Gerhard Schröder
Alt-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) spricht am 06.04.2014 in Berlin bei einem Empfang zu seinen Ehren.

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"Hol mir mal 'ne Flasche Bier, sonst streik ich hier!" Bundeskanzler Gerhard Schröder verstand es wie kein Zweiter, sich medienwirksam in Szene zu setzen. Legendär sein Schaulaufen in Gummistiefeln b...

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Altkanzler Schröder

Schröder pflichtet Merz bei: "Auf gar keinen Fall" am Iran-Krieg beteiligen

Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) unterstützt ausdrücklich die Linie von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), den USA eine militärische Unterstützung im Iran-Krieg zu verweigern. "Das kann man nicht machen, auf gar keinen Fall", sagte Schröder der "Süddeutschen Zeitung" laut Meldung vom Freitag zu der Frage, ob sich Deutschland an einer militärischen Intervention beteiligen solle, um wieder einen Öltransport durch die vom Iran blockierte Straße von Hormus zu ermöglichen.

"Hol mir mal 'ne Flasche Bier, sonst streik ich hier!" Bundeskanzler Gerhard Schröder verstand es wie kein Zweiter, sich medienwirksam in Szene zu setzen. Legendär sein Schaulaufen in Gummistiefeln beim Elbhochwasser 2002: Es sah so aus, als würde Schröder persönlich das Land retten. Dabei hat er eigentlich nur zugesehen, wie Bundeswehrsoldaten Sandsäcke aufschichten. Politisch in Erinnerung bleibt aus seiner Regierungszeit (1998 bis 2005) vor allem die Agenda 2010, die Deutschlands Wirtschaft mit harten Einschnitten ins Sozialsystem (Hartz IV) zu sanieren suchte. Die Reform verstörte sowohl Schröders eigene Partei, die SPD, als auch die Wähler. Nachdem das traditionell "rote" Nordrhein-Westfalen bei den Landtagswahlen verloren gegangen war, steuerte Schröder auf Neuwahlen zu. Umstrittenes Mittel zum Zweck war ein absichtlich verlorenes Misstrauensvotum im Bundestag. Beim anschließenden Urnengang im September 2005 unterlag Schröder nur knapp seiner Konkurrentin Angela Merkel von der CDU. Nur wenige Wochen nach der Niederlage wechselte Schröder zur Nord Stream AG, deren größter Anteilseigner die russische Firma Gazprom ist.