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Der scheidende Wehrbeauftragte der Bundeswehr, Reinhold Robbe, verabschiedet sich mit klaren Worten. Im Gespräch mit dem stern kritisiert er die militärische Führung scharf. Beim Afghanistan-Einsatz würden "etliche Probleme beschönigt".
Im Jahresbericht zur Bundeswehr fährt Reinhold Robbe schwere verbale Geschütze auf, um die eklatanten Missstände in der Truppe anzuprangern. Weitermachen wird der Wehrbeauftragte jedoch nicht.
Die Affäre um Ekel-Rituale bei der Bundeswehr ist offenbar größer als bislang vermutet. Nach neuen Informationen des Wehrbeauftragten Reinhold Robbe sind Sauf- und Sex-Exzesse bei der Truppe gang und gäbe. Auch die Vorgesetzten seien darüber informiert.
Alkoholkonsum bis zum Erbrechen und rohe Schweineleber - die Mutproben in der Mittenwalder Kaserne und anderswo zeugen für den Wehrbeauftragten Reinhold Robbe von einem Alkoholproblem nach Dienstschluss. Das Verteidigungsministerium betrachtet die Vorfälle hingegen als Ausnahme.
Bald werden sich 200 deutsche Soldaten als schnelle Eingreiftruppe auf den Weg nach Afghanistan machen. In Café Einstein, dem neuen Web-TV-Format von stern.de sagt Reinhold Robbe, Wehrbeauftragter des Bundestags, wie gefährlich der Einsatz am Hindukusch sein wird.
Eigentlich sollte die Wehrpflicht Anfang 2011 auf sechs Monate verkürzt werden. Doch der Verteidigungsminister will schon früher damit beginnen. Der scheidende Wehrbeauftragte Robbe ist skeptisch.
Der Bericht des scheidenden Wehrbeauftragten Robbe zeigt: Die Bundeswehr ist noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Die Politik hat versagt. Die Innere Führung auch.
Im Mai wird Reinhold Robbe als Wehrbeauftragter des Bundestages ersetzt, heute legt der SPD-Politiker seinen letzten Jahresbericht vor. Schon im Vorfeld geht er mit der Bundeswehr-Führung hart ins Gericht. So bemängelt Robbe, dass 600 Militärärzte fehlen.
Der FDP-Bundestagsabgeordnete Hellmut Königshaus soll neuer Wehrbeauftragter werden. Das kündigte FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger an. Die Union hätte am liebsten den derzeitigen Amtsinhaber Reinhold Robbe weiter auf dem Posten gesehen.
Die Ermittlungen wegen Ekel-Mutproben in der Edelweiß-Kaserne in Mittelwald weiten sich aus. Inzwischen haben sich offenbar mindestens fünf weitere Soldaten beim Wehrbeauftragten Reinhold Robbe gemeldet. Der befürchtet inzwischen, dass die Bundeswehr ein Alkoholproblem hat.
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