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7. Dezember 2006, 10:15 Uhr

Das denken Sie über Videospiele!

Hallo,
weil ich selber 7 Jahre lang Computerspiele gespielt habe die die Spieler mit Gewalt konfrontieren glaube ich etwas über dieses Thema sagen zu können. Sicherlich ist der soziale Faktor bei Computer spielen sehr schwach, was aber nur gillt wenn man alleine in seinem Zimmer sitzt und das den lieben langen Tag ausübt. Gemeinschaftlich am Computer zu sitzen und seinen Spass zu haben ist nichts anderes als Abends einen zusammen trinken zu gehen. Die Thematik der Computerspiele ist nicht umbedingt der entscheidende Faktor daher ist es für mich sicher das die Computerspiele nicht der Grund für gewalttätige Handlungen ist. Es ist viel mehr das soziale Umfeld.
Florian Leicht
München

Ich finde PC-Games unterhaltsam und einfach faszinierend, was die Machbarkeit anbetrifft. In Spielen kann man in Rollen schlüpfen, die es im realen Leben so nicht gibt. Spiele gibt es seit Menschengedenken, sie dienen zur Vorbereitung auf Lebenssituationen. Aber ich denke, das es primär gar nicht um Spiele geht. Es geht um Menschen, im Besonderen um diesen jungen Mann, der in seiner persönlichen Verzweiflung eine schlimme Tat vollbracht hat, ein Befreiungsschlag, an dessen Ende der Selbstmord stand, weil er in diesem Moment erkannt hat, daß das was er getan hat, keine andere moralische Lösung zuließ. Er war für eine kurze Zeit befreit und dann lastet eine riesen Schuld auf Ihm. Ein Dilemma! Unsere Gesellschaft (und insbesondere die Personen, die wir in Vertretung unseres Gewissens und unserer Wertedefinition gewählt haben) hat versagt. Versagt in der Vermittlung unserer werte, die unsere Gesellschaftsform auszeichnen. Es ist ein sehr vielschichtiges Thema, daß sich nicht in wenigen Sätzen ausdrücken läßt. Meiner Meinung nach reduziert sich in unserer Gesellschaft alles nur noch auf den schnöden Mammon, ein Freikaufen von Verantwortung und Moral, insbesondere durch unsere Vertreter im der Regierung. Aber Verantwortung und Moral kann man nicht kaufen, sondern man muß diese entwickeln, vermitteln, vorleben, dahinterstehen, erkennen, benennen! Nehmen Sie die jungen Menschen mit, sprechen Sie mit Ihnen, geben sie ihnen das Gefühl der Wertegemeinschaft und der Zugehörigkeit zu derselben. Geben sie ihnen Chancen und helfen sie wo sie nur können um diese jungen Menschen in die richtige Richtung zu führen. Geben sie ihnen kein Geld, sondern Zuwendung, Interesse, Hilfe und Beistand, ein offenes Ohr, ein Gespräch eine individulle Lösungsfindung. Sie werden sehen, daß dies weniger Kostet als sie glauben!
Stephen Wüstenberg
Wiesbaden

Also als erstes muss ich mal sagen, dass ich auch einer dieser "potenziellen Amokläufer", wie sie immer so schön genannt werden, bin. Ich finde das die ganze Diskussion total unnötig ist. Erstens mal kommt das Thema, dass man "Ballerspiele" verbieten sollte eh immer nur dann auf wenn mal wieder was passiert ist, und die medien nichts besseres zu schreiben haben. Nach ein paar Wochen ist die Diskussion dann wieder abgeklungen und sie kommt erst wieder nach dem nächsten Vorfall auf den Tisch. Jetzt ist natürlich die Frage warum verschwindet dieses Thema immer wieder so schnell aus den Nachrichten? Ganz einfach weil es einfach keinen plausiblen Grund gibt diese Spiele zu verbieten. Es ist nämlich so, dass bei jedem dieser Jugendlichen einfach solange auf seim Computer gesucht wird, bis man dann endlich mal ein Spiel gefunden hat, das man als "Ballerspiel" bezeichnen kann. Nach anderen Ursachen für die Tat wird eh nicht gesucht. Was ist zum Beispiel im letzten Fall mit der Tatsache das der Täter in einem Club war der sich im Wald trifft und mit Softair-Pistolen Krieg spielt. Diese Tatsache wird zwar in den Berichten erwähnt aber nur so nebenbei. Geht ja auch nicht anderst sonst könnte man ja nicht den Computerspielen die ganze Schuld geben. Oder was ist mit der Tatsache das ich mir meine Waffen ganz einfach über das Internet bestellen kann? Dafür interssiert sich auch niemand. Das tut ja auch alles nichts zur Sache da ein Mensch ja nur durch das Computerspielen zum "Killer" werden kann. Ein viel größeres Problem sehe ich in unserer Gesellschaft an und für sich. Es werden einfach viel zu viele Menschen isoliert. Das ist ein viel größeres Problem denn ist man in unserer Gesellschaft erst einmal isoliert kommt man nicht bzw nur sehr schwer wieder in das gesellschaftliche Leben zurück. Hinzu kommt das man wenn man den Fernseher einschaltet mehr Gewalt sieht als in jedem Computerspiel. In den Nachrichten kommen ja nur noch Meldungen über irgendwelche Attentate und Kriege. Und das Abendprogramm besteht auch nur noch aus Filmen bei denen mindestens Einer stirbt. Aber zum Glück trägt das ja alles nichts zu der Entwicklung eines Menschen bei, außer natürlich er spielt "Ballerspiele"!!! Zum Schluss noch eine kleine Provokation: Verbietet doch mal alle Schützenvereine!! Schließlich lernt man ja hier das Schießen!
Dennis Brunner
Karlsdorf-Neuthard

Es ist immer wieder interessant, wie oft über das gleiche Thema diskutiert werden kann. Es passiert etwas, man hat keine Lösung parat (ist zudem noch völlig ratlos) und dann wird etwas oder jemand als einzig Schuldiger festgestellt, der sich am wenigsten wehren kann. Hier sind es dann halt die "bösen" Ego-Shooter, die jemanden zu so einer Tat treiben. Gibt es auch noch traurigere Analysen für eine Gesallschaft, als diese?
Michael Evitan
Lindau

Von einem Verbot dieser Viedeospiele halte ich überhaupt nichts,denn ich bin der festen Überzeugung das Verbote, wie auch am Beispiel des Drogenmissbrauches zu sehen ist, nicht greifen. Ich bin auch der Meinung das wenn etwas verboten ist, das Ganze für einen Jugendlichen noch interesanter macht, und es gibt immer Mittel und Wege Verbote zu umgehen. Hier glaube ich das es hier ganz besonders auf die Aufmerksamkeit, Sorgfalt, Zeit und Liebe ankommt die die Eltern ihren Kindern schenken.
Tobias Neitz
Alcobendas, Spanien

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