Ich glaube nicht, dass die Spiele gefährlich sind. Wenn ein Mensch so etwas macht, muss er schon vorbelastet sein. Und dass es Irre auf dieser Welt gibt, dürfte ja inzwischen jedem klar sein. Pornos werden auch nicht verboten, weil jemand vergewaltigt wird und wenn jemand im Alkoholrausch jemanden verletzt, denkt man auch nicht darüber nach, den Alkohol zu verbieten. Da macht es sich jemand ziemlich einfach, wenn er Spiele verbieten will...
Claudia Voigt
Kassel
Der 14jährige Bruder meiner Freundin spielt sehr gerne Videospiele. Natürlich versuche ich da auch Einfluss zu nehmen, dass er nicht gerade die brutalen Egoshooter in die Finger bekommt; aber ihm nur gewaltfreie Spiele vorzusetzen, wäre sinnlos und wirklichkeitsverklärend. Aber manche Sachen bekommt er nicht, dafür ist er einfach zu jung - leider gibts Leute die mit 18 noch nicht mit "Killerspielen" umgehen können, die nicht in der Lage sind zwischen virtueller und reeler Welt zu unterscheiden. Schade, dass diese winzige Minderheit von psychatriereifen Idioten die normale Mehrheit der Zocker in den Dreck zieht.
Dmitri Schlegel
Rheinau
Ich bin ein begeisterter Fan von Videospielen und kann von mir nicht sagen, dass ich aufgrund von Videospielen 2 mal die Woche an einen Amoklauf oder Suizid denke. Wenn man bedenkt, wird jeder Amoklauf auf Videospiele bezogen.Dass die Eltern nachlässig waren oder in der Schule Fehler gemacht wurden, dass im System etwas Falsch ist, DAS fragt sich niemand, da zieht man dann lieber die "Videospielkarte". Wir "daddler" können gewiss Realität von Fantasiewelt voneinander unterscheiden. Wieviele Eltern können von sich sagen, dass sie sich zu ihren Kindern gesellen und mit ihnen spielen?Natürlich sollte es weiterhin Altersbeschränkungen geben, aber ich glaub mit 18 ist man durchaus in der Lage zwischen Spiel und Realitität zu unterscheiden.Eltern schließen sich einfach der Meinung an und wenn das schon Politiker sagen, dann muss ja was dran sein. Wir Spieler wollen halt Spiele, die sehr Realitätsnah sind und nicht Gegner, wo grünes Blut fließt. Man kann auch nicht sagen, dass Spieler dumm sind, denn ich persönlich bin Abiturient und auch mein ganzes Umfeld ist weit davon entfernt durch Videospiele zum töten animiert zu werden. Lieber Politiker und Eltern tut euch einen Gefallen und befasst euch mit wesentlichen Gründen und lasst euch nicht mit soetwas aufhalten, denn das Spiele die Kreativität und Fantasie fördern, dass es Gehirnjogging ist,das wird nicht erwähnt
Onur Tun
Es ist mal wieder faszinierend, es läuft ein junger Mensch Amok und dieser Mensch spielte auch sogenannte Killerspiele und schon wird der Ruf nach einem Verbot laut. Das dieser Mensch so oder so Amok gelaufen wäre, weil er keinen Sinn mehr in seinem Leben sah und deshalb einen entsprechend großen Abschied wollte. Ist es nicht die Presse, die solche Menschen dann medial ausschlachten? Werden durch Wochenlange sinnlose Reportagen über solche Amokläufer nicht andere Menschen animiert ebenfalls einen solchen Abgang zu wählen. Schliesslich ist doch bekannt, dass der Amokläufer aus Erfurt die Täter aus der Columbine High School als Vorbild hatte. Wieso berichtet die Presse nicht von den Opfern statt von den Tätern und baut so ein anderes Bild der Situation auf. Eben, dass man den Berühmtheitsstatus solcher Täter nimmt. Ein ganz anderes Thema ist, dass jährlich hunderte von Menschen auf deutschen Strassen durch Raserei, drängelei usw. zu tote kommen. Werden deshalb Diskussionen über ein Verbot solcher Spiele laut? Werden auffordernde Sexspots verboten, wenn mal wieder eine Frau vergewltigt wird? Nein, aber warum nicht? Zum einen ist die Lobby der Autoindustrie zu stark und zum Zweiten sind wenig gekleidete Frauen ein wirksames Werbemittel. Es geht also um Geld. Des weiteren gibt es Studien, dass das Spielen von Killerspielen durchaus auch aggressionen abbauen kann. Ich selber spiele auch sogenannte Killerspiele. Ich habe mich deswegen nicht verändert. Ein Menschenleben ist weiterhin kostbar. Kriege finde ich unnötig, weshalb ich auch verweigert habe und lieber Zivildiesnt gemacht habe. Eine Zeit die mir sehr viel gegeben hat und mich auf meinem Lebensweg durchaus auch geprägt hat. Killerspiele spiele ich um Stress abzubauen oder gemeinsam mit Freunden. ir tuen dies aus Spass und sind gut gelaunt. Zu keinem Zeitpunkt empfindet einer der Mitspieler, der ständig abgeknallt wird einen gewissen Hass und würde am liebsten eine Waffe ziehen. Übrigens spielen Hunderttausende Killerspiele. Es laufen also weniger als 0.01 Promille der Spieler Amok. Wenn ich Ihnen nun sagen würde, das die Wahrscheinlichkeit bei Hausarbeiten einen tödlichen Unfall zu erleiden grösser ist, machen sie dann nichts mehr im Haushalt? Wenn ich nun weiter gehe und sage, dass jeder fünfte raucht und täglich ca 300 Menschen an den folgen des rauchens sterben, dazu noch etwa 5 Passivraucher, warum wird dagegen nichts unternommen? Ich würde es also begrüssen, wenn diese schwachsinnige Diskussion endlich eingestellt werden würde, da selbst bei einem Verbot dieser Mensch Amok gelaufen wäre.
Christian W.
Wiesbaden
Es bleibt alles eine Frage der Erziehung:wie man mit Dingen umgeht, die gefährlich sein können, muss auch erlernt werden. Es ist nämlich nicht annehmbar, dass die Freiheit der vernünftigen Mehrheit (unter den heutigen Umständen bei weitem vernünftiger als man gewöhnlich behauptet) durch unvernünftiges Handeln bestimmter Menschen beeinträchtigt wird,denn die Sehnsucht nach absoluter Sicherheit bzw. Geborgenheit führt zu Matrix... Sinnvoll dabei ist also die von Ihnen eingeleitete Debatte!
Alain Christophe
Nizza, Frankreich