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Orkantief "Xaver": So wütete der Sturm am Nikolaustag

Die Pegel sinken, der Sturm lässt nach - der gefürchtete Orkan "Xaver" ist über Europa hinweggefegt, die Schäden fielen aber glimpflicher aus als erwartet.

Orkantief "Xaver" lässt langsam nach - und die Schäden werden sichtbar. Zwar lassen sich die finanziellen Folgen des Sturms noch nicht beziffern, Metereologen können aber immerhin entwarnen: Das Wetter wird besser.

+++ 18.30 Uhr +++ Dritte Sturmflut in Hamburg

Die dritte Sturmflut ist in Hamburg angekommen. Das Wasser stieg am Pegel St. Pauli kurz vor 18 Uhr auf 2,90 Meter über dem mittleren Hochwasser. Damit lag der Wasserstand gut einen Meter niedriger als beim Hochwasser am Freitagmorgen. Dieser Wasserstand war mit 3,98 Meter über dem mittleren Hochwasser der bisher zweithöchste in Hamburg gewesen. Nur die Flut von 1976 war noch heftiger aufgelaufen.

+++ 18.10 Uhr +++ Vier Tote in Schweden

Das Sturmtief "Xaver" hat in Schweden vier Menschen das Leben gekostet. Wie die Zeitung "Dagens Nyheter" berichtete, wurde in Mora in Mittelschweden eine ältere Frau im Schnee gefunden. Anscheinend hatte sie in der Nacht nur leicht bekleidet ihre Wohnung verlassen und nicht wieder zurückgefunden. Im Süden des Landes, in Almhült, wurde ein Jäger von einem umstürzenden Baum erschlagen. An der Südküste vor Ystad gingen zwei Seeleute über Bord. Es gebe keine Hoffnung, dass sie in der stürmischen See überlebt haben, sagte ein Sprecher der Suchmannschaft. Die Nationalität der Männer ist unbekannt, sie waren auf einem niederländischen Schiff unterwegs.

+++ 16.55 Uhr +++ Neue Sturmflut in Hamburg

Die Behörde für Inneres und Sport warnt, dass eine neue Sturmflut bereits gegen 18 Uhr in Hamburg ihren Scheitelpunkt erreichen wird. Das Hochwasser soll mit ca. 5 Meter über Normal Null am Pegel St. Pauli eintreten. Die Behörte fordert auf, die tief liegenden Gebiete im Hafenbereich und entlang der Elbe vor der Hauptdeichlinie zu verlassen.

+++ 14.50 Uhr +++ Kosten für "Xaver" noch nicht bezifferbar

Die finanzielle Folgen von Sturm "Xaver" lassen sich aber noch nicht abschätzen. Dafür sei es noch viel zu früh, sagte ein Sprecher der weltgrößten Rückversicherers Munich Re am Freitag in München. Dieser Prozess werde Wochen brauchen. "Xaver" zeige aber deutlich die Wichtigkeit von vorbeugenden Maßnahmen wie Küstenschutz oder Warnsystemen. Zwar habe sich die Bedrohung durch Winterstürme in Europa in den vergangenen 30 Jahren nicht wesentlich verändert, jedoch zeigten die getroffenen Schutzmaßnahmen an den Küsten Wirkung.

Das zeige etwa das Beispiel Hamburg. Die Hansestadt habe nach der verheerenden Sturmflut von 1962 auf heutige Werte umgerechnet rund 2,2 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert, sagte der Sprecher. Nach 1962 habe es inzwischen fünf Sturmfluten gegeben, die die Pegelstände von 1962 überschritten haben, aber weit weniger Schäden anrichteten. Nach einer Simulation der Munich Re haben die Schutzmaßnahmen Schäden in Höhe von rund 17,5 Milliarden Euro verhindert.

+++ 14.25 Uhr +++ Frau stirbt bei Unfall mit Rettungswagen

Der NDR hatte am Vormittag bereits über einen Todesfall in Mecklenburg-Vorpommern berichtet, nun hat ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Schwerin die Meldung bestätigt. Demnach kam bei einem Unfall eines Rettungswagens in der Nähe von Plau eine 82 Jahre alte Patientin ums Leben. Ein Notarzt und ein Rettungssanitäter wurden schwer verletzt. Nach den vorläufigen Ermittlungen kam der Rettungswagen, der mit Blaulicht unterwegs war, am Morgen von der Straße ab und prallte frontal gegen einen Baum, nachdem er zwei Lkw überholt hatte. Ob starke Böen durch "Xaver" oder menschliches Versagen Grund für das Unglück waren, soll nun geklärt werden.

+++ 13.55 Uhr +++ "Xaver" schwächt sich ab

"Xaver" ist auf dem Rückzug. "Das Schlimmste ist überstanden", sagte Diplom-Meteorologe Christian Herold von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Demnach zieht das Unwetter jetzt Richtung Baltikum und schwächt sich dabei immer weiter ab. Und nach Tagen schlechter Prognosen haben die Metereologen pünktlich zum Nikolaus eine gute Nachricht: Spätestens am Sonntag soll es wieder wärmer werden.

+++ 12.30 Uhr +++ Zehntausende Briten evakuiert

In Großbritannien mussten tausende Menschen wegen weiterer Sturmfluten durch das Orkantief "Xaver" ihre Häuser verlassen. Obwohl die Pegelstände am Freitagmorgen zurückgingen, warnten die Behörden vor zwei weiteren Sturmfluten in der Ostküste. Rund 10.000 Haushalte in Norfolk im Osten und Sussex im Südosten Englands wurden evakuiert. Am Donnerstag hatte "Xaver" zwei Menschen das Leben gekostet. Wie der britische Wetterdienst mitgeteilt hat, erlebte die Insel die höchste Flutwelle seit der Flutkatastrophe von 1953, als in Nordsee-Anrainerstaaten wie den Niederlanden und Großbritannien mehr als 2000 Menschen ums Leben gekommen waren. Seitdem wurden die Flutschutzanlagen jedoch deutlich verbessert.

+++ 12.15 Uhr +++ "Xaver"-Style sorgt für Aufheiterung

Auch wenn die Folgen von "Xaver" noch nicht vollständig abzusehen sind - hin und wieder bietet der Sturm auch Grund zum Schmunzeln. So machten sich zwei Unbekannte einen Spaß aus einer Live-Schalte der ARD an die Nordseeküste. Während die warm eingepackte Reporterin über die Situation vor Ort berichtet, präsentieren die jungen Männer ihre Version des "Gangnam"-Styles. Und das auch noch mit freiem Oberkörper. Mehr dazu hier.

+++ 12.00 Uhr +++ An der Küste windiger als auf dem Brocken

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die Spitzengeschwindigkeiten von "Xaver" bekanntgegeben. Den ersten Platz belegte mit 158 km/h Glücksburg in Schleswig-Holstein - damit war es an der Küste windiger als auf dem Brocken im Harz. Dort waren Windstärken von bis zu 155 km/h gemessen worden. Allerdings könnte Hiddensee (Mecklenburg-Vorpommern) den Titel noch streitig machen - dort hatte der Wetterdienst Meteomedia Spitzengeschwindigkeiten von 167 km/h gemessen.

+++ 11.40 Uhr +++ Mindestens drei Tote

Zwar lässt "Xaver" in Deutschland an Kraft nach, gefährlich ist der Sturm aber noch immer: In Polen sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Feuerwehr stürzte bei Lebork im Norden des Landes ein Baum auf ein Auto. Dabei seien drei Menschen getötet und ein weiterer verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher dem Fernsehsender Polsat News. Außerdem gab es in Polen, wo "Xaver" am Freitagmorgen Windgeschwindigkeiten von 120 Stundenkilometern erreichte, noch mehrere Leichtverletzte.

+++ 11.25 Uhr +++ Weihnachtstanne vor Schloss Bellevue umgekippt

"Xaver" hat Deutschlands Weihnachtsbaum Nr. 1 umgerissen. Die 13 Meter hohe Tanne vor dem Berliner Schloss Bellevue, dem Amtssitz von Bundespräsident Joachim Gauck, wurde in der Nacht zu Freitag von heftigen Windböen umgeworfen. Verletzt wurde niemand, wie eine Sprecherin sagte. Am Freitag sollte der Baum wieder aufgerichtet werden. Die Nordmanntanne stammt aus der Nähe von Bremen und sollte bis zum 6. Januar den Ehrenhof schmücken.

+++ 11.10 Uhr +++ "Xaver" weniger schlimm als befürchtet

24 Stunden nach Eintreffen von "Xaver" steht fest: Das Sturmtief war weniger zerstörerisch als erwartet. An den Küsten der Nordsee hielten die Deiche und auch am Hamburger Hafen geht das Wasser allmählich zurück - trotz des zweithöchsten Elbe-Pegelstands seit Beginn der Aufzeichnungen. Zwar ist für den Abend eine weitere Sturmflut zu erwarten, allerdings in abgewächter Form.

Aber bereitete "Xaver" vielen eine ungemütliche Nacht: Berlin fielen wegen des Sturms zahlreiche Ampeln aus, Baustellenabsperrungen stürzten um. Am Potsdamer Platz wurde eine große Werbewand an einem Haus so stark beschädigt, dass sie abgenommen werden musste. In der Nähe von Hannover wurde ein Mann schwer verletzt, als eine Böe sein Auto in den Gegenverkehr drückte. In Cuxhaven wurde das Dach eines Hochhauses abgedeckt, in Stralsund das Dach eines Discounters.

In Großbritanniens Küstenregionen verbrachten Hunderte die Nacht zum Freitag in Schulen und anderen Notunterkünften. In England und Wales kam es am Freitagmorgen zu Zugverspätungen im Berufsverkehr. Am Donnerstag waren zwei Menschen in Großbritannien getötet worden.

In Dänemark rollten am Freitagmorgen die ersten Züge wieder aus den Bahnhöfen. Am Donnerstag war der Zugverkehr wegen des Orkans "Xaver" komplett eingestellt worden. Im Süden von Norwegen wurden drei Menschen verletzt, als ein Bus von der Straße geweht wurde. Teile der Innenstadt von Stavanger waren zuvor gesperrt worden, Zehntausende Häuser und Geschäfte an der Küste waren ohne Strom.

In Schleswig-Holstein und Hamburg war auch am Freitag schulfrei, ebenso an den staatlichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern. In Berlin und Brandenburg war die Schulpflicht aufgehoben. Viele der bundesweit vorsorglich geschlossenen Weihnachtsmärkte sollten am Freitag wieder offen für Besucher sein.

+++ 10.40 Uhr +++ Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wieder frei

Nachdem die Bahnstrecke Hamburg-Berlin am Freitagmorgen unterbrochen war, gibt die Bahn nun grünes Licht: Wie ein Sprecher mitteilte, ist die Sperrung aufgehoben worden. In der Nacht waren Bäume auf die Gleise gestürzt, Fahrgäste des Regionalverkehrs mussten auf Busse ausweichen, Fernzüge auf der Linie Hamburg-Berlin waren umgeleitet worden.

+++ 10.25 Uhr +++ Stromausfall in Mecklenburg

Rund 4000 Haushalte und Unternehmen im westlichen Mecklenburg sind wegen des Orkans "Xaver" seit Freitagmorgen ohne Strom. Besonders betroffen seien die Bereiche Bützow und Gadebusch, wie der regionale Energieversorger Wemag in Schwerin mitteilte. Die Ursache der Störung werde gesucht, was durch die Wetterlage aber erschwert sei.

Auch die Lufthansa hat weitere Flüge gestrichen. Am Morgen standen rund 70 abgesagte Verbindungen auf der Website des Unternehmens. Betroffen waren vor allem Inlandsflüge von und nach Norddeutschland. Die Fluggäste bleiben aufgefordert, sich über den Status ihrer Verbindung zu informieren.

+++ 08.25 Uhr +++ Bundesligaspiel Werder gegen Bayern kann stattfinden

"Xaver" hat das Bremer Weserstadion in der Nacht verschont. Das durch das Unwetter gefährdete Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern München kann an diesem Samstag um 15.30 Uhr angepfiffen werden. Das teilte Werder Bremen via Twitter mit. Am Abend zuvor war der Erdgeschossbereich des Weserstadions evakuiert wurden. Falls die Weser über 5,50 Meter gestiegen wäre, dann wäre das Wasser auch in das unmittelbar in Fluss-Nähe gelegene Weserstadion gelaufen.

+++ 07.40 Uhr +++ Gefahr in Schleswig-Holstein vorüber

In Schleswig-Holstein könnte "Xaver" überstanden sein: "Ich rechne nicht damit, dass sich die Situation noch mal so zuspitzt wie es gestern im Laufe des Tages den Anschein zu haben schien", sagte der Umwelt- und Küstenschutzminister Robert Habeck (Grüne) im Deutschlandfunk. Die Windprognosen seien etwas schwächer. Habeck geht davon aus, dass die Pegelstände "wohl nicht mehr ganz so doll" ansteigen. Wenn es hell werde, würden die Deiche kontrolliert. Es zeichnet sich allerdings bereits ab, dass durch "Xaver" im Vergleich zu Sturm "Christian" nur geringe Schäden entstanden sind.

+++ 06.55 Uhr +++ Scheitelpunkt in Hamburg erreicht

Wie der NDR berichtet, ist in Hamburg der Scheitelpunkt der Sturmflut erreicht. Demnach sinken nach Angaben der Hamburger Innenbehördefallen die Pegel bereits wieder. Das Wasser erreichte gegen 6.30 heute früh seinen Höchststand mit 6,09 Meter über Normalnull (NN), genau dieser Wert war zuletzt erwartet worden. Damit stand die Elbe rund einen halben Meter höher als bei der Sturmflut 1962.

Die Hamburger versuchen die Situation gelassen zu nehmen, viele Schaulustige kamen extra zum Fischmarkt und schossen Erinnerungsfotos. Die Betreiber des "Hamburger Miniaturwunderlands", das in der überschwemmten Speicherstadt sitzt, nutzten die große Flut sogar für eine Fahrt mit ihrem Mini-Kreuzfahrtschiff.

+++ 06.06 Uhr +++ Bahn gibt einige Strecken wieder frei

Wegen des Orkantiefs "Xaver" waren am Vortag zahlreiche überregionale Bahnstrecken gesperrt worden - heute früh konnten einige Verbindungen wieder freigegeben werden. Wie die Deutsche Bahn am Morgen in Berlin mitteilte, sind sämtliche Strecken in Nordrhein-Westfalen wieder befahrbar.

Anders sieht es hingegen noch in Schleswig-Holstein aus. Im nördlichsten Bundesland könnten viele Züge weiterhin nicht fahren. Vielerorts lägen Bäume auf den Gleisen oder hingen in den Oberleitungen. So ist der Verkehr nach Dänemark laut Bahn noch bis voraussichtlich mittags gesperrt. Auch in Niedersachsen seien sowohl Regional- als auch Fernverkehr in Teilen gesperrt. Auch hier will die Bahn bis mittags auf allen Verbindungen den Betrieb wieder aufnehmen.

Generell gelte für alle Verbindungen im Norden, dass sich die Fahrgäste auf teils deutliche Verspätungen einstellen müssen. So sei die Strecke von Berlin nach Hamburg nur auf einem Gleis befahrbar. Die Bahn empfiehlt, sich vor Reiseantritt im Internet darüber zu informieren, ob der Zug pünktlich kommt.

In der Nacht waren einige Nord-Süd-Verbindungen unterbrochen gewesen. So fiel beispielsweise der Nachtzug zwischen Hamburg und Zürich aus. Auch auf der Verbindung zwischen Berlin und München stand die Nachtbahn still.

+++ 06.04 Uhr +++ Hamburg kurz vor schwerer Sturmflut

Hamburg erwartet eine schwere Sturmflut. Das Wasser werde heute früh gegen 6.30 Uhr auf 6,10 Meter über Normalnull (NN) steigen, sagte ein Sprecher der Innenbehörde. Weite Teile des Hafens wurden am frühen Morgen gesperrt, Menschen mussten die tiefer gelegenen Gebiete entlang der Elbe verlassen. Die Hochwasserschutzanlagen haben nach Angaben der Behörde Höhen zwischen 7,50 Meter und 9,25 Meter über NN.

Die Auswirkungen der Naturgewalten blieben bis zum Freitagmorgen trotz aller Befürchtungen verglichen mit dem Oktober-Orkan "Christian" deutlich geringer. Die Einsatzkräfte wurden weniger häufig angefordert, um umgeknickte Bäume zu räumen und um Bauzäune sowie Dächer zu sichern. In Hamburg rückte die Feuerwehr bis zum Abend rund 300 Mal aus. Dagegen war sie beim Oktober-Orkan schon an einem Tag allein knapp 2000 Mal im Einsatz.

+++ 04.23 Uhr +++ Deiche halten

Die Küsten hielten den Wassermassen bislang stand: "Die Deiche sind mächtig und stabil", sagte Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne). Noch am späten Donnerstagabend hatte eine zweite Welle des Orkantiefs mit extremen Böen die Nordseeinsel Sylt erreicht.

+++ 01.03 Uhr +++ Wind fegt mit 148 Kilometern pro Stunde über Sylt

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurden in List auf Sylt in der Nacht um 1 Uhr Windgeschwindigkeiten von 148 Kilometern pro Stunde erreicht. Am Leuchtturm Kiel wurden 144 Stundenkilometer gemessen. Auf dem Brocken im Harz erreichte "Xaver" gar eine Spitzengeschwindigkeit von 155 Stundenkilometern.

Die Inseln und Halligen vor Schleswig-Holsteins Küste sind vom Festland aus nicht mehr zu erreichen, die Fähren stellten den Betrieb ein. Auch der Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK) kam zum Erliegen. Die nordfriesischen Halligen wie Langeneß und Hooge haben "Land unter". Die Fähren auf die ostfriesischen Inseln stellten ebenfalls ihren Betrieb ein. Dort wurde am frühen Freitagmorgen der Scheitel einer ersten Sturmflut erreicht - zunächst ohne größere Schäden anzurichten.

anb/she/AFP/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(