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Der Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hat eine neue Berechnung des nach seiner Ansicht durch Ex-Konzernchef Thomas Middelhoff und weitere frühere Vorstände entstandenen Schadens vorgelegt.
Das Kaufhaus des Westen in Berlin, dazu das Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München: Der Handelskonzern Arcandor versilbert seine bekanntesten Häuser. Das liegt nicht an den Umsätzen der Luxustempel, sondern zeigt die tiefe Krise, in der die gesamte Branche steckt.
Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg will einem Zeitungsbericht zufolge den ehemaligen Chef der Karstadt-Mutter Arcandor, Thomas Middelhoff, sowie weitere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates auf Schadenersatz verklagen.
Die frühere Karstadt-Quelle-Tochter Runners Point will nach eigenen Angaben weiter expandieren. Man wolle das Filialnetz weiter ausbauen und Arbeitsplätze schaffen, sagten die beiden Geschäftsführer Otto Hurler und Harald Wittig den Zeitungen der WAZ-Gruppe.
Was sich aus einer Pleite-Firma alles herausholen lässt: Einem Magazinbericht zufolge geht nicht nur Ex-Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick mit 15 Millionen Euro nach Hause. Vielmehr kann offenbar auch Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg Millionen einstreichen - wenn er seinen Job gut macht.
Die Insolvenz von Arcandor hat weitere Auswirkungen auf die deutsche Post. Bisher waren nur Verkürzungen von Kündigungsfristen vereinbart. Das hat offenbar nicht gereicht, nun stehen bei der Post 560 Arbeitsplätze auf dem Spiel.
Deutsche Kaufhäuser stehen möglicherweise vor einer düsteren Zukunft. Einer Studie zufolge werden zwei Drittel der Karstadt- und Kaufhof-Filialen schließen. Unterdessen versucht Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg die Angestellten zu motivieren.
Das Essener Amtsgericht hat das Insolvenzverfahren für große Teile des Arcandor-Konzerns gestartet. Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick wird es verschmerzen können: Er verlässt das Unternehmen mit 15 Millionen Euro. Fünf Millionen will er zwar spenden, die Kanzlerin reagiert dennoch erbost.
Sie war eine der reichsten Frauen Deutschlands. Aber die Insolvenz des Warenhauskonzerns Arcandor könnte Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz teuer zu stehen kommen. Nach stern-Informationen verpfändete die 65-Jährige fast ihr gesamtes Privatvermögen.
Angela Merkel spielt falsch. Kurz vor der Wahl geißelt sie die Millionen-Abfindung für den Arcandor-Chef. Dabei hat sie die letzten Jahre fast nichts getan, um solche Exzesse zu unterbinden.
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Die Arcandor AG (früher KarstadtQuelle AG) ist ein Handels- und Touristikkonzern mit Unternehmenssitz in Essen und den drei Kerngeschäftsfeldern Einzelhandel, Versandhandel und Tourismus. Hauptaktionäre sind die Privatbank Sal. Oppenheim und Madeleine Schickedanz. Am 9. Juni 2009 beantragte die Arcandor AG beim Amtsgericht Essen die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen.