2022 Ukraine
Rauch über der Ukraine: Am 24. Februar 2022 marschieren russische Truppen in das Land ein. Darauf hat sich Russland seit gut einem Jahr vorbereitet – indem es seine Militärpräsenz an den Grenzen zur Ukraine massiv ausbaute. Den Großangriff rechtertigt Wladimir Putin mit der Behauptung, die Ukraine selbst plane eine Militäroffensive im östlichen Donezkbecken und habe dort Tausende Soldaten stationiert. Zudem wirft Putin der Ukraine vor, einen Genozid an den dort lebenden Russen zu verüben. Seit 2014 brodelt in der Region ein Krieg zwischen pro-russischen Separatisten und westlich orientierten Ukrainern. Zudem hat Russland die Regionen Luhansk und Donezk als unabhängig anerkannt. Mit der Großinvasion hat sich der Krieg auf das ganze Land ausgeweitet. Besonders umkämpft ist die Hafenstadt Mariupol. Aber auch in Richtung Kiew waren die Truppen zuletzt immer weiter vorgerückt. Der ukrainische Präsident Selenskyj hat den Westen und die Nato immer wieder um militärische Unterstützung gebeten. Die Verbündeten gewähren ihm diese in Form von Waffenlieferungen. Militärische Interventionen, etwa in Form einer Flugverbotszone, lehnt der Westen bisher ab. Friedensgespräche zwischen den Konfliktparteien bringen bisher keine nennenswerten Fortschritte. Seit der russischen Invasion sind Schätzungen zufolge 3,4 Millionen Ukrainer aus dem Land geflohen (Stand 24. März 2022), die meisten von ihnen sind Kinder und Frauen. Nach Informationen der Bundespolizei wurden bisher 266.975 Geflüchtete in Deutschland erfasst.
© Rodrigo Abd / AP / DPA