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1900: Zeittafel

1940

9. April: Ohne Kriegserklärung landen deutsche Truppen in Dänemark und Norwegen und besetzen die neutralen Länder.

10. Mai: Die deutsche Wehrmacht marschiert in Belgien, den Niederlanden und Luxemburg ein. Kurze Zeit darauf kapitulieren die besetzten Staaten.

14. April: Paris wird von der deutschen Wehrmacht besetzt.

27. September: Die Außenminister Deutschlands und Italiens sowie der japanische Botschafter in Berlin unterzeichnen den »Dreimächtepakt«. Ihre Zusammenarbeit richtet sich gegen die USA und Großbritannien.

1941

6. April: Ohne Kriegserklärung eröffnet Deutschland mit Luftangriffen auf Belgrad den Krieg gegen Jugoslawien. Gleichzeitig stoßen deutsche Truppen nach Griechenland vor.

22. Juni. Mit dem Ziel, »Lebensraum im Osten« zu gewinnen, beginnt ohne vorherige Kriegserklärung der deutsche Feldzug gegen die UdSSR.

1. September: Eine polizeiliche Verordnung verbietet Juden, die das sechste Lebensjahr vollendet haben, sich fortan ohne »Judenstern« in der Öffentlichkeit zu zeigen.

1942

20. Januar: Auf der Berliner Wannsee-Konferenz beschließen oberste Reichs- und Parteibehörden die »Endlösung der Judenfrage«.

12. Mai: Im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau wird erstmals eine große Zahl von Menschen durch Giftgas ermordet: 1500 Juden aus der polnischen Stadt Sosnowice.

22. November: Die 6. Armee unter Generalfeldmarshall Friedrich Paulus wird von sowjetischen Truppen bei Stalingrad eingeschlossen. Nahezu 250.000 Soldaten sind eingekesselt.

1943

31. Januar: Die 6. Armee der deutschen Wehrmacht kapituliert bei Stalingrad.

18. Februar: Reichspropagandaminister Joseph Goebbels verkündet im Berliner Sportpalast den »totalen Krieg«.

13. April: Deutsche Soldaten entdecken im Wald von Katyn bei Smolensk Massengräber erschossener polnischer Offiziere, die im Frühjahr 1940 vom sowjetischen Geheimdienst ermordet worden sind.

15. Mai: Stalin löst in Moskau die Kommunistische Internationale auf. Er will damit den Westalliierten die Sorge vor einer kommunistischen Weltrevolution nehmen und die Unterstützung der UdSSR im Krieg gewinnen.

28. November: Zu ihrer ersten gemeinsamen Konferenz treffen sich Roosevelt, Churchill und Stalin in Teheran. Sie beschließen die Teilung Deutschlands und die Westverschiebung Polens.

1944

6. Juni: Die Alliierten beginnen ihre Operation »Overlord« und landen in der Normandie.

20. Juli: Bei einem Bombenattentat von Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf Hitler wird dieser nur leicht verletzt. In direkter Verbindung mit dem Attentat werden im Laufe der nächsten Monate 170 Menschen umgebracht.

9. September: US-Staatssekretär Henry Morgenthau legt den Plan eines Straffriedens für Deutschland vor, der den NS-Staat in die politische und ökonomische Bedeutungslosigkeit abdrängen soll.

1945

5. Februar: In Jalta auf der Halbinsel Krim beginnt die Gipfelkonferenz zwischen Roosevelt, Churchill und Stalin. Die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen wird beschlossen, außerdem soll Deutschland entmilitarisiert und entnazifiziert werden.

7. Mai: Die deutsche Wehrmacht kapituliert bedingungslos in Reims. Die Einstellung aller Kampfhandlungen wird auf den 8. Mai festgelegt.

26. Juni: 50 Gründungsmitglieder unterzeichnen in San Francisco die UN-Charta. Damit sind die Vereinten Nationen offiziell gegründet.

6. August: US-Präsident Harry S. Truman befiehlt Truman den Abwurf einer Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima. 100.000 Menschen werden getötet, rund 40.000 verletzt.

1946

5. März: Anlässlich einer Verleihung der Ehrendoktorwürde im US-Bundestaat Missouri spricht der britische Ex-Premier Winston Churchill von einem »eisernen Vorhang, der sich über Europa gesenkt« habe. Beginn des »Kalten Krieges« zwischen den Alliierten des Zweiten Weltkrieges.

21. April: In der sowjetischen Besatzungszone wird aus dem Zusammenschluss von SPD und KPD die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) gegründet.

11. Mai: Kurt Schumacher wird auf einem Parteitag in Hannover zum Vorsitzenden der SPD gewählt. Sei Stellvertreter wird Erich Ollenhauer.

1. Oktober: Zwölf führende NS-Funktionäre und Offiziere von 22 angeklagten Hauptkriegsverbrechern werden in den Nürnberger Prozessen zum Tode verurteilt.

1947

1. Januar: Die amerikanische und britische Besatzungszonen werden als »Bizone« zu einem einheitlichen deutschen Wirtschaftsgebiet zusammengeschlossen.

12. März: In einer Kongressrede kündigt US-Präsident Henry Truman materielle Hilfe für »freie Staaten« an, wenn deren Freiheit bedroht sei und sie um Hilfe ersuchten.

5. Juni: Der amerikanische Außenminister George C. Marshall verkündet das »Europäische Wiederaufbauprogramm«, das die Beseitigung von Kriegsschäden und der Belebung der Wirtschaft dienen soll. Die Sowjetunion verbietet ihren Satellitenstaaten die Teilnahme am »Marshall-Plan«.

15. August: Großbritannien gewährt Indien die Unabhängigkeit im Verbund des Commonwealth. Der Subkontinent wird aufgeteilt in die Republik Indien und die islamische Republik Pakistan.

1948

19. März: Die Sowjetunion zieht sich aus dem Alliierten Kontrollrat zurück.

3. April: Die Organisation für Europäische Wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC) mit Sitz in Paris wird gegründet. Sie soll den Marshall-Plan umsetzen.

14. Mai: David Ben Gurion, der Führer der zionistischen Bewegung, ruft den Staat Israel aus. Damit endet das britische Mandat über Palästina, das seit 1923 bestanden hat.

21. Juni: In den westdeutschen Besatzungszonen wird die Deutsche Mark eingeführt. Sie löst die Reichsmark ab.

24. Juni: Die Sowjetunion beginnt mit der Blockade von Berlin. Als Antwort organisieren die USA und England eine Luftbrücke zur Versorgung der Zivilbevölkerung.

1. September: In Bonn tritt der Parlamentarische Rat zur Ausarbeitung einer Verfassung zusammen. Konrad Adenauer wird zum Vorsitzenden gewählt.

1949

4. April: In Washington D.C. / USA wird das westliche Sicherheits- und Verteidigungsbündnis NATO gegründet.

8. Mai: Der Parlamentarische Rat verabschiedet das Grundgesetz und ernennt Bonn zur vorläufigen Hauptstadt der »Bundesrepublik Deutschland«.

14. August: Bei der Wahl zum ersten Deutschen Bundestag wird die CDU/CSU stärkste politische Kraft. Theodor Heuss (SPD) wird zum Bundespräsidenten und Konrad Adenauer (CDU) zum Bundeskanzler gewählt.

1. Oktober: Mao Tse-tung, chinesischer KP-Chef, ruft in Peking die Volksrepublik China aus: General Tschiang Kai-schek flieht mit seinen Anhängern nach Taiwan, wo er zum Präsidenten Nationalchinas gewählt wird.

7. Oktober: Die Deutsche Demokratische Republik wird von der Volkskammer durch die Verabschiedung der Verfassung gegründet. Ost-Berlin wird zur Hauptstadt erklärt, Wilhelm Pieck erster Staatspräsident der DDR.