Vitali Klitschko dominierte gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Wladimir viele Jahre die Boxszene. Mit dem Boxstall “Universum Box-Promotion“ in Hamburg holte er drei Weltmeistertitel bei der WBO un...
Kalte Wohnungen, vereiste Wasserrohre und immer neue Stromausfälle. Vor allem arme und gebrechliche Menschen haben mit den Folgen der russischen Angriffe zu kämpfen.
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind im Osten des Landes ukrainischen Angaben zufolge zwei Menschen getötet worden - in Kiew waren erneut tausende Wohnungen ohne Stromversorgung. In der Stadt Losowa seien ein Mann und eine Frau durch Angriffe mit Raketen und Drohnen in ihrem Haus getötet worden, teilte der örtliche Verantwortliche Serhij Selenskyj am Donnerstag mit. Die UNO forderte Russland auf, die Angriffe umgehend einzustellen.
Angesichts der wiederholten Angriffe auf die Energieversorgung der Ukraine hat die Bundesregierung der russischen Führung Kriegsverbrechen vorgeworfen. Russlands Präsident Wladimir Putin "nutzt Kälte als Waffe", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer am Mittwoch in Berlin. "Sein Vorgehen ist zutiefst unmenschlich und menschenverachtend." Russlands Kriegsführung solle die Ukraine zermürben: "Russland begeht hier aus unserer Sicht Kriegsverbrechen."
Rund jeder sechste Bewohner der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist dem Aufruf von Bürgermeister Vitali Klitschko zur vorübergehenden Evakuierung gefolgt: 600.000 der 3,6 Millionen Einwohner hätten die Stadt seit dem 9. Januar verlassen, sagte Klitschko am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP. "Nicht jeder hat die Möglichkeit, die Stadt zu verlassen, aber momentan schrumpft die Bevölkerung." Angesichts der verschärften russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur hatte Klitschko zur vorübergehenden Evakuierung aufgerufen.
Nach einem russischen Luftangriff ist fast die Hälfte der ukrainischen Hauptstadt Kiew bei zweistelligen Minusgraden ohne Strom und Heizung. Nach dem nächtlichen Angriff seien "5635 Wohngebäude ohne Heizung", erklärte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am Dienstag im Onlinedienst Telegram. Die stellvertretende ukrainische Außenministerin Mariana Betsa bestätigte dies. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagte der Ukraine angesichts der Angriffe weitere Hilfen in Höhe von 60 Millionen Euro zu.
Vitali Klitschko dominierte gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Wladimir viele Jahre die Boxszene. Mit dem Boxstall “Universum Box-Promotion“ in Hamburg holte er drei Weltmeistertitel bei der WBO und der WBC. Von 47 Kämpfen in seiner Profi-Karriere gewann er 45 und davon 41 durch K.O. Politisch engagiert sich der promovierte Sportwissenschaftler seit der “Orangenen Revolution“ in der Ukraine 2004. Zwei Jahre später kandidierte er für das Bürgermeisteramt in Kiew und konnte 29 Prozent der Wählerstimmen für sich verbuchen. Im Jahr 2010 gründete er, unterstützt durch die Konrad-Anenauer-Stiftung, die Partei "Ukrainische demokratische Allianz für Reformen (UDAR)", die enge Verbindungen zur CDU unterhält. Als Viktor Janukowitsch 2013 das Assoziierungsabkommen mit der EU nicht unterzeichnete und somit die Nähe zu Russland demonstrierte, schloss sich Klitschko den darauffolgenden Protesten auf dem Maidan als einer der Oppositionsführer an. Nach dem Sturz von Viktor Janukowitsch im Februar 2014 gab Klitschko bekannt, dass er bei den kommenden Wahlen für das Präsidentenamt kandidieren wolle.