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Nach Sturm auf Kapitol Abgeordnete geben Trump Mitschuld an Gewalt – sogar Republikaner grenzen sich von ihm ab

Sehen Sie im Video: Abgeordnete machen Trump für Gewalteskalation in Washington mitverantwortlich.




"In dieser Stunde wird unsere Demokratie angegriffen", so die Worte des gewählten Präsidenten Joe Biden zu den Ausschreitungen am Mittwochabend. In einer Fernsehansprache sagte er: "Das ist kein Protest. Das ist Aufruhr." Er forderte den noch amtierenden Präsidenten Trump, seine Anhänger zurückzurufen. Trump reagierte mit einer über die sozialen Medien verbreiteten Video-Ansprache, in der er aber zunächst nur die Behauptung wiederholte, die Wahl sei gestohlen worden. Erst dann sagte er, es sei jetzt wichtig, friedlich zu bleiben und nach Hause zu gehen. Der Sturm auf das Kapitol war der schwerste Angriff auf das symbolträchtige Gebäude, seit es 1814 von der britischen Armee in Brand gesteckt wurde. Als die durch den Ansturm der Demonstranten unterbrochene Kongresssitzung fortgesetzt werden konnte, gaben einige Abgeordnete, etwa der Sprecher der Demokraten Charles Schumer, Trump eine Mitschuld an der Gewalt. Die republikanische Senatorin Kelly Loeffler, die gerade die Stichwahl in Georgia verloren hat, sagte, sie habe eigentlich Einspruch gegen die Bestätigung Bidens erheben wollen, ihre Meinung wegen der Gewaltausbrüche aber geändert. Auch der republikanische Senator Mitt Romney verurteilte den Vorfall und nannte ihn einen "Aufstand". Er forderte seine republikanischen Amtskollegen Bidens Wahlsieg 2020 zu bestätigen. Seitens der Demokraten wurde die Forderung laut, Trump auch jetzt noch, kurz vor Ende seiner Amtszeit, des Amtes zu entheben. Mehrere Spitzenbeamte des Weißen Hauses traten als Reaktion auf die Ausschreitungen zurück. Auch international sorgten die Ereignisse für Bestürzung. Australiens Premierminister Scott Morrison sagte, er sei erschüttert und hoffe auf eine friedliche Amtsübergabe an die Demokraten. Frankreichs Präsident Macron sagte: „Was in Washington DC passiert ist, steht nicht für die USA. Wir glauben an die Stärke der Demokratie, an die Stärke der amerikanischen Demokratie."
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Nach den Ausschreitungen am Kapitol machen die Demokraten Donald Trump für die Eskalation mitverantwortlich. Auch immer mehr Republikaner distanzieren sich von ihm. International löste der Vorfall große Bestürzung aus.

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