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Alle bekommen ihr Fett weg - von BP, dem Betreiber der Bohrinsel "Deepwater Horizon", bis zu den Aufsichtsbehörden: Laut dem Untersuchungsbericht einer Expertenkommission wurde die Ölpest im Golf von Mexiko durch ein Kette vermeidbarer Fehler ausgelöst. Und es kann jederzeit wieder passieren.
Es findet in den Meerestiefen vor der Küste eines anderen Kontinents statt, tausende Kilometer von Deutschland entfernt. Und doch ist das Drama im Golf von Mexiko auch unser Drama. Aus vielen Gründen.
Die BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" ist am 20. April 2010 explodiert und anschließend gesunken. Seitdem bedroht eine Ölpest den Golf von Mexiko und die amerikanische Küste.
Seit dem Sinken der Ölplattform im Golf von Mexiko hat der Ölkonzern BP über 20.000 Vorschläge erhalten, wie das Leck am Meeresboden geschlossen werden kann. Einer sorgt dabei für besonders viel Aufsehen.
Erster Hoffnungsschimmer im Kampf gegen die Ölpest: BP-Experten ist es gelungen, ausströmendes Öl in einen Tanker zu pumpen. Neue Sorgen bereiten aber riesige Ölschwaden unter Wasser.
Die schwerste Ölpest in der US-Geschichte zerstörte im April 2010 Flora und Fauna im Golf von Mexiko. Noch immer schieben sich die Beteiligten an den Tiefseebohrungen gegenseitig die Schuld zu.
Der nach der Ölpest im Golf von Mexiko eingerichtete Entschädigungsfonds hat bislang fünf Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) an die Opfer der Umweltkatastrophe ausgezahlt.
5000 Barrel Rohöl verseuchten vor fünf Jahren die fragile Umwelt Alaskas, weil eine Ölleitung des Konzerns BP durchgerostet war. Jetzt einigte sich das Unternehmen mit dem US-Justizministerium auf ein Bußgeld in Höhe von 25 Millionen Dollar.
Eingelullt in Selbstzufriedenheit ließen die Ölindustrie und die Regierung die schlimmste Umweltkatastrophe in der US-Geschichte zu. Zu diesem harten Urteil kommt der Bericht einer US-Regierungskommission zur Ölpest im Golf von Mexiko. Sie fordert massive Reformen, doch Umweltschützer zweifeln.
Einer US-Studie zufolge haben Bakterien das durch die Ölpest im Golf von Mexiko ausgeströmte Methangas nahezu komplett zersetzt.
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