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+++ Live-Ticker zum EU-Gipfel +++ Rettungsschirm soll ein Währungsfonds werden


Die Staats- und Regierungschefs der 17 Euroländer haben sich auf ihrem Gipfel in Brüssel auf ein Krisenpaket für Griechenland geeinigt. stern.de hält Sie mit einem Live-Ticker auf dem Laufenden.

+++ 21.35 Uhr: Rettungsschirm soll zu einem Europäischen Währungsfonds werden +++

Griechenland wird mit den Vereinbarungen des Euro-Sondergipfels nach den Worten von Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy erheblich entlastet. Niedrigere Zinsen für die Hilfskredite seiner Euro-Partner würden den Schuldenstand des Landes von fast 160 Prozent seiner jährlichen Wirtschaftsleistung um zwölf Punkte senken, sagte Sarkozy. Die Beteiligung der privaten Gläubiger an dem zweiten Hilfspaket werde den Schuldenstand um weitere zwölf Punkte drücken. Die Zinsen, die der provisorische Euro-Rettungsschirm EFSF für neue Hilfskredite bereitstelle, würden zwischen 3,5 und vier Prozent liegen. Bisher betragen die EFSF-Zinsen etwa 4,5 Prozent. Der EFSF werde zu einem Europäischen Währungsfonds ausgebaut, sagte Sarkozy. So solle er bei Zustimmung der Europäischen Zentralbank auch auf dem Sekundärmarkt für Staatsanleihen Schuldverschreibungen kaufen können. Bisher kann das nur die EZB. Der private Sektor - Banken und Versicherungen - werde sich durch eine freiwillige Verringerung von Zinsen und längere Laufzeiten an den Hilfen für das Land beteiligen.

+++ 21.25 Uhr: Der private Sektor beteiligt sich 135 Milliarden Euro +++

Die privaten Gläubiger Griechenlands wollen sich im Laufe der kommenden 30 Jahre mit 135 Milliarden Euro an der Rettung Griechenlands beteiligen. Das sagte Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Der Beitrag der Banken wird in der Abschlusserklärung mit 37 Milliarden Euro angegeben.

+++ 21.15 Uhr: Offizielle Zahlen +++

Das neue Hilfspaket für Griechenland wird einen Umfang von 109 Milliarden Euro haben. Das geht aus der Abschlusserklärung des Euro-Krisengipfels vom Donnerstag in Brüssel hervor.

+++ 21.04 Uhr: Euro-Gipfel einigt sich auf neues Hilfspaket für Griechenland +++

Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone haben sich auf ein neues Hilfspaket für das hoch verschuldete Griechenland geeinigt. Das teilte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy mit.

+++ 17.55 Uhr: Bund verdient knapp 200 Millionen Euro an Griechenland-Hilfe +++

Der Bund hat für seine Kredite an Griechenland bis Mitte des Jahres knapp 200 Millionen Euro an Zinsen eingenommen. Wie ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums mitteilte, sei der deutsche Kreditanteil an den Hilfen inzwischen auf 13,45 Milliarden Euro gestiegen. Bis zum 15. Juni hätten sich daraus 198 Millionen Euro an Zinsen ergeben. Insgesamt belaufen sich die europäischen Kredite für Griechenland inzwischen auf 65 Milliarden Euro.

+++ 17.38 Uhr: Gipfel-Einigung treibt Euro zeitweise über 1,44 Dollar +++

Die sich abzeichnende Einigung der europäischen Staats- und Regierungschefs beim EU-Sondergipfel hat dem Kurs des Euro einen Höhenflug beschert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,4372 US-Dollar. In der Spitze war der Kurs sogar bis auf 1,4401 Dollar geklettert. Gegen Mittag hatten noch Aussagen von Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker zu einem möglichen teilweisen Kreditausfall (Selectiv Default) griechischer Staatsanleihen die Währung noch stark belastet und auf ihr Tagestief bei 1,4137 Dollar gedrückt. Als dann am Nachmittag immer mehr Nachrichten zur Einigung beim Gipfel durchsickerten, ging es auch für den Euro steil bergauf.

+++ 17.03 Uhr: Kurzfristiger Zahlungsausfall Griechenlands wird in Kauf genommen +++

Die Euro-Länder wollen mit verschiedenen Werkzeugen den Schuldenberg Griechenlands abtragen. Dabei sollen durch mehrere Angebote an private Gläubiger diesmal nicht nur die Steuerzahler eine Pleite des Landes abwenden, wie aus einem Entwurf der Gipfelerklärung in Brüssel hervorging. Dafür nehmen die Euro-Länder auch in Kauf, dass Ratingagenturen das Land zeitweise für zahlungsunfähig erklären.

Damit auch private Gläubiger Griechenlands freiwillig einen Beitrag leisten, sollen sie unter verschiedenen Modellen für einen Umtausch ihrer griechischen Staatsanleihen in neue Anleihen wählen können. Die Hoffnung ist, dass Griechenland etwa durch längere Laufzeiten und niedrigere Zinsen Luft zum Atmen bekommt, um seinen Schuldenberg von rund 350 Milliarden Euro abzutragen.

+++ 16.53 Uhr: Griechenland bekommt Kredite für 3,5 Prozent Zinsen +++

Das von Pleite bedrohte Griechenland wird vom europäischen Krisenfonds EFSF mit frischem Geld zu niedrigen Zinsen versorgt werden. Es seien rund 3,5 Prozent geplant, heißt es in dem Entwurf für die Abschlusserklärung des Brüsseler Eurogipfels. Die Laufzeiten der Kredite sollen von bisher siebeneinhalb Jahren auf bis zu 15 Jahre gestreckt werden.

+++ 16.48 Uhr: Eurozone will Ausbreitung der Schuldenkrise verhindern +++

Die Staats- und Regierungschefs der Eurozone wollen eine Ausbreitung der Schuldenkrise auf andere Länder wie Italien oder Spanien unbedingt verhindern. So könne es für gefährdete Länder künftig so genannte "vorbeugende Programme" geben, heißt es in dem Entwurf für die Abschlusserklärung des Brüsseler Eurogipfels. Diese Programme sollten vom europäischen Krisenfonds für finanzschwache Eurostaaten EFSF finanziert werden. Spanien und Italien werden in diesem Zusammenhang nicht ausdrücklich genannt; für die Finanzmärkte sind die beiden großen südeuropäischen Volkswirtschaften aber seit längerem die nächsten Wackelkandidaten

+++ 16.42 Uhr: Erstmals freiwillige Banken-Beteiligung an Griechenland-Rettung +++

Erstmals in der dramatischen EU-Schuldenkrise will sich die Finanzbranche von sich aus an der Rettung eines Eurolandes beteiligen. Das geht aus dem Entwurf für die Abschlusserklärung des Brüsseler Eurogipfels am Donnerstag hervor. In dem Papier, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt, heißt es: "Der Finanzsektor hat seine Bereitschaft erklärt, Griechenland auf einer freiwilligen Basis mit einer Reihe von Optionen zu unterstützen (...)". Dazu gehört beispielsweise der Umtausch von griechischen Anleihen in neue Bonds mit längeren Laufzeiten.

+++ 15.39 Uhr: Ein fundamentaler Strategiewechsel zeichnet sich ab +++

Nach wochenlangem Ringen steuerten die 17 Staaten der Währungsgemeinschaft nach Angaben von EU-Vertretern in der Kernfrage einer Umschuldung des Partner-Landes auf eine Kehrtwende zu. Es gelte nicht mehr als Tabu, wenn Griechenland für zahlungsunfähig erklärt werde, hieß es unter Diplomaten. Der Schritt eröffnet die Möglichkeit, Griechenland langfristig von einem Teil seiner Verpflichtungen zu entlasten. Er bringt jedoch das Risiko neuer Turbulenzen an den Finanzmärkten mit sich und wurde bislang nicht zuletzt von der Europäischen Zentralbank abgelehnt.

+++ 15.22 Uhr: Dax dank Hoffnung auf Durchbruch beim Krisengipfel im Plus +++

Dank der Hoffnung auf einen Durchbruch beim Krisengipfel hat der Dax am Donnerstag wieder deutlich ins Plus gedreht. Der zwischenzeitlich schwächelnde deutsche Leitindex stieg um 0,76 Prozent auf 7276 Punkte. Für den MDax mittelgroßer Werte ging es um 0,23 Prozent auf 10 795 Punkte hoch. Der TecDax gewann minimale 0,01 Prozent auf 840 Punkte.

Finanztitel profitierten besonders deutlich von den Hoffnungen auf eine Einigung beim europäischen Gipfel. Schon am Vortag hatten Banken- und Versicherungsaktien zu den größten Gewinnern gehört.

+++ 15.03 Uhr: Hilfe für Schuldenstaaten bei Kredit-Rückzahlung +++

Die Euro-Länder wollen den mit Notkrediten unterstützten Ländern die Rückzahlung der Hilfsgelder erleichtern. Das geht aus dem Entwurf für einen Beschluss des Euro-Sondergipfels hervor. Demnach sollen für Griechenland, Irland und Portugal die Zinssätze ihrer Notkredite von 4,5 Prozent auf 3,5 Prozent gesenkt und die Rückzahlfristen von siebeneinhalb auf 15 Jahre verlängert werden.

Im Grundsatz hatten sich die Euro-Finanzminister schon in der vergangenen Woche auf diesen Schritt geeinigt. Die Details mussten jedoch noch ausgearbeitet werden. Griechenland, Irland und Portugal sind die drei Euro-Länder, die bislang internationale Notkredite der europäischen Partner sowie des Internationalen Währungsfonds (IWF) beantragen mussten.

+++14.54 Uhr: Banken bei Griechenland-Rettung dabei +++

Zur Rettung Griechenlands steuern die Euro-Länder auf ein neues Hilfspaket mit erstmaliger Beteiligung von Banken und Versicherungen zu. Deutschland habe bei den Verhandlungen um das 120 Milliarden Euro schwere Paket im wesentlichen seine Linie durchgesetzt, sagten Diplomaten beim Euro-Krisengipfel. Berlin hatte darauf gepocht, den Steuerzahler bei künftigen Rettungsaktionen zu entlasten und private Gläubiger zu beteiligen.

Im Gegenzug zur Beteiligung privater Gläubiger wird nach Diplomatenangaben der Krisenfonds zur Rettung wackelnder Eurostaaten (EFSF) zum Ankauf von Staatsanleihen genutzt. Dies war von deutscher Seite bislang kritisch gesehen worden. Die von Frankreich favorisierte Bankenabgabe werde zunächst nicht weiter verfolgt.

+++14.34 Uhr: Euro-Rettungsfonds soll Schulden aufkaufen können +++

Um den Schuldenberg Griechenlands abzutragen, wird EU-Diplomaten zufolge ein Schuldenaufkauf durch den Euro-Rettungsfonds erwogen. Ein Entwurf sah den Diplomaten zufolge vor, dem Fonds den Erwerb von staatlichen Schuldtiteln auf dem Markt zu erlauben. Dies war bislang nicht möglich. Mit diesem Instrument könnte versucht werden, Griechenland einen Teil seiner Schulden abzunehmen. Der Fonds könnte also privaten Gläubigern Griechenlands, etwa Banken und Versicherungen, Schuldscheine des Landes abkaufen. Um den Gläubigern dieses Geschäft schmackhaft zu machen, könnte der Fonds einem Diplomaten zufolge ihnen auch eigene Anleihen mit hoher Sicherheit anbieten.

+++14.18 Uhr: Griechenland beschwört EU-Partner +++

Griechenlands Wirtschaftsminister Michalis Chrisochoidis hat die Partnerländer im Euro-Raum beschworen, mit konkreten Entscheidungen Griechenland bei der Überwindung seiner Probleme zu helfen. Es gehe um "das Überleben Europas", sagte der Minister. "Das muss die oberste Priorität haben, für die politischen Führer und die Menschen in Europa." Chrisochoidis gab als Ziel aus, dass sein Land in drei bis vier Jahren von der Wirtschaftsleistung her wieder auf das Niveau von 2009 kommt.

+++14.00 Uhr: Deutschland setzt sich mit Bankenbeteiligung durch +++

Die Eurozone steuert auf ein neues Rettungspaket für Griechenland mit Beteiligung privater Investoren zu. Dabei habe Deutschland im wesentlichen seine Linie durchgesetzt, sagten EU-Diplomaten am Rande des Krisengipfels. Im Gegenzug werde der Krisenfonds zur Rettung wackelnder Eurostaaten (EFSF) zum Ankauf von Staatsanleihen genutzt. Die von Frankreich favorisierte Bankenabgabe werde zunächst nicht weiter verfolgt.

+++ 12.49 Uhr: Gipfel beginnt mit Treffen von acht EU-Spitzen +++

Der Brüsseler Krisengipfel zu Griechenland hat mit einem Treffen von acht EU-Spitzenvertetern im kleinen Kreis begonnen. Wie EU-Diplomaten berichteten, sitzen Kanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy, Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker und der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, am Tisch. Es nehmen ebenfalls die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, Griechenlands Premier Giorgos Papandreou sowie von der EU-Seite Ratspräsident Herman Van Rompuy und Kommissionspräsident José Manuel Barroso teil.

+++ 12.10 Uhr: Athen will Entschädigung von Siemens +++

Auf der Suche nach Einnahmen hofft das hoch verschuldete Griechenland auf einen Geldsegen vom Siemens-Konzern. In den kommenden Tagen will der Staat nach Informationen des "Handelsblatts" einen Bußgeldbescheid über bis zu 200 Millionen Euro an Siemens schicken, um damit nach fast fünf Jahren die Schmiergeldaffäre zu sühnen. Ein Siemens-Sprecher in München wollte sich nicht zu dem Bericht äußern.

+++ 11.59 Uhr: EZB gibt bei Krisenlösung für Griechenland nach +++

Die EZB ist zur Lösung der Griechenland-Krise nun offenbar nun doch bereit, einen zumindest teilweisen Zahlungsausfall des hoch verschuldeten Staates zu akzeptieren. Dies habe Notenbankchef Jean-Claude Trichet am Mittwochabend bei einem Gespräch mit Angela Merkel und Nicolas Sarkozy signalisiert, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungs- und Finanzkreisen. Bisher hatte die EZB stets gegen jede Lösung Front gemacht, die eine wie auch immer geartete Zahlungsunfähigkeit Griechenlands auslösen könnte. Nun habe sich Trichet überraschend bewegt, bestätigten mehrere mit den Beratungen vertraute Personen in Berlin und Frankfurt, die nicht genannt werden wollten.

+++ 11.34 Uhr: Niederlande: Selektiver Zahlungsausfall Teil der Euro-Lösung +++

Ein teilweiser Zahlungsausfall Griechenlands ist nach niederländischen Angaben Teil der ins Auge gefassten Lösung in der Schuldenkrise. Deutschland und Frankreich hätten sich darauf geeinigt, dass ein solcher Schritt in Kauf genommen werden könne, um die angestrebte Beteiligung des Privatsektors an der Rettung Griechenlands zu ermöglichen, sagte der niederländische Finanzminister Jan Kees de Jager.

+++ 11.32 Uhr: Griechenland-Lösung könnte Zahlungsausfall auslösen +++

Die Euro-Länder wollen für die Verringerung des griechischen Schuldenbergs offenbar auch einen Zahlungsaufall des Landes in Kauf nehmen. Der Beschlussentwurf für den Euro-Gipfel in Brüssel sehe Lösungen vor, die von den Ratingagenturen als Zahlungsausfall Athens bewertet werden könnten, sagte ein EU-Diplomat der Nachrichtenagentur AFP vor Beginn des Treffens am Donnerstag in Brüssel.

+++ 11.07 Uhr: Juncker vor Euro-Sondergipfel zuversichtlich +++

Ein weiteres Hilfspaket für Griechenland wird nach Einschätzung des luxemburgischen Regierungschefs Jean-Claude Juncker keine Abgabe des Bankensektors enthalten. "Ich habe den Eindruck, dass man sich nicht auf eine Bankensteuer einigen kann", sagte Juncker vor einem Gipfeltreffen der Euro-Länder am Donnerstag in Brüssel. Eine solche Abgabe hatte die französische Regierung vorgeschlagen. Zu einer angestrebten Gesamtlösung gehöre jedoch eine Beteiligung des Privatsektors, sagte Juncker. "Die wird es auch geben."

+++ 11.01 Uhr: Anleiherückkauf für griechische Schuldenhilfe geplant +++

Im Zentrum der Beratungen für die neue Milliardenhilfe für das hoch verschuldete Griechenland steht EU-Kreisen zufolge ein Rückkauf griechischer Anleihen. Der Anleiherückkauf sei die einzige Form einer Beteiligung privater Investoren, die eine Chance habe, keine Herabstufung von Ratingagenturen nach sich zu ziehen, heiß es aus Kreisen der Europäischen Union. Alle anderen Optionen würden zwangsläufig als teilweiser Zahlungsausfall gewertet.

+++ 10.20 Uhr: Merkel trifft Griechenlands Regierungschef +++

Zur letzten Vorbereitung des Euro-Sondergipfels will Angela Merkel am Vormittag mit dem griechischen Regierungschef Giorgos Papandreou zusammenkommen. Das Treffen werde in der belgischen Hauptstadt stattfinden, sagte ein EU-Diplomat. Ebenfalls in Brüssel treffen sich vor dem offiziellen Beginn des Gipfels auch die Unterhändler der Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder, um eine Einigung vorzubereiten. Für die Bundsregierung nehmen Merkels europapolitischer Berater Nikolaus Meyer-Landrut sowie Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen teil.

+++ 10.17 Uhr: "Deutsch-französische Einigung nur erster Baustein" +++

Die gemeinsame deutsch-französische Position zur Rettung des hoch verschuldeten Griechenland ist nach Einschätzung aus Paris noch nicht der alles entscheidende Durchbruch. Die französische Regierungssprecherin und Haushaltsministerin Valérie Pécresse warnte davor, den Erfolg des Treffens von Merkel und Sarkozy überzubewerten. Dieser sei zwar eine unbedingt notwendige, aber noch keine hinreichende Bedingung für eine dauerhafte Lösung der Griechenland-Frage, sagte sie dem TV-Sender France 2. "Es gilt heute noch unsere Partner zu überzeugen." Es müsse breite Übereinstimmung geben, so Pécresse.

+++ 9.57 Uhr: Risikoaufschläge für südeuropäische Staatspapiere sinken +++

Vor dem Sondergipfel zur Schuldenkrise sind die Risikoaufschläge von Staatsanleihen der angeschlagenen Staaten Spanien, Italien und Griechenland gesunken. Marktbeobachter begründeten dies mit der wachsenden Hoffnung, dass die Staats- und Regierungschef nun doch eine Lösung präsentieren werden, um Griechenland vor der Pleite zu bewahren.

+++ 9:41 Uhr: Keine Bankenabgabe als Schuldenhilfe für Griechenland +++

Angela Merkel und Nicolas Sarkozy haben sich EU-Kreisen zufolge gegen eine Bankenabgabe beim zweiten Hilfspaket für Griechenland entschieden. "Sie sollten davon ausgehen, dass es keine Bankensteuer geben wird", sagte ein mit der Angelegenheit vertrauter EU-Vertreter am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Dem habe auch EZB-Präsident Jean-Claude Trichet zugestimmt.

+++ 8:41 Uhr: Schuldenkrise soll nicht gegen EZB entschieden werden +++

Deutschland und Frankreich sind nach einem Bericht der ARD übereingekommen, bei neuen Hilfen für Griechenland nicht gegen die Interessen der Europäischen Zentralbank (EZB) zu handeln. Zudem hätten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Nicolas Sarkozy bei der Vorbereitung des Euro-Gipfels auf eine Beteiligung privater Gläubiger geeinigt, berichtete die ARD am Donnerstag und berief sich auf die Umgebung der Kanzlerin.

+++ 8:00 Uhr: Eurokurs steigt vor EU-Sondergipfel +++

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag nach Hinweisen auf eine mögliche Einigung vor dem mit Spannung erwarteten EU-Sondergipfel erneut gestiegen. Im frühen Handel stand die Gemeinschaftswährung bei 1,4264 Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,7009 Euro. Der Euro profitiere von der Aussicht auf eine Einigung beim Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union zur Schuldenkrise, sagten Händler.

+++ 0:40 Uhr: Top-Banker beim Euro-Gipfel in Brüssel +++

Mehrere europäische Spitzen-Banker werden nach Informationen der "Bild"-Zeitung den Sondergipfel der Euro-Länder in Brüssel begleiten. Unter anderen seien Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann sowie der Chef einer französischen Großbank dabei, berichtet die Zeitung unter Berufung auf diplomatische Kreise.

+++ 0:30 Uhr: Merkel und Sarkozy einig über Griechen-Hilfe +++

Bei den Gesprächen über Hilfen für Griechenland haben Frankreich und Deutschland eine gemeinsame Position erzielt, wie es in Kreisen der französischen Delegation heißt

+++ 0:01 Uhr: Euro-Krise kann Steuerzahler 70,8 Milliarden Euro kosten +++

Die Euro-Schuldenkrise könnte die deutschen Steuerzahler bis 2015 im schlechtesten Fall 70,8 Milliarden Euro kosten. Das ist das Ergebnis neuer Berechnungen der Ökonomen Ansgar Belke und Christian Dreger vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Dabei haben die Forscher bereits einkalkuliert, dass die EU-Staaten für Griechenland ein neues 120 Milliarden Euro schweres Kreditprogramm auflegen, berichtet die "Rheinische Post" . Das Worst-Case-Szenario tritt ein, wenn Griechenland, Portugal und Irland die an sie vergebenen Hilfskredite nicht wieder zurückzahlen. Eindringlich plädieren die Forscher für einen Schuldenschnitt: Würden Griechenland 50 Prozent seiner Schulden erlassen, könnten die deutschen Steuerzahler am Ende mit Kosten von maximal 47,7 Milliarden Euro davonkommen.

mcp/nik/DPA/Reuters/AFP DPA Reuters

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