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Boston-Anschlag: Zweiter Tatverdächtiger festgenommen: "GEFASST!!! Die Jagd ist vorbei."

Tausende Polizisten jagten den zweiten mutmaßlichen Attentäter von Boston. Nun der Fahndungserfolg: "Wir haben ihn", twitterte Bostons Bürgermeister Tom Menino. Das Protokoll einer Großfahndung.

+++ 3.12 Uhr: Die Flucht ist zu Ende +++

Der zweite mutmaßliche mutmaßliche Bombenattentäter von Boston ist gefasst. Der Verdächtige befinde sich in Gewahrsam, teilte die Bostoner Polizei am Freitagabend (Ortszeit) per Twitter mit. Und Bostons Bürgermeister Tom Menino bestätigte kurz darauf ebenfalls mit einem Tweet: "Wir haben ihn."

US-Medien zufolge handelt es sich bei dem jungen Mann um Dschochar Zarnajew. Der 19-Jährige soll gemeinsam mit seinem später getöteten Bruder Tamerlan am Montag den Anschlag auf den Bostoner Marathonlauf verübt haben, bei dem drei Menschen ums Leben kamen und weit über hundert verletzt wurden.

Nach einer dramatischen Großfahndung, an der tausende Einsatzkräfte beteiligt waren, hatte die Polizei Dschochar Zarnajew im Bostoner Vorort Watertown umzingelt. Offenbar hatte sich der 19-Jährige in einem Boot im Garten eines Hauses verschanzt. Am Einsatzort waren auch Schüsse gefallen. Wie es hieß, wurde er lebend, aber verletzt gefasst.

Dem Sender MSNBC zufolge wurde die Polizei von der Besitzerin alarmiert, die Blutspuren auf der Plane zum Abdecken des Bootes gesehen hatte. Zarnajew war offenbar bei einem Schusswechsel mit der Polizei in der Nacht zum Freitag verletzt worden.

Die Bostoner Polizei twitterte um 20.58 Uhr Ortszeit (2.58 Uhr MESZ): "GEFASST!!! Die Jagd ist vorbei. Die Suche ist abgeschlossen. Der Terror ist vorbei. Und die Gerechtigkeit hat gesiegt. Verdächtiger in Haft."

Nach der Festnahme brach auf den Straßen von Watertown Jubel aus. US-Fernsehsender zeigten Bürger, die ins Freie strömten und applaudierten. Während der Suche nach dem Terrorverdächtigen hatte die Polizei tagsüber eine Ausgangssperre für den ganzen Großraum Boston verhängt.

+++ 23.02 Uhr: FBI informiert Obama im "Situation Room" +++

Regierungssprecher Jay Carney veröffentlicht ein Bild im Fotodienst Flickr. Es zeigt, wie Präsident Obama und sein Vize Joe Biden im abhörsicheren "Situation Room" im Weißen Haus über die Fahndung nach den Terrorverdächtigen informiert werden. Unterrichtet wurden sie vom Direktor der Bundespolizei FBI, Robert Mueller, und Heimatschutzministerin Janet Napolitano. Auch der Chef des Geheimdienstes CIA, John Brennan, sowie Außenminister John Kerry seien dabei gewesen, hieß es. Obama sei auch schon in der Nacht regelmäßig über die Geschehnisse in Boston auf dem Laufenden gehalten worden.

+++ 22.05 Uhr: Großveranstaltungen abgesagt +++

Mehrere Großveranstaltungen fallen wegen der Terrorfahndung aus. Das Baseballspiel der Red Sox im mehr als 40.000 Zuschauer fassenden Fenway-Park-Stadion wurde abgesagt, ebenso das Eishockeymatch der Boston Bruins in der TD-Garden-Arena. Man wolle keine Einsatzkräfte der Polizei binden, die auf der Suche nach dem Terrorverdächtigen benötigt würden, hieß es zur Begründung. Auch das berühmte Symphonieorchester der Stadt ließ eine Vorführung ausfallen.

+++ 21.35 Uhr: Zugverkehr nach New York gestoppt +++

Die Bostoner Polizei meldet über Twitter, dass der Eisenbahnverkehr zwischen Boston und New York bis auf Weiteres eingestellt wurde.

+++ 20.15 Uhr: Gratis-Donuts für Polizisten in Boston +++

Zumindest hungern müssen die Polizisten bei ihrer Jagd auf den mutmaßlichen Bombenleger nicht: Sie bekommen gratis Kaffee und Essen von Dunkin' Donuts. Die Behörden hätten die Fastfood-Kette angewiesen, bestimmte Läden geöffnet zu halten, erklärte Dunkin' Donuts auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Dazu gehöre auch die Filiale im Vorort Watertown, wo die Suche nach dem flüchtigen Verdächtigen läuft. Eigentlich gilt eine Ausgangssperre.

+++ 19.47 Uhr Menschen dürfen aus Büros heimfahren +++

Was sollen die Menschen tun, die in ihren Büros festsitzen und so langsam mal nach Hause möchten? Ein Behördensprecher gab ihnen nun die Erlaubnis, sich in ihren Wagen zu setzen und heimzufahren. Notfalls solle man Taxis nutzen oder sich von Freunden mitnehmen lassen.

+++ 19.25: Kerry lehnt Spekulationen zu Herkunft der Brüder ab +++

US-Außenminister John Kerry hat Spekulationen über eine Verbindung der beiden mutmaßlichen Bombenleger zu tschetschenischen Separatisten zurückgewiesen. "Terror ist Terror, und dies unterstreicht, wie wichtig es ist, dass wir alle wachsam bleiben und international miteinander kooperieren", sagte Kerry in Washington. Die verdächtigten Brüder Tamerlan und Dschochar Zarnajew stammen nach ersten Erkenntnissen der Polizei aus dem früheren russischen Kriegsgebiet Tschetschenien. Sie sollen seit Längerem legal in den USA gelebt haben.

+++ 19.18 Uhr: Schwester der Brüder "schockiert" +++

In New Jersey hat die Polizei mit einer Frau gesprochen, die sich als die Schwester von Tamerlan und Dschochar Zarnajew gemeldet hatte. Sie sei "schockiert" dass ihre Brüder womöglich in die Anschläge von Boston verwickelt gewesen seien. Sie habe aber jahrelang nicht mit ihnen gesprochen, weil ihre Familie empört darüber gewesen sei, dass sie keinen Moslem geheiratet hat.

+++ 18.50 Polizei kündigt kontrollierte Sprengung an +++

Ebenfalls auf der Pressekonferenz haben die Einsatzkräfte angekündigt, in Kürze eine kontrollierte Sprengung in Cambridge durchzuführen. Offenbar hat die Polizei dort weitere explosive Substanzen gefunden.

+++ 18.48 Uhr: Polizeichef bittet um mehr Zeit +++

Erneute Pressekonferenz der Verantwortlichen in Boston. Gouverneur Deval Patrick spricht von "weitergehenden Entwicklungen", die die Behörden nicht kommentieren könnten. 60 bis 70 Prozent der Hausdurchsuchungen in einem Viertel von Watertown seien inzwischen abgeschlossen, so ein Sprecher der Staatspolizei von Massachusetts, doch noch sei der Verdächtige nicht aufgespürt worden. Der Polizeichef von Watertown bittet um mehr Zeit, befürchtet aber, es könne durchaus sein, dass die Lage erst am Wochenende endgültig unter Kontrolle ist.

+++ 18.21: Tweets des Verdächtigen aufgetaucht +++

Der mutmaßliche Bombenleger beim Boston-Marathon, nach dem die Polizei seit Stunden fahndet, hat offenbar nach dem Anschlag noch diverse Twitter-Feeds abgesetzt, berichtet CNN. Demnach twitterte er am Montag um 20.04 Ortszeit, Stunden nach den Explosionen, eine Songzeile des Rappers "Jay-Z: "Ain't no love in the heart of the city, stay safe people." Am Dienstag nach Mitternacht ein weiterer Tweet: "There are people that know the truth but stay silent & there are people that speak the truth but we don't hear them cuz they're the minority." Um 1.43 Ortszeit am Mittwoch schrieb er schließlich: "I'm a stress free kind of guy".

+++ 18.08 Uhr: Onkel mahnt zur Aufgabe +++

Der Onkel des verdächtigen Brüderpaars hat sich Reportern gegenüber geäußert. Ruslan T. sagte, seine Familie sei "beschämt darüber, mit den Verdächtigen verwandt zu sein". Sein flüchtiger Neffe habe "Schande über unsere Familie und unser ganzes Volk gebracht". Eindringlich mahnte Ruslan T. den mutmaßlichen Bombenleger des Boston Marathons zur Umkehr. Jeder, der solch ein Verbrechen begeht, sei ein Verlierer.

+++ 18.00 Uhr: Putin schickt Kondolenzschreiben +++

Russlands Präsident Wladimir Putin schickte eine Kondolenznachricht an US-Präsident Barack Obama. Darin heißt es, man "verdamme dieses barbarische Verbrechen". Ferner bietet Putin die Unterstützung bei den Ermittlungen an, falls das notwendig werden sollte.

+++ 17.58 Uhr: Augenzeuge: "Es macht dich krank, was hier passiert" +++

Was die Bürger von Watertown in diesen Stunden auszuhalten haben, beschreibt Barb Darrow der BBC. "Wir haben um 2.30 Uhr einen Anruf der Polizei erhalten und sind seitdem hier eingeschlossen. Es ist wie eine Geisterstadt. Ein seltsamer und beunruhigender Tag für jeden hier. Ich krieche in meinem eigenen Haus herum und linse aus den Fensterscheiben. Es macht deinen Kopf krank, was hier gerade passiert."

+++ 17.30 Uhr: Verdächtiger Honda diente als Fluchtwagen +++

Auf einer kurzfristig einberaumten Pressekonferenz fasst ein Polizeisprecher den Stand der Fahndung zusammen. Der verdächtige Honda CR-V hat demzufolge kurzzeitig als Fluchtwagen gedient. Zu dem Einsatz in einem Viertel in Watertown hieß es, man haben Hinweise darauf erhalten, dass sich der Verdächtige dort aufhalte, das hätte sich jedoch nicht bestätigt.

+++ 17.29 Uhr Schauspieler Bradley Cooper besucht Verletzte in Boston +++

Nach dem Bombenterror von Boston hat der US-Schauspieler Bradley Cooper Verletzte der Anschläge im Krankenhaus besucht. Unter anderem sei er bei dem 27 Jahre alten Jeff Baumann gewesen, der bei den Explosionen beide Beine verloren hatte, berichteten US-Medien . Die "New York Daily News" veröffentlichte ein Foto, auf dem Cooper am Krankenbett von Baumann zu sehen ist. Das Krankenhaus Boston Medical Center bedankte sich per Kurznachrichtendienst Twitter bei dem Schauspieler. "Ganz großen Dank an Bradley Cooper, dass er uns in unseren härtesten Wochen besucht hat."

+++ 17.20 Uhr: Polizeiexperte befürchtet Tod des Flüchtenden +++

Die Chance, den flüchtigen Verdächtigen von Boston lebend zu fassen, ist nach Ansicht eines Sicherheitsexperten gering. "Polizisten in den USA werden trainiert zu töten", sagte Richard Falkenrath dem TV Sender "Bloomberg TV". "Er muss sehr vorsichtig sein, wenn er nicht will, dass dies sein letzter Tag auf Erden ist", sagte der Experte. Falkenrath war Sicherheitsberater im Weißen Haus, hochrangiger Beamter bei der Terrorabwehr der New Yorker Polizei und arbeitet mittlerweile für die Beratungsfirma Chertoff Group.

+++ 17.09 Uhr: Taxis in Boston fahren wieder +++

Die Polizei twittert, dass der Taxibetrieb in Boston wieder aufgenommen worden sei. Auch der Flughafen meldet, dass die Maschinen starten und landen.

+++ 17.03 Uhr: Flüchtiger womöglich geortet +++

Twitter-Nutzer sprechen von Schüssen in Watertown, CNN bestätitgt das jedoch nicht und berichtet lediglich, dass Journalisten aufgefordert werden, zurückzubleiben. Es sind Bilder von schwer bewaffneten Einsatzkräften zu sehen, die auf ein bestimmtes Areal zustürmen.

+++ 16.47 Uhr: Polizei findet verdächtiges Auto +++

Die Polizei ist dem Flüchtigen auf der Spur. Ein Honda CR-V, nach dem im Zusammenhang mit dem flüchtigen mutmaßlichen Boston-Bomber gesucht wurde, ist im Stadtgebiet von Boston sichergestellt worden, heißt es von Seiten der Staatspolizei Connecticut.

+++ 16.35 Uhr: Immer mehr Details zu Brüderpaar +++

Und wieder ein paar Einzehlheiten zu dem verdächtigen Brüderpaar: Demnach kam der jüngere der beiden Männer in den frühen 2000er Jahren in die USA und bat um Asyl. Im vergangenen Jahr erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft. Der ältere der beiden, der in der Nacht von der Polizei erschossen worden war, kam "ein paar Jahre später" nach. Er war lediglich im Besitz einer Green-Card und kein US-Bürger, berichtet CNN und beruft sich auf Justizkreise.

+++ 15.30 Uhr: Tschetschenien weist Verbindung zu Verdächtigen zurück +++

Das frühere Kriegsgebiet Tschetschenien im russischen Nordkaukasus hat eine Verbindung zu den Terrorverdächtigen zurückgewiesen. "Die Personen, die in Boston des Verbrechens beschuldigt werden, haben zu Tschetschenien keinerlei Beziehungen", sagte der Sprecher von Republikchef Kadyrow der Agentur Interfax. Die Brüder hätten im Kindesalter die islamisch geprägte Konfliktregion verlassen. Nach den Erkenntnissen tschetschenischer Sicherheitsbehörden sei die Familie bereits vor Jahren aus Russland ausgereist und habe danach eine Zeitlang in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Kasachstan gelebt. Von dem Steppenstaat aus sei die Familie dann in die USA ausgewandert.

In Tschetscheniens Nachbarrepublik Dagestan bestätigte der Direktor der Schule Nummer eins in Machatschkala, Temurmagomed Dawydow, dass er die Brüder aus ihrer kurzen Zeit dort kenne. Die Flüchtlingsfamilie habe 2002 die Region verlassen, sagte Dawydow der Agentur Interfax. Das dagestanische Innenministerium betonte, dass es keine Erkenntnisse über Straftaten der Familie gebe.

+++ 14.55 Uhr: Medien sollen Positionen der Einsatzkräfte nicht verraten +++

Die Polizei von Boston warnt Fernsehteams, ihre Arbeit durch die Übertragungen zu erschweren. "WARNUNG: Gefährden Sie nicht die Sicherheit der Beamten, indem sie ihre taktischen Positionen der durchsuchten Häuser im Fernsehen zeigen", hieß es von den Ermittlern am Freitagmorgen per Twitter.

+++ 14.40 Uhr: Verdächtiger fuhr Bruder mit Auto an +++

Auf ihrer Flucht vor der Bostoner Polizei hat einer der Terrorverdächtigen wohl den anderen angefahren. CNN meldet, dass der eine Bruder den anderen mit einem geraubten Auto anfuhr und verletzte. Das sei offenbar im Chaos der Flucht geschehen.

+++ 14.30 Uhr: Boston ist vollständig abgeriegelt +++

Das öffentliche Leben in Boston ist fast vollständig lahmgelegt. Die Polizei hat die Ausgangssperre auf die gesamte Großstadt ausgeweitet. "Bitte bleiben Sie zu Hause, schließen Sie die Tür ab und öffnen Sie nur Menschen, die sich eindeutig als Polizisten identifiziert haben", sagte Gouverneur Deval Patrick am Freitagmorgen (Ortszeit). "Bitte bleiben Sie geduldig und arbeiten Sie mit uns zusammen", sagte ein Polizist. "Wir machen gerade entscheidende Fortschritte, aber das könnte noch Stunden anhalten." Die Situation sei sehr ernst und jeder solle sie so behandeln. Auch der Taxiverkehr wurde eingestellt.

+++ 14.10 Uhr: Militär patroulliert in Watertown +++

In Watertown ist bei der Suche nach dem als Bombenleger verdächtigten Mann auch Militär im Einsatz. CNN zeigte am Freitagmorgen patroullierende Gefechtsfahrzeuge, vermutlich von der Nationalgarde. Zumindest einige Fahrzeuge trugen allerdings das üblicherweise oben angebrachte Maschinengewehr nicht.

+++ 14.00 Uhr: Polizei durchsucht jedes Haus in Watertown +++

Die Polizei von Boston durchsucht jedes einzelne Haus im Vorort Watertown nach dem Verdächtigen. Die Ermittler teilten #link;https://mobile.twitter.com/Boston_Police;per Twitter mit#, dass uniformierte Beamte eine "Door-to-door search" (Tür-zu-Tür-Suche) machen würden.

+++ 13.50 Uhr: FAA sperrt Luftraum über Nordwest-Boston +++

Die US-Luftfahrtbehörde FAA sperrt den unteren Luftraum über dem Nordwesten der Region Boston. Die Maßnahme soll den Sicherheitskräften uneingeschränkte Bewegungsfreiheit bei der Fahndung nach dem flüchtigen Tatverdächtigen verschaffen. Über der Region kreisen Hubschrauber.

+++ 13.35 Uhr: Polizei kündigt Sprengung in Innenstadt an +++

Die Polizei von Boston hat eine "kontrollierte Sprengung" mitten in der Innenstadt angekündigt. Die Bewohner am Boston Common und in Charlesgate sollten auf die Detonation gefasst sein, meldete die Polizei am Freitagmorgen per Twitter. Das Gebiet liegt mitten im historischen Zentrum der Metropole und ist auch einer der Hauptanziehungspunkte für Touristen.

+++ 13.25 Uhr: Verdächtige sind Brüder tschetschenischer Herkunft +++

Die beiden mutmaßlichen Bombenleger von Boston sind nach Informationen der US-Sender NBC und CNN Brüder aus Tschetschenien. Nach Informationen der "Washington Post" sind sie 19 und 26 Jahre alt. Demnach soll der getötete mutmaßliche Bombenleger der 26-Jährige sein. Er habe zunächst in Kasachstan gelebt, bevor er in die USA ausgewandert sei, meldet CNN. Der flüchtige Verdächtige sei 19 Jahre alt.

+++ 13.17 Uhr: Mutmaßliche Täter sollen Ausländer sein +++

Die beiden Terrorverdächtigen von Boston sollen in den USA lebende Ausländer sein. Die beiden seien schon vor mindestens zwei Jahren in die USA eingewandert, meldete der Sender ABC am Freitagmorgen unter Berufung auf Quellen innerhalb der Behörden aus Boston. Beide hätten völlig legal in den USA gelebt.

+++ 13.02 Uhr: Polizei warnt vor Sprengsätzen bei Flüchtigem +++

Der gesuchte Verdächtige könnte nach Befürchtungen der Polizei einen Sprengsatz am Körper tragen. Die Fahnder würden sich auf diese Gefahr vorbereiten, meldet CNN. Spezialisten seien am Ort. Der Mann sei "extrem, extrem gefährlich".

+++ 12.48 Uhr: Privater Straßenverkehr in Watertown gestoppt +++

Nach dem öffentlichen Nahverkehr hat die Polizei auch den Verkehr für Privatfahrzeuge in Watertown gestoppt. Geschäfte dürfen nicht öffnen. Der Berufsverkehr ist lahmgelegt. Die großen Universitäten bleiben geschlossen, dazu gehören Harvard University, das Massachusetts Institute of Technology, die Boston University, das Emerson College und das Boston College.

+++ 12.31 Uhr: Obama lässt sich unterrichten +++

US-Präsident Barack Obama wird nach Angaben des Präsidialamtes noch in der Nacht von einem Anti-Terror-Experten über die Entwicklungen der Ermittlungen zu den Bostoner Bombenanschlägen und über die Ereignisse in Watertown unterrichtet.

+++ 12.15 Uhr: 9000 Polizisten jagen zweiten Verdächtigen +++

Es ist im wahrsten Wortsinn eine Großfahndung: 9000 Einsatzkräfte jagen den flüchtigen Terrorverdächtigen, heißt es bei CNN. Über der Region kreisen Hubschrauber.

+++ 12.05 Uhr: Verdächtige wollten Geschäft ausrauben +++

Nach Angaben des Polizeichefs von Boston, versuchten die beiden Verdächtigen in der Nacht zum Freitag, im nahe Boston gelegenen Cambridge ein Geschäft auszurauben. Anschließend seien sie zum dort gelegenen Massachusetts Institute of Technology (MIT) gefahren, wo ein Polizist durch Schüsse verletzt wurde und schließlich starb. Das Duo überfiel Davis zufolge daraufhin den Fahrer eines Wagens und flüchteten mit ihrer Geisel. Später ließen sie den Fahrer in Watertown frei.

+++ 11.55 Uhr: Öffentlicher Nahverkehr eingestellt +++

Busse und Bahnen im Großraum Boston stehen vorerst still. Wegen der Fahndung nach dem flüchtigen mutmaßlichen Attentäter hat die Polizei den öffentlichen Nahverkehr unterbrochen. Wer bereits an einer Busstation stehe, solle nach Hause gehen, sagte ein Behördensprecher.

+++ 11.45 Uhr: Boston-Verdächtiger starb an vielen Schusswunden +++

Der von der Polizei erschossene Verdächtige des Boston-Massakers ist nach Angaben von Ärzten von extrem vielen Kugeln getroffen worden. Die Zahl der Einschüsse sei "nicht zu zählen gewesen", sagte ein Krankenhausarzt. Nähere Einzelheiten über die Verletzungen wollten die Ärzte nicht bekanntgeben. Auch die Identität des Mannes wurde nicht preisgegeben.

+++ 11.10 Uhr: Terrorverdächtiger stirbt nach Verfolgungsjagd +++

Der verstorbene mutmaßliche Attentäter ist bei einer Verfolgungsjagd erschossen worden. Das teilte der Bostoner Polizeikommissar Ed Davis per Twitter mit. Der zweite Verdächtige sei weiter auf der Flucht, er sei bewaffnet und gefährlich. Es handele sich um die Person, die auf den am Vortag veröffentlichten Fahndungsfotos eine weiße Mütze trage.

+++ 11.00 Uhr: Verdächtiger mit schwarzer Kappe soll tot sein +++

Bei dem im Krankenhaus verstorbenen mutmaßlichen Attentäter handelt es sich nach Angaben von CNN um den Verdächtigen, der auf Fahndungsfotos mit einer schwarzen Kappe abgebildet ist. Auf der Suche nach dem zweiten Verdächtigen durchsuchen Polizisten in Watertown ganze Häuserblocks.

+++ 10.50 Uhr: TV-Bilder zeigen massive Präsenz von Einsatzkräften +++

Die Präsenz von Einsatzkräften in Watertown ist massiv: Fernsehbilder zeigen schwer bewaffnete Polizisten, Bundesbeamte und Soldaten der Nationalgarde. Auch gepanzerte Fahrzeuge fahren durch die Straßen.

+++ 10.20 Uhr: Polizei bestätigt Tod von mutmaßlichem Attentäter +++

Ein mutmaßlicher Attentäter des Bombenanschlags auf den Marathon von Boston ist tot. Das bestätigte der Polizeichef von Boston, Ed Davis, im Online-Kurznachrichtendienst Twitter. Der Mann war kurz zuvor bei einem Großeinsatz bei Boston gefasst worden. Nach einem zweiten Verdächtigen wird laut Davis weiter gesucht. Dieser sei "auf der Flucht, bewaffnet und gefährlich".

+++ 10.15 Uhr: Mutmaßlicher Boston-Attentäter soll tot sein +++

Der bei einem Großeinsatz der US-Polizei bei Boston gefasste mutmaßliche Bombenattentäter ist Medienberichten zufolge tot. Wie US-Fernsehsender berichten, starb der Verdächtige nach seiner Festnahme in einem Krankenhaus.

+++ 10.10 Uhr: Polizei warnt Bevölkerung +++

Die Polizei fahndet in Watertown nach einem weiteren Mann. Sie forderte die Bewohner auf, in ihren Häusern zu bleiben und ausschließlich Polizeibeamten zu öffnen, die sich eindeutig ausweisen könnten, berichtet CNN.

+++ 10.00 Uhr: Festnahme nach Verfolgungsjagd in Watertown +++

Nach einer Schießerei in der Nähe von Boston hat die US-Polizei nach Berichten von US-Medien einen Mann festgenommen. Zuvor hatten mehrere US-Sender von zwei Festnahmen gesprochen. Der Sender CNN zeigte am Freitagmorgen einen nackten Mann, der zu einem Polizeiauto geführt wurde. Er bestehe der Verdacht, dass die Ereignisse im Zusammenhang mit dem Terroranschlag auf den Boston-Marathon vom Montag stehen.