Hunderte von Mails erreichten die Redaktion von stern.de zum Thema Sterbehilfe - viele eindringliche Schilderungen, Überlegungen und Kommentare. Hier finden Sie eine Auswahl der Zuschriften.
Für mich gibt es dazu ein eindeutiges ja zur Sterbehilfe. Da gehören für mich auch keine Religiösen bedenken hin. Da meiner Meinung nach Jesus ja auch ein Selbstmörder war, wenn man die Dreifaltigkeit dazu denkt dann war ja auch Gott und musste wissen wie sein Ende aussah und wenn man Jesus als Person nur sieht musste er auch wissen wo sein Weg enden wird. Also hat er sein Ende selbst bestimmt. Man kann sogar soweit gehen, zu sagen er war der erste Selbstmord Attentäter denn durch sein Wort (Religion) war er der Stein des Anstoßes der die gnadenlose Christenverfolgung möglich machte. Aber das würde zu weit führen. Viele Staaten nehmen sich das Recht zu bestimmen wann jemand Stirbt bzw. Getötet wird. Wir nehmen uns einfach das Recht zu sagen du musst Leben auch wenn du Schmerzen hast und es dir unmöglich ist jemals wieder an einem Normalen Menschenwürdigem Leben Teilzunehmen. Da sagen wir, vegetiere weiter, wie Christlich oder Ethisch soll das sein? Natürlich muss jeder einzelne Fall Überwacht und Geprüft werden und es Wäre dann auch nicht 100% sicher da muss man sich nichts vormachen. Aber sind es 99% nicht wert das Gesetz endlich durch zu bringen, gibt es nicht jeden Tag unschuldige Opfer? Das ist zwar Traurig aber deswegen müssen doch nicht die restlichen 99% ihrer Menschenwürde beraubt werden.
Jörg Bodry
Hallo, als ich bin für die Sterbehilfe. Wenn es mir einmal so gehen sollte das ich die Entscheidung hätte entweder halbtod auf den Tod zu warten oder in die Schweiz zu gehen würde ich die Schweiz wählen. Es sollte auch in Deutschland erlaubt werden. Wenn jemand sterben möchte dann findet er auch meistens ein Weg (falls er noch kann). Mal ehrlich was bringt es in einem Bett zu liegen und seine Umgebung nicht mehr wahrnehmen zu können? Ethisch? Habe ich gar kein Problem mit.
Feser Peter, Freiburg
Erst vor wenigen Wochen habe ich das erste Mal erlebt, wie jemand gestorben ist (ich bin 19 Jahre alt) Es war sehr schwierig, vorallem zu sehen, wie diese Person auf den Tod gewartet hat und wie sehr sie doch litt. Jede Berührung bereitete höllische Schmerzen. Ich hätte mir für sie gewünscht, dass sie weniger quallvoll gestorben wäre. Der Tod war nicht aufzuhalten, bei einer Leukämie im Endstadium, er hätte nur länger hinaus gezögert werden können. Ich bin froh, dass man sich entschieden hat, keine Bluttransfusionen zu geben. In bestimmten Situationen sollte Sterbehilfe meiner Meinung nach ermöglicht werden, aber nur bei einer unaufhaltsamen, tödlichen Krankheit. Jeder einzelne Fall müsste sorgfältig geprüft werden.
Nadine Göble, Senden/Westfalen
Ich schaue eure Sendung fast immer. Ich persönlich bin für aktive Sterbehilfe, wenn es anders nicht mehr geht. Und der das das entscheiden darf, ist die Familie, die sich um den Bedürftigen kümmert und natürlich der Arzt.
Eveline Schlaffer, Burgenland
Werter Herr Jauch/Stern TV-Team, Meiner Meinung nach, soll ein Mensch der unheilbar krank ist über seinen Tod selber entscheiden können (Patientenverfügung). Jeder hat das Recht in Würde zu sterben. Unsere Bundesregierung sollte darüber nachdenken, ob man das Gesetz zur Sterbehilfe nicht lockern sollte. Denn wie heißt es im Grundgesetz so schön "Die Würde des Menschen ist unantastbar". Mit freundlichen Grüßen Helga Schreiber PS: Es wäre schön ein Autogramm von Herrn Jauch zu bekommen, denn ich bin ein großer Fan und sehe mir so weit wie möglich seine Sendungen an.
Helga Schreiber, Erding
So geht es los. Man schildet eindrücklich Schicksale, besetzt den Begriff Würde neu und schon denken viele, das wäre jetzt wirklich die menschengerechtere Lösung. War schon bei der Abtreibungsdiskussion so. Wäre die Palliativmedizin in Deutschland nicht im frühkindlichen Stadium, käme sowas erst gar nicht auf.
Pascal Obermeier, München
Ich bin dafür, dass jedermann Sterbehilfe in Anspruch nehmen kann, wenn er, aus welchen Gründen auch immer, nicht mehr leben will. Nach ausführlicher Beratung, in spezieler Beratungsstelle sollte man ihm den Schein aushändigen,der ihm ermöglicht seinem Leben auf würdige Art und Weise, ein Ende zu setzen. Und zwar unabhändig vom Alter, Nationalität, Religion. Die einzige Bedingung sollte Volljährigkeit sein.
Jan Owen, Grafing
Ich bin 22 Jahre alt und seit über 6 Jahren aktiv im Gesundheitsbereich tätig. Davon 5 Jahre im Rettungsdienst und 3 Jahre in verschiedenen Kliniken und Alten- bzw. Pflegeheimen. Die Arbeit mit Menschen, die dem Tod teilweise näher sind als dem Leben veränderte mich und meine Sichtweisen zu Leben und Sterben sehr. Obwohl ich ein sehr gläubiger Christ bin, bin ich der Meinung, dass Menschen die in diesem irdischen Leben keinen Sinn mehr sehen, selbst entscheiden dürfen ob sie aus diesem Leben scheiden dürfen oder nicht. Was ist ein Leben in einem Pflegebett, ernährt durch Magensonden, beatmet von Maschinen. Was hat solch ein Leben für einen Sinn? Den Sinn leiden zu müssen? Nein, das ist kein würdiges "Leben". Ja ich bin mit einer Veröffentlichung einverstanden.
Benjamin Dams, Teublitz
hallo. Sitze selber nach einem badeunfall seit 1996 im rollstuhl. seit dem sehe ich die welt mit anderen augen. ich genieße jede minute trotz rollstuhls auch wenn es manchmal zu kotzen ist. kann also garnicht so richtig verstehen warum man freiwillig sterben möchte. habe die besten eltern die man haben kann. sie helfen mir wo es nur geht. "Hoffnung bedeutet überzeugt zu sein niemals aufzugeben"
Thomas
Ich arbeite als examinierter Krankenpfleger auf einer psychiatrischen Station und habe dort oft mit suizidgefährdeten Personen zu tun. Während ich hierbei alles tue, um Suizide zu vermeiden und diesen Leuten zu helfen kann ich doch Menschen wie Herrn Guhl verstehen, die im Vollbesitz ihrer kognitiven Fähigkeiten über ihr Lebensende selbst bestimmen möchten und können.
Michael Wilke, Püttlingen
Ich ziehe meinen imaginären Hut vor den 12 Personen, die sich öffentlich zu ihrem Wunsch bekennen. Auch ich stimme der Sterbehilfe selbst auch vollkommen zu, die Rechte des Menschen sind unantastbar, so sollte auch das Recht zu Leben oder aber eben zum Sterben gegeben sein.
Monica M., Braunschweig