bundesliga nach dem 1:2 bei Arminia Bielefeld. Die kämpferisch starken Gastgeber feierten hingegen frenetisch ihren ersten Saisonsieg, mit dem sie den letzten Tabellenrang abgaben.

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad schickte Bayern-Trainer Felix Magath die Formation auf das Feld, die drei Tage zuvor mit einem 2:0 bei Inter Mailand Platz eins in der Champions League-Vorrundengruppe B behauptet hatte. Von dem Glanz war in der niedersächsischen Provinz allerdings nicht viel zu sehen. Die Bayern kontrollierten die Partie gegen den verunsicherten Kontrahenten zwar scheinbar sicher. Nach vorn aber ging zunächst nicht sehr viel.

Erst als sich Bastian Schweinsteiger nach einer halben Stunde energisch in das Geschehen einmischte, schien der Favorit die ihm zugedachte Rolle gerecht zu werden. Zwei Eckbälle des Nationalspielers versuchten Pizarro und Lucio über die Linie des gegnerischen Tores zu befördern, aber beide fanden in VfL-Torhüter Simon Jentzsch ihren Meister. Der war auch zur Stelle, als Schweinsteiger von der Strafraumgrenze platziert abschoss (30.).

Das hatte auch die schwächste Offensive der Liga, die auf ihren verletzten Torjäger Diego Klimowicz verzichten musste, gesehen. Und machte es besser. Der agile Cedrick Makiadi bediente Hanke. Der Nationalstürmer stand im Strafraum völlig frei und schoss an Oliver Kahn vorbei zu seinem umjubelten ersten Saisontor und dem erst dritten des VfL ein (36.). Das so sehnlichst erhoffte Erfolgserlebnis setzte Kräfte frei bei den Gastgebern, die sich zuvor beinahe ausschließlich auf die Defensive beschränkt hatten.

Zählbares kam allerdings nicht zustande. Weder hüben noch drüben. So reagierte Magath in der Pause und brachte in Roque Santa Cruz und Ali Karimi gleich zwei neue Leute. Aber auch die taten sich überaus schwer mit dem Versuch, den kompakten Wolfsburger Defensiv-Verbund auseinanderzureißen. In der Schluss-Viertelstunde ersetzte auch noch Lukas Podolski den wirkungslosen Roy Makaay.

Der Torjäger prüfte Jentzsch auch gleich mit einem Kopfball. In Verlegenheit brachte er Wolfsburgs Nummer eins aber nicht. Das blieb auch bis zum Schluss so, so dass der Sieg des Außenseiters wegen des starken kämpferischen Einsatzes und der besseren Chancen durchaus in Ordnung ging.

"Club" trotz Remis Spitze

"Joker" Christof Babatz hat dem FSV Mainz 05 einen Punkt beim neuen Bundesliga-Spitzenreiter 1. FC Nürnberg gesichert. Der eingewechselte Babatz erzielte am Samstag beim Auswärtsspiel in der 85. Minute den verdienten 1:1-Ausgleich für eine Mainzer Mannschaft, die erst nach der Pause aufwachte. Vor 38.004 Zuschauern hatte Jan Polak in der 24. Minute die Führung für die Franken erzielt, die zum vierten Mal nacheinander ohne Sieg blieben. Dennoch reichte das 1:1 (1:0) zumindest bis zum Sonntagabend für die Tabellenspitze in der Fußball-Bundesliga. Bei einem verschossenen Elfmeter durch Robert Vittek (28.) verpassten die Platzherren das 2:0. Nach Jaouhar Mnaris Roter Karte (43.) wegen einer "Notbremse" mussten die Franken mehr als eine Halbzeit in Unterzahl spielen.

Gegen eine zunächst sehr defensiv eingestellte Mainzer Mannschaft mit dem nach auskurierter Knieverletzung zurückgekehrten Nationalverteidiger Manuel Friedrich zeigten die Nürnberger vor dem Platzverweis die gefälligeren Spielzüge. Nach der Pause wurden die lange schwachen Mainzer druckvoller und hatten beim 30-Meter-Schuss von Babatz zum Ausgleich letztlich auch das notwendige Glück.

Vor dem Seitenwechsel hatte alles noch nach einem lockeren Erfolg der klar besseren Nürnberger ausgesehen. Bereits frühzeitig prüften Marek Mintal (3.) und Vittek (13.) den sicheren 05-Torhüter Dimo Wache, der beim 1:0 für die Franken dann machtlos war. Mnari bediente Javier Pinola auf dem linken Flügel, dessen Hereingabe verwandelte Polak (24.) mit einem trockenen Rechtsschuss ins linke untere Eck. Für den Tschechen war es der zweite Saisontreffer.

Nur vier Minuten nach der Führung vergab Vittek die Vorentscheidung, als er mit einem unberechtigten Foulelfmeter an Wache scheiterte. Schiedsrichter Marc Seemann (Essen), der in seinem ersten Bundesliga-Spiel keinen sicheren Eindruck hinterließ, hatte nach einem Zweikampf zwischen dem Mainzer Milorad Pekovic und Polak überraschend auf den Punkt gezeigt. Zwar ließen die Franken nach Vitteks Fehlschuss etwas nach, doch erst so richtig ins Spiel kamen die Mainzer nach dem Platzverweis für Mnari.

In Überzahl mühte sich Mainz mehr und brachte Bakary Diakite als zweite Spitze. Doch auf die erste zwingende Chance musste Trainer Jürgen Klopp lange warten - und konnten es danach nicht fassen: Diakite schoss aus fünf Metern am leeren Tor vorbei (60.). Mainz drängte gegen nachlassende Franken auf den Ausgleich, doch in der Schlussphase parierte FCN-Keeper Raphael Schäfer gegen Friedrich (66.), beim 1:1 durch Babatz machte Schäfer dann keine glückliche Figur.

Alemannia Aachen gewinnt dank Doppelschlag

Alemannia Aachen hat das Aufsteiger-Duell der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Bochum mit 2:1 (0:1) für sich entschieden. Dank des Doppelschlags durch den designierten Nationalspieler Jan Schlaudraff (48. Minute) und Sascha Rösler (49.) innerhalb von 60 Sekunden setzte sich die Mannschaft des neuen Aachener Trainers Michael Frontzeck bei der Erstliga-Premiere gegen Bochum vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Tivoli-Stadion durch. Aachen festigte seine gute Position. Bochum war durch Zvjezdan Misimovic (36.) zwar verdient in Führung gegangen, bleibt aber am Tabellenende.

166 Tage nach der gemeinsam gefeierten Rückkehr in die deutsche Elite-Klasse am Ostermontag boten die Alemannen am Samstag 45 Minuten lang die bislang schwächste Heimpartie. Die Gastgeber offenbarten im Spielaufbau und selbst bei unkomplizierten Pässen große Probleme. Zudem stimmte in der Defensive die Abstimmung nicht, so dass Bochum mehrfach gefährlich durchkam und bei einem Kopfball von Theofanis Gekas (8.) und einem Distanz-Versuch von Misimovic (21.) gute Möglichkeiten hatte.

Aachens Keeper Kristian Nicht bewahrte sein Team in der Nachspielzeit gegen Gekas vor dem 0:2. Nach einem Fehler von VfL- Torwart Peter Skov-Jensen hatte Marius Ebbers (43.) die einzige Aachener Chance. Doch die Verhältnisse änderten sich schnell, als sich die Alemannia kurz nach dem Wechsel durch Schlaudraffs vierten Saisontreffer und das Premieren-Tor Röslers die Führung erarbeitete. Danach entwickelte sich ein verbissen geführtes Kampfspiel, in dem gefährliche Torraum-Szenen weitgehend ausblieben. Gekas (73./80.), Thomas Zdebel (76.) und Ivo Ilicevic (87.) hatten die besten Möglichkeiten für den VfL.

Beide Trainer konnten nicht ihre personelle Bestbesetzung aufbieten. Bei Aachen mussten Emmanuel Krontiris und Alexander Klitzpera erneut passen. Dem VfL standen Martin Meichelbeck, Oliver Schröder, Tommy Bechmann und Benjamin Auer abermals nicht zur Verfügung. An Stelle von Daniel Imhof rückte Christoph Dabrowski als einziger Neuer in die Startformation der Bochumer Elf.

Vor der Partie setzte Aachen mit der Kampagne «Rassismus hat bei uns keinen Platz» ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit. Club- Präsident Horst Heinrichs rief die Fans zu Fairness auf: "Spart euch beleidigende Lieder und Rufe", sagte der 60-Jährige. "Weltoffenheit und Toleranz sollten auch für unseren Tivoli gelten", führte er unter starkem Beifall aus. Wegen Fan-Schmährufen vor zwei Wochen gegen Borussia Mönchengladbachs brasilianischen Spieler Kahe war Aachen vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu einer Geldstrafe von 50 000 Euro verurteilt worden.

DPA / DPA

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