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Treffen im Kanzleramt Thunberg und Neubauer bei Merkel: "Wir brauchen Anführer, die aus ihrer Komfortzone treten"

Sehen Sie im Video: Greta Thunberg zieht nach Gespräch mit Angela Merkel Bilanz.


Ganze anderhalb Stunden lang tauschten Greta Thunberg und Angela Merkel am Donnerstag Positionen zur Klimapolitik aus. Die Bundeskanzlerin empfing die Klimaaktivistin und weitere Mistreiterinnen von Fridays for Future im Berliner Kanzleramt. Zu den Gesprächsthemen sollen deutsche und internationale Politik gehört haben, sowie mögliche Modelle etwa einer CO2-Bepreisung. Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer sagte im Anschluss an das Treffen mit Merkel, es sei klargeworden, dass beide Seiten die Situation aus unterschiedlichen Perspektiven beurteilten. Als Physikerin verstehe die Kanzlerin zwar die zugrundeliegenden Berechnungen der Klimaentwicklung, so Neubauer. Sie müsse aber auch die politische Komplexität berücksichtigen. Die Frage sei, wie man diese Diskrepanz überbrücken könne. Denn von dem, was zur Einhaltung der Pariser Klimaziele nötig sei, sei die Bundesregierung meilenweit entfernt, so Neubauer. "Wir brauchen Anführer, die sich trauen, aus ihrer Komfortzone zu treten, und die Wichtigkeit der Zukunft vor das Jetzt zu stellen, die mutig genug sind, langfristig zu denken." Der Umgang mit der Corona-Pandemie zeige, wie eine globale Krise angegangen werden müsse. Die Klimakrise werde nicht annähernd so erst genommen, sagte Neubauer. Die Fridays for Future-Aktionen wären durch das Virus in den vergangenen Monaten erschwert worden. Für den 25. September plane man aber wieder einen globalen Aktionstag.
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Anderthalb Stunden haben Klimaaktivistin Greta Thunberg und Kanzlerin Angela Merkel im Kanzleramt gesprochen. Thunberg hat nach echter Führung in der Klimakrise verlangt.

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