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Olympia-Update, Tag 13: Deutsche Sprintstaffeln im Finale

Beide deutschen Sprintstaffeln über 4 x 100 Meter haben überraschend das Finale erreicht. Edelmetall gesichert haben sich die deutschen Fußball-Frauen und Speerwerferin Christina Obergföll. Eine Enttäuschung gab's im Tischtennis. Alle bisherigen Ergebnisse des 13. Wettkampftages im Überblick.

Beide deutschen Sprintstaffeln über 4 x 100 Meter haben überraschend das Finale erreicht. Ein Männer-Quartett des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) war letztmals vor 20 Jahren in einem Endlauf vertreten.

Die deutschen Springreiter haben dagegen ein historisches Debakel erlitten: Die Mannschaft kehrt erstmals seit 1928 ohne Medaille von den Olympischen Spielen zurück.

Langstreckenschwimmer Thomas Lurz haben am Ende nur zwei Sekunden gefehlt: Über die Zehn-Kilometer-Distanz musste sich der sechsmalige Weltmeister aus Würzburg dem Niederländer Maarten van der Weijden und dem WM-Zweiten David Davies aus Großbritannien in einem packenden Schlusspsurt geschlagen geben.

Ebenfalls Bronze sicherten sich die deutchen Fußballfrauen und die Speerwerferin Christina Obergföll.

Um Gold kämpfen die deutschen Hockey-Herren. In einem dramatischen Halbfinale setzten sie sich gegen den Erzrivalen aus den Niederlanden durch.

Alle bisherigen Ergebnisse des dreizehnten Wettkampftages im Überblick.

Leichtathletik

Dreisprung, Männer: Weltmeister Nelson Evora ist der erste Dreisprung-Olympiasieger Portugals. Der 24-Jährige kam auf die Weltjahresbestleistung von 17,67 Metern. Der Brite Phillips Idowu sprang mit 17,62 Metern zu Silber, Bronze ging an Leevan Sands von den Bahamas (17,59). Der Kubaner Arnie David Girat fehlten als Viertem mit 17,52 Metern nur 16 Zentimeter zum Sieg. Deutsche Teilnehmer waren nicht am Start.

110 Meter Hürden, Männer:

Weltrekordler Dayron Robles aus Kuba hat das Rennen über 110 Meter Hürden gewonnen. In Abwesenheit des chinesischen Leichtathletik-Helden Liu Xiang siegte Robles in 12,93 Sekunden vor den Amerikanern David Payne (13,17) und David Oliver (13,18). Olympiasieger und Weltmeister Liu Xiang musste verletzt bereits vor dem Vorlauf passen. Der drittschnellste Läufer in diesem Jahr, der Amerikaner Terrence Trammell, stürzte im Vorlauf. Ein deutscher Hürdensprinter war nicht am Start.

400 Meter, Männer:

LaShawn Merritt hat das Rennen über 400 Meter gewonnen und seinem Landsmann Jeremy Wariner dabei zum dritten Mal in diesem Jahr die Hacken gezeigt. Der 22-Jährige siegte in der Weltjahresbestzeit von 43,75 Sekunden vor dem Athen-Olympiasieger und zweimaligen Weltmeister Wariner (44,74). Bronze ging an David Neville, der 44,80 Sekunden lief, und den Dreifachsieg der USA mit einem Sturz ins Ziel perfekt machte. Ein deutscher Läufer war nicht am Start.

4 x 100 Meter Staffel, Männer:

Erstmals seit 20 Jahren steht wieder eine deutsche Männerstaffel im olympischen Finale über 4 x 100 Meter. Mit der drittbesten Zeit im zweiten Halbfinale (38,39 Sekunden) schafften Tobias Unger (Kornwestheim/Ludwigsburg), Till Helmke (Friedberg- Fauerbach), Alexander Kosenkow (Wattenscheid) und der Chemnitzer Martin Keller am Donnerstag den Sprung in den Endlauf.

Das favorisierte Quartett Jamaikas (38,31) kam auch ohne Doppel- Olympiasieger Usain Bolt, der für das Finale geschont wurde, locker auf die zweitbeste Zeit hinter Trinidad & Tobago (38,26). Wegen eines Wechselfehlers steht erstmals seit den Sommerspielen 1988 in Seoul kein US-Quartett im Endlauf über 4 x 100 Meter. Auch Athen-Olympiasieger Großbritannien schied im hektischen ersten Semifinale überraschend aus.

4x100 Meter Staffel, Frauen:

20 Minuten nach den Männern qualifizierte sich auch die deutsche Frauenstaffel für den Endlauf über 4 x 100 Meter. Anne Möllinger (Mannheim), Verena Sailer (Fürth/München), Cathleen Tschirch (Hameln) und Marion Wagner (Mainz) schafften als Dritte ihres Halbfinales in 43,59 Sekunden die große Überraschung. Mit der Weltjahresbestzeit von 42,24 Sekunden geht das favorisierte Jamaika-Quartett am Freitag als haushoher Gold-Favorit ins Finale.

Speerwerfen, Frauen:

Speerwerferin Christina Obergföll hat mit Bronze die erste Medaille für die deutschen Leichtathleten in Peking geholt, ihren Europarekord jedoch verloren. Weltmeisterin Barbora Spotakova siegte im letzten Versuch mit 71,42 Metern. Die Tschechin übertrumpfte damit die 70,20 der Offenburgerin vom vergangenen Jahr in München. Die 22 Jahre alte Russin Maria Abakumowa gewann Silber mit 70,78 Metern. Obergföll blieb hinter der Weltmeisterin und Abakumowa mit enttäuschenden 66,13 nur Bronze. Europameisterin Steffi Nerius wurde mit 65,29 Metern Fünfte. Ihre Leverkusener Vereinskollegin Katharina Molitor landete bei ihrem Olympia-Debüt mit 59,64 auf Rang acht.

200 Meter, Frauen:

Veronica Campbell-Brown hat die Siegesserie der Sprinterinnen aus Jamaika fortgesetzt. Die Olympiasiegerin verteidigte in Peking ihren Titel und stellte in 21,74 Sekunden eine Weltjahresbestzeit auf. Es war die schnellste Zeit über 200 Meter seit 1992. Platz zwei belegte Allyson Felix aus den USA (21,93); Bronze ging an die zweite Jamaikanerin Kerron Stewart, die nach 22,00 Sekunden ins Ziel kam. Eine deutsche Sprinterin war nicht am Start.

Hochsprung, Frauen:

Strotzend vor Selbstbewusstsein und mit schwarz- rot-gold lackierten Fingernägeln hat Leichtathletik-Hoffnung Ariane Friedrich" das olympische Hochsprung-Finale erreicht. "Ich bin in Topform, im Moment läuft alles perfekt. Die Trainingsleistungen sind unglaublich. Ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn ich das hier verbocke", sagte die bestens gelaunte Frankfurterin am Donnerstag in Peking. Mit 1,93 Metern meisterte die 23-Jährige die Qualifikation bei ihrem Olympia-Debüt mühelos.

Zehnkampf, Herren:

Top-Favorit Bryan Clay (USA) liegt beim olympischen Zehnkampf in Peking nach dem ersten Tag souverän in Führung. Der 28 Jahre alte Amerikaner hatte nach fünf Disziplinen 4521 Punkte gesammelt. Halbzeit-Zweiter war der Weißrusse Andrej Krautschanka (4433). Michael Schrader vom LAV Bayer Uerdingen/Dormagen lieferte ein beachtliches Olympia-Debüt ab. Mit 4279 Punkten war der 21-Jährige auf Platz acht bester Deutscher. Andre Niklaus (Berlin) war zur Halbzeit 16., der Ulmer Arthur Abele schied vor dem 400-Meter-Lauf mit einem Muskelfaserriss aus.

Speerwurf, Herren:

Die deutschen Speerwerfer haben sich mit enttäuschenden Leistungen schon nach der Qualifikations-Runde von den Olympischen Spielen verabschiedet. Dem Hannoveraner Stephan Steding gelang nur ein gültiger Wurf auf schwache 70,05 Meter. Alexander Vieweg aus Saarbrücken kam sogar nur auf indiskutable 67,49 Meter. Damit belegten sie am Ende Platz 32 und 35. Insgesamt waren 37 Werfer am Start. Ohne Mühe zogen dagegen der Olympiasieger von 2004, Andreas Thorkildsen (Norwegen/79,85), und Weltmeister Tero Pitkämäki (Finnland/82,61) ins Finale am Samstag ein.

Tischtennis

Tischtennis, Einzel, Männer: Für Timo Boll ist das olympische Tischtennis-Turnier unerwartet früh vorbei. Der an Nummer fünf gesetzte Europameister verlorim Achtelfinale mit 1:4-Sätzen gegen Oh Sang Eun aus Südkorea und schied als letzter deutscher Spieler ohne die erhoffte zweite Medaille in Peking aus.

Fünf Tage nach dem Gewinn der Silbermedaille mit der deutschen Mannschaft konnte der 27 Jahre alte Linkshänder seine Normalform nicht abrufen. Beim 9:11, 4:11, 9:11, 11:8, 3:11 war der deutsche Ausnahmespieler dem Weltranglisten-15. unerwartet deutlich unterlegen.

Vor Boll mussten bereits seine Düsseldorfer Clubkollegen Dimitrij Ovtcharov und Christian Süß ihre Schläger einpacken. Der 19-jährige Ovcharov verlor 1:4 im Achtelfinale gegen Ko Lai Chak (Hongkong), Süß unterlag in der dritten Runde mit 0:4 gegen den früheren Europameister Wladimir Samsonow aus Weißrussland.

Reiten

Springreiten, Finale: Die deutschen Springreiter haben bei den olympischen Reiterspielen in Hongkong ein historisches Debakel erlitten. Die Mannschaft blieb nach Platz fünf im Teamwettbewerb auch im Einzelspringen ohne Medaille und kehrte erstmals seit 1928 ohne Edelmetall von den Olympischen Spielen zurück. Die Weltranglistenerste Meredith Michaels-Beerbaum belegte mit ihrem Wallach Shutterfly den vierten Platz. Ludger Beerbaum kam mit seinem Wallach All Inclusive auf den siebten Platz. Bronze holte Beezie Madden aus den USA auf Authentic durch einen fehlerfreien Ritt im Stechen. Gold sicherte sich Eric Lamaze aus Kanada auf Hickstead im Stechen, Silber ging an den Schweden Rolf-Göran Bengtsson auf Ninja.

Hockey

Hockey, Herren, Halbfinale: Die deutschen Hockey-Herren spielen bei den Olympischen Spielen in Peking um die Goldmedaille. Mit einem 4:3 im Siebenmeterschießen über die Niederlande zog das Team von Trainer Markus Weise in das Endspiel ein und hat damit Silber sicher. Nach der Verlängerung hatte es 1:1 gestanden. In der regulären Spielzeit hatte Philipp Zeller (68. Minute) vor 6000 Zuschauern kurz vor Schluss den 0:1-Rückstand durch Timme Hoyng (65.) ausgeglichen. Dem deutschen Team gelang damit die Revanche für die Halbfinal-Niederlage gegen das Oranje-Team vor vier Jahren in Athen. Der Endspiel-Gegner wird zwischen Spanien und Australien ermittelt.

Fußball

Fußball, Frauen, Spielt um Platz drei: Die deutschen Fußball-Frauen haben zum dritten Mal nacheinander beim olympischen Turnier die Bronzemedaille gewonnen. Das Weltmeister-Team von Bundestrainerin Silvia Neid besiegte im kleinen Finale im Arbeiterstadion von Peking Japan mit 2:0 (0:0). Fatmire Bajramaj erzielte in der 69. und 87. Minute beide Tore für die deutsche Mannschaft, die im Halbfinale an Brasilien gescheitert war.

Fußball, Frauen, Finale:

Die Fußball-Frauen der USA haben Brasiliens Ballkünstlerinnen entzaubert und durch einen 1:0-Endspielsieg zum dritten Mal nach 1996 und 2004 Olympia-Gold gewonnen. In der Final- Neuauflage der Spiele von Athen erzielte Carli Lloyd vor 51.612 Zuschauern im Pekinger Arbeiterstadion in der sechsten Minute der Verlängerung den goldenen Treffer.

Wie schon beim 4:1-Sieg im Halbfinale gegen Weltmeister Deutschland brillierten die brasilianischen Ballzauberinnen technisch und spielerisch. Allerdings ließ die kompakte US-Defensive den schnellen Stürmerinnen Marta und Cristiane nur wenig Raum, so dass Chancen Mangelware blieben. Die größte Möglichkeit bot sich Weltfußballerin Marta, die in der 72. Minute mit einem Schuss aus zehn Metern an der glänzend reagierenden US-Torfrau Hope Solo scheiterte. Auf der Gegenseite rettete Barbara ihr Team mit zwei tollen Paraden gegen Angela Hucles (86.) und Amy Rodriguez (90.) in die Verlängerung. In der hatte die Torschützin Carli Lloyd kurz vor dem Schlusspfiff noch Pech mit einem Pfostenschuss.

Volleyball

Volleyball, Frauen, Halbfinale: Die Volleyballerinnen aus Brasilien und den USA bestreiten das olympische Finale von Peking. Das Team aus Südamerika beendete im Halbfinale den Traum von Olympia-Gastgeber China auf das zweite Gold in Serie nach dem Sieg von Athen 2004. Der weiterhin ungeschlagene Vize-Weltmeister feierte einen klaren 3:0 (27:25,25:22,25:14)-Erfolg und ist nun auch im Endspiel der Favorit.

Für eine echte Überraschung sorgten dagegen die Amerikanerinnen. Gegen die bislang stark aufspielenden kubanischen Volleyballerinnen gelang dem Außenseiter ein ungefährdetes 3:0 (25:20,25:16,25:17). Damit platzte für Kuba die Hoffnung auf den insgesamt vierten Olympiasieg vorzeitig.

Basketball

Basketball, Frauen, Halbfinale: Olympiasieger USA und Weltmeister Australien bestreiten das olympische Basketball-Finale der Damen. Die Amerikanerinnen setzten sich gegen Europameister Russland mit 67:52 durch. Die Australierienen gewannen gegen Gastgeber China mit 90:56. Die deutschen Basketballerinnen hatten sich nicht für das Olympia-Turnier qualifiziert.

Wasserspringen

Wasserspringen, Frauen: Chinas Wasserspringer haben bei den olympischen Wettbewerben ihre Übermacht demonstriert. Durch Ruolin Chen gab es im siebten Wettbewerb bereits die siebte Goldmedaille. Chen siegte mit 447,70 Punkten vor der Kanadierin Emily Heymans (437,05) und Xin Wang aus China (429,90). Annett Gamm aus Dresden war im Vorkampf Letzte unter 29 Teilnehmerinnen geworden. Die Weltmeisterschafts-Dritte Christin Steuer aus Riesa hatte das Halbfinale als 19. um 1,10 Punkte verpasst. Die letzte deutsche Olympia-Medaille vom Turm hatte Annika Walter aus Rostock als Zweite 1996 in Atlanta gewonnen.

Softball

Softball, Frauen, Finale: Durch ihre erste Niederlage seit fast acht Jahren hat die Softball-Auswahl der USA den vierten Olympiasieg in Serie verpasst. Die Amerikanerinnen mussten sich am Donnerstag in Peking überraschend Japan im Finale mit 1:3 geschlagen geben. Bronze ging an Australien, das in der Vorschlussrunde an Japan gescheitert war. Ein deutsches Team war nicht am Start. Softball wird in London 2012 nicht mehr zum Programm gehören. Frühestens 2016 könnte die Sportart wieder auf die Olympia-Bühne zurückkehren.

Wasserball

Wasserball, Frauen: Die Wasserballerinnen der Niederlande sind erstmals Olympiasiegerinnen geworden. Im Finale schlug der Rekord-Europameister den Welt-Champion USA mit 9:8 (4:2, 1:3, 2:1, 2:2). Überragende Werferin des neuen Olympiasiegers war Danielle de Bruijn, die bei acht Versuchen sieben Treffer erzielte.

Das Spiel um Bronze gewann Australien, vor acht Jahren in Sydney bei der Premiere des olympischen Frauen-Wasserballs Gewinner der Goldmedaille, mit 12:11 nach Verlängerung und Penalty-Werfen gegen Ungarn. Die deutsche Nationalmannschaft hatte sich nicht für das aus lediglich acht Teams bestehende Olympia-Turnier qualifiziert.

Ringen

Ringen, Männer, Freistil, bis 120 kg: Der Usbeke Artur Tajmasow hat die letzte Goldmedaille des olympischen Ringer-Turniers gewonnen. Der Olympiasieger von Athen setzte sich im Superschwergewicht des freien Stils gegen den Russen Bachtijar Achmedow durch. Bronzemedaillen sicherten sich in Peking der Slowake David Musulbes und Marid Mutalimow aus Kasachstan. Deutsche Athleten hatten sich in dieser Gewichtsklasse nicht für Olympia qualifiziert.

Ringen, Männer, Freistil, bis 96 kg:

Der Russe Schirwani Muradow hat sich den Olympiasieg im Freistilringen in der Klasse bis 96 Kilogramm gesichert. Im Finale bezwang der Europameister Taimuras Tigijew aus Kasachstan in zwei Runden. Die Bronzemedaillen sicherten sich George Gorgschelidze aus Georgien und der Aserbaidschaner Chetag Gasjumow. Stefan Kehrer aus Ketsch war bereits in der ersten Runde am Türken Hakan Koc gescheitert, der später in der Hoffnungsrunde ausschied.

Ringen, Männer, Freistil, bis 84 kg:

Der Georgier Rewazi Mindoraschwili ist Ringer-Olympiasieger der Klasse bis 84 kg im freien Stil. Der Weltmeister von 2005 gewann das Finale in Peking gegen Jusup Abdusalomow aus Tadschikistan in drei Runden. Der Aalener Davyd Bichinashvili, der seinen Auftaktkampf gegen den Olympiasieger verloren hatte, verpasste die Bronzemedaille nur knapp. Im kleinen Finale unterlag er dem Welt- und Europameister Georgi Ketojew aus Russland denkbar knapp in drei Runden. Die zweite Bronzeplakette holte der Ukrainer Taras Danko.

Moderner Fünfkampf

Moderner Fünfkampf, Männer: Steffen Gebhardt hat die erste Olympia-Medaille für Deutschlands Moderne Fünfkämpfer seit 1936 verpasst. Der Bensheimer belegte nach den Disziplinen Schießen, Fechten, Schwimmen, Reiten und Laufen den fünften Platz. Olympiasieger wurde der Russe Andrej Moisejew vor den beiden Litauern Edvinas Krungolcas und Andrejus Zadneprovskis.

Kanu

Kanu, Canadier-Einer, 500 Meter, Männer: Der dreimalige Kanu-Olympiasieger Andreas Dittmer hat den Finallauf im Canadier-Einer über 500 Meter verpasst. Einen Tag nach seinem Endlauf-Einzug über 1000 Meter scheiterte der 36- Jährige im verregneten Shunyi-Park im Vorlauf über den halben Kilometer. Dittmer kam beim Sieg von Juri Tscheban aus der Ukraine lediglich auf den vierten Platz.

Kanu, Kajak-Einer, 500 Meter, Männer:

Auch Sprintweltmeister Jonas Ems verpasste im Kajak-Einer das Finale über 500 Meter. Der Essener musste sich beim Halbfinal-Sieg des Neuseeländers Steven Ferguson mit dem sechsten Platz zufriedengeben. Ems hätte für den Finaleinzug unter die ersten Drei kommen müssen.

Beachvolleyball

Beachvolleyball, Frauen, Finale: Kerri Walsh und Misty May-Treanor haben beim olympischen Beachvolleyball-Turnier in Peking erneut die Goldmedaille gewonnen. Die Athen-Olympiasiegerinnen von 2004 und Weltmeisterinnen von 2003, 2005 und 2007 setzten sich im Finale gegen das Gastgeber-Duo Tian Jia/Wang Jie 2:0 (21:18, 21:18) durch.

Für das amerikanische Team war es der 108. Sieg in Serie. Neben Silber ging auch Bronze an ein chinesisches Duo. Xue Chen/Zhang Xi entschieden das Spiel um Platz drei gegen Talita Antunes/Renata Martins Ribeiro aus Brasilien mit 2:0 (21:19,21:17) für sich. Die deutschen Teams Pohl/Rau und Goller/Ludwig waren im Achtelfinale ausgeschieden.

Gehen

Gehen, Frauen: Olga Kaniskina aus Russland ist im Dauerregen von Peking Olympiasiegerin über 20 Kilometer Gehen geworden. Die Weltmeisterin gewann am Donnerstag in 1:26:30 Stunden überlegen vor der Norwegerin Kjersti Platzer (1:27,07). Bronze ging an die Italienerin Elisa Rigaudo. (1:27:12). Die beiden deutschen Teilnehmerinnen verpassten die erhofften Top-Ten-Platzierungen. Sabine Zimmer (Wattenscheid) wurde mit einem Rückstand von 3:49 Minuten 15., Melanie Seeger (Potsdam) kam 5:25 zurück auf Platz 23.

Taekwondo

Taekwondo, Männer, bis 68 kg: Son Taejin hat beim olympischen Taekwondo-Turnier die zweite Goldmedaille für Südkorea gewonnen. Nach dem Sieg bei den Frauen durch Lim Sujeong in der 57-Kilo-Klasse setzte sich Son am Donnerstag in der Kategorie bis 68 Kilogramm der Männer durch. Im Finale bezwang der 20-Jährige den Amerikaner Mark Lopez mit 3:2 Punkten. Bronze erhielten Servet Tazegül aus der Türkei und Sung Yu-Chi aus Taiwan. Daniel Manz aus Friedrichshafen wurde Fünfter.

Taekwondo, Frauen, bis 57 kg:

Die Südkoreanerin Lim Suejong hat beim olympischen Taekwondo-Turnier die Goldmedaille in der Klasse bis 57 Kilogramm gewonnen. Die 22-Jährige setzte sich im Finale gegen die Türkin Azize Tanrikulu mit 1:0 Punkten durch. Bronzemedaillen sicherten sich Diana Lopez aus den USA und die Kroatin Martina Zubcic. Deutsche Athletinnen waren in dieser Kategorie nicht am Start.

Segeln

Segeln, Tornado: Die Tornado-Segler Johannes Polgar und Florian Spalteholz sind vor Qingdao an einer Medaille vorbeigefahren. Das deutsche Duo vergab das mögliche Bronze, als es in aussichtsreicher Position eine Viertelstunde nach dem Rennstart kenterte. Gold gewannen die Spanier Fernando Echevarri und Anton Paz. Silber ging an Darren Bundock und seinen Vorschoter Glenn Ashby aus Australien. Bronze holten Santiago Lange und Carlos Esponola aus Argentinien.

Segeln, Starboot:

Ian Percy und Andrew Simpson haben Großbritannien die vierte Goldmedaille und das insgesamt sechste Edelmetall der olympischen Segel-Regatta vor Qingdao beschert. Der Olympiasieger von 2000 aus Southampton und sein Vorschoter gewannen vor den Brasilianern Robert Scheidt und Bruno Prada. Die als Spitzenreiter in das Finale der Starbootklasse gestarteten Schweden Fredrik Loof und Anders Eckström holten Bronze. Marc Pickel und Ingo Borkowski aus Kiel und Babelsberg waren bei stürmischen Winden und strömendem Regen ohne Medaillenhoffnung in das Finale gestartet und beendeten die Regatta auf Rang sieben.

Schwimmen

Langstreckenschwimmen, Männer, 10 Kilometer: Der Würzburger Thomas Lurz hat bei der Olympia- Premiere der Langstreckenschwimmer die Bronzemedaille gewonnen. "Bei Olympia kann man nur von gewonnen reden, wenn man eine Medaille holt", sagte der 28-Jährige. Lurz musste sich nur dem Niederländer Maarten van der Weijden und dem Briten David Davies knapp geschlagen geben. Van der Weijden siegte nach einem starken Schlussspurt in 1:51:51,6 Stunden. Der sechsfache Weltmeister Lurz konnte auf den letzten Metern dem Tempo des 27-Jährigen aus Eindhoven nicht mehr folgen und kam zwei Sekunden später ins Ziel.

Dennoch war der Diplom-Sozialarbeiter hochzufrieden. "Ich freue mich tierisch. Es war natürlich recht knapp bis zum Ersten und Zweiten, aber ich bin überglücklich", sagte Lurz. Im Endspurt habe ihm möglicherweise die Kraft gefehlt, weil er sich zuvor mit einigen Konkurrenten heftige Positionskämpfe geliefert hatte. Zudem klagte der Würzburger über Probleme mit seiner Schwimmbrille. "Mein rechtes Glas war von Anfang bis zum Ende voll", erklärte Lurz.

DPA/SID / DPA

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