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Im Münchner "Tatort" dreht sich diesmal alles um die Angst vor dem Altern und den absurden Jugendwahn. Die Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr tauchen in eine Welt der Botox-Partys und Faltencremes ein - ein spannender Fall mit einer ernsten Botschaft, die unterhaltsam verpackt ist.
Diesmal ging es für die beiden Kommissare Franz Leitmayr und Ivo Batic in den Knast. Der Münchner Tatort lieferte zwar solide Abendunterhaltung - doch überraschend war der Plot nicht. Lediglich eine grandios spielende Anneke Kim Sarnau verlieh dem psychologischen Krimi Spannung und Tiefe.
Scharlatan, Hellseher und Kräuterhexe - reich an skurrilen Gestalten ist dieser Esoterik-Hokuspokus. Dem Münchner "Tatort" "Gesang der toten Dinge" könnte schon jetzt ein trauriger Rekord beschieden sein: nämlich als schlechteste Krimifolge des Jahres in die ARD-Statistik einzugehen.
Ungewohntes aus München: Die "Tatort"-Ermittler Batic und Leitmayr tauchen in der Folge "Jagdzeit" tief in die Welt der Hartz-IV-Empfänger ein. Dank ihres eigenen Humors entgehen sie gekonnt der Betroffenheits-Falle.
Ein brutaler Vergewaltiger kommt wegen eines Ermittlungsfehlers frei und sorgt für Entsetzen bei seinen Opfern. In einer der packendsten "Tatort"-Folgen seit langem können die Münchener Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr dem Grauen meist nur tatenlos zusehen - bis es zur nächsten Bluttat kommt.
Avatare im Online-Chat, ein missglückter One-Night-Stand und das Parallelleben eines Familienvaters im Schwulenmilieu - zum 50. "Tatort" mit den Münchner Kommissaren wird mal kräftig an der Männlichkeit der Alphamännchen gekratzt. Das liegt nicht nur an dem schwulen Mordopfer und der neuen Kollegin.
Zwei Morde, zwei Selbstmorde, das brisante Thema Luxussanierung und der Abschied von Assistent Carlo Menziger - der Münchner "Tatort" mit dem vielversprechenden Titel "Der Traum von der Au" scheitert an Überfrachtung und gleichzeitiger Lähmung.
Es gab viele mittelmäßige "Tatorte" aus München. Dieser ist es nicht - weil die Kommissare auch ihre eigenen Dämonen besiegen müssen.
Im australischen Urwald läuten die Glocken - Brigitte Nielsen kommt. Damit ist Dirk Bach nicht mehr das einzige dicke Ding der Sendung. Derweil ist Lothar Matthäus auf der Schleimspur ausgerutscht.
Der Titel ist in diesem Fall Programm: "Ein ganz normaler Fall" heißt die "Tatort"-Folge aus München. Leider muss man das wörtlich nehmen. Die 60. Episode des Münchner-Gespanns Batic und Leitmayr ist nur biedere Krimi-Hausmannskost. Und das trotz eines eigentlich spannenden Themas: Ermittelt wird im jüdischen Gemeindezentrum.
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