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WM 2014: Deutschland - Niederlande und andere Klassiker

Deutschland gegen die Niederlande - das ist nicht nur ein Duell der Nummer zwei und drei der aktuellen Weltrangliste, es ist auch einer der großen Klassiker des Fußballs. Aus diesem Anlass haben wir die fünf wichtigsten Rivalitäten der Welt gekürt.

Vor einiger Zeit haben wir mal die größten Derbys der Welt gewählt. Da ging es natürlich um Clubs. Aber auch Nationalteams haben ihre traditionellen Rivalitäten. Welch besseren Anlass als Deutschland - Niederlande kann es geben, den Blick einmal auf die Auswahlmannschaften zu richten?

5.) Deutschland - England
Bilanz gesamt: 32 Spiele - 11 Siege GER - 6 Unentschieden - 15 Siege ENG
Bilanz Pflichtspiele: 11 Spiele - 3 Siege GER - 5 Unentschieden - 3 Siege ENG

WM-Spiele:
Finale 1966, London: ENG - GER 4:2 n.V.
Viertelfinale 1970, León: GER - ENG 3:2 n.V.
2. Finalrunde 1982, Madrid: GER - ENG 0:0
Halbfinale 1990, Turin: GER - ENG 1:1 n.V. (GER im Elfmeterschießen)
Achtelfinale 2010, Bloemfontein: GER - ENG 4:1

Eine eher asymmetrische Rivalität verbindet Deutschland und England, denn auf der britischen Insel wird dieses Duell viel ernster genommen als in der Bundesrepublik. Was nicht heißt, dass man in Deutschland die Niederlage im Finale von Wembley 1966 einfach hingenommen hätte: Generationen von deutschen Fans wissen über das Spiel, in dem England seinen einzigen WM-Titel holte, bis heute nichts, außer, dass das 3:2 von Geoffrey Hurst gar kein Tor war.

Es war damals das allererste Pflichtspiel zwischen den beiden Fußballgroßmächten, aber Freundschaftsspiele hatte es schon viele gegeben. Keines von ihnen konnte die DFB-Auswahl gewinnen, der erste Sieg sollte erst 1968 mit dem 1:0 von Hannover durch Franz Beckenbauers Tor gelingen. In den 1930er Jahren waren die Duelle mit England wichtige Ereignisse für die NS-Propaganda. So reisten 1935 für damalige Verhältnisse unglaubliche 10.000 deutsche Fans nach London, um das 0:3 an der White Hart Lane zu sehen. 1938 empörten sich die englischen Spieler, als sie - auf Geheiß der FA - im Berliner Olympiastadion den Hitlergruß zeigten. Es war die Zeit der britischen Appeasementpolitik gegenüber dem deutschen Faschismus.

Politik sollte, in demokratischer Form, auch eine Rolle spielen nach dem WM-Spiel 1970 in Mexiko, in dem eine starke englische Mannschaft auf ihren an Lebensmittelvergiftung erkrankten Keeper Gordon Banks verzichten musste und eine 2:0-Führung in den letzten 20 Minuten noch verspielte, wobei vor allem Uwe Seelers Hinterkopfball in die deutsche Legende eingegangen ist, mehr noch als Gerd Müllers Siegtreffer in der Verlängerung. Labour-Premierminister Harold Wilson jedenfalls machte diese Niederlage für seine Niederlage in der folgenden Woche bei der Parlamentswahl verantwortlich, wie der Guardian sich erinnert.

War England zuvor fast 70 Jahre lang gegen Deutschland ungeschlagen geblieben, so hatte sich das Blatt inzwischen gewendet, was im ersten deutschen Sieg in Wembley im Rahmen der EM-Qualifikation 1972 deutlich wurde. Seither gab es nur noch zwei englische Siege in Pflichtspielen - den bedeutungslosen Sieg in der Gruppenphase der EM 2000, als beide Teams ausschieden, und das spektakuläre 5:1 in München in der WM-Qualifikation für 2002, das Deutschland in die Playoffs zwang.

Dem gegenüber stehen aber insgesamt sechs Turniere, in denen England an Deutschland scheiterte - neben 1970 und 1972 waren das die WM 1982, die WM 1990, in der England durch Fehlschüsse von Chris Waddle und Stuart Pearce im Elfmeterschießen scheiterte, die EM 1996 (Gareth Southgate vergab im Elfmeterschießen) und natürlich die WM 2010, in der eine krasse Fehlentscheidung gegen Frank Lampards Tor zum vermeintlichen 2:2 nicht überdecken konnte, dass Deutschland England komplett an die Wand spielte - anders als bei den meist sehr engen Begegnungen zuvor. Es war Englands höchste WM-Niederlage aller Zeiten.

Die vielen knappen Niederlagen erklären im Gegensatz dazu wohl, warum die Konkurrenz mit Deutschland für die Engländer so viel wichtiger ist als für die Deutschen. Die These, dass Niederlagen bedeutsamer für eine Rivalität sind als Siege, wird jedenfalls durch all unsere Beispiele belegt.

4.) Argentinien - Uruguay
Bilanz: 193 Spiele - 87 Siege ARG - 47 Unentschieden - 59 Siege URU
Bilanz Pflichtspiele: 40 Spiele - 19 Siege ARG - 5 Unentschieden - 16 Siege URU

WM-Spiele:
Finale 1930, Montevideo: URU - ARG 4:2
Achtelfinale 1986, Puebla: ARG - URU 1:0

Der Clásico del Río de la Plata ist das am häufigsten ausgetragene Länderspiel der Fußballgeschichte, noch vor England - Schottland. Doch während die Schotten inzwischen zu schlecht für die FA sind, so dass es das britische Duell schon seit mehr als zehn Jahren nicht mehr gegeben hat, treffen Argentinien und Uruguay in jeder WM-Qualifikation und bei jedem Copa América aufeinander und zählen aktuell zu den besten Nationalteams der Welt.

Ob das erste Spiel zwischen beiden wirklich ein Länderspiel war, darüber streiten sich die Historiker noch heute, bestritt Uruguay doch sein 2:3 gegen Argentinien in Montevideo 1901 im Trikot des Albion FC. Wenn man es als Länderspiel anerkennt, ist  es das erste Länderspiel außerhalb der britischen Inseln überhaupt.

Nebenbei haben die beiden nur durch die Mündung des Rio de la Plata getrennten Nachbarn zusammen 29 Copa América-Titel geholt, wobei der Sieg der Celeste in diesem Sommer in Buenos Aires zu den großen Momenten in der uruguayischen Fußballgeschichte gehört - ebenso wie der Gewinn der Olympischen Goldmedaille 1928 in Amsterdam gegen Argentinien. Schließlich tragen Diego Forlán und seine Teamkollegen heute vier Sterne auf dem Trikot - zwei für WM-Titel und zwei für die Olympiasiege.

Vergleichsweise dunkel hingegen die Umstände, unter denen Uruguay 1986 gegen Argentinien sein WM-Achtelfinale bestritt. So brutal hatte die Elf von Omar Borrás die Vorrunde bestritten, dass Diego Maradona sich vor dem Spiel sorgte, ob er und seine Teamkollegen heil den Rasen verlassen könnten. 

3.) Frankreich - Italien
Bilanz gesamt: 31 Spiele - 7 Siege FRA - 8 Unentschieden - 16 Siege ITA
Bilanz Pflichtspiele: 9 Spiele - 3 Siege FRA - 3 Unentschieden - 3 Siege ITA

WM-Spiele:
Viertelfinale 1938, Paris: FRA - ITA 1:3
Vorrunde 1978, Mar del Plata: FRA - ITA 1:2
Achtelfinale 1986, Mexico City: FRA - ITA 2:0
Viertelfinale 1998, Paris: FRA - ITA 0:0 n.V. (FRA im Elfmeterschießen)
Finale 2006, Berlin: FRA - ITA 1:1 n.V. (ITA im Elfmeterschießen)

Nicht erst durch Zinedine Zidanes Kopfstoß gegen Marco Materazzi ist dieses Nachbarschaftsduell ein Klassiker des internationalen Fußballs. Aber das WM-Finale von Berlin, das die Azzurri im Elfmeterschießen für sich entscheiden konnten, rückte die Rivalität in den Blickpunkt des internationalen Interesses. Zu diesem Zeitpunkt hatte Italien schon fast 30 Jahre lang kein Spiel mehr gegen Frankreich gewonnen, und sollte das ja genau genommen auch im Olympiastadion nicht tun.

Erst bei der EM 2008 im Züricher Letzigrund war es endlich soweit, als eine desolate französische Mannschaft von Italien in der Vorrunde mit 2:0 besiegt wurde. Mit diesem bis heute letzten Duell konnten die Azzurri also den Trend wieder umdrehen in einer Bilanz, die bisher klar in Phasen unterteilt werden kann. Unmittelbar vor den 30 Jahren französischer Dominanz gab es nämlich fast 70 Jahre, in denen Italien ungeschlagen blieb.

In diese Epoche fiel auch das aus französischer Sicht bittere 1:3 im WM-Viertelfinale 1938, als Gastgeber Frankreich im heimischen Stade Colombes an Italien scheiterte. 40 Jahre später, in der Vorrunde der WM von Argentinien gewann Italien dann ein letztes Mal vor der Durststrecke mit 2:1. Diese begann zeitgleich mit der Ära Michel Platini, der - selbst ab 1982 in Italien bei Juventus unter Vertrag - die Bleus im Prinzenpark beim Freundschaftsspiel 1982 auf die Siegerstraße brachte. Den letzten Erfolg gegen Italien davor hatte es 1913 gegeben.

Auch im WM-Achtelfinale 1986 war es Platini, der mit einem frühen Tor gegen Italien die Weichen für den Viertelfinaleinzug stellte. Im Halbfinale scheiterten die Franzosen dann einmal mehr an Deutschland. Aber bei den nächsten beiden Anlässen sollte Italien jeweils gegen den späteren Turniersieger ausscheiden. In einem Rematch des 38er-Viertelfinals kam es genau 60 Jahre danach wieder in Paris erneut zum Klassiker. Gegen eine französische Gastgeberelf, die zur Hälfte aus Serie A-Profis bestand, schied Italien im Elfmeterschießen aus, weil Luigi di Biagio den entscheidenden Strafstoß vergab.

Zwei Jahre später standen die beiden sich im EM-Finale von Rotterdam gegenüber, Italien sah schon wie der Sieger aus, ehe Sylvain Wiltord in der letzten Minute der regulären Spielzeit den Führungstreffer von Marco Delvecchio egalisieren konnte. Davis Trézéguet markierte dann in der Verlängerung das Golden Goal und Frankreich war Europameister.

2.) Deutschland - Niederlande
Bilanz gesamt: 37 Spiele - 13 Siege GER - 14 Unentschieden -  10 Siege NED
Bilanz Pflichtspiele: 9 Spiele - 3 Siege GER - 4 Unentschieden - 2 Siege NED

WM-Spiele:
Finale 1974, München: GER - NED 2:1
2. Finalrunde 1978, Córdoba: GER - NED 2:2
Achtelfinale 1990, Mailan: GER - NED 2:1 

Eine der großen Nationalteam-Rivalitäten des Weltfußballs, die von beiden Seiten als solche gesehen wird - zumindest seit 1988. Bis dahin waren Spiele gegen Deutschland in den Niederlanden hoch emotionale Anlässe, hatten doch die Deutschen im zweiten Weltkrieg das Land besetzt, was mehr als 200.000 Niederländer das Leben kostete und viele Städte, vor allem Rotterdam, verwüstete.

Die Abneigung gegen den großen Nachbarn war also keineswegs rein sportlicher Natur, und fußte teilweise auf ganz konkreten biographischen Erfahrungen, wie denen von Wim van Hanegem, dessen Vater und mehrere Geschwister im Krieg ums Leben gekommen waren und der es nach dem verlorenen WM-Finale von München 1974 nicht übers Herz brachte, den Deutschen zum Sieg zu gratulieren.

Das Trauma von München, die überraschende "Moeder aller Nederlagen" gegen eine bis dahin enttäuschende Gastgeberelf des DFB, verstärkte aus niederländischer Sicht den Wunsch, endlich ein wichtiges Spiel gegen die Deutschen zu gewinnen, doch weder 1978 in Argentinien (2:2) noch bei der EM in Italien zwei Jahre später (2:3) sollte das gelingen. Erst im Halbfinale der EM 1988 gewann die Elftal ihr erstes Pflichtspiel gegen Deutschland, im Hamburger Volksparkstadion dank eines späten 2:1-Siegtors von Marco van Basten.

Erst jetzt breitete sich in Deutschland seinerseits eine große Antipathie gegen das Oranjeteam aus, viele Fans verziehen den Fans ihre "Schade, Deutschland, alles ist vorbei"-Gesänge nicht - und Ronald Koeman nicht seine angedeutete Geste, sich mit Olaf Thons Trikot nach dem Spiel den Hintern abzuwischen. Unter diesem Eindruck standen zwei Unentschieden in der Qualifikation zur folgenden WM, bei der es dann im Achtelfinale zu einem packenden und großartigen Spiel kommen sollte, das die DFB-Elf in Mailand verdient mit 2:1 gewann. Am erhitzten Kommentar von ARD-Reporter Heribert Faßbender ließ sich jedoch unschwer erkennen, wie emotional diese Begegnung inzwischen auch auf der deutschen Seite der Grenze gesehen wurde.

Der nächste und letzte Pflichtspielsieg der Elftal folgte schon zwei Jahre später in Göteborg (3:1 in der EM-Gruppenphase), sollte aber folgenlos bleiben, da die Niederlande im Halbfinale scheiterten, Deutschland aber ins Finale einzog (das dann gegen Dänemark verlor). Seither traf man sich nur noch 2004 in Porto zum EM-Gruppenspiel, das leistungsgerecht 1:1 endete, was für Rudi Völlers Mannschaft gegen die damals sehr starken Niederländer ein Erfolg war.

Hatten die deutschen Fans zwei Jahre zuvor noch die verpasste WM-Qualifikation des KNVB für die Endrunde in Japan und Korea mit dem Sprechchor "Ohne Holland fahrn wir zur WM" gefeiert, wurde die Elftal recht abrupt im Jahr 2006 durch Italien ersetzt, wenn es um den "Erzrivalen" der deutschen Auswahl ging - nachdem die Azzurri in Dortmund gegen Italien verloren hatten. Bedenkt man, dass Deutschland noch nie ein Pflichtspiel gegen den vierfachen Weltmeister gewinnen konnte, wird klar, wie traumatisch diese Rivalität ist. Da kann die relativ erfolgreiche Bilanz gegen die Elftal nicht mithalten. Aber erzählen Sie das mal den Niederländern.

1.) Argentinien - Brasilien
Bilanz gesamt: 95 Spiele - 34 Siege ARG - 24 Unentschieden - 37 Siege BRA (verschiedene Angaben, Quelle: RSSSF)
Bilanz Pflichtspiele: 43 Spiele - 18 Siege ARG - 10 Unentschieden - 15 Siege BRA

WM-Spiele:
2. Finalrunde 1974, Hannover: ARG - BRA 1:2
2. Finalrunde 1978, Rosario: ARG - BRA 0:0
2. Finalrunde 1982, Barcelona: ARG - BRA 1:3
Achtelfinale 1990, Turin: ARG - BRA 1:0

Der Ursprung dieser größten aller Rivalitäten zwischen Nationalmannschaften geht weit zurück vor die Frage, ob Pelé oder Diego Maradona der größte Fußballer aller Zeiten gewesen ist. Mag sich manch älterer Leser noch an das WM-Achtelfinale 1990 erinnern, in dem Claudio Caniggia kurz vor Schluss nach Pass von Diego Maradona das 1:0-Siegtor für den späteren Weltmeister erzielte, und nach dem Brasiliens Branco  argentinische Betreuer beschuldigte, ihm während des Spiels eine Wasserflasche mit Betäubungsmitteln gegeben zu haben, so liegen einige der erbittertsten Duelle in grauer Fußballvorzeit.

So das von brasilianischen Medien als "jogo da vergonha" (Spiel der Schande) bezeichnete Entscheidungsspiel des Copa América von 1937 in Buenos Aires, in dem Brasiliens dunkelhäutige Spieler von den heimischen Zuschauern so übel rassistich beschimpft worden sein sollen, dass sie vor dem Abpfiff den Platz des Estadio Gasómetro verließen - zu diesem Zeitpunkt führte Argentinien allerdings in der Verlängerung schon durch zwei Tore von Vicente de la Mata.

Brutal wurde es auf dem Rasen in den 1940er Jahren. Wieder fand der Copa América 1946 in Argentinien statt, und wieder ging es im letzten Spiel der Gruppenphase zwischen den Gastgebern und der Selecao um den Turniersieg. Schon im Vorjahr war einem argentinischen Spieler durch Ademir, später neunfacher Torschütze bei der WM 1950, das Bein gebrochen worden, als die Rivalen in Rio de Janeiro aufeinandergetroffen waren.

Als im Spiel von Buenos Aires ein Tackling von Jair den argentinischen Kapitän José Salomón so schwer verletzte, dass er nie wieder Fußball spielen konnte, strömten Polizisten und Fans auf den Rasen, es kam zu einer Massenschlägerei. Das Spiel wurde später fortgesetzt und Argentinien gewann mit 2:0, aber der Hass zwischen den Nachbarn war inzwischen so groß, dass zehn Jahre lang immer eine der beiden Nationen sich von einem Turnier zurückzog. Argentinien verzichtete auf die WMs 1950 und 1954, Brasilien trat bei zwei Copa Américas nicht an.

Bei der WM 1978 ging es erneut hoch her, was die Zweikämpfe angeht. In Rosario trennten sich Argentinien und Brasilien 0:0. Nachdem Brasilien sein letztes Gruppenspiel anschließend mit 3:1 gewonnen hatte, musste Gastgeber Argentinien mit vier Toren gewinnen - und siegte 6:0 gegen Peru, aus brasilianischer Sicht bis heute der größte WM-Skandal aller Zeiten.

Ging es hier um vermeintliche Korruption, so standen bald wieder Fouls und Unsportlichkeiten auf dem Rasen im Mittelpunkt: Als das brasilianische Dream Team von Tele Santana die Albiceleste 1982 an die Wand spielte und schon mit 3:0 führte, ließ Diego Maradona sich zu einem Frustfoul hinreißen, für das er von Schiedsrichter Rubio Vazquez Rot sah. Beim Copa América 1991 gewann Brasilien in der Finalrunde mit 3:2, aber beim Schlusspfiff standen nur noch 17 Spieler auf dem Platz, nachdem Schiri Carlos Maciel fünf Profis vom Feld gestellt hatte.

Daniel Raecke

sportal.de / sportal

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(