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Olympia-Update, Tag 10: Debakel für deutsche Springreiter

Reiter-Debakel statt Trostpreis: Im Finale des Mannschafts-Wettbewerbs holten die deutschen Springreiter mit dem fünften Platz erstmals seit 1992 in Barcelona keine Medaille. Zuvor hatten nach den Fußballfrauen auch die Handballherren ihr Spiel verloren. Dagegen sind die Hockeydamen im Halbfinale, Weltmeisterin Betty Heidler im Hammerwurf-Finale. Der zehnte Wettkampftag im Überblick.

Schlappe Aufholjagd, keine Medaille - stattdessen ein Debakel: Die deutschen Springreiter haben in der finalen Runde des olympischen Mannschafts-Wettbewerbs erneut bitter enttäuscht und sind nach Platz fünf erstmals seit 1992 in Barcelona ohne Medaille geblieben. Die Topfavoriten versäumten am Montagabend in Hongkong nach dem völlig verpatzten Auftakt die Wiedergutmachung und mussten zusehen, wie sich die Equipe der USA im Stechen gegen Kanada Gold holte. Bronze gewann Norwegen. Anna Dogonadze hat das dritte Olympia-Finale ihrer Karriere auf dem achten und letzten Platz beendet. Die 35-jährige kam nach gravierenden Rücken-Problemen nicht auf die erforderliche Höhe und musste ihre Kür vorzeitig abbrechen.

Zuvor scheiterte Weltmeister Deutschland bereits in der Vorrunde des olympischen Handball-Turniers. Zum dritten Mal hintereinander bei Olympia unterlagen auch die deutschen Fußball-Frauen im Halbfinale. Der Weltmeister unterlag Brasilien mit 1:4 (1:1).

Spannend haben es die deutschen Hockeyfrauen gemacht. Lange taten sich die Olympiasiegerinnen von Athen sehr schwer gegen Außenseiter Japan. Ein Tor von Janine Beermann sorgte in der 40. Minute aber schließlich für Erleichterung und Jubel. Das Team von Bundestrainer Michael Behrmann zieht mit dem 1:0-Erfolg als Gruppensieger ins Halbfinale ein.

Pferdesport

Pferdesport, Springen, Mannschaft

Die deutschen Springreiter sind erstmals seit 1992 in Barcelona ohne Olympia-Medaille im Mannschaftswettbewerb geblieben. Christian Ahlmann mit Cöster, Marco Kutscher mit Cornet Obolensky, Meredith Michaels-Beerbaum mit Shutterfly und Ludger Beerbaum mit All Inclusive mussten sich in Hongkong mit Platz fünf begnügen. Die Goldmedaille gewann nach Stechen die Equipe der USA vor Kanada. Bronze ging an das Team aus Norwegen.

Leichtathletik

Stabhochsprung, Frauen

Stabhochsprung-Superstar Jelena Issinbajewa hat mit der neuen Weltrekordhöhe von 5,05 Meter die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewonnen. Die 26-jährige Russin siegte vor der US-Meisterin Jennifer Stuczynski (4,80) und Swetlana Feofanowa (4,75/Russland). Issinbajewa verbesserte ihre eigene am 29. Juli in Monte Carlo aufgestellte Rekordmarke um einen Zentimeter. Es ist der 24. Weltrekord ihrer Karriere. Die deutsche Meisterin Carolin Hingst (Mainz) kam mit übersprungenen 4,65 Metern auf Platz sechs vor der höhengleichen Silke Spiegelburg (Leverkusen).

400 m Hürden, Männer

Angeführt von Angelo Taylor haben die Läufer aus den USA einen Dreifach-Erfolg über 400 Meter Hürden gefeiert. Der 29-jährige Taylor siegte in Weltjahresbestzeit von 47,25 Sekunden vor seinen Landsmännern Kerron Clement (47,98) und Bershawn Jackson (48,06). Zuletzt hatte es vor 48 Jahren in Rom einen olympischen Dreifach-Erfolg der USA über diese Strecke gegeben. Deutsche Teilnehmer waren in Peking nicht am Start.

Weitsprung, Männer

Weitsprung-Weltmeister Irving Saladino ist Panamas erster Leichtathletik-Olympiasieger. Der 25-Jährige sprang 8,34 Meter und lag damit 10 Zentimeter vor dem Südafrikaner Khotso Mokoena. Von seiner Jahresbestleistung blieb Gilardino 39 Zentimeter entfernt. Bronze ging an den Kubaner Ibrahim Camejo, der auf 8,20 Meter kam. Sebastian Bayer (Leverkusen) war in der Qualifikation mit 7,77 Meter ausgeschieden.

800 m, Frauen

Die 18-jährige Pamela Jelimo hat die Goldmedaille über 800 Meter gewonnen. Die beste Läuferin der Saison verwies mit Junioren-Weltrekord von 1:54,87 Minuten die ebenfalls aus Kenia kommende Weltmeisterin Janeth Jepkosgei Busienei (1:56,07) auf den zweiten Platz. Bronze ging an Hasna Benhassi aus Marokko (1:56,73). Maria Mutola aus Mozambik wurde bei ihrer siebten Olympia-Teilnahme Fünfte. Eine deutsche Läuferin war nicht am Start.

3000 m Hindernis, Männer

Zum siebten Mal nacheinander hat ein Läufer aus Kenia das olympische Rennen über 300 Meter Hindernis gewonnen. Weltmeister Brimin Kiprop Kipruto siegte in 8:10,34 Minuten vor dem Franzosen Mahiedine Mekhissi-B. (8:10,49) und dem zweiten Kenianer, Afrika-Meister Richard Kipkemboi Mateelong (8:11,01). Deutsche Läufer waren nicht am Start.

Diskuswurf, Frauen

Stephanie Brown Trafton ist in Abwesenheit von Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch Olympiasiegerin geworden. Die Amerikanerin siegte mit einer Weite von 64,74 Metern vor der kubanischen WM-Dritten Yarelis Barrios (63,64). Bronze ging an die Ukrainerin Olena Antonowa (62,59). Deutsche Teilnehmerinnen waren nicht am Start. Franka Dietzsch hatte Anfang August ihre Teilnahme wegen zu hohen Blutdrucks und einer Fußverletzung abgesagt.

Hammerwurf, Frauen, Qualifikation

Weltmeisterin Betty Heidler steht im Hammerwurf- Finale der Olympischen Spiele von Peking. Die 24-Jährige aus Frankfurt/Main übertraf die geforderte Qualifikations-Weite von 71,50 Metern im zweiten Versuch um einen Zentimeter und kam damit auf die siebtbeste Weite. Heidlers Vereinskollegin Kathrin Klaas hingegen scheiterte mit 67,54 Metern als 21. der Olympia- Qualifikation. Tagesbestweite erzielte Vize-Weltmeisterin Yipsi Moreno (Kuba). Die Olympia-Zweite von 2004 schleuderte den Hammer auf 73,92 Meter.

200 Meter, Männer, Vorläufe

100-Meter-Olympiasieger Usain Bolt ist locker in den Zwischenlauf über 200 Meter spaziert. 20,64 Sekunden reichten dem 21 Jahre alten Jamaikaner für die nächste Runde. Bolt erreichte die 17. Zeit im Feld der 62 Sprinter. Vorlauf-Schnellster war Brian Dzingai aus Simbabwe in 20,25 Sekunden.

400 Meter, Männer, Vorläufe

Auch 400-Meter-Favorit Jeremy Wariner hielt sich in den Vorläufen noch zurück, um Kräfte zu sparen. In 45,23 Sekunden qualifizierte sich der Weltmeister aus den USA als 15. aber sicher für die Halbfinalläufe am Dienstag. Christopher Brown von den Bahamas legte in 44,79 Sekunden die beste Zeit vor. Athen-Olympiasieger Wariner will in Peking sein zweites Gold holen und den neun Jahre alten Weltrekord seines Landsmanns Michael Johnson (43,18) angreifen.

Turnen

Trampolin, Frauen

Anna Dogonadze hat das dritte Olympia-Finale ihrer Karriere auf dem achten und letzten Platz beendet. Die 35-jährige Trampolin-Olympiasiegerin von Athen kam nach gravierenden Rücken-Problemen nicht auf die erforderliche Höhe und musste ihre Kür vorzeitig abbrechen. Der Sieg ging an die Chinesin He Wenna mit 37,80 Punkten vor Karen Cockburn aus Kanada (37,00) und Jekaterina Chilko aus Usbekistan (36,90).

Turnen, Sprung, Männer

Nach der Entscheidung am Stufenbarren ist Olympia-Gold auch in der Sprung-Konkurrenz durch eine Tiebreak-Wertung vergeben worden. Turn-Weltmeister Leszek Blanik profitierte von diesen komplizierten Regularien des Weltverbandes. Punktgleich mit dem Franzosen Thomas Bouhail - beide erhielten im Mittel beider Sprünge 16,537 Punkte - erkämpfte der Pole in Peking den Olympiasieg. Bouhail blieb nur Silber. Dritter wurde der Russe Anton Golozuzkow (16,475).

Turnen, Stufenbarren, Frauen

Nur aufgrund einer komplizierten Tiebreak-Regel hat die US-Amerikanerin Nastia Liukin das Gold in der Stufenbarren-Konkurrenz verpasst. Bei Punktgleichheit von 16,725 Zählern ging die Goldmedaille an die Chinesin He Kexin. Mehrkampf-Olympiasiegerin Liukin musste trotz einer Traum-Übung mit dem Silberplatz vorlieb nehmen. Bronze erkämpfte sich in einer hochklassiegen Konkurrenz die Chinesin Yang Yilin (16,650). Die deutschen Turnerinnen um die WM-Fünfte Marie-Sophie Hindermann (Tübingen) hatten das Finale verpasst.

Turnen, Ringe, Männer

Chen Yibing hat die Siegesserie der chinesischen Turner bei Olympia verlängert. Der Doppel-Weltmeister setzte sich zum Auftakt des vorletzten Wettkampftages mit 16,60 Punkten in der Ringe-Konkurrenz durch und landete damit in der fünften Turn-Entscheidung der Männer den fünften Sieg der Gastgeber. Platz zwei ging an Mehrkampf-Olympiasieger Yang Wei (16,425) vor dem Ukrainer Oleksandr Worobjow (16,325). Der 35-jährige Oldie Jordan Jowtschew (Bulgarien), der schon in Sydney Bronze und in Athen Silber erkämpft hatte, verpasste als Achter diesmal deutlich eine Medaille. Deutsche Turner hatten sich nicht für das Ringe-Finale qualifiziert.

Tischtennis

Tischtennis, Mannschaft, Herren

Das deutsche Tischtennis-Team hat die Silbermedaille gewonnen. Die Mannschaft um Superstar Timo Boll war im Finale beim 0:3 gegen Gastgeber China allerdings chancenlos. Nach der Auftakt- Niederlage des Düsseldorfers Dimitrij Ovtcharov gegen Wang Hao mit 0:3 (4:11, 8:11, 7:11) verlor Timo Boll (Düsseldorf) mit 1:3 (7:11, 11:8, 4:11, 7:11) gegen Ma Lin. Im Doppel setzte sich das chinesische Duo Wang Liqin/Wang Hao mit 3:1 (11:13, 11:5, 11:8, 11:7) gegen die deutsche Kombination Boll/Christian Süß (Düsseldorf) durch.

Handball

Handball, Männer, Vorrunde

Weltmeister Deutschland ist bereits in der Vorrunde des olympischen Handball-Turniers gescheitert. Das Team von Bundestrainer Heiner Brand kassierte mit dem 21:27 (12:15) gegen Europameister Dänemark die zweite Niederlage im fünften Spiel der Gruppe B und verpasste als Fünfter den Einzug in das Viertelfinale. Damit machten die Männer einen Tag nach dem Aus der Frauen-Auswahl die Pleite für den Deutschen Handball-Bund perfekt. Für ein deutsches Herren-Team war es das schlechteste Olympia-Ergebnis seit dem zehnten Rang 1992. In der Neuauflage des letzten EM-Halbfinals gegen die Dänen war Michael Kraus mit sechs Toren bester deutscher Werfer.

Fußball

Fußball, Frauen, Halbfinale

Die deutschen Fußball-Frauen sind bei Olympia zum dritten Mal hintereinander im Halbfinale gescheitert. Der Weltmeister unterlag in Shanghai in einer Neuauflage des WM-Endspiels von 2007 gegen Brasilien mit 1:4 (1:1). Nach der höchsten Niederlage bei Olympischen Spielen kämpft die DFB-Auswahl am Donnerstag gegen den Verlierer des zweiten Halbfinals zwischen den USA und Japan wie 2004 erneut um Bronze. Birgit Prinz brachte die DFB-Auswahl in der 10. Minute mit 1:0 in Führung. Danach trafen Formiga (43.), zweimal Cristiane (49./76.) und Martha (53.) für die Brasilianerinnen, die vor vier Jahren in Athen das Endspiel gegen die USA verloren hatten.

Gewichtheben

Gewichtheben, Klasse bis 105 kg, Männer

Der Weißrusse Andrej Aramnau hat den vorletzten Wettkampf der Gewichtheber gewonnen. Im Schwergewicht (bis 105 kg) siegte der 20 Jahre alte Weltmeister mit dem Weltrekord von 436 Kilogramm im Zweikampf. Er stellte dabei auch im Reißen (200 kg) und Stoßen (236 kg) neue Weltbestmarken auf. Die Silbermedaille gewann der Russe Dmitri Klokow (423 kg) vor seinem Landsmann Dmitri Lapikow (420 kg). Im Reißen scheiterte der Pole Marcin Dolega beim Weltrekordversuch von 201 Kilo. Deutsche Athleten waren in dieser Kategorie nicht am Start.

Segeln

Segeln, 49er-Klasse

Fast 20 Stunden nach dem dramatischen Finale in der 49er-Klasse hat die internationale Jury der olympischen Regatta den Protest gegen den Olympiasieg der dänischen Segler Jonas Warrer und Martin Ibsen abgewiesen. Trotz Boottausches unmittelbar vor dem Medaillenrennen dürfen sie ihre Goldmedaille behalten. Damit stehen die deutschen Brüder Jan-Peter und Hannes Peckolt als Gewinner der Bronzemedaille fest. Silber bleibt bei den Spaniern Iker Martinez und Xabier Fernandez.

"Wir haben den Dänen bereits gratuliert", sagte Hannes Peckolt am Montag im Olympia-Hafen. "Sie haben eine gute Serie gesegelt und hatten sicher auch das notwendige Glück. Für uns ist die Farbe der Medaille egal - wir freuen uns über Bronze." Teamchef Hans Sendes begrüßte den Spruch der Jury: "Es war eine Entscheidung zugunsten des Sports." Auch internationale Berichterstatter bewerteten den Jury- Spruch als Entscheidung zugunsten des Fairplay und gegen eine starre Auslegung des Reglements.

Auf dem dänischen Boot war am Sonntag kurz vor dem Finalrennen der Mast gebrochen. Warrer und Ibsen hatten sich daraufhin den 49er der kroatischen Crew ausgeliehen und waren mit zweieinhalbminütiger Verspätung in das Sturmrennen gestartet. Mit dem Leihboot sicherten sie sich den Olympiasieg. Anschließend hatte es zahlreiche Proteste - unter anderem von der Rennleitung - gegen diese Aktion gegeben.

Segeln, 470er-Klasse, Frauen

Australien hat bei den olympischen Segel- Wettbewerben die zweite Goldmedaille gewonnen. Nach dem Olympiasieg ihrer Teamkameraden Nathan Wilmot und Malcolm Page im 470er segelten auch die erst 22 Jahre junge Steuerfrau Elise Rechichi und ihre 21- jährige Vorschoterin Tessa Parkinson aus Perth in dieser Klasse bei den Frauen zu Gold. Silber erkämpften sich vor Qingdao die Niederländerinnen Marcelien de Koning und Lobke Berghout vor den Brasilianerinnen Fernanda Oliveira und Isabel Swan.

Für das deutsche Duo Stefanie Rothweiler und Vivien Kussatz aus München und Berlin blieb in der Endabrechnung nur Platz neun. Mit Rang sechs im Finale konnte sich das Team, das für den Württembergischen Yacht-Club und den Spandauer Yacht-Club startet, immerhin noch um einen Platz verbessern.

Segeln, 470er-Klasse, Männer

Die dreimaligen 470er-Weltmeister Nathan Wilmot und Malcolm Page haben Australien bei den olympischen Segel- Wettbewerben die erste Goldmedaille beschert. Der 28-jährige Steuermann und sein 36 Jahre alter Vorschoter waren als Top-Favoriten mit 22 Punkten Vorsprung in das Medaillenrennen gestartet und dominierten auch diese letzte Wettfahrt nach Belieben. Silber erkämpften die vor dem Finale viertplatzierten Briten Nick Rogers und Joe Glanfield. Bronze sicherten sich Nicolas Charbonnier und Olivier Bausset aus Frankreich. Ein deutsches Team war in dieser Zweihand- Jolle nicht am Start.

Hockey

Hockey, Frauen, Vorrunde

Die deutschen Damen stehen im Halbfinale des olympischen Hockey-Turniers von Peking. In ihrem letzten Vorrundenspiel sicherte sich die Olympiasiegerinnen von Athen mit einem 1:0 (0:0) über Japan den Gruppensieg. Nur zwei Tage nach der ernüchternden ersten Turnier-Niederlage gegen Argentinien (0:4) präsentierte sich das Team von Trainer Michael Behrmann verbessert. Für den erlösenden Treffer des Tages und den verdienten Sieg sorgte Janine Beermann (40.). Der kommende Gegner der deutschen Mannschaft wird in den abschließenden Vorrundenspielen der Gruppe A ermittelt.

Tischtennis

Tischtennis, Mannschaft, Männer

Südkoreas Tischtennis-Herren haben beim Olympia-Turnier die Bronzemedaille gewonnen. Wenige Stunden vor dem Endspiel zwischen China und Deutschland bezwangen die Südkoreaner in der Partie um Platz drei Österreich am Montag mit 3:1. Den Punkt für die Alpenrepublik holte Robert Gardos. Österreichs Jungstar, der für den spanischen Club Granada spielt, besiegte überraschend den südkoreanischen Athen-Olympiasieger Ryu Seung Min in vier Sätzen. Zu Edelmetall reichte es dennoch nicht.

Radsport

Bahn, 4000 m Mannschaftsverfolgung, Männer

Maximilian Levy hat im Velodrom von Laoshan das Halbfinale im olympischen Bahn-Sprint erreicht. Am Dienstag trifft der 22-jährige Cottbuser auf den Briten Kenny Jason. Levy, am ersten Wettkampftag im deutschen Sprintteam Gewinner der Bronzemedaille, schlug im Viertelfinale den Niederländer Teun Mulder in zwei Läufen. Denselben Gegner hatte er bereits in der ersten Runde bezwungen. Die britischen Bahnfahrer holten sich derweil in Peking ihre fünfte Goldmedaille. Dabei fuhr der Bahnvierer im Finale der Mannschafts-Verfolgung in 3:53,314 Minuten einen Fabel-Weltrekord und verwies Dänemark auf den Silberrang.

Bahn, Punktefahren, Frauen

Weltmeisterin Marianne Vos hat bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben die Goldmedaille im Punktefahren der Frauen über 25 Kilometer gewonnen. Nach 100 Runden setzte sich die Niederländerin mit 30 Punkten vor Yoanka Gonzalez aus Kuba (18) und der Spanierin Leire Olaberria (13) durch. Die einzige deutsche Teilnehmerin Verena Jooß aus Karlsruhe gab das Rennen auf. Schon nach einem Viertel der Distanz konnte die Elfte der Einzelverfolgung dem Tempo des Feldes nicht mehr folgen.

Beachvolleyball

Beachvolleyball, Männer

David Klemperer und Eric Koreng sind als viertes und letztes deutsches Beachvolleyball-Team ausgeschieden. Die Kieler verloren im Viertelfinale gegen die Weltmeister Todd Rogers und Phil Dalhausser aus den USA mit 0:2 (13:21, 23:25). Damit bleiben die deutschen Beachvolleyballer wie schon 2004 in Athen ohne Medaille. Das bislang einzige olympische Edelmetall hatten Jörg Ahmann und Axel Hager 2000 in Sydney mit Bronze gewonnen. Vor Klemperer/Koreng waren Julius Brink/Christoph Dieckmann sowie die Frauen-Teams Stephanie Pohl/Okka Rau und Sara Goller/Laura Ludwig frühzeitig gescheitert.

Volleyball

Volleyball, Männer, Vorrunde

Die letzte Hoffnung der deutschen Volleyballer auf den Einzug ins olympische Viertelfinale ist geplatzt. Der Weltliga- Zweite Serbien gewann sein abschließendes Vorrundenspiel gegen Afrikameister Ägypten in nur 55 Minuten souverän mit 3:0 (25:16,25:13,25:17). Damit verdrängten die Serben das deutsche Team noch von Platz vier der Gruppe B, der zum Weiterkommen berechtigt. Das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu hatte zuvor 0:3 gegen Athen-Olympiasieger Brasilien verloren. Die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes beendete damit ihren ersten Olympia- Auftritt seit 36 Jahren als Neunter.

Wasserball

Wasserball, Männer, Vorrunde

Deutschlands Wasserballer haben den Einzug in die Medaillenrunde verpasst. Das Team von Bundestrainer Hagen Stamm unterlag im entscheidenden letzten Vorrundenspiel gegen die USA knapp mit 7:8 (2:3, 1:2, 2:2, 2:1) und spielt nun um die Ränge sieben bis zehn. Neben dem Weltliga- Zweiten USA kamen in Gruppe B Weltmeister Kroatien und Ex-Weltmeister Serbien weiter. Erfolgreichster Torschütze gegen die Amerikaner war der Esslinger Heiko Nossek mit fünf Treffern.

Triathlon

Triathlon, Frauen

Die deutschen Triathletinnen haben beim olympischen Rennen die erhoffte Spitzenplatzierung klar verpasst. Hamburg-Weltcup-Siegerin Ricarda Lisk aus Waiblingen kam mit 3:40 Minuten Rückstand nicht über den 15. Platz hinaus. Christiane Pilz aus Rostock wurde 26., Anja Dittmer aus Neubrandenburg 33. Die Goldmedaille über 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen sicherte sich die Australierin Emma Snowsill in 1:58:27 Stunden. Vanessa Fernandes aus Portugal holte Silber. Bronze ging an Emma Moffatt aus Australien.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.