Zentralafrika

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UN-Fahrzeug in der Zentralafrikanischen Republik

Care-Krisenreport: Afrika bei "vergessenen Krisen" stark überrepräsentiert

Der Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik, die schlimmste Dürre seit 100 Jahren in Namibia und die komplette Abschottung Nordkoreas zählen einem aktuellen NGO-Bericht zufolge zu den zehn "vergessenen Krisen" des Jahres 2025. Die internationale Hilfsorganisation Care erstellt seit zehn Jahren jährlich eine Liste der in den Medien am wenigsten beachteten Krisen in der Welt - im diesjährigen "Krisenreport" steht die Zentralafrikanische Republik mit nur 1532 Online-Artikeln auf Platz eins.
Übergabe eines Militärstützpunkts

Frankreich übergibt letzte Militärstützpunkte an Senegal

Mit der Übergabe der letzten beiden französischen Militärstützpunkte an Senegal hat Frankreich seine jahrzehntelange militärische Präsenz in West- und Zentralafrika beendet. An der Übergabe-Zeremonie am Donnerstag in Camp Geille bei Dakar nahmen die Generalstabschefs beider Länder teil. Die französische Armee war seit der Unabhängigkeit Senegals von der französischen Kolonialmacht 1960 in dem westafrikanischen Land präsent. 
Video: Menschen feiern nach Militärputsch in Gabun

Video Menschen feiern nach Militärputsch in Gabun

STORY: In Libreville, der Hauptstadt von Gabun gingen am Mittwoch Hunderte Menschen auf die Straßen und feierten. In dem zentralafrikanischen Land hatte das Militär wenige Tage nach der Präsidentenwahl geputscht. Minuten nachdem die Wahlkommission Präsident Ali Bongo zum Sieger ausrief, erklärte ihn eine Gruppe ranghoher Offiziere im Fernsehen für abgesetzt. Die Wahl sei nichtig, hieß es am Mittwoch. Staatliche Institutionen seien aufgelöst und die Grenzen geschlossen. Viele Menschen in Gabun jubelten. "An alle, die im Ausland leben, kommt zurück. Unser Land ist frei. Unser Land ist frei. Es lebe die Freiheit Gabuns, es leben alle, die (zum Staatsstreich) beigetragen haben." "Ich danke Ihnen. Danke an die Armee. Danke an die Armee." "Wir sind befreit! Die Herrschaft von Bongo ist vorbei. Bongos Herrschaft ist zu Ende!" Bongos Familie regiert das ölreiche Land mit 2,3 Millionen Einwohnern seit 56 Jahren. Dem Militär zufolge wurde der 64-jährige Ali Bongo unter Hausarrest gestellt. Auch sein Sohn und andere Personen seien wegen Korruption und Verrats festgenommen worden. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich verurteilte den Staatsstreich. Der Militärputsch ist der achte in West- und Zentralafrika seit 2020. Zuletzt hatte die Armee im Niger die Macht übernommen, davor in Mali, Guinea, Burkina Faso und im Tschad.