Knapp eine Woche nach Beginn ihrer gemeinsamen Angriffe mit Tuareg-Rebellen haben die Dschihadisten in Mali zur Bildung einer "gemeinsamen Front" gegen die regierende Militärjunta aufgerufen. "Wir rufen alle aufrichtigen Patrioten, ohne jegliche Unterscheidung, dazu auf, sich zu erheben und unsere Kräfte in einer gemeinsamen Front zu vereinen", erklärte die Dschihadistengruppe JNIM am Donnerstag. Unterdessen meldete die Tuareg-Rebellengruppe FLA am Freitag die Einnahme des wichtigen Militärstützpunktes Tessalit im Norden des Landes.
Drei Tage nach Beginn der landesweiten Angriffe von Rebellen und Dschihadisten im westafrikanischen Krisenstaat Mali mit dutzenden Toten hat die Armee weitere Stellungen aufgegeben. In der Region Gao nahe der Grenze zum Nachbarland Niger seien die Truppen von einigen Stellungen abgezogen worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag von einem örtlichen Abgeordneten. Russland, das mit seiner paramilitärischen Einheit Afrikakorps die Militärregierung in Mali unterstützt, bezeichnete die Lage als "schwierig". Junta-Chef Assimi Goita kam derweil nach Angaben seines Büros mit dem russischen Botschafter zusammen.
Plötzlich König: Im Rendsburger Klinikum arbeitete er jahrzehntelang als Arzt, nun sitzt Issifi Djibey auf dem Thron in Kokorou. Wie es zu der ungewöhnlichen Wendung kam.
Seit Wochen fordern im Niger Unterstützer der Putschisten den Abzug der französischen Soldaten. Nun will Frankreichs Präsident die Militärs zurückholen.
STORY: Nach dem Putsch in Niger verlegen die USA offenbar Teile ihrer Truppen und Ausrüstung innerhalb des afrikanischen Landes. Zudem werde aus reiner Vorsicht eine kleine Zahl von nicht notwendigen Mitarbeitern abgezogen, sagte eine Sprecherin der US-Verteidigungsministeriums am Donnerstag. Es handelt sich um die erste größere US-Militärbewegung in Niger seit dem Putsch im Juli. Die Verlegung erfolgt den Angaben zufolge von der Luftwaffenbasis 101 in der Hauptstadt Niamey zum Stützpunkt 201 in Agadez. Genaue Zahlen zu dem betroffenen Personal nannte das Pentagon nicht. Die grundsätzliche Aufstellung der US-Truppen in dem westafrikanischen Land ändere sich nicht, hieß es. Zuletzt lag die Zahl der amerikanischen Soldaten in Niger bei 1100. Sie haben in den vergangenen zehn Jahren Nigers Streitkräfte im Anti-Terror-Kampf ausgebildet und führten unter anderem Drohnen-Einsätze gegen die radikale Miliz Islamischer Staat. Auch die Bundeswehr ist im Rahmen internationaler Einsätze im Niger stationiert.