HOME

KW 07/2004: Warum muss eine Wirtschaft immer wachsen? (Frank Zimmermann, Burgdorf)

Sven Rechenberger aus Leipzig bringt es auf den Punkt: "Die Wirtschaft ist auf stetiges Wachstum angewiesen, da die progressive Vermehrung der giralen Geldmenge bedingt durch Zins und Zinseszins ein in gleichem Maße steigendes Bruttoinlandsprodukt erfordert, wenn die Inflationsrate konstant bleiben soll."

Mathias Groß, Ebersberg

Die Wirtschaft soll immer wachsen, weil wir wollen, dass Morgen alles besser ist als Heute. Wir wollen Wachstum, weil wir Angst vor Veränderungen haben. Dabei zeigt uns die Natur, dass alles nur langfristig bestehen kann, wenn es sich regelmäßig regeneriert. Als Beispiel sei Frühling, Sommer, Herbst und Winter genannt. Die Natur regeneriert sich laufend und kann so überleben. Die Wirtschaft unterliegt auch Zyklen. Weltweites und langfristiges Wachstum ist immer dann vorhanden, wenn sogenannte Basis-Innovationen die Weltmärkte versorgen. Kondratieff hat festgestellt, dass ca. alle 50 Jahre eine Basis-Innovation weltweites Wachstum auslöst. Der Zeitraum zwischen zwei Basis-Innovationen ist mit großer Arbeitslosigkeit, Rezessionen und vielen Unternehmenspleiten ausgefüllt. Das ist der Herbst und Winter der Wirtschaft. Es wird Platz geschaffen für die nächste Basis-Innovation. Leider dauert der Zeitraum zwischen zwei Basis-Innovationen ca. 20 – 25 Jahre. Es is! t demnach frühestens ab ca. 2020 wieder mit dem Beginn eines weltweiten Wachstums zu rechnen. Betrachtet man den Zustand der heutigen Arbeitslosen, Renten- und Gesundheitssysteme und den großen politischen Widerständen bei dem notwendigen Prozess der Regenerierung, so werden wir die verbleibende Zeit bis zur nächsten Basis-Innovation wohl brauchen.

Konrad, Kristianstad Schweden

Ich finde nicht das eine Wirtschaft immer wachsen muss! Eine kleine Wirtschaft ist viel gemütlicher. Die Kosten sind überschaubar und man kennt die Kellnerin noch persönlich!

Alexander Forster aus München

Die Antwort ist einfach: Stell dir vor du bist ein Handyverkäufer und hast jede menge Handys verkauft. Man kann mit ihnen NUR Telefonieren und jeder hat schon so ein Handy. Wenn du aber keine Handys mehr verkaufst musst du dir etwas neues einfallen lassen. SMS ist jetzt das Zauberwort! Du entwickelst Handys mit denen man SMS verschicken kannst und willst diese natürlich auf den Markt bringen. Wenn du keine verkaufst gehst du pleite, da du laufende Kosten (Löhne, Miete usw.) für deine Firma hast. Wenn jetzt keiner ein Bedürfnis hat nach einem Handy mit SMS wirst du schön alt aussehen, also musst du das Bedürfnis danach wecken und das geht am besten über Manipulation des Unterbewusstseins. Du erzeugst ein Gefühl des Unglücklichseins! Wie das funktioniert weist du ja... Wenn die Handy mit SMS alle an den Mann gebracht worden sind und jeder eines hat, wird ein neues entworfen mit denen man Fotos machen kann und diese als Bilder per SMS versenden kann... ...und so ist die Wirtschaft gezwungen immer weiter zu wachsen. Hier kann übrigens auch ein Zinsverbot keine Abhilfe schaffen!!!

N. Beckers, Utah

Die Wirtschaft waechst dauernd, weil die weltbevoelkerung stetig waechst und somit der Verbrauch stetig annimmt. Ausserdem kommt hinzu, dass neue Technologien neue Produktionen in Gang bringen, die wiederrum zur Erfindung neuer Technologien bringen koennen usw.

Peter, Frankfurt

Warum mus eine Wirtschaft immer Waksen?? ((Diser Beitrag wurde nach der neuesten Rechtschreibrefom geschriben))) Entgegen der Anname unserer Politiker ist der einzige Grund für ein Wakstum der Wirtschaft das Wakstum der Erdbefölke-rung. Ansonsten gibt es keinen realen Grund. Aber beide Arten des Wakstums sind fatal für die Menschheit, da sie auf sinkende Ro- und Energistoffe treffen und damit automatisch erst das Wirtschafts-und einige Zeit später auch das Befölke- rungswakstum beenden, wenn nicht forher, was zu befürchten ist, ein Weltkrig schlagartig beides beendet.

Dieter Kardinahl, Gütersloh

Die heutigen Wirtschaft muß immer wachsen, weil wir Menschen nicht verstehen mit dem gemeinsam produzierten Reichtum menschlicher umzugehen. Das herrschende Wirtschaftssystem hat treibhausartig einen Menschentyp entwickelt, der die Natur nur noch als Beute betrachtet und seine Mitmenschen als Hindernis auf dem Weg dorthin.(nichts anderes ist Konkurrenz) Da der Mensch auch ein Teil der Natur ist, bleiben seine zwischenmenschlichen Bedürfnisse auf der Strecke. Letztendlich verspürt der Mensch nur noch das Bedürfnis nach "dem Wert an sich." (vereinfacht Geld) Geldgier ist aber kein Kinderwunsch und kann deshalb auch nie befriedigt werden.

Falco Meurer, Köln

Dass unsere Wirtschaft gezwungen ist, immer weiter zu wachsen, und zwar exponentiell, ist - neben der immer noch nicht gewährleisteten Stabilität der Währung (Stichworte Inflation und Deflation) - ein Anzeichen dafür, dass wir in Wahrheit gar keine natürliche Marktwirtschaft haben. Denn eine Wirtschaft kann gar nicht immer weiter wachsen, erstens wegen der dann zu erwartenden Umweltzerstörung und zweitens wegen der irgendwann einmal durch eine konstant bleibende Wirtschaftsleistung gedeckten Bedürfnisse der Menschen. (Deswegen sind übrigens auch die Wachstumsraten in einer 'jungen' und kleinen Volkswirtschaft, wo viel Neues aufgebaut werden muss, wie es Deutschland nach dem 2. Weltkrieg war, viel höher als die in einer 'reifen' und ausgeprägten Volkswirtschaft, wie es Deutschland heute ist.) Zur Ursache des Wachstumszwangs: Die "Experten" meinen, dass ein Wachstum von "jährlich an die 3%" ausreichen würde. Woher aber kommt genau dieses "jährlich 3%"? Ist das eine Naturkonstante? Nein, in der Wirtschaft gibt es genau eine andere Sache, die (seit Jahrtausenden schon) auch "jährlich um die 3%" liegt, nämlich den langfristigen Realzins für Geldanlagen. In der Regel bietet sich nämlich das Geldkapital, das jemand überschüssig hat, nur für Unternehmungen an, die mindestens diesen Zins bringen. Die Besitzer von Geldüberschüssen geben das Geld sonst nicht frei. Daher sind alle Unternehmungen, die nicht in dieser Weise "rentabel" sind und den Zins von 3% erwirtschaften können, allgemein letztlich zum Scheitern verdammt, weil sie kein Kapital bekommen. Man kann das auch noch von einem anderen Standpunkt aus ausdrücken: In der Betriebswirtschaftslehre ist die wichtigste Formel: Gewinn = Umsatz minus Kosten. Wirtschaftswachstum heißt Steigerung des Umsatzes. Der Zwang zum exponentiellen (!) Wirtschaftswachstum, also zur exponentiellen Steigerung des Umsatzes, müsste bedeuten, dass die Kosten ebenso exponentiell wachsen - genau dann bleibt der letztendliche Gewinn, auf den es bei einer Unternehmung ankommt, konstant, und schrumpft nicht. Denn wäre dies nicht so, wäre es ja kein Zwang. Also ist die Frage: Was verursacht ständig exponentiell steigende Kosten? Wieder gelangt man zum selben Ergebnis wie oben: Es sind die Kapitalkosten, d.h. Zinszahlungen, die ständig und exponentiell steigen. Man braucht sich nur die Statistiken anzusehen: Der Zinssatz liegt schon einige Zeit über der Wachstumsrate der Wirtschaft - deswegen gehen viele Unternehmen pleite und die Einkommen aus Arbeit schrumpfen verglichen mit den Einkommen aus Kap! ital, was entweder zu Arbeitslosigkeit führt oder zu Lohnkürzungen.

Christoph Freydorf, Bamberg

Thema Wirtschaftswachstum: Durch Zinseszinsen schneiden sich Geldbesitzer ein exponentiell immer größeres Sückchen aus dem gemeinsam ERARBEITETEN Sozialprodukt-Kuchen. Wenn sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber nicht jedes Jahr mit kleineren Stücken begnügen wollen, müssen sie auf Teufel komm raus jedes Jahr einen größeren Kuchen backen. Dummerweise gibt es aber kein unendliches Wachstum.

Christian Selig, Würzburg

Eine Wirtschaft muss eigentlich gar nicht wachsen. Wenn die gegenwärtigen Güter und Dienstleistungen in Deutschland gleich verteilt wären, würde jeder in Saus und Braus leben, ohne dass irgendetwas wachsen müsste. Das Problem sind Schulden, Ursache sind Zinsen, Zinseszinsen und so weiter. Wer einmal halbwegs reich ist, wird nur noch durch Dummheit arm. Wer einmal arm ist, kommt aus der Schuldenspirale kaum noch raus. Unser Geld ist leider kein Tauschmittel, es hat immer einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Waren, die dazugehören, und wächst perverserweise auch noch über die Zeit hinweg. Würde Geld an Wert verlieren, wäre der Warenumschlag höher, jeder hätte mehr vom Kuchen und wir bräuchten kein Wachstum, der sowieso inzwischen nur für die Reichen taugt -- in Österreich gibt's Wachstum ohne neue Arbeitsplätze. Volkswirtschaftslehre ist toll. Es taugt für Erklärungen im Nachhinein, aber nicht für Voraussagen.

Dr. Zins

wegen mir.

Ronald Kurtz, 14778 Jeserig

Warum muss eine Wirtschaft immer wachsen? Die Ansprüche an das BIP, dessen Aufteilung auf die Wirtschaftsteilnehmer immer recht anschaulich mit einer Wirtschaftstorte dargestellbar ist, ändert sich ständig. Investitionen die Unternehmen für ihre Wirtschaftsfähigkeit benötigen müssen verzinst den Kapitalgebern zurückgezahlt werden, sonst würde niemand sein Geld für diese Investitionen zur Verfügung stellen. Zinsen jedoch stellen ein leistungsloses Einkommen dar, was für den Bezieher sicherlich von Vorteil ist. Jedoch muss das Unternehmen mit seinen Mitarbeitern dafür eine einkommenslose Leistung erbringen. Werden die Zinsen vom Zinsbezieher nicht vollständig verkonsummiert sondern reinvestiert steigen die Zinsströme immer stärker durch den Zinseszinseffekt an. Das Geld dient nun aber gerade als Verteilungsschlüssel an das BIP. Wenn also bei konstanter Wirtschaftsgröße die Ansprüche der vermögenden Einwohner an das BIP immer mehr steigen müssen die Ansprüche derjenigen , die die Zinslasten zu tragen haben auch ständig absinken. Da nun Menschen nicht mit immer Weniger auskommen können oder wollen ist es naheliegend die Wirtschaft immer wachsen zu lassen. Jetzt wird die Wirtschaftstorte insgesamt immer größer, der Anspruch der arbeitenen Bevölkerung am BIP wird nun aber auch nicht kleiner. Bei sehr hohen Wachstumszahlen können die Anprüche sogar auch steigen. Bleibt nur wieder die Frage: Kann eine Wirtschaft, wie die Zinsströme überhaupt dauerhaft exponetiell wachsen? Und ist es ökologisch sinnvoll?

Sven Rechenberger, Leipzig

Die Wirtschaft ist auf stetiges Wachstum angewiesen, da die progressive Vermehrung der giralen Geldmenge bedingt durch Zins und Zinseszins ein in gleichem Maße steigendes Bruttoinlandsprodukt erfordert, wenn die Inflationsrate konstant bleiben soll.

Bernhard Neumann

Ganz einfach, wegen der Zinsen!

Ellen Fulda

Wo steht das sie dies muss? Alles ist ein Auf und Ab, und letztendlich ein Kreislauf...ALLES bricht irgendwann zusammen und fängt wieder von vorne an :o)

Detlef, Frankfurt

Viele wirtschaftliche Aktivitäten müssen über Kredite vorfinanziert werden, denn bevor ein Produkt verkauft werden kann müssen Entwicklung, Fertigung und Werbung erst mal finanziert werden. Das benötigte Kapital verleiht jemand, der Geld für einen gewissen Zeitraum über hat - vermittelt durch eine Bank. Damit er dieses auch der Bank überlässt, bietet man einen Zins als Anreiz und je länger der Zeitraum und höher der angelegte Betrag, desto höher in der Regel auch der Zinssatz. Da man sein Geld möglichst langfristig und fest vereinbart für Kredite zur Verfügung stellen sollte und nicht etwa auf dem Girokonto oder gar im Tresor aufbewahrt und auch nicht ins Ausland transferieren soll, gibt es immer einen positiven Zinsanreiz, also niemals einen gegen Null oder gar von minus Prozent. Die Banken stehen außerdem untereinander in Konkurrenz und versuchen sich im Zinsangebot zu überbieten. In der Regel liegt der Kapitalmarktzins für langfristige Anlagen auch über! der Inflationsrate. Wenn eine Zinsgutschrift nicht getilgt wird, kann man darauf eine weitere Gutschrift bekommen, dass nennt man Zinseszins. Man kann so sein Geld einfach durch verleihen "vermehren". Beispielsweise verdoppelt sich ein Betrag bei fünf Prozent Verzinsung nach etwa 14 Jahren .Dieses Geld muss aber durch reale Werte gedeckt sein, denn Geld ist nur das wert, was man dafür kaufen kann. So muss immer mehr produziert werden damit das Geld seinen Wert behält und die Zinsgutschriften erwirtschaftet werden.

Sahra, Coburg

die Wirtschaft muß immer wachse, da die Zinsen immer ein Stück vom Kuchen abhaben wollen ohne einen Finger zu rühren, im Schlaf eben, und die dafür arbeiten ansonsten immere weniger bekommen. sehr zu emmpfehlen www.killerzins.de hier steht es noch mal ganz genau

StefaNo Stuttgart

Um etwas zum Verteilen zu haben und die "Ruhig zu stellen" die ungleich und ungerecht nicht repräsentativ an Kapital-,Grund- und Bodenbesitz teilhaben.

Christian Spin, Haltern am See

Eine Wirtschaft muss immer wachsen, weil auf Grund des geltenden Geldsystems und dem durch Zins und Zinseszins verursachten Verschuldungszwang nur ein Wirtschaftswachstum dazu führt, dass in dem System die Kapitaldienste fortdauernd bedient werden können. Ein Wirtschaftswachstum sollte grösser sein, als die tatsächliche Zinslast der Volkswirtschaft, um ein gewisses Mass an Wohlstand zu erzeugen. da dies unmöglich ist, muss zwangsläufig etwa alle 2 Generationen ein solches System durch Staatsbankrott zusammenbrechen.

Thomas Laspas, Metzingen

Es gibt viele Gruende warum eine Wirtschaft immer wachsen muss. Ein Grund dafuer waere, um die staendig steigende Staatsverschuldung (durch die Zinsen) zu kontrollieren. Denn nur bei einer wachsenden Wirtschaft kann man die Staatsverschuldung reduzieren (bei gleichbleibendem Wohlstand). Ein anderer Grund fuer staendig wachsende Wirtschaft waere, um die Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Denn durch die Technologiespruenge der Menschheit steigt die Produktivitaet der einzelnen Staaten unweigerlich Jahr fuer Jahr an. Also muss die Wachstumsrate hoeher liegen als die Produktivitaetssteigerung um bei gleich bleibenden Erwerbstaetigenzahlen die Arbeitslosenzahlen zu reduzieren.

Peter Wucherpfennig, Raffhausen

Damit die Zinsen immer bezahlt werden können!

Samuel S. Beecks, London

Ein Wirtschaft muss imer weiter wachsen, weil es sonst wegen des durch den technischen Fortschritt bedingten Produktivitätsgewinn eine immer weiter ansteigende Arbeitslosigkeit geben würde. Andererseits katalysiert natürlich auch der Produktivitätszuwachs das Wirtschaftswachstum.

Egon W. Kreutzer, Kühbach-Unterbernbach

Die Wirtschaft muss nicht wachsen. Es wäre durchaus möglich - ohne Abstriche beim Lebensstandard hinnehmen zu müssen - bei einem hohen Bruttoinlandsprodukt stehen zu bleiben. Es wäre sogar möglich, die Wirtschaftsleistung sinken zu lassen, also vielen völlig überflüssigen Schrott einfach nicht mehr zu produzieren und stattdessen die Arbeitszeiten zu verkürzen und damit die Lebensqualität zu verbessern. Der Wachstumszwang kommt vom Geld. Geld soll Zinsen tragen. Wo aber kommen die Zinsen her? Geld wächst nicht auf Bäumen! Im Gesamtrahmen einer Volkswirtschaft können Zinsen daher nur gezahlt werden, wenn dafür zusätzliche, neue Schulden gemacht werden. Neue Kredite gibt es aber nur, wenn die Banken ein lohnendes Investment erkennen können. Wenn man sich mit einer vorhandenen Wirtschaftsleistung begnügt, ist kein Platz mehr auf dem Markt für ein lohnendes Investment. Die Wirtschaft muss also wachsen, weil sonst die ständig steigenden Belastungen aus Zins und Zinseszins nicht erwirtschaftet werden können. Die Ansprüche des Kapitals auf leistungsfreie Einkommen aus Zins uns Zinseszins können auf dem Papier unbegrenzt wachsen. Die reale Wirtschaft einer endlichen Welt kann es nicht. Das ist das Problem. Mehr dazu auf meiner Homepage unter http://home.knuut.de/EWKberater/Geld/Sammlung%20Geld.html

B.J. Mayer, Stuttgart

Die Wirtschaft kann nicht immer wachsen, besonders nicht linear oder progressiv, wie es sich immer die Bänker wünschen. Jedes Wachstum bekommt irgendwann eine Stagnation, den es wir ein Gleichgewicht erreicht, wie in der Natur, zwischen Pflanzen und Pflanzenfresser, zwischen denen und Raubtieren. Wie weit kann man wachsen? Bis man an die Grenzen kommt und die sind in Europa und in den VS erreicht. Wir können uns nicht mehr den „Verschnitt des Wachstums“ nicht mehr leisten, müssen mit den Ressourcen gut haushalten, den alles(!) ist begrenzt, auch wenn wir es als Individuen nicht überblicken können. Anderer Seitz, darf man nicht alles versuchen nur ökonomisch zu erklären, den Produktivität, Wachstum und Profit sind nicht die Motoren einer Gesellschaft, sondern es sind Moral (aber keine falsche, wie sie die Kirche predigt!), Solidarität, Hilfsbereitschaft und Bildung. Nur hier ist ein Wachstum für alle Zeiten möglich, denn wir werden nie alles wissen und in schweren Zeiten, wird jeder Mensch über sich hinauswachsen.

Peter Lange, Münster

Die Wirtschaft muss natürlich gar nicht wachsen. Da aber unsere ganzen Sozialsysteme von der Besteuerung der Erwerbsarbeit abhängen und ein Wachsen der Wirtschaft eine Zunahme der Erwerbsarbeit bedeutet, sind wir zur Sicherung unseres Wohlstandes auf Wirtschaftswachstum angewiesen. Sieht man es von einen anderen Standpunkt, so lässt sich sagen, dass fast 90% der Produkte, die die Wirtschaft herstellt, bestenfalls nutzlos, schlimmstenfalls gesundheitsgefährdend oder gefährlich sind, mithin eine Schrumpfung der Wirtschaft sinnvoll wäre. Als Beispiel lässt sich die Pharmaindustrie anführen. Es sichert zwar Arbeitsplätze,wenn die Pharmaindustrie wächst. Aber was kann schon so toll daran sein, wenn die Menschen immer mehr Medikamente brauchen, also immer kränker werden.

Hartmann, Uwe Radebeul

Weil das Geldsysthem bedingt durch die Zinszahlung an Superreiche, immer mehr Geld dem Wirtschaftskreislauf entzieht. Ein Nettozinsertrag für Normalverdiener ergibt sich erst ab einer Anlagesumme von ca. 200.000 €. Um also den Zins für die wenigen Geld hortenden Personen und Institute erarbeiten zu können, müssen die (Zinssklaven) ständiges Wachstum generieren.

Steffen, Dresden

Die Wirtschaft muss in einem kapitalistischen System wachsen um die Kapitalzinsen zu bedienen. Bei gleichbleibender Wirtschaft wachsen die Zinsen und Zinseszinsen trotzdem weiter. Die Folge waere ein Sinken der Arbeitseinkommen. Unser System befindet sich hier auf dem Holzweg, da nichts ewig wachsen kann, schon garnicht exponentiell ist der Crash unvermeidbar.

Klaus , Hamburg

Weil sonnst die armen Manager sich ihre Millionengehälter nicht mehr zahlen könnten und die noch viel ärmeren Firmenbesitzer ihre Konten nicht mehr füllen könnten und die noch viel viel ärmeren Staaten keine Steuergelder mehr verprassen könnten.

Gabriela, Hannover

Weil das weltweite Geldsystem mit Zinsen funktioniert. So würden die Investionsgelder für die Industrie, nur als stilles Geld auf ein Konto hocken und still durch die Zinsen wachsen - ohne Risiko. Deswegen gibt es den Zwang zum Wirtschaftswachstum.

Harry, Erde

Um die Zinserträge der Investoren zu sichern

Stephan Weingessl, Karlsruhe

Die Wirtschaft muss wachsen, weil jeder Schuldner Zinsen zahlen muss. Das gilt für den Staat, wie für jede andere Person. Das Geld, das für den Zins gezahlt werden muss, muss verdient werden. Es entsteht nicht aus dem "Nichts", sondern durch Wachstum. Der Unternehmer zahlt die neue Maschine aus dem Umsatzwachstum/Gewinnwachstum, das er mit ihr erreichen kann. Der Privatmann zahlt die Zinsen für den Dispo aus dem Lohnzuwachs für die Überstunden, und dem Staat fließen höhere Einnahmen aus den Anwachsen des Steueraufkommens zu. Gäbe es kein Wirtschaftswachstum, könnte der Unternehmer die Produkte seiner neuen Maschine nicht absetzen, der Arbeiter könnte keine Überstunden schieben, die Bank würde auf faulen Krediten sitzen, und letztlich würde der Staat handlungsunfähig, da er schon jetzt so hoch verschuldet ist, dass ein Steuerausfall das ganze System ins wanken bringen würde. (Schon heute können wir nicht mal mehr die Zinsen zahlen) Sobald Schulden im Spiel sind, bewirkt ausbleibendes Wachstum nicht Stillstand, sondern Rückschritt. Und weil keiner in vergangene düstere Zeiten, in denen es uns nicht so gutging, in der wir nicht so sorgenfrei leben konnten, .... zurückfallen will, müssen wir wachsen. So einfach ist das.

Marcus Kuffrath

Damit die Bedienung der ständig wachsenden Zinsenlast, und vor allem die der Zinserträge der Geldanleger möglich bleibt. Geht allerdings nicht ins Uferlose...irgendwann folgt immer der Zusammenbruch! Schon oft geschehen in der Gesachichte. Von da ab gehts von neuem los mit dem Wachstum...

Tietze, Hamburg

Eine Wirtschatf muß immer wachsen, damit die Zinsen bedient werden können, zu deren Zweck Investitionen getätigt werden. Mit anderen Worten: Das arbeitende Volk muß für ausreichende Verzinsung großer, leistungsloser Einkommen sorgen. Da Zins exponenziell zu wachsen pflegt (Zinseszins!), muß eine Wirtschaft auch exponenziell wachsen, also jedes Jahr mit einem festen Prozentsatz. Wächst die Wirtschaft nicht mehr, geraten die Zinsen -also die Margen- der fetten Guthaben unter Druck. Um diese Margen zu retten, werden dann "Reformen" geboren, damit der arbeitende Michel ein bisschen von seinem kleinen Einkommen abgibt, um den Margenverfall der fetten Katzen zu stoppen. Schließlich haben auch Millionäre und Milliardäre ihre Zahlungsverpflichtungen (Privatjets, Yachten, Landgüter, Parties) und wo kämen wir hin, wenn diese Leute diese nicht mehr bedienen könnten. Deswegen muß die Wirtschaft immer wachsen.

dr dieter fuchs

Wirtschaftskrise und Geldsystem Symptome Wirtschaftswachstum und Gesamtverschuldung Immer deutlicher wird, dass die meisten gesellschaftlichen Probleme finanzielle bzw. wirtschaftliche Ursachen haben. So wird tagtäglich in den Medien berichtet, dass der Sozialstaat nicht mehr finanzierbar, die Renten unsicher, die Gesundheitskassen reformiert werden müssen und auch Arbeit nicht mehr bezahlbar sei. Gleichzeitig versucht man dagegen anzugehen indem Bundesländer z.B. Personalausgaben verringern, Städte und Gemeinden öffentliche Einrichtungen schließen und Nürnberg beim Arbeitslosengeld kürzt. Zusätzlich verkaufen Bund, Länder und Gemeinden auch das Eigentum der Allgemeinheit welches durch Steuern einmal von den Bürgern erworben wurde, insbesondere Kitas, Post, Bahn, Beteiligungen und vor allem Immobilien. Doch scheinbar lassen sich damit nur kurzfristig einige Haushaltslöcher stopfen, weshalb auch weiterhin immer höhere Schulden aufgenommen werden. Die Staatsverschuldung wächst dieser Tage auf rund 1300 Mrd. € um über 2000 € pro Sekunde! (1) Allein die Zinszahlungen für alte Schulden machen bereits einen Anteil von über fünfzehn Prozent des gesamten Bundeshaushaltes aus. (2) Die Verschuldung nimmt immer größere Ausmaße an und ist nicht mehr zu stoppen. Doch was sind die Ursachen? Allgemein wird immer wieder darauf verwiesen, dass die Hauptursache eine zu schwache Konjunktur und Wirtschaftsleistung sei. Dabei gilt es zu bedenken, dass das Bruttosozialprodukt (nominal) von 1960 bis 2001. auf ca. das dreizehnfache von 155 auf 2071 Mrd. Euro gesteigert wurde. Gleichzeitig wuchs jedoch die Gesamtverschuldung der BRD (öffentliche und private Haushalte plus Unternehmen) um das einundvierzigfache von 154 auf 6326 Mrd. Euro! Die Verschuldung wuchs also etwa drei mal so stark als die Wirtschaftsleistung! (3) Trotz übervoller Regale in den Konsumtempeln, riesiger Autoschlangen auf den Straßen und deutlicher Verbesserung des materiellen Lebensstandards der Menschen sind wir alle zusammengenommen ärmer als die Bürger um 1960. Soll die Wirtschaftsleistung noch einmal um das dreizehnfache gesteigert werden? Dabei ist zu beachten, dass ein Wachstum um zwei Prozent in realen Mengen ein Wachstum von zehn Prozent der 50er Jahre entsprechen würde. Drei Prozent reales Wirtschaftswachstum würde in 48 Jahren eine Vervierfachung und in 72 Jahren eine dreizehnfache Erhöhung unseres heutigen Produktions- und Verbrauchsvolumens bedeuten! Allein durch eine Begrenzung der Rohstoffressourcen auf der Erde wäre dieses ein Ding der Unmöglichkeit. Außerdem gilt es zu bedenken, dass auch die dafür notwendigen Investitionen sich mindestens verdoppeln bis verdreifachen müssten. Wer soll derartige Summen investieren? Wer soll das alles erarbeiten? Wer soll die vielen Waren konsumieren? Staatsverschuldung und Arbeitsmarkt Der Sozialstaat, der nach dem Kriege unter Schutt und Asche eingeführt wurde, soll, nachdem nun die Wirtschaftsleistung dreizehnfach gesteigert wurde, nicht mehr finanzierbar sein. Wie passt das zusammen? Sind wir alle zu anspruchsvoll, zu satt und faul geworden? Hätten wir uns noch mehr anstrengen müssen? Waren wir zu langsam, zu träge und zu wenig innovativ? Oder ist es nicht so, dass die meisten Menschen längst unter ständiger Arbeitshetze, Stress und Überforderung leiden? Ist es nicht schon soweit, dass sogar viel zuwenig Zeit für die Familie, für Kinder und Freunde bleibt? Und könnte es auch sein, dass immer mehr Menschen am Rande der Gesellschaft landen, weil diese mit einem ständig wachsenden Leistungsdruck einfach nicht mithalten können? Ist die Wirtschaft eigentlich für die Menschen da oder umgekehrt? Die Sozialkosten sind zu hoch wird überall beklagt und ein neuer Aufschwung soll die Arbeitslosigkeit bekämpfen. Blicken wir jedoch die letzten Jahrzehnte zurück, dann ist beim ständigen wachsen der Wirtschaftsleistung auch die Arbeitslosigkeit seit 1960 um das sechsfache von etwa 1,7 auf über 10 Prozent angestiegen (4). Gleichzeitig wurde vom Staat fortwährende Arbeitsmarktförderung betrieben und mit Konjunkturprogrammen und Subventionen immer wieder eine abschwächende Konjunktur belebt. Der Staat hatte also nicht nur für die Folgen der Arbeitslosigkeit aufzukommen, sondern versuchte auch mit Konjunkturprogrammen eine Abnahme der Wirtschaftsleistung im Vorfeld zu verhindern. Dennoch wuchs die Arbeitslosigkeit ständig weiter an. Deshalb kann man die hohen Arbeitslosenzahlen mit den herkömmlichen Mitteln nicht dauerhaft senken - haben diese Instrumente schon in der Vergangenheit ungenügend gegriffen! Weiterhin gilt es zu bedenken, dass ja gerade neue Technologien - auf die heutzutage immer wieder als Lösungsmöglichkeiten verwiesen werden - in der Summe mehr Arbeitsplätze vernichtet als neue geschaffen haben. Und außerdem könnte man sich fragen, was eine ständige Steigerung der Produktivität überhaupt für einen Sinn macht, wenn diese nicht zur Verkürzung der Arbeitszeit beitragen würde. So fände jeder mehr Zeit für eigene Interessen, zwischenmenschliche Beziehungen und auch Erholung, was sich positiv auf das gesellschaftliche Klima auswirken würde. Der Staat als Systemstabilisator Um einer Wirtschaftskrise vorzubeugen, hat der Staat in konjunkturell schlechteren Zeiten versucht, mit hohen Investitionen die Konjunktur am Laufen zu halten und für Wachstum zu sorgen. Dazu wurde der Staat im „Gesetz zur Förderung des Wachstums und der Stabilität der Wirtschaft“ von 1967 sogar gesetzlich verpflichtet. Deshalb hat er auch so oft kapitalintensive Großprojekte, wie z.B. Ausbau von Flüssen, Straßenbau, Raumfahrt, Atomenergie oder Rüstung gefördert. Mit großen Investitionen lassen sich große Wachstumsschübe erzeugen und eben auch große Gewinne erzielen. Durch Steuermittel gefördert, fließen diese noch besonders reich. So ließen sich zwar Investoren finden, während jedoch die Allgemeinheit einen Großteil der Kosten zu tragen hatte. Dadurch - und natürlich auch aus anderen Gründen - hat sich der Staat mit der Zeit immer mehr verschuldet. Auch eine Kompensation mittels Steuererhöhungen hat die Problematik am Arbeitsmarkt lediglich zeitlich verschoben und verstärkt. Mit der Zeit wird der Staat immer handlungsunfähiger, da die Schulden durch Zinsen und Zinseszinsen expotentiell eskalieren. Es wird allgemein weniger investiert und damit immer mehr Kapital zum Spekulationsobjekt. Deflation naht. Eskalierende Schulden, Aktien-, Boden- und Immobilienspekulationen waren in der Vergangenheit häufig die Vorläufer eines Systemcrashs. Verschuldung der Unternehmen In der Diskussion um eine zu hohe Verschuldung wird meistens der Staat als Übeltäter gebrandmarkt. Aber nicht nur der Staat hat sich verschuldet, auch Unternehmen stehen mit insgesamt über 3.300 Mrd. Euro in der Kreide. Die Beträge für Investitionen welche Selbstständige aufbringen müssen um im rauen Wettbewerb überhaupt mithalten zu können, haben sich immer weiter erhöht. Besonders neue Technologien und Mieten für Geschäftsräume, Lagerräume oder Produktionsstätten fallen hoch ins Kalkül. Durch die moderne Technik sind viele Selbständige zur ständigen Aktualisierung und Modernisierung gezwungen, möchten sie konkurrenzfähig bleiben. Diese Kosten werden von den Unternehmen in die Kalkulation einberechnet und landen in den Preisen schließlich beim Endverbraucher. Immer weiter steigende Investitionskosten können jedoch immer weniger in Gewinne gewandelt werden. Unternehmensinsolvenzen erreichen dieser Tage neue Rekordstände. Die Unternehmen, welche also im hohen Maße an der dreizehnfachen Steigerung des BSP mitgewirkt haben, sind leistungsfähig wie nie in der Geschichte und trotzdem ärmer als die Kirchenmaus! Noch nie wurde so schnell und produktiv gearbeitet wie dieser Tage in Deutschland und dennoch reicht es einfach nicht aus. Wie passt das zusammen? Verschuldung der Privathaushalte Bleiben noch die Privathaushalte, welche sich ebenfalls durch geschickte Werbung für Konsumgüter und Immobilien mit über 1500 Mrd. Euro verschuldet haben. So gab es in den letzten Jahrzehnten eine systematische Umerziehung der Bürger vom hortenden zum verbrauchenden Charakter. War es den Menschen früher wichtig Dinge zu bewahren, möglichst lange zu gebrauchen und aufzuheben, so geht es heutzutage vor allem darum, immer wieder etwas neues zu konsumieren um es danach - selbst wenn es noch gebrauchfähig ist - durch etwas anderes zu ersetzen. Entsprechend kurzlebig und auch oft minderwertig sind die Produkte. Oftmals wird Konsum zur Kompensation psychischer und zwischenmenschlicher Probleme als Suchtmittel benutzt. Außerdem gibt es einen Zusammenhang zwischen umfriedigender Arbeits- und Alltagswelt und übertriebenem Konsumverhalten. Wenn die Wirtschaft ständig wachsen soll, dann muss auch der Umsatz an Konsumgütern immer weiter wachsen. Heutzutage ist bereits jeder vierte Haushalt der Bundesrepublik überschuldet. Dabei gilt es zu bedenken, dass diese Schulden überwiegend für eine zusätzliche Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen aufgenommen wurden und daher vom Handel und der Industrie erwünscht sind. Kredite werden dementsprechend beworben und angeboten. Doch wo ist das Geld? Ergibt sich die Frage, wohin das ganze Geld geflossen ist, wenn sich öffentliche Haushalte, Konsumenten und auch die Wirtschaft so hoch verschuldet haben? Wo sich Schulden stapeln, da müssten sich auf der anderen Seite auch Guthaben bilden. Ohne Guthaben kein Kredit, ohne Kreditrate keine Zinsgutschrift und ohne Schuldner kein Gläubiger. Im Spiegel-Online vom 11.Juni 2003 (5) erschien ein Artikel mit der Überschrift „Trotz Krise immer mehr Millionäre“. In diesem Artikel heißt es u.a. „Weltweit können sich 7,3 Millionen Personen - 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr - zum Kreis der Dollar-Millionäre zählen. Laut "Wealth Report" ist aber nicht nur die Zahl der Reichen, sondern auch ihr Kapital gestiegen. Weltweit nahm es trotz Börsenflaute um 3,6 Prozent auf 27,2 Billionen Dollar zu.“ Und weiter heißt es. „Geholfen hat den Vermögenden nach Angabe der Studie, dass sie mehrheitlich konservative Anlagestrategien zur Mehrung ihres Besitzes genutzt haben. In den Portfolios der Reichen und Superreichen dominieren laut Merrill Lynch und Cap Gemini festverzinsliche Wertpapiere und risikoarme Anlagen.“ Der Titel des Berichtes besagt also, dass es trotz einer Wirtschaftskrise immer mehr Millionäre gibt und außerdem auch das Kapital gestiegen ist. Man kann also in Zeiten schwindender Wirtschaftsleistung und wachsender Schulden sein Vermögen mit festverzinslichen Wertpapieren und risikoarmen Anlagen kräftig steigern. Noch im Juli 2003 bietet eine bekannte Deutsche Direktbank als Tagesgeld 2,5 Prozent Zinsen ab dem ersten Euro an. Und das, obwohl das BSP nach optimistischen Schätzungen in diesem Jahr nur um 0,75 Prozent steigen soll. Das ist immerhin drei mal so hoch! Wie viel Zins bekommt man wohl für andere Größenordnungen als einen Euro? Überhaupt lag der Kapitalmarktzins seit 1960 im Durchschnitt meist über der Steigerungsrate des BSP! (6) Auch bewegte er sich ständig über der Inflationsrate, da ein Inflationsausgleich Bestandteil des Zinses ist. (7) Fragt sich nun, wie solch ein Finanzsystem überhaupt funktionieren kann? Gibt es möglicherweise einen Fehler im System? Das Geldsystem Die Funktion des Geldes Geld wird allgemein als Tauschmittel für Waren und Dienstleistungen angesehen. Außerdem hat es noch die Aufgabe als Hortungsmittel zu fungieren. Bei Wissen.de findet man unter dem Begriff Geld folgende Erklärung: "Geld Volkswirtschaft. Mit der Entwicklung des Tauschverkehrs entstandenes, vielgestaltiges Gut mit mannigfachen Aufgaben, das den zweiseitigen Akt des Naturaltausches in zwei einseitige Akte des Kaufs und des Verkaufs zerlegt und dadurch den Wirtschaftsverkehr der einzelnen Wirtschafter untereinander erleichtert" Probleme mit einem reibungslosen Funktionieren als Tauschmittel können entstehen, da Geld nicht nur als Tausch- sondern auch als Hortungsmittel verwendet werden, aber beide Funktionen niemals gleichzeitig ausfüllen kann. Wenn jemand Geld aufbewahrt, kann es nicht als Tauschmittel genutzt werden und wenn man damit Geschäfte tätigt kann es nicht gleichzeitig als Wertaufbewahrungsmittel fungieren. Weitere Probleme können entstehen, da Geld einen entscheidenden Vorteil gegenüber Arbeit besitzt. Arbeit unterliegt einem Angebotszwang. Das bedeutet, dass jemand der Waren oder Dienstleistungen anbietet darauf angewiesen ist, dass diese auch nachgefragt werden, da sonst die Waren veraltern, Lebensmittel verderben, Lagerhaltung kostet Geld, Produkte verlieren an Aktualität usw. Ja, und außerdem muss er von den Einnahmen seinen Lebensunterhalt bestreiten und sein Geschäft unterhalten. Geld jedoch unterliegt keinem Angebotszwang. Wer mehr Geld besitzt als er für die Befriedigung seiner Bedürfnisse verwendet, kann dieses horten. Er ist nicht gezwungen dieses in Umlauf zu bringen. Würden viele Menschen dieses zu Hause lagern, gebe es irgendwann einen Geldmangel. Es könnten weniger Geschäfte getätigt, Kredite vergeben werden usw. Damit der Geldbesitzer das Geld jedoch in den Wirtschaftskreislauf frei gibt, bietet man ihm sozusagen ein Lockmittel in Form eines Zinses an. Er kann sein Geld zur Bank bringen und bekommt dafür einen Zins. Er bekommt diese Zinsgutschrift vor allem deshalb, weil er das Geldangebot verknappen könnte! Da Geld eigentlich ein öffentliches Mittel ist, welches von jedermann als Tauschmittel verwendet werden soll, aber auch gleichzeitig als Privateigentum aus dem Kreislauf herausgezogen werden kann, ergibt sich die Problematik eines stagnierenden Geldflusses. Diese Stagnation wirkt sich jedoch negativ auf die Geschäftstätigkeit aus, wie wir dieser Tage überall beobachten können. Zins, Zinseszins und die expotentielle Wirkung Nun ist es ja so, dass dieses Geld - welches der Geldverleiher als Zins bekommt - von jemanden erwirtschaftet werden muss. Ohne Schuld kein Guthaben und umgekehrt. Es muss also jemanden geben, der einen Kredit aufnimmt, mindestens in Höhe der Zinsgutschrift plus der Bankmarge, denn die Bank will auch etwas daran verdienen und trägt das Risiko bei der Kreditvermittlung. Zusätzlich kommt noch eine Knappheitsgröße hinzu, damit das Kapital nicht abgezogen wird. Wenn nun aus konjunkturellen Gründen, weil Märkte irgendwann ganz normale Sättigungserscheinungen zeigen zu wenig Geschäftsleute, Unternehmer und Konsumenten Kredite nachfragen, jedoch die Zinsgutschriften von langfristigen Anlagen bei den Geldverleihern als vereinbarte Größe feststehen, kommt es zu einem Ungleichgewicht. Verschärft wird dieses noch, wenn die einmal erhaltenen Zinsen langfristig auf dem Guthabenkonto stehen bleiben und sich so durch den Zinseszinseffekt expotentiell (siehe 8a) entwickeln. Die expotentielle Entwicklung von Guthaben durch den Zinseszins möchte ich an einem theoretischen Beispiel erläutern. Wenn Sie einen angenommenen Betrag von 100 Euro zu einem Zinssatz von 50 Prozent pro Jahr anlegen würden, bekämen Sie nach einem Jahr auf diesem Konto 50 Euro gutgeschrieben. Zusammengenommen würde dies einen Betrag von 150 Euro ergeben. Wenn Sie diese 150 Euro ein weiteres Jahr auf dem Konto belassen würden, ergäbe sich ein Zins auf dem Zins des Vorjahres, also ein Zinseszins. 150 Euro zu 50 Prozent Zinsen für ein Jahr angelegt ergäben am Jahresende 225 Euro, also 150 plus die Hälfte 75 Euro. Es kämen also in diesem Jahr schon 75 Euro statt nur 50 Euro wie im Vorjahr dazu. Diese 225 Euro erneut ein Jahr zu 50 Prozent angelegt, ergäben dann schon einen Betrag 337,50 Euro am Jahresende. Dies wäre dann eine Steigerungsrate von 112,50 Euro, statt 75 oder 50 Euro aus den Vorjahren. Schon nach drei Jahren hätte sich der Ausgangsbetrag mehr als verdreifacht! Und nicht nur der Ausgangsbetrag steigt beim Zinseszins immer stärker (100, 150, 225 und 337,50 Euro), auch die Steigerungsraten werden immer höher (50, 75, 112,50) und eskalieren nach einiger Zeit - je nach Zinssatz - in astronomische Dimensionen. Allgemein bekannt sind expotentielle Steigerungen um 100 Prozent in der Zahlenreihe 1, 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128 usw. Weniger bekann ist dagegen, dass auch geringe Steigerungsraten zum gleichen Effekt führen müssen, nur eben zeitlich verzögert. In der Praxis verdoppelt sich ein Guthaben welches mit 3 Prozent verzinst angelegt wird in 24 Jahren, wenn dieses mit 6 Prozent verzinst wird bereits nach 12 Jahren und bei 12 Prozent hat es sich nach etwa 20 Jahren bereits verzehnfacht! Dieses Geld muss aber durch die Wirtschaft erbracht werden und dadurch kommt es zum Wachstumszwang! Es muss ein Gegenwert zum Geld erwirtschaftet werden, damit das Wirtschaftssystem funktionieren kann. Natürlich werden in konjunkturell schlechten Zeiten die Leitzinsen gesenkt. Jedoch kann der Zinsanreiz für die Geldverleiher nicht zu stark herabgesetzt werden, da diese sonst ihr Kapital abziehen. Dies tun sie heutzutage auch vermehrt, wie man auch an den Aktien-, Anleihen-, und Immobilienblasen erkennen kann. Das Kapital sucht sich immer die beste Möglichkeit zur Rendite und dieses über den ganzen Globus in Milliarden US-Dollar Höhe. Ein Arbeiter kann jedoch nicht immer gerade dort sein, wo ein noch rentablerer Arbeitsplatz entsteht. Das ist die Ursache für viele derzeitigen Probleme am Arbeitsmarkt. Oftmals fehlt es gar nicht an Arbeit, sondern am Geld diese zu finanzieren. Immer mehr wird vornehmlich in kapitalintensive Arbeit investiert, also Projekte welche einen hohen Profit abzuwerfen versprechen. Für normale Arbeit steht immer weniger Geld zur Verfügung, ganz zu schweigen von gemeinnütziger oder sozialer Arbeit. Ökologie, Bildung, Kultur, Familie und Kinder werden zum unfinanzierbaren Luxus. Es entwickelt sich eine Globalisierung der Märkte, die für das Kapital die nächste - und vielleicht letzte - Vermehrungsmöglichkeit, aber für die Volkswirtschaften den Ruin bedeuten. Verdient nicht fast jeder am Zins? „Lassen Sie Ihr Geld für sich arbeiten“ wird von den Banken für Geldanlagen geworben. Nun, ich habe bisher ausschließlich Menschen oder Maschinen (welche von Menschen erschaffen und bedient werden) arbeiten gesehen. In Wirklichkeit arbeitet also der Schuldner dafür, die Zinsen des Gläubigers zu erwirtschaften. Doch was ist, wenn man selbst gar keine Schulden und etwas Geld auf der Bank hat? So erhält man auch Zinsen und hat etwas davon. Dies ist leider eine Milchmädchenrechnung, denn niemand bekommt etwas umsonst und fast jeder verliert am Zins. Als Normalverbraucher zahlt man schon allein Zinsen, wenn man Waren und Dienstleistungen in Anspruch nimmt. Die Zinsen sind nämlich in den Preisen versteckt. Da Unternehmen und Dienstleister sämtliche Kosten in die Preise verlagern, sind natürlich auch Kreditkosten darin enthalten. So kann man eine Gesamtrechnung aufmachen: Wenn man die Gesamtverschuldung von Wirtschaft und Staat von etwa 4.600 Mrd. Euro mit einem angenommenen Zinssatz von 7 Prozent berechnet, erhält man einen Zinsanteil in den Preisen von 322 Mrd. Euro. Geteilt durch 35 Millionen Haushalte der Bundesrepublik ergäbe es einen Betrag von 9200 Euro, den jeder Haushalt im Schnitt pro Jahr an die Banken allein für Schulden zahlt, obwohl er selbst keinen Kredit aufgenommen haben muss. Weiter gerechnet, müsste bei einem Zinssatz von 3 Prozent jeder Haushalt ein Vermögen von über 300.000 Euro aufweisen, um aus dieser Rechnung als Zinsgewinner hervorzugehen. Sonst zahlt man in der Summe mehr Zinsen an andere, als man selbst einnimmt. Auch ist anzunehmen, dass jemand mit einem derartigen Guthaben überdies noch ein vielfaches an Besitz sein Eigen nennen wird. Man profitiert also nur ab einem angelegten Guthaben von über 300.000 Euro vom Zinssystem! Da dies ein Durchschnittswert ist, müsste - wenn man selbst nicht über diesen Betrag verfügen sollte - der nächste Bekannte, Verwandte oder Nachbar über die doppelte Summe verfügen. Und trifft dies auch nicht zu, müsste der nächste die dreifache Summe (natürlich immer abzüglich des tatsächlichen Betrages) haben. Der Fehlbetrag dazu landet bei einem angenommenen Haushalt X, denn irgendwo muss das Geld ja sein. Ein Beispiel: Sie haben eine Geldanlage von 30.000 Euro zu 3 Prozent Zinsen angelegt. Damit gehören Sie zu den Zinsverlierern, denn Ihnen fehlen 270.000 Euro um von den Zinsen in der Summe zu profitieren. Der Fehlbetrag muss aber irgendwo vorhanden sein, denn wir hatten ja die 300.000 Euro als Durchschnittswert berechnet. Diese Summe hat also ein imaginärer Haushalt X. Ihre Eltern haben schon etwas länger gespart und etwa 100.000 Euro auf der hohen Kante. Auch sie gehören zu den Zinsverlierern, denn ihnen fehlen 200.000 Euro. Der Fehlbetrag zu 300.000 Euro wird nun wieder zum Haushalt X zugerechnet und summiert sich schon auf 470.000 Euro. Ihr Chef hat etwas höhere Einkünfte und 270.000 Euro angelegt. So zählt er fast zu den Zinsgewinnern, dennoch fehlen schlappe 30.000 Euro. Damit werden dem imaginären Haushalt X 500.000 Euro zugeschrieben. Wahrscheinlich steigt der Betrag des imaginären Haushaltes X, je mehr Haushalte Ihrer Bekannten und Verwandten Sie in diese Rechnung einbeziehen. Ist es da ein Wunder, dass es immer mehr Millionäre in Deutschland gibt? Und wenn Sie noch die Steuern hinzu rechnen und bedenken, dass ausgerechnet die Haushalte mit größeren Guthaben die wenigsten Steuern einbezahlen, wird’s noch etwas herber mit der Verteilung von Lasten. Das ist leider noch nicht alles. Sie müssen noch bedenken, dass gerade diejenigen mit geringen Ersparnissen die Zinsen für die Vermögenden erarbeiten müssen. Wer soll es sonst tun? Oder glauben Sie, dass sich jemand mit einem Guthaben von über 300.000 Euro und vielfachem Besitz selbst die Finger schmutzig macht? Vielleicht denken Sie jetzt, das ist schon allerhand, nun kommt aber die Krönung. Da die großen Guthaben durch den Zinseszinseffekt stärker und schneller wachsen als kleinere Beträge, die Wirtschaftsleistung also der Gesamtkuchen zusätzlich kaum noch gesteigert werden und der Staat keine neuen Schulden aufnehmen kann, müssen zwangsläufig die geringen Guthaben zugunsten der großen beschnitten werden. Woher soll sonst das Geld kommen? Deshalb müssen Arbeitslöhne, Renten und staatliche Leistungen gekürzt und außerdem die Sparguthaben der kleinen Leute herangezogen werden. Und diese Umverteilung wird von den Politikern als sogenannte Reform zur Sicherung der Zukunft der Gesellschaft verkauft. Da die großen Guthaben immer stärker und schneller wachsen, ist das natürlich ein Fass ohne Boden und der „Reformbedarf“ wird immer größer. Entlastend spricht für die Politiker, dass diese in dem derzeitigen Finanzsystem gar keine andere Wahl haben. Oftmals fehlt es auch am Wissen um die Zusammenhänge und man verlässt sich blindlings auf Finanzexperten. Die kleinen Gutschriften auf den Konten am Ende jeden Jahres für den Normalbürger scheinen also ein Zuckerbrot zu sein und die Peitsche folgt mit ständigem Zwang zur Leistungssteigerung in der Arbeitswelt. In der Summe verlieren so die meisten - bis auf einige wenige - immer mehr am Zinssystem. Lösungsversuche mit fatalen Folgen Verteilungskämpfe „Es kann nur das verteilt werden, was erwirtschaftet wurde“ wird treffend argumentiert. Bei den ständig steigenden Zinseinkünften macht man jedoch von dieser Regel eine Ausnahme. Die Zinsen nehmen immer größere Teile der Staatseinnahmen und des Bruttosozialproduktes in Anspruch. Wenn jedoch im zu verteilenden Gesamtkuchen, ein Teil (die Kapitalerträge) immer stärker als der andere Teil (Erträge aus Arbeit) wächst, muss letzterer Teil immer mehr zugunsten des ersteren beschnitten werden. Kapitalerträge sind leistungslose Einkünfte, während die Menschen welche mit ihrer täglichen Arbeit große Leistungen vollbringen immer mehr, schneller und für immer weniger Lohn arbeiten sollen. Und auch die Sozialleistungen sollen beschnitten werden, da es angeblich weniger zu verteilen gäbe. In der derzeitigen Wirtschaftskrise produzieren die Bürger bei einem Wachstum um Null Prozent in Mengen genau so viel wie ein Jahr zuvor. Warum gibt es trotzdem immer weniger zu verteilen? Und warum soll die Wirtschaft überhaupt weiter wachsen, wenn schon jetzt Waren und Dienstleistungen im Werte von über 24.000 Euro pro Kopf (vom Säugling bis zum Rentner) im Jahr produziert werden?! (8) Ein Vierpersonenhaushalt hätte so fast 100.000 Euro minus Abgaben, also immerhin 50.000 Euro im Jahr zur Verfügung und könnte davon sicherlich gut leben. Doch wo ist das Geld oder haben Sie es etwa? Wenn immer größere Teile des Volksvermögens den Kapitaleinkünften zugerechnet werden, wird es klar. Leider wird dies von den meisten Parteien, Organisationen, Verbänden, den Arbeitgebern und Arbeitern nicht gesehen. Verteilungskämpfe nehmen in Krisenzeiten immer mehr zu und jeder versucht noch etwas vom immer weiter schwindenden kleinen Stück des Kuchens für sich zu sichern. Unternehmerverbände kämpfen gegen Gewerkschaften, Arbeitgeber gegen Arbeitnehmer, diese gemeinsam gegen Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger, Angestellte im öffentlichen Dienst und Beamte, politisch Linke Gruppierungen gegen Rechte, Konservative, Liberale oder die Banken, Wirtschaftsliberale gegen Ökologen, Soziale Organisationen gegen die Staatsmacht, Rentner gegen Junge, Familien gegen Singles usw. Gewohnte Feindbilder verschleiern die wirklichen Ursachen. Zusätzlich unterstützen die Medien eine Entsolidarisierung der Gesellschaft, indem vorgefertigte Meinungspole bedient werden, die die Menschen gegeneinander aufhetzen. Die Hauptursache der Finanzkrise, die immer weiter wachsenden Kapitaleinkünfte verschwinden jedoch immer mehr im Nebel. So zerfleischt man sich gegenseitig auf einem Nebenfeld im Verteilungskampf ohne jemals eine Lösung zu finden. Inflation und Deflation Wie kann man mit einer immer weiter zunehmenden Verschuldung umgehen? Man könnte als erstes versuchen die Einnahmenseite zu erhöhen. Unternehmen erhöhen die Preise, Arbeitnehmer kämpfen mit den Gewerkschaften für die Erhöhung ihrer Löhne, der Staat erhöht die Steuern und die Banken die Geldmenge. Diese inflationäre Entwicklung der Preise und Gehälter gab es schon in einem gewissen Ausmaß seit Jahrzehnten. Die Deutsche Mark von 1950 wäre heutzutage nur noch zwanzig Pfennige wert. Da man aus der Weltwirtschaftskrise der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts gelernt hat, versucht man mit allen Mitteln eine Hyperinflation, also eine schlagartige Entwertung des Geldes und damit der Schulden zu verhindern. Die Geldmenge kann heutzutage durch den Staat nicht ohne weiteres mittels Geldpresse erhöht werten. Dafür sorgt schon allein die Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank. Für die Einnahmenseite hat der Staat außer neue Schulden aufzunehmen noch Möglichkeiten Steuern, Gebühren und Abgaben zu erhöhen, wovon er auch kräftig gebrauch gemacht hat. Nun sind die Obergrenzen vollends erreicht und man versucht auf der Ausgabenseite gegenzusteuern. Man glaubt also das Problem mittels Kürzungen von Sozialausgaben und Arbeitslöhnen beheben zu können. Dabei gerät man in eine deflationäre Abwärtsspirale. Die Reduzierung der Einkommen bewirken eine Kaufzurückhaltung der Konsumenten, was die Unternehmen in Bedrängnis bringt. Diese müssen die Preise (z.B. mit Sonderangeboten, Aktionen und Rabatten) herabsetzen, weil sonst die Produkte zu wenig Absatz finden. Darauf schwinden die Unternehmensgewinne und es folgen Lohnkürzungen, Entlassungen oder Insolvenzen. Dies verstärkt die Kaufzurückhaltung der Bürger noch weiter - ein Teufelskreis. Die wirtschaftliche Not großer Teile der Bevölkerung ist - wie schon 1929 - bereits vorprogrammiert! Zwischen 1929 und 1933 purzelten die Verbraucherpreise in Deutschland um nicht weniger als 36 Prozent. Der Preisverfall trieb die Arbeitslosenzahlen in die Höhe und Hitler die Wähler zu. Dadurch kann neuer Nährboden für extreme politische Bestrebungen geschaffen werden. Die Menschen werden in der Not zum nächsten Strohhalm greifen und nach Lösungen verlangen. Vielleicht ist dies angesichts des immer noch vorhandenen Wohlsstandes undenkbar? Der Trend ist jedoch klar erkennbar, die Pole Reichtum und Armut nehmen immer größere Ausmaße an. Symptome in den USA und die wachsende Kriegsgefahr Bleibt dann noch die Vernichtung des riesigen Kapital- und Warenüberhanges durch einen globalen Krieg. Die Weichen werden dafür bereits gestellt. Das Haushaltsdefizit der USA dürfte nach offiziellen Prognosen bei 455 Milliarden Dollar liegen. (9) Das Wachstum der Amerikanischen Wirtschaft kann nur noch durch Ankurbeln der Rüstungsindustrie gewährleistet werden. (10) Ohne ein Wachsen der Wirtschaft, würden die USA in eine Deflation rutschen und damit die gesamte Welt in eine tiefe Wirtschaftskrise mitreißen. So kann man mit zusätzlicher Produktion das Nachfragepotential des Kapitals sichern. Kriege sind für das Kapital rentabel, da so einmal teuer produzierte Rüstungsgüter verbraucht und diese dann wieder neu produziert werden müssen. Gleichzeitig wird Infrastruktur vernichtet, welche dann wieder durch Investitionsvorhaben aufgebaut werden muss. Bei immer mehr gesättigten Konsummärkten ist es ein Weg für neue Investitionen. Dieser Automatismus ist verheerend! Ohne in einen Antiamerikanismus das Wort zu reden, zeigt es den Hintergrund der immer mehr zunehmenden Militäraktionen der USA. Zusammenfassung und Lösungsweg Mit dem Schuldensystem zum Kollaps Das System kann nur mit einer wachsenden Verschuldung funktionieren, da die Guthaben durch den Zins und Zinseszins automatisch wachsen. Das Grundproblem besteht vor allem in der Möglichkeit Kapital zurückhalten und dadurch einen Zins „erpressen“ zu können. Wenn ein Angebot knapp gehalten wird steigt der Preis. Der Realzins lag in den meisten Zeiten im Durchschnitt über der Steigerungsrate des Bruttosozialproduktes. Mit der expotentiellen Wirkung des Zinseszins entwickelt sich der Wachstumszwang der Wirtschaft, da das Kapital immer bedient werden muss, sonst zieht es sich vom Markt zurück, wird nicht mehr in Arbeit sondern in Sachwerte investiert oder dient als Spekulationsobjekt. Dieses kann jedoch für die Wirtschaft Rezession bedeuten. So haben sich die Guthaben bzw. Schulden in Deutschland seit 1960 einundvierzigfach gesteigert - es gibt immer mehr Millionäre im Lande. Gleichzeitig versuchte man mit der Wirtschaftleistung mitzuhalten, wobei der Staat gezwungen war in Konjunkturflauten als Motor einzuspringen. Das Bruttosozialprodukt wurde im gleichen Zeitraum um das dreizehnfache (nominal) gesteigert. Die Guthaben steigen expotentiell, was mit der Wirtschaftsleistung durch eine Begrenzung an Ressourcen und Zeit jedoch nicht möglich ist. Da der Realzins immer positiv ist, eskalieren die Guthaben und Schulden durch den Zinseszinseffekt nach einigen Jahrzehnten expotentiell. Der Kollaps ist bereits vorprogrammiert und das weltweit. Die wirkliche Gleichstellung des Geldes zu Waren und Dienstleistungen Um die fatalen Lösungsversuche der Geschichte nicht weiter wiederholen zu müssen, sollte das System so verändert werden, dass Geld ebenfalls mit einem Angebotszwang ausgestattet wird. Nur dann ist es Waren und Dienstleistungen ebenbürtig - ein echtes Tauchmittel und kein Machtmittel mehr. Das kann mit einer Rückhaltegebühr erreicht werden. Man soll also nicht mehr - wie derzeitig - für die Zurückhaltung von Geld durch einen Zins und für dessen Freigabe belohnt werden, sondern im Gegenteil, eine Zurückhaltung von Geld soll durch eine Gebühr geahndet werden. Dann gibt man es gern frei, bringt es zur Bank und wird mit einer Verzinsung um Null Prozent von dieser Gebühr befreit. Man kann also auch weiter Geld horten, nur vermehrt es sich nicht "von selbst" und gänzlich ohne Gegenleistung. Anders gesagt, muss niemand mehr für die Zinsen eines anderen arbeiten und das nur, weil dieser sein Geld zurück halten könnte. Ein Tauschmittel darf sich nicht automatisch vermehren können! Es darf nur mit der Wirtschaftskraft in Mengen und im Wert wachsen, jedoch niemals selbständig. Geld darf auch kein Spekulationsmittel sein und der Zins darf nicht als Einkommensquelle missbraucht werden können. Geld ist ein öffentliches Gut, ein Ambivalent zu Waren und Dienstleistungen, ein Tausch- oder Hortungsmittel, ein Vermittler von Werten, aber selbst kein Privateigentum. Es wird von der Zentralbank herausgegeben, die eine öffentliche Anstalt ist. Initiativen für ein gerechtes Geld Eine Lösung der Problematik könnte die Einführung eines im Umlauf gesicherten Geldes sein, wodurch der Zins nebensächlich wird. Dafür engagieren sich bereits viele Vereinigungen und Initiativen. Eine bedeutende ist die Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung e.V. (INWO). Diese wurde 1983 als Internationale Vereinigung für Natürliche Wirtschaftsordnung (ebenfalls INWO) gegründet. Sie umfasste vor allem den deutschsprachigen Raum, was sich bis heute kaum geändert hat. Gegründet wurde diese um einer möglichst breiten Öffentlichkeit Ideen zur Gestaltung eines gerechten und stabilen Geldsystems und einer gerechten und effizienten Bodenordnung zugänglich zu machen. Diese Ideen gehen in erster Linie auf den deutsch-argentinischen Kaufmann Silvio Gesell (1862 - 1930) zurück. Grundlegendes hat Helmut Creutz geleistet, indem er die Überlegungen Gesells anhand von Datenmaterial der Deutschen Bundesbank, des statistischen Bundesamts und ähnlicher Institutionen konkretisiert hat. Damit werden Entwicklungen in Deutschland, die Geldpolitik der EZB und auch globale Veränderungen erklärbar. Erste erfolgreiche Versuche mit Freigeld gab es - aus der Not geboren - kurz vor dem Zweiten Weltkrieg in einem Österreichischen Städtchen, welches als Wunder von Wörgl (11) in die Geschichte einging. In der Zeit des Freigeldes verschwanden Arbeitslosigkeit und Geldmangel binnen kürze. Leider wurde dieser Versuch durch den Staat mit Hinweis auf das Geldmonopol unterbunden. Problematik und Lösungsansätze müssen in der Öffentlichkeit breit diskutiert werden. Deshalb ist ein Wissen um die Hintergründe enorm wichtig. Dieser Artikel soll ein Beitrag dazu sein.

C. Bachmann, Berlin

Die Frage ist falsch formuliert. Es geht nicht um das warum, sondern ob eine Wirtschaft immer weiter wachsen muß. Diese Frage läßt sich mit einem einfachen Nein beantworten oder möchte jemand, das die Wirtschaft auch dann wachsen soll, wenn dieses nur mit mehr Menschenhandel möglich wäre?

Helmut Winkelmann Eggolsheim

eignetlich müßte sie nicht, aber... die Menschheit wächst, die Ansprüche wachsen (habe ich nie anders erlebt), wir sind alle so erzogen worden: "mehr ist gut", was zumindest früher wo es noch um's pure Essen ging zunächst auch stimmte, bei natürlichen Umschichtungsprozessen wird die Wachstumsseite als leuchtendes Beispiel wahrgenommen, die Schrumpfseite wird verdrängt, Man hat Angst vor Verdrängung usw. Summa Summarum: Würden sich alle darauf einigen die Menscheit so einzufrieren wie sie gerade ist, bräuchten wir kein Wachstum

Jakob Huhn, Paris

Wenn die "Wirtschaft" (sprich: Industrie, Handel, Dienstleitungen) nicht wächst, dann steigt auch die Kaufkraft (in der Volkswirtschaft) nicht. Der Mensch als Individuum und als Element einer Gesellschaft ist aber immer nach mehr Wohlstand bemüht. Diese Bemühungen lassen sich auch in einer Pyramide darstellen (Bedürfnispyramide nach Maslow). Als Grundbedürfnisse zählen dabei z.B. Essen, Trinken und Schlafen danach kommen Sicherheit (Arbeit, Haus,etc), soziale Beziehungen (Partnerschaft, Freunde etc.), Soziale Anerkennung (Karriere, Erfolg) und schließlich als Spitze die Selbstverwirklichung (Talententfaltung, Induvidualität, Macht). Letztendlich tendiert jedes menschliche (und somit auch jedes ökonomische) Streben zum nächsthöheren Level in dieser Pyramide. Daher "braucht" jeder, der sich noch nicht auf dem höchsten Level befindet ein stetiges Wachstum.

Gerhard Trausner, zu Brunn 16, 4644 Scharnstein, Österreich

Da aufgrund des herrschenden Zinssystems nur bei steigenden Umsätzen und Gewinnen ein Standard stabil bleiben kann. In einer zinslosen Gesellschaft (wie etwa bei Silvio Gesell) wäre das nicht nötig. Im übrigen ist Wachstum etwas Infantiles.

T. Wieser

Eine Wirtschaft muss nicht immer wachsen! Das Wachstumsproblem entsteht nur durch die Wirkung des Zinses. So lange es mehr sichere Rendite verspricht, sein Geld zu horten, als damit zu wirtschaften (im Sinne von ausgeben und handeln, also von "Wertschöpfung"), wird das Wachstumsproblem bleiben. Wenn sich "gehortetes" Geld, das dem Wirtschaftskreislauf fehlt, exponentiell vermehren soll, dann muss unweigerlich der Gegenwert irgendwo "geschaffen" werden, und zwar durch die Vermehrung der Summe aller erwirtschafteten Werte, oder kurz: Wachstum. Zins und Zinseszins also den Gegebenheiten (große oder kleine Geldmenge im Markt) anpassen (bei akutem Geldmangel auch durch Negativzins) und schwupp: Der Wachstumszwang ist futsch..... ;-) Kurzversion

Andres, Bern

Weil sie sonst stirbt

J.S, München

Das liegt daran, dass den Politikern und Wirtschaftsbossen nichts anderes (besseres) einfällt

Elmar Vogt Sundern

Um etwas zu "unternehmen" benötigt ein Unternehmer Kapital. Dieses Kapital beorgt er sich am Kapitalmarkt, in der Regel über die Geschäftsbanken. Durch die Zinsen und Zinsessinsen muss immer mehr zurück gezahlt werden, als sich der Investor geliehen hat. Diesen Mehrwert, den sich die Kreditgeber als Risiko- und Opportunitätsprämie (man hätte ja auch etwas anderes mit dem verliehene Geld anfangen können)zusätzlich zur Nettö-Kreditsumme zurückzahlen lässt, muss der Unternehmer mindestens zusätzlich erwirtschaften. Damit er nicht Pleite geht, muss seine Investition Wachstum hervorbringen. Da diese Spirale aufgrund der am Ende exponentiellen Wirkung (Kettenbriefsystem)irgendwann (historisch ca. alle 70 Jahre) an Grenzen stößt, weil Märkte gesättigt sind und Schulden und Vermögen an verschiedenen Polen akkumulieren, muss das System am Ende zusammenbrechen. Es sieht so aus, als ob es bald wieder so weit ist.

Scholz

Gier kennt kein Ende.

Norbert Rost, Dresden

Gründe für den Wirtschaftswachstumszwang Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist die in Geld bemessene Summe aller Güter und Leistungen, die eine Volkswirtschaft pro Jahr erstellt. Wirtschaftswachstum ist die prozentuale Änderung des BIP von einem Jahr zum Nächsten. Die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeigt, daß eine Wirtschaft bei unzureichenden Wachstumsraten entweder in die Krise gerät oder die Krise durch unzureichende Wachstumsraten ausgelöst wird. Was Ursache ist und was Wirkung ist nicht ohne weiteres feststellbar. Ich muß etwas weiter ausholen und zuerst zeigen, daß in der heutigen Wirtschaft ein Renditezwang vorherrscht. Renditezwang bedeutet, daß (bis auf idealistische Ausnahmen) keine Investition getätigt wird, die KEINE Rendite abwirft. Dies begründet sich aus dem Opportunitätskostenprinzip, welches besagt, daß ein Wirtschaftsteilnehmer sich immer für die für ihn beste Variante entscheidet, wenn er mehrere zur Auswahl hat. Als Alternative für Investitionen steht jedoch immer die Geldanlage auf der Bank zur Verfügung, die einen weitgehend festen Zinssatz verspricht. Wenn demnach eine Investition eine geringere Rendite abwirft, als Zinsen auf der Bank zu erzielen sind, so findet die Investition nicht statt. Dies bedeutet, daß nur solche Investitionen stattfinden, die eine Rendite gleich oder größer dem Bankzinssatz abwerfen - es herrscht Renditezwang. Dieser Renditezwang überträgt sich somit von der Höhe der geltenden Zinssätze auf ALLE ANDEREN Investitionen. Werden Invesitionen "unrentabel", so ist ihre Rendite unter den Bankzins gesunken. Sie werden aufgelöst ("liquidiert", Entlassungen) und der Erlös wird entweder in bessere Investitionen gesteckt oder gegen Zinsen zur Bank gebracht. Diese Erkenntnis bedeutet, daß von ALLEN Investitionen in einer Wirtschaft mindestens der Bankzins erwartet wird - und auch in den entsprechenden betriebswitschaftlichen Kosten berechnet wird. Die Verzinsung von Eigenkapital und deren Einberechnung in die Produktpreise ist ein völlig normaler Vorgang in Unternehmen, die nicht nur Kleinstunternehmen zum Überleben des Unternehmers sind. Die Kosten für Fremdkapital MÜSSEN dagegen auch von Kleinstunternehmen auf die Preise umgeschlagen werden. In der Kostenrechnung findet man die Renditebewertung einer Investition unter dem Stichwort "Aufzinsen und Abzinsen". Anhand dieser Methode wird entschieden, ob eine Investition getätigt wird oder nicht. Sie wird es nur, wenn sie gleich oder besser ist als die alternativ mögliche Geldanlage bei der Bank. Zwischenfazit: Alle Investitionen einer Wirtschaft erwarten eine Verzinsung mindestens in Höhe des Marktzinses. Diese Verzinsung fließt den Kapitaleignern aufgrund ihrer Kapitalinvestitionen zu und wird deshalb als Kapitaleinkommen bezeichnet. Betrachten wir, welche Auswirkungen dieser Renditezwang auf das Wirtschaftswachstum hat: Das Volkseinkommen korreliert mit dem BIP, wenn also das BIP wächst (Wachstum!), wächst auch das Volkseinkommen, wenn das BIP schrumpft oder stagniert macht das Volkseinkommen das gleiche. Das Volkseinkommen wird aufgeteilt auf die einzigen 2 Einkommensarten, die in einer volkswirtschaft existieren: Einkommen auf Arbeit (Arbeitseinkommen) und Einkommen für bereitgestelltes Kapital (Kapitaleinkommen). Diese Aufteilung geschieht in Millionen kleinen Einzelzahlungen im normalen Wirtschaftsleben, indem Löhne (Arbeitseinkommen) und Zinsen/Dividenden/Gewinne (Kapitaleinkommen) gezahlt werden. Es gilt somit: Volkseinkommen=Arbeitseinkommen+Kapitaleinkommen, denn man kann nur aufteilen, was man hat! Man stelle sich eine nicht wachsende Wirtschaft vor, demnach wäre das Volkseinkommen konstant. Damit es in diesem Zustand keine Wohlstandsverschiebung zwischen Bereitstellern von Arbeit ("Arbeiterklasse") und den Bereitstellern von Kapital ("Kapitalisten") kommt, müßten demnach auch Arbeitseinkommen und Kapitaleinkommen konstant sein. Die Kapitaleinkommen sind jedoch von der Höhe des in eine Wirtschaft investierten bzw. durch Kredite vergebenen Kapitals abhängig. Wird bei konstantem Zins (aus dem sich - siehe Renditezwang - die Rendite ergibt) mehr Kapital in eine Volkswirtschaft investiert, so müssen zwangsläufig die Kapitaleinkommen steigen, da Kapitaleinkommen=investiertes Kapital*Verzinsung. Wird immer mehr Kapital in eine Wirtschaft investiert? Ja! Denn: Kapitaleinkommen fließen in ausgereiften Volkswirtschaften heutiger Spielart immer denen zu, die schon viel haben und gar nicht alles verkonsumieren KÖNNEN. Deren Kapital wird also größer und erneut in die Wirtschaft investiert oder per Kredit vergeben - und es wird darauf IMMER eine Rendite erwartet. Wenn jedoch die Kapitaleinkommen ständig wachsen, so hat das System "Volkseinkommen=Arbeitseinkommen+Kapitaleinkommen" unter der Zielsetzung die Arbeitseinkommen wenigstens nicht sinken zu lassen nur 2 Möglichkeiten: 1. Volkseinkommen steigern, das heißt Wirtschaftswachstum produzieren 2. Zinsen senken, das heißt Rendite und damit Kapitaleinkommen senken. Der Punkt 1 ist der Wirtschaftswachstumszwang, dem alle kapitalistischen Volkswirtschaften unterliegen und um den es in dieser Debatte geht. Der Punkt 2 konnte bei stagnierendem BIP in den letzten Jahren beobachtet werden: Die Zinsen gingen immer weiter runter. Wenn es jedoch als wünschenswert angesehen wird, kein weiteres Wirtschaftswachstum zuzulassen, so ergibt sich daraus nur die Konsequenz, Arbeitseinkommen und Kapitaleinkommen ebenfalls konstant zu halten, um keine Wohlstandsverschiebung (Umverteilung von Arm zu Reich, also von Arbeitseinkommen zu Kapitaleinkommen) aufkommen zu lassen. Dies ist jedoch aufgrund des Renditezwanges nur bei einem Zinssatz von 0% möglichm da bei jedem Zins über Null das in eine Wirtschaft investierte Kapital und dadurch wiederrum die Kapitaleinkommen steigen würden. Ein Zinssatz von 0% würde jedoch die Kapitaleinkommen auf Null fallen lassen, da Kapitaleinkommen=Investitionen*Zinssatz. Bei einem Zinssatz=0 betragen die Kapitaleinkommen unabhängig von der Investitionssumme Null. Bei einem Zinssatz von 0% würden somit die Arbeitseinkommen dem gesamten Volkseinkommen entsprechen und eine wachstumszwanglose Wirtschaft erst möglich. Fazit: Ein ewig über 0% liegender Zinssatz löst einen Wachstumszwang der Volkswirtschaften aus, wenn die arbeitende Bevölkerung ihr Wohlstandsniveau nicht zugunsten der besitzenden/investierenden Bevölkerung aufgeben möchte.

Scholz

Gier kennt kein Ende.

P. Essi Mistisch

Die Frage ist sehr "sophisticated". Was heisst wachsen? Es ist mathematisch definiert als ein verhältnis in einer zeitbasierten Messreihe (egal ob Umsatz, Gewinn, Produktion, Bruttosozialprodukt, Dienstleistungen...). Längst spricht man schon hochwissenschaftlich vom "negativen Wachstum" (gut deutsch: Schrumpftum) und "Nullwachstum" (gut neudeutsch: Stagnation). Das heisst, solange es Wirtschaft gibt, gibt es positives, neutrales oder negatives Wachstum. Das könnte zu der Ansicht verleiten, Wachstum würde es immer geben - jedoch: Wenn es nur positives Wachstum gibt, alle Resourcen verbraucht sind, jeder Konsument alles hat was man braucht und alles was man nicht braucht, dann gibt es eines Tages gar kein Wachstum mehr, weil die Menschheit, ihre Wirtschaft und letztendlich auch die Zeitreihe dann am Ende ist. (vgl. den Greenpeace-Spruch: Erst wenn der letzte Baum gerodet,...,dass man Geld nicht fressen kann!)

Nur ein Schifahrer muss immer wachsen! Die Wirtschaft nicht, das ist nur von den Banken, Wirtschaftsakademien, Absahner-managern etc. so in die Welt gesetzt, um den Konsum anzukurbeln, von dem diese dann ihre Prozente abzweigen können - und wir glauben es, machen fröhlich mit und machen sie immer fetter.

Unano Nymus

Nur ein Schifahrer muss immer wachsen!

Meinhard Schlüsselns / Harvard

Falsche Frage! Es gibt Wirtschaftsmodelle, die ohne Wachstum funktionieren. Die haben natürlich den Nachteil, dass nicht mehr in immer stärkerem Maß von Arm nach Reich umverteilt wird - das lassen sich Ackermann, Schrempp, Bush, Putin & Co natürlich nicht so einfach gefallen. Aber: Sie werden kommen, spätestens, wenn jeder Chinese ein Auto fährt und an unserem Wohlstandskuchen teilnehmen will. Nur mit solchen Modellen ohne Wachstum kann die Menschheit langfristig überleben!

meier,hamburg

muß sie doch garnicht, wenn alle ihr auskommen haben. Nur manche können einfach nicht genug bekommen. wann ist Man oder Frau zufrieden mit dem was man hat ????

A. Luebke Irland

Weil das immer so war und die Menschen es als gut empfinden wenn die Wirtschaft waechst

m.wagner, 21244 Buchholz

Weil in unserem Geldsystem das eingesetzte Kapital mit "Zinsen" (1.100 Mio.Euro am Tag in Deutschland - über 400 Mrd. im Jahr!)"bedient" werden muss. Produkte des täglichen Bedarfs könnten ohne bis zu 30% preiswerter sein! Die Geldmenge (Weltsozialprodukt 1950 = 5 Bill. $, 2001 = 35 Bill. $!) hat sich dadurch von Produktions- und Warenwert bereits vollständig abgekoppelt und würde - bei nur 2% Wachstum jährlich - in 35 Jahren unglaubliche 70 Billionen erreichen. (Zum Vergleich: Das deutsche Geldvermögen 2002 = 1,34 Bill Euro). Nur durch Einführung von Zinsverbot und "Straf"steuern auf Geldvermögen (NICHT aber auf investiertes, steuerfreies Kapital!)lässt sich dieses Problem noch lösen - sonst bleibt nur bittere Entschuldung per Inflation und folgender Währungsreform mit Kapitalschnitt zu Lasten der kleinen Leute (Krieg scheint in Europa hoffentlich künftig als weitere mögliche Lösung ausgschlossen) . Es gab in Europa schon einmal bis 1450 eine 300 Jahre dauernde Zeit der Prosperität - eine Zeit mit Zinsverbot! (Brakteaten, Erzbischof von Magdeburg) - damals wurden die grossen Dome errichtet. Dann kamen die Fugger und andere Geldverleiher...(http://www.geldcrash.de/artikel/art-teufelskreis.htm) Ohne diese bisherige "Zinsknechtschaft" und mit Einführung eines Geld-Fiskalsystems, das Geldhortung bestraft, Investivkapital jedoch steuerfrei und zinslos stellt, wären genug Mittel da für Bildung und Ausbildung, Forschung und Entwicklung,, Arbeitsplätze, Alterssicherung,Profit(ja!) und Produktivität genau in benötigter Höhe unabhängig von der Bevölkerungsgröße. cewamail@web.de

r.w.lohse, Darmstadt

Muss sie nicht. Wachstum ist eine Voraussetzung für mehr Arbeit und damit für weniger Arbeistlosigkeit, somit für Entlastung des Bundeshaushaltes, für mehr staatliche Investitionen, für mehr Auslandseinsätze der Bundeswehr, für mehr Leistungen für den Bürger, für saubere Straßen. Dafür, dass ein jeder Bürger sicher durch die Straßen unserer Städte laufen kann. Dafür, dass weniger Geld von Toll-Collect zurück verlangt werden muß. So in der Richtung.

Thomas Kerkrade

Das Prinzip der Wirtschaft besteht darin, daß die Fähigkeeiten und die Routine der Arbeiter im Laufe der Zeit steigen. Aus diesem Grund gibt es ja auch (gelegentlich) Lohnerhöhungen. Eine gesteigerte Produktivität führt dann aber zu qualitativ höherwertigen Produkten oder zu einer höheren Produktion. (Immer angenommen, daß die gestiegene Produktivität nicht durch eine kürzere Arbeitszeit ausgeglichen wird, siehe dazu weiter unten.) Schon steigert sich der Umsatz und wenn genügent Betriebe so ihren Umsatz steigern, wächst die Wirtschaft. Das dieser Prozeß nicht zwangsläufig so ist, habe ich oben belegt. Denkbar wäre auch, statt einer Lohnsteigerung entsprechend weniger zu arbeiten. Da aber der Gewinn des Unternehmens von der Produktivität abhängt und der Gewinn in den meisten Geschäftsmodellen maximiert werden soll, muß das Unternehmen, müssen alle Unternehmen und letztendlich die Wirtschaft ständig wachsen, wobei neue Produkte immer neue Absatzmärkte erschließen sollen.

Thomas Hentzschel, Lemgo

Sie muss nicht und tut es gelegentlich auch nicht--Rezession. Solange geforscht und entwickelt wird, geht aber alles schneller, billiger und besser--Rationalisierung. Ohne Wachstum macht das Arbeitslosigkeit. Schlimmer wirds, wenn von anderen Märkten immer mehr Arbeit billlig angeboten wird--Globalisierung. Schöner Mist-aber Schuld hat natürlich die Regierung, besser noch--die SOZEN...

Jörg Hegewald, Bonn

Wirtschaft wächst, weil Investoren nur Geld heute abgeben, um morgen mehr Geld zurück zu bekommen. Sie werden also ihr Geld nur in lohnende Aktivitäten stecken. War das Projekt erfolgreich, so hat sich der gesamte Kapitalstock im vergleich zu heute erhöht, die Wirtschaft ist also gewachsen.

irma spohr,elmshorn

ist eine voraussetzung zur steigerung des brutto-sozial-produkts

HaJue, Berlin

Muss sie ja gar nicht. Wenn die Bosse und natürlich auch der Durchschnittsbürger, auf immer und immer mehr Geld haben zu wollen, verzichten würden, würde es auch ohne "Wachstum" reichen. Inflation wäre dann auch kein Thema mehr. Das es immer ein Wachstum der Wirtschaft geben MUSS ist ein Märchen. Die Kohle muss nur besser verteilt werden.

Jörg, Datteln

Das Volkseinkommen wird zwischen Kapital und Arbeit aufgeteilt. Der oft erwähnte Dritte im Bunde, der Staat, greift seinerseits weitgehend nur auf diese verteilten Einkommen zurück. Bei der Verteilung zwischen Kapital und Arbeit hat das Geldkapital immer Vorrang. Seine Ansprüche sind im voraus und unverrückbar durch die vereinbarten Zinsen festgelegt. Nur um den Rest des Kuchens streiten sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Sektor Arbeit. Da jedoch die Geldvermögen rascher wachsen als die Wirtschaftsleistung, bleibt für den Sektor Arbeit von Jahr zu Jahr zwangsläufig weniger übrig. Auszugleichen sind diese Verluste nur durch ständiges Wirtschaftswachstum. Da die Steigerung der Wirtschaftsleistung aber schon seit langem nicht mehr mit dem Wachstum der Geldvermögen Schritt halten kann, gehen die anfangs nur relativen Verluste der Arbeitseinkommen immer mehr in absolute Verluste über.

Hans Metallspandarm

Weil sie sonst keine Dosen und Politiker mehr produzieren kann...

otti hinterletzerkracher

weil sie sonst schrumpft!

Hans, Dortmund

Damit keine Verteilungswettkämpfe zwischen Menschen mit Vermögen und denen ohne Vermögen entstehen.

Umlandt Gerhard, Altötting

Weil bei der Politik nur noch Saufen hilft.

Ulrich Rosemeyer, Gifhorn

Um das zu verstehen, muss man die von den Politikern verschwiegene Zinsproblematik erkennen. Wenn du die Wahrheit wissen willst, dann pass jetzt mal richtig auf: Mit dem ewigen Wirtschaftswachstum versuchen die sogenannten "Volksvertreter" das eigentliche Problem zu vertuschen. In der Schule und schon als kleines Kind zuhause wird einem gesagt: "Über Geld spricht man nicht". Deshalb weiß fast niemand, dass Zinsen auch in allen Preisen stecken und dass man auch Zinsen zahlt, wenn man keine Schulden hat. Mittlerweile versteckt unser Staat seine Zinsschulden in allen Preisen (ca. 30% in Konsumgüter und ca. 70% in den Mieten). "Rentabel" ist das Zinssystem nur für diejenigen, deren angelegtes Vermögen sieben bis acht Mal höher ist als ihre jährlichen Ausgaben. Das betrifft etwa 10% unserer Bevökerung, 80% aller Bürger zahlen jeden Tag drauf, die restlichen 10% wundern sich über die Probleme anderer, weil es bei ihnen immer Remis steht. Aber darüber redet ja niemand. Lieber reden Manager und Medien, Politiker und Wirtschaftsweise vom "Wirtschaftswachstum". Aber das ist keine Lösung des Problems, sondern selbst ein Problem. Denn wenn das Wirtschaftswachstum die Schulden ausgleichen soll, müßte es eben so schnell wachsen wie der Zins, also 5 - 6% (das ist der Sockelzins). So ein Wachstum erzwingt schließlich einen Kollaps. Man unterscheidet natürliches (Mensch, Tier, Pflanze) und exponentielles Wachstum (Krebs). "Exponentiell" heißt die regelmäßige Verdoppelung von Mengen. Rechne mal aus, wie sich ein Betrag zum Beispiel in Höhe deines Jahresgehaltes, angelegt bei 6% Zinsen, alle zwölf Jahre verdoppeln würde. Und dann mach das mal mit Millionenbeträgen, um in der staatlichen Realität zu landen. Nach diesem exponentiellen Wachstumsprinzip sind unglaubliche Einzelvermögen durch Zinseinnahmen entstanden - und die exakt gleich großen Schuldenberge auf der anderen Seite !! . Und die müssen wir bezahlen, deswegen werden wir um unseren Lohn gebracht. Und diese Umverteilung der Geldvermögen von unten nach oben schreitet voran wie ein Krebsgeschwür. Aber weil man ja über Geld nicht redet, merkt kaum einer, dass wir dadurch auf einen Wirtschaftskollaps zulaufen. Wenn Privatpersonen oder Unternehmer sich nicht mehr verschulden, muss der Staat einspringen. Und der Staat rächt sich dafür, indem er die Zinslasten (wie oben gezeigt) abwälzt. Lol, Schröder weiß davon nix. Zitat: "Von wirtschaftlichen Detailfragen verstehe ich nichts" *gg*. Und mittlerweile werden ja schon seit vielen Jahren die Zinsen selbst weiterverliehen, bringen also Ziseszinsen, Zinseszinseszinsen, ... Deshalb fehlt jetzt überall das Geld. Es befindet sich in den Händen weniger Reiche (Milliardäre). Was tun? Ein Zinsverbot ist keine Lösung. Diese Forderung wäre plump und unrealistisch. Es gibt intelligentere Ideen. Und diese Ideen gehen mittlerweile um die Welt. Sie entlarven den Zins als wahre Ursache für Massenarbeitslosigkeit, niedrige Löhne, Ausbeutung der Dritten Welt, Kriege (weil nur eine große Kapitalvernichtung Investoren zinsrentable Aufträge ermöglicht) und Zerstörung der Natur (weil sich Investitionen in vernünftige Energien nicht rentieren). Es geht um "eine einzige" Korrektur am herrschenden Geldsystem. Und die wäre sogar möglich, ohne die existierenden Besitzstände in Anspruch zu nehmen (also kein Kommunismus). Bisher war diese Ausbeutung durch die Reichen ja legal (verordnet). Aber eigentlich ist sie verfassungswidrig, weil sie uns sehr viele Freiheiten nimmt und die Umwelt und damit die Zukunft unserer Kinder zerstört. Die superreichen Geldgeber würden ihr Vermögen behalten, aber es würde sich nicht mehr (leistungslos!!) über den Zins vermehren. Bis ihr Vermögen aufgebraucht ist, haben sie dann Zeit, ARBEITEN zu lernen. Die Idee dazu ist übrigens nicht neu, aber gerade jetzt hochaktuell. Es ist die Idee der Umlaufsicherung des Geldes durch eine Maßnahme, die eine bewusste Verknappung des Geldes verhindert. Diese Verknappung tritt immer dann ein, wenn die Zinsen sinken und damit ihre Attraktivität für Anleger verlieren. Daraus entsteht die groteske Situation, dass niedrige Zinsen die Wirtschaft nicht ankurbeln, sondern abwürgen, weil das Geld fehlt. Viel lieber warten die Geldbesitzer, bis das Geld so knapp ist, dass man auch hohe Zinsen zahlt. Bevor es in der Bevölkerung Aufruhr gibt, wird der Staat lieber diese hohe Last auf sich nehmen und anschließend wieder auf uns abwälzen. Ich denke, du verstehst jetzt, worum es geht. Dieser Wahnsinn, diese Ungerechtigkeit muß ein Ende haben. Das dauert natürlich ein paar Jahre. Und die Änderungen müssen von unten kommen, von uns friedlich und gerecht denkenden Bürgern. Deswegen diese Idee, auf regionaler Ebene eine "Konkurrenzwährung" einzufüren, auf Gutscheinbasis natürlich: Nur die Notenbank darf echtes Geld herausgeben. Eine Umlaufsicherungsgebühr verhindert das Zurückhalten des Gutschein-Geldes aus dem Wirtschaftskreislauf. Die Menschen werden erkennen, dass dieses neue Geld viel öfter umläuft, Einzelhandel und Produktionsbetriebe werden sehen, dass sie viel mehr Umsatz damit machen, als mit den blöden Euros. Durch den Wegfall der Wechselkurse wird Europa zugrunde gehen. Dieser Euro ist eine einzige Witzfigur. Sogar eine Vollbeschäftigung ist mit umlaufgesichtem Geld möglich, das ist kein Witz!! Der Euro-Umlauf wird zur Zeit durch das Zinssystem blockiert. Das verdeutlicht folgendes Bild: Du fährst mit dem Auto (Geld) in dichtem Verkehr (Wirtschaft), bleibst aber plötzlich in der Spur stehen (Konsumverweigerung/Investitionsverweigerung), und während die Nachfolger ein tosendes Hupkonzert aufführen (sie wollen Geld ausgeben, haben aber keines), kommt ein Polizist und reicht dir einen großen Geldschein (Zins) durchs Fenster, damit du weiterfährst und den Verkehr (Wirtschaft) nicht länger blockierst. Der Widersinn ist offenkundig: dieses Verfahren widerspricht allen Prinzipien, mit denen die öffentliche Ordnung in jedem anderen Bereich aufrechterhalten wird. Für das Parken deines Autos bezahlst du ja in der Regel eine Gebühr. Da meckert ja schließlich auch keiner. Es wäre also nur folgerichtig, das Blockieren von öffentlichen Einrichtungen (Geld) durch Gebühren zu verhindern, statt durch Belohnungen (Zins) die Freigabe zu erzwingen. So einfach und logisch ist die Idee. So, bis hier hin erstmal. Lass dir ruhig Zeit mit der Problematik und informiere dich im Internet (geldreform, regionetzwerk, zinsfalle, ...). Übrigens wäre Hitler damit fast verhindert worden. Damals gab es so ein Projekt in Österreich, um die Massenarbeitslosigkeit im Gefolge der Weltwirtschaftskrise abzubauen. In ganz Europa und auch in den USA hat man davon gehört und wollte es überall nachahmen. Es war zu spät, das Projekt wurde verboten und wegen dem Zinsfehler in unsrem Geldsystem gab es den 2. Weltkrieg. Nur wegen den enorm hohen Schulden, die sich immer wieder auftürmen durch Zins, Zinseszins, Zinseszinseszins, .....

Hans-Werner Brungs

Keine Ahnung, ich bin doch Gornalist...

Ulrich Beck 72555 Metzingen

Der Grund, warum die kapitalistische Wirtschaft zu unendlichem Wachstum verdammt ist, liegt in ihrem Zinseszins-System mit seinem exponentiellen* Wachstum des Kapitals. Betrachten wir das Bruttoinlandsprodukt (BIP) als Kuchen, der von allen Beteiligten jedes Jahr gebacken wird. Nach dem ungeschriebenen, doch allen anderen Gesetzen überordneten Gesetz „Das Kapital muß bedient werden“, schneiden sich zuerst die Kapitalgeber ihr Kuchenstück (Zins) heraus. Und was machen sie mit dem (größeren) Teil, den sie nicht für ihren Lebensunterhalt verbrauchen? Sie stecken ihn wieder in die Wirtschaft, die im folgenden Jahr ein größeres Stück des Kuchens für die fälligen Zinsen herausschneiden muß. Wollen die Produzierenden gleichviel haben wie im Jahr zuvor, müssen sie einen größeren Kuchen backen. Gelingt ihnen das nicht, werden ihre eigenen Kuchenstückchen kleiner. 1% Wachstum sind jedenfalls viel zu wenig, um den Arbeitenden ein gleichbleibendes Einkommen zu sichern. Wir hatten gleich nach der Währungsreform eine Zinsbelastung von 7%. Heute haben wir im Schnitt ca. 35%. Das heißt, in jedem Euro, den heute jemand beim Kauf eines Produktes ausgibt, stecken 35 Cent Zinsen (mit steigender Tendenz). Am höchsten ist die Zinsbelastung bei Immobilien und den Mieten. Da sind es 65% und mehr. *Hätte Joseph bei der Geburt seines Sohnes Jesus für diesen ein Sparbuch angelegt, darauf einen Cent einbezahlt, die jährlichen Zinsen von 5% jedes Jahr abgehoben und in einer extra Kasse gesammelt, so hätte er im Jahr 2000 exakt einen Euro an Zinsen verdient (lineares Wachstum). Hätte er aber die Zinsen nicht abgehoben, sondern stehen lassen (Zinseszins), hätte er heute ein Vermögen im Wert von 128 Milliarden Goldkugeln, jede so groß wie der Planet Erde (exponentielles Wachstum). Eine evl. Besteuerung ist dabei nicht berücksichtigt.

Elke, Dingen

Weil es Zinsen gibt: Das Kapital muss bedient werden, und zwar reichlich, weil auch auf die Zinsen wieder Zinsen gezahlt werden müssen, die verzinst werden müssen... und dieses exponentielle Wachstum des Kapitals zwingt die gesamte Wirtschaft, sich zu überschlagen und immer noch eins draufzusetzen. Ausweg? Klar: Mal Margret Kennedy lesen!

K-D.Schmitz.Niederkassel

Damit die Reichen noch reicher werden.

Hanns d'er Kanns, O./den Wald

Also meine Wirtsschaft muss nicht immer wachsen, solange das Bier nicht ausgeht.

Heinisch Biessenhofen

Weil die Gesellschaft immer mehr Geld braucht die Löhne und Kosten für Artikel werden immer teurer. Der Staat braucht immer mehr Geld da seine Aufgaben wie Umweltschutz, Straßenbau immer teurer werden. Aber unser Wirtschaftswachstum geht in der Regel zu Lasten der Entwicklungsländer, die immer ärmer werden währendessen wir immer reicher werden

H. Holbein, München

Die beste mir bekannte Antwort stand im Oktober 03 in der Zeit, sie stammt von Christoph Biemann, Autor der »Sendung mit der Maus«: "Warum muss unsere Wirtschaft ständig wachsen? Nehmen wir einmal an, allen ginge es gut, es würden genau so viele Kinder geboren, wie Tote begraben werden; Gesundheitssystem, Verkehrssystem, Schulsystem – alles wäre optimal ausgestattet. Trotzdem müsste die Wirtschaft wachsen. Warum? Dazu muss man sich erst eine andere Frage stellen: Was ist Wirtschaft? Wirtschaft ist Austausch von Produkten und Dienstleistungen. Heute tauschen wir ja keine Kuhhäute gegen Feuersteine mehr. Für diesen Tausch benutzen wir Geld. Das ist viel praktischer. Aber woher kommt das Geld? Bei uns von den Banken. Da sitzen Menschen, die Geld verdienen, manche ganz schön viel, die brauchen Häuser, Telefone und so weiter. Also Geld! Die Banken wollen also Geld dafür, dass sie Geld für die Wirtschaft zur Verfügung stellen, es verwalten, überweisen. Dieses Geld nehmen die Banken in Form von Zinsen ein. Und diese Zinsen, also das Geld für das Geld, müssen all die aufbringen, die in der Wirtschaft tauschen od! er sich gar Geld leihen. Weil sie beim Tauschen immer nur den Gegenwert bekommen, müssen sie das, was das Geld kostet, also die Zinsen, zusätzlich aufbringen. Solange die Wirtschaft wächst, ist das kein Problem. Dann bekommen die Banken aus den Zuwächsen ihre Zinsen. Bei uns müsste das Wirtschaftswachstum so ungefähr zwei Prozent betragen, damit das alles klappt. Zwei Prozent mehr pro Jahr, das klingt nicht nach viel. Aber zwei Prozent jedes Jahr bedeutet eine Verdoppelung nach 35 Jahren! Doppelt so viele Autos, Blinddarmoperationen, Fernseher, Kühlschränke? Das ist schwer vorstellbar. Manches möchte man sich auch gar nicht wünschen, wenn man zum Beispiel an die Umwelt denkt. Im letzten Jahr und in diesem lag das Wachstum unter dem, was für das Geld ausgegeben werden musste. Für die Politiker ist das schlimm, denn sie können nicht, wie in früheren Jahren, aus dem Wachstum etwas verteilen. Sondern sie müssen Schulden machen, was wieder mehr Zinszahlungen bedeutet, und sie mü! ssen den Leuten etwas wegnehmen – und das ist schwer, denn wer! freut s ich schon, wenn ihm etwas weggenommen wird? Die Politiker an der Regierung machen sich unbeliebt und können nur hoffen, dass die Wähler verstehen, dass die Opposition kaum was anders machen könnte. Früher wurden diese Probleme durch Kriege, Revolutionen oder Ähnliches gelöst. Damit wurde die Wirtschaft sozusagen wieder auf null gesetzt, die Finanzminister waren ihre Schulden los, falls sie überlebt hatten, und alles konnte von vorn anfangen. Aber wer will schon Krieg? Auch mit dem Zusammenbruch von Börsen oder anderen kleinen finanziellen Katastrophen können wir heute Geld »verbrennen«. Wenn sich eine Lösung finden muss, hat sich bis jetzt noch immer eine gefunden."

Jörg Höhn, Horn-Bad Meinberg

Das frage ich mich schon lange. Wahrscheinlich wegen falscher Prioritätensetzung: "Da sie immer und ewig gewinnen wollen, ist es nicht verwunderlich, wenn sie bald aller Welt Hab und Gut an sich reißen." So Martin Luther über die beiden größten Wachstumsbranchen seiner Zeit, das Bankhaus Fugger und den Ablasshandel! Nennenswert andere Substanz haben die heutigen Wachstumsbranchen auch nicht, aber den gleichen durchschlagenden Erfolg auf der Grundlage der Unwissenheit der Bevölkerung.

M.H.,Tübingen

Dr. H.Schmalfuss, Geretsried

Falsche Frage! Richtig müsste es heißen: Kann eine Wirtschaft immer wachsen? Antwort: NEIN! Denn in einem abgeschlossenen System (die Erde ist eines) sind die Resourcen endlich. Dass die Politik dies bis heute nicht begriffen hat, ist die Hauptursache unserer aktuellen Probleme.

Ulrich Rosemeyer, Gifhorn

Schön, dass das mal jemand fragt! Die WAHRE URSACHE für den scheinbaren Zwang zum ständigen Wirtschaftswachstum wird nähmlich von den sogenannten "Volksvertretern" und "Wirtschaftsweisen" (Waisen?) bewußt verschwiegen. Die Ursache ist der ZINS. DER ZINS IST seit langem von den heimlichen Experten als gemeinsamer Nenner für alle aktuellen sozialen, ökonomischen und ökologischen Probleme in der Welt ENTLARVT. Zurzeit betragen die ZINSSCHULDEN in Deutschland über 1300 MILLIARDEN EURO. In jeder Sekunde kommen ca. 2000 EURO dazu. Das kommt daher, weil Zinsen EXPONENTIELL WACHSEN, die Wirtschaft aber nur linear wachsen kann, sonst würden die Umweltresourcen irgendwann schlagartig aufgebraucht sein. Ein ökologischer Kollaps wäre die Folge. Der Staat ist also permanent gezwungen, sich zu verschulden, um die Zinslasten zu bedienen. Die Kredite, die der Staat aufnimmt, dienen schon seit langem nicht mehr der Investition. DESWEGEN FEHLT HEUTE ÜBERALL DAS GELD; SOLL ÜBERALL GESPART WERDEN; GEHEN SO VIELE FIRMEN PLEITE; NIMMT DIE MASSENARBEITSLOSIGKEIT IMMER MEHR ZU; WERDEN DIE REICHEN GELDGEBER (ÜBER ZINSEN UND ZINSESZINSEN) IMMER REICHER UND DIE ARMEN IMMER ÄRMER. Um diese enormen und BEWUSST VERSCHWIEGENEN Zinslasten bezahlen zu können, versteckt der Staat die Zinsen in allen Preisen. In allen Artikeln stecken ca. 30% Zinsen. In den Mieten sogar bis zu 80%, weil die Vermieter ihre Häuser dreimal abbezahlen müssen. Auch wer keine Schulden hat, zahlt aiso kräftig mit. Wenn die Menschen das wüssten, wie unfähig und feige unsere Politiker sind, nicht den Mut haben, uns allen die Wahrheit zu sagen, würden wir endlich ein gerechtes Geldsystem einführen können. Auf regionaler Basis wird das schon in einigen Städten und Gemeinden gemacht. Dort werden Komplementärwährungen eingeführt, die durch eine Umlaufsicherungsgebühr dafür sorgen, dass niemand hohe Zinsen verlangen kann. Diese Erpressung von freien Bürgern in einer freien Marktwirtschaft funktioniert dort nicht. Und siehe da, die Menschen haben wieder Brot und Arbeit, die Wirtschaft floriert. Das ganze wird auch woanders in der Welt schon praktiziert. Überall wachen die Menschen auf und lachen über die unfähigen Politiker und Wirtschaftskapitäne. Informier dich mal mit den passenden Suchbegriffen: Zinskritik, chiemgauer, giessener justus, roland regional, kann was, regionetzwerk. Viel Spass und Erkenntnis :-)

KeTaN Rolf Tepel, Köln

"Eine" Wirtschaft muß nicht immer wachsen. Wirtschaft hat im Ursprung selber nichts mit eigenem Wachstum zu tun, sondern bezeichnete eher eine bestimmte soziale Umgangsform, mit dem was gewachsaen ist und geerntet wurde. Noch im 16. Jahrhundert hatte "Wirtschaft" in unserem Sprachraum noch die Bedeutung von: "Das Gastmahl, die Gatsfreundschaft". Sowenig heute noch jemand den Begriff "Schule" mit Muße (scuola = Muße) in Verbindung bringen würde (eher das Gegenteil), so wird heute kaum noch jemand mit "Wirtschaft" eine Einladung assoziieren. Das zwanghafte Wachstumsphänomen der heutigen (Un)ART und Weise zu Wirtschaften setzt erst vor ca. 200 - 300 Jahren ein. In diese Zeit fällt die weitgehende Aufhebung des Zinsverbotes durch die katholische Kirche und die damit? beginnende Industriealisierung und die masslose Ausbeutung des Planeten und seiner Lebewesen, incl. Mensch die bis heute andauert. Die Zinsfunktion führt in jedem Zahlen- oder Rechensystem einmal eingeführt zur Maßlosigkeit. Sie vermindert die Zahl EINS, die Einheit, den Wert und führt über extrapoliertes Wachstum zu Verfall, zur Vernichtung und Auflösung. Diese ART der Wirtschaft wird sich selbst abschaffen. Das kann im besten Fall zur neuen alten ART einer funktionierenden WeltWIRtschaft führen: dem Gastmahl und der Gastfreundschaft In diesem Sinne

Dr. Werner Kruck, Bürstadt

Die Frage ist falsch gestellt bzw. ergibt sich aus dem angewandten Meßinstrument. Eine Wirtschaft kann maximal so weit wachsen, dass 100% der Leute, die in dieser Wirtschaft arbeiten wollen, dies auch tatsächlich tun. Die Menge der nachgefragten Produktionsmöglichkeiten ergibt sich aus der Menge des nachgefragten Konsums. Wer etwas kaufen will, muss dafür selber Werte schaffen. So gesehen, ist unsere Wirtschaft in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich geschrumpft. Warum reden Ökonomen dennoch von kontinuierlichem Wachstum? Weil ihr Wertmassstab das Geld ist. Alle produzierten Leistungen werden in Geld bewertet und gemessen. Technischer Fortschritt führt so zu der Illusion eines Wertzuwachses. Tatsächlich sind dies aber Denk- und Messfehler. Eine Produktion ist im internationalen Vergleich auf dem letzten Stand oder eben nicht. Ein Land ist technologisch fortgeschritten oder eben zurückgeblieben. Daraus ergibt sich die Qualität der Erzeugnisse, die im internationalen Handel unterschiedlich viel wert sein können. Aber nach innen kann man tatsächlich nur messen, ob alle verfügbaren Kräfte eingesetzt werden oder nicht. Was bei uns als "permanentes Wirtschaftswachstum" eingefordert wird, würde weniger ideologisch betrachtet lediglich bedeuten, dass man als Wirtschaftsgesellschaft ein international hohes Niveau anstreben sollte und alle verfügbaren Kräfte zu integrieren hätte, soweit diese mit Konsumwünschen an den Markt herantreten und daf! ür im Gegenzug arbeiten müssen. Alles andere ist dumme, altbackene Ideologie, die von Leuten kommt, die von Wirtschaft nichts verstehen. Sie he auch www.fropp.de

Walter M. Rammler, Fulda

Wenn etwas unaufhörlich wächst ist es ein Geschwür ein Krebs.Entweder man stibt daran oder es kann noch rechtzeitig entfernt werden,bzw. geheilt werden. So kann man es mit dem stetig steigendem Wirschaftswachstum vergleichen.

Franz Schilcher,51789 Lindlar, Horpestr.16

Bei gleichbleibendem Bruttosozialprodkt ergibt sich durch die wetbewerbsmäßig notwendige Rationalisierung ein Personalabbau, der u.a. ein vermindertes Steueraufkommen zur Folge hat,dies führt mittel- und langfristig zu einer Verschlechterung der notwendigen vom Staat bereitgestellten Infrastruktur, was letztendlich sogar zu einer Verlagerung der Produktionsstätten führen kann. Zusätzlich veringert sich die Binnennachfrage, die sozialen Transferleistungen erhöhen sich, damit werden Mittel für Zukunftsinvestitionen für Bildung und Grundlagenforschung knapper.

E. Carstensen, Gemünden

Wirtschaft ist ein unumkehrbarer Prozess. Da Lohnerhöhungen bewirken, dass mehr Geld zur Verfügung steht, kaufen Leute mehr. Allerdings müssen die Betriebe auch wieder mehr produzieren und umsetzen, damit sie den Beschäftigten mehr Geld zur Verfügung stellen kann. Was war also zuerst da: Die Lohnerhöhung oder der größere Gewinn?

P. Harms

dafür gibts ne ganz einfache Regel: Stagnation bedeutet Rückschritt!

Pfarr Karl, Augsburg

Eine wirtschaft sollte und muß sinnvoll (ca. 2% im Jahr) mehr erwirtschaften als im Jahr zuvor. Die Menschen brauchen einen gewissen Anreiz um ein zufriedenes leben zu führen. Was man zur momentanen Situation in der BRD nicht sagen kann. Leider bekommen wir jetzt das amerikanische SYSTEM. Dieses System wird unsere SOZIALE ORDNUNG auf den Kopf stellen und uns in EUROPA in Zukunft einen Bürgerkrieg bescherren. Die Wirtschaft in europa hebelt sich momentan selbst aus. Die Firmen gehen ins ausland Um Steuern zu sparen !! Sie bedenken aber nicht das es uns Arbeitsplätze kostet! Steuern, Beiträge für Sozialversicherungen steigen, weniger GELD in der Tasche, Staat bekommt zu wenig STEUERN, momentan läuft es bei uns ziemlich abwärts !!!!Wir sollten diesen verkehrten Weg des amerikanischen System nicht folgen und uns wieder auf unsere Werte konzentrieren. Vor allem zusammenhalten und gemeinsam anpacken und maßvoll wirtschaften! Unser Wirtschaftssystem nennt mann nicht umsonst Soziale Markwirtschaft !!!

Markus Bucher Bad Schussenried

Da Politiker wie Kohl und Schröder den Staat so stark überschuldet haben, dass sie diese Schulden nur bezahlen können, wenn das Bruttosozialpolitik ständig stark steigt. Die Politiker geben diese Fehler nicht zu. Statt dessen reden diese von strukturellen Problemen und deregulieren den Sozialstaat. Großunternehmen wie Pharmaindustrie usw. wurden steuerlich entlastet. Diese werden auch jetzt nicht herangezogen um Steuern zu zahlen. Um dieses Bild abzurunden, passt es, dass Eichel, Schröder, Merkel sich für Josef Ackerman, Hans Esser und Konsorten eingesetzt haben, um dessen Prozess wegen Veruntreuung von Geldern zu verhindern. Die Wirtschaft ist nach Kriegsende 50 Jahre gewachsen. Es steht in keinem Lehrbuch , dass dies zwingend so weitergeht. Ein Staat muss auch mit 5 oder 10 Jahren wirtschaftlicher Stagnation leben können. Unsere Politiker kommen mir vor wie Drogenabhängige.Statt Transparenz in verkrustete Strukturen zu bringen und die Lasten der Wiederve! reinigung und der ungeregelten Zuwanderung gerecht zu verteilen, geht es diesen nur darum, wie komme ich an das Geld der kleinen Leute ran. Stich Stichwort Abgaben. Hier trifft es den Geringverdiener immer überproportional.

ruben h., tübingen

Die Wirtschaft muss immer weiterwachsen, damit die Arbeitsplätze, die ständig durch den Einsatzt von neueren, besseren Maschienen verloren gehen, neu entstehen können. Beispiel: Eine Fabrik führt, um die Kosten zu senken, ein neues Verfahren ein, bei dem ein ganzer Arbeitsschritt, der zuvor von menschen ausgeführt worden ist, nun von Maschienen erledigt wird. Die "frei gewordenen" Arbeitskräfte finden nur unter der Bedingung eine neue Stelle, dass die Wirtschaft gewachsen ist, d.h., dass entweder die gleiche Fabrik beschließt, mehr zu produzieren und die Angestelltenzahl in den verbleibenden, von Menschen ausgeführten Arbeitsschritten erhöht, oder dass woanders, vielleicht bei der Herstellung eines ganz neuen Produkts, neue Stellen entstehen.

Konrad Keese PO Box 6181 Adelaide South Australia 5000 konradkeese@hotmail.com

Da die endlose Akkumulation von Kapital der Motor und die Rechtfertigung des Kapitalismus sind, ist Wachstum des Kapitals das notwendige und einzige Mittel zu diesem Zweck, weil nicht investiertes Kapital langsam dahinschwindet. Das ist einer der wenigen Faktoren, uber den sich die Wirtschaftswissenschaftler aller Richtungen einig sind.

Umlandt Gerhard, Altötting

Nein, eine Wirtschaft muss nicht immer wachsen, wofür Deutschland das beste Beispiel ist. Man kann systematisch Shareholder Value - Pflege betreiben und hunderttausende und Millionen Leute entlassen: die Anleger haben dann gesteigertes Vertrauen in die Unternehmen. Man kann die Firma auch gleich ganz ins Ausland ausflaggen: von Ministerpräsidenten bekommt man dann einen Orden umgehängt und in der Presse wird man als "erfolgreicher Unternehmer" gefeiert (so wie im Fall des Eggenfeldener Kapitalisten Sieg mit seiner KMP, die refilled Computercartouchen herstellt). Vor allem muss man in allen Medien - auch dem STERN - ununterbrochen den Eindruck erwecken, wie toll es ist, wenn die Aktienkurse gestiegen sind: Großspekulanten haben dann ihren Reibach gemacht und die Volkswirtschaft hat das Nachsehen! (Die Absatzzahlen des STERN sind doch in den letzten 15 Jahren zurückgegangen, oder? Sehen Sie, der kleine Mann hätte sich eine Illustrierte gekauft; jetzt ist das Geld bei den Spekulanten angekommen, die geben ihr Geld nicht für Volks-Illustrierte aus!) Überhaupt ist die Frage schon von gestern! Wen interesiert in Wahrheit noch das Wirtschaftswachstum. Getarntes Schmiergeld in Form von Aufsichtsratsposten oder gleich richtiges kriminelles Schmiergeld, DAS ist, was die heutige Politik noch interessiert! Bitte etwas mehr Aktualität!

A; Helmut Fickenwirth Durham New Hampshire USA

Psst! Darueber spricht man nicht! Denn dss ist ein Fluch der auf jeder kapitalistischen Wirtschaft ruht.Finanzielle Transaktionen sind chronisch unausbalanciert. Wachstum verhindert dass sich im Laufe der Zeit das gesamte Geld in den Haenden einer Gesellschaftsschicht sammelt und der wirtschaftlich schwaechere Teil der Gesellschaft ueberhaupt keines mehr hat. In die Wirtschaft muss deshalb stets neues Geld gepumpt werden. Eine groessere Geldmenge aber hat Inflation zur Folge es sei denn dass auch die Menge der angebotenen Waren und Dienstleistungen mitsteigt. Aber ewig kann die Wirtschaft nicht ununterbrochen wachsen. So gibt es eben in schoenen regelmaessigen Abstaenden einen wirtschaftlichen Kollaps- dann kanns wieder von vorn los gehen. Mit einen Krieg laesst sich das auch bewerkstelligen. Das weiss zwar jeder Wirtschaftsprofessor und jeder Politker. Leider sind meisten von ihnen zu sehr angepasst als dass sie es wagten die Leute darauf aufmerksam zu machen.

A; Helmut Fickenwirth Durham New Hampshire USA

Psst! Darueber spricht man nicht! Denn dss ist ein Fluch der auf jeder kapitalistischen Wirtschaft ruht.Finanzielle Transaktionen sind chronisch unausbalanciert. Wachstum verhindert dass sich im Laufe der Zeit das gesamte Geld in den Haenden einer Gesellschaftsschicht sammelt und der wirtschaftlich schwaechere Teil der Gesellschaft ueberhaupt keines mehr hat. In die Wirtschaft muss deshalb stets neues Geld gepumpt werden. Eine groessere Geldmenge aber hat Inflation zur Folge es sei denn dass auch die Menge der angebotenen Waren und Dienstleistungen mitsteigt. Aber ewig kann die Wirtschaft nicht ununterbrochen wachsen. So gibt es eben in schoenen regelmaessigen Abstaenden einen wirtschaftlichen Kollaps- dann kanns wieder von vorn los gehen. Mit einen Krieg laesst sich das auch bewerkstelligen. Das weiss zwar jeder Wirtschaftsprofessor und jeder Politker. Leider sind meisten von ihnen zu sehr angepasst als dass sie es wagten die Leute darauf aufmerksam zu machen.

Martin Seidel,81543 München

Die Wirtschaft wächst bei uns schon lange nicht mehr.Es handelt sich lediglich um eine volksverdummende Behauptung unserer unfähigen Politiker aller Parteien;sie verdummen uns wie seinerzeit totalitäre Regimeführer! Die Bevölkerung altert,schrumpft,und viele haben keine Lust mehr;Haushalte haben alles und den Rest können sie sich auf Flohmärkten billig besorgen;also warum konsumieren? Die Inflationsrate wird ab jetzt stets höher liegen als das Wachstum.Und wenn Kapitalismus nur mit Wachstum einhergeht,dann funktioniert er wie der Kommunismus auch nicht mehr lange. Weltwirtschaftskrise hatten wir schon mal. Irgendwann müssen wir die größenwahnsinnigen Schulden des George Double-U. Bush+der U.S.Rüstungsindustrien mitbezahlen,auch wenn es niemand wahrhaben will. Von den Milliarden gefälschter Dollar,die in der Welt im Umaluf sind,gar nicht zu reden.

Michael Bunse, Köln

Zinsen erzwingen "Wachstum", auch wenn dies teilweise nur auf dem Papier erfolgt. Daher auch die ansonsten widersinnige Aussage, beim Fehlen von Wachstum sei das wirtschaftliche Gleichgewicht gestört. Denn die Zinsen laufen weiter, auch wenn die Güterproduktion stagniert.

Botero Regensburg

Weil sich der vorlkswirtschaftliche Kapitaltock durch das in ihm gebundene Produktionskapital abnutzt. Diese Abnutzung muß in einer Produktionsperiode mindestens ersetzt werden um eine Schrumpung zu vermeiden. Umd diesen Verbrauc muß die Wirtschat also ( netto!) wachsen

Carsten Krystofiak, Münster

Muss sie nicht. Grenzenloses »Wachstum« ist kein Naturgesetz, sondern Manager-Pornografie. Weil Politiker nicht mehr volkswirtschaftlich, sondern lieber BWL-mäßig denken, plappern sie den Unsinn gerne nach.

Frank Heitmeyer, Hamburg, frank@evosonic.de

Ich halte dieses Wachstumsaxiom für falsch, und ursächlich hauptverantwortlich für das ständige Gerede von Krisen und Risiken. Wir Kinder dieser Selbst-Täuschung werden wir in der Folge so konditioniert, dass wir immer 'mehr' wollen. Dieses 'mehr' hat als ständiges Ziel einen entscheidenden Nachteil: Es ist nicht erreichbar! Damit beschreibt das ständige Streben nach 'mehr' einen Zustand der - dann ebenfalls ständigen - Unzufriedenheit. Denn unser wirkliches Ziel liegt innen: Gelassene Zufriedenheit. Das Ziel liegt innen, wir hetzen aber ständig draußen nach sinnentleerten Symbolen. Da uns diese das gewünschte Gefühl des Glücks nicht liefern können, stolpern wir von einem Frust zum Nächsten.

sabine, köln

weil die gesamtbevölkerung steigt und somit auch der verbrauch und entl. der mindestlebensstandart...

Enno Janssen, Kiel

Weil sich bei einer Stagnation oder gar Deflation der Wohlstand zwangsläufig verringert. Mehr Arbeitslose, weniger Investionen, geringere Kaufkraft, Unternehmen gehen insolvent, Gehälter sinken, usw. Ein wirtschaftlicher Teufelskreislauf. Daher muss die Wirtschaft zwangsläufig (im Idealfall) ständig wachsen, wobei eine Inflationsrate um die 2% für eine Volkswirtschaft als ideal angesehen wird.

LaZaR , Internet

Wirtschaftswachstum wird in Umsatzzunahme (Geld) gemessen. Alte Sachen kosten immer weniger, da die Herstellung rationalisiert wird. Nur neue Sachen bringen mehr Geld, sind teurer, benötigen mehr Aufwand. Sprich solange es Fortschritt gibt, sollte die Wirtschaft wachsen. (natürlich in Abhängigkeit der Verbraucherzahlen)

Richard Binder, Gummersbach

Wachstum wirkt sich aus durch mehr produzierte Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Der Güterkonsum der Haushalte, Unternehmen, Staat und Ausland hat zugenommen. Das hat zur Folge, dass Investitionen getätigt werden, um diese Güter zu produzieren, dazu kommen noch Investitionen für Ersatz und Modernisierung. Steigende Investitionen / Innovationen schaffen/sichern Arbeitsplätze die wiederum mehr Wohlstand für die Bevölkerung erzeugen und einen Anreiz / Grundlage für Einwanderung, Bevölkerungswachstum, längeres Leben vorhandener Konsumenten schaffen, die wiederum den Konsum steigern. Somit wächst die Wirtschaft mit steigendem Konsum.

Alexandra aus Köln

Weil durch zunehmenden technischen Fortschritt und damit einhergehende Rationalisierung die Arbeitslosigkeit steigen und dadurch der durchschnittliche Lebensstandard sinken würde. Durch eine wachsende Wirtschaft können wir mehr kaufen und es geht uns (zumindest dem Großteil der Bevölkerung) besser.

Stefan Forstner, Utting

Sie muß gar nicht, das ist ersrtaunlich. Nur wer seine Kreditwürdigkeit darauf aufbaut, daß er jedes Jahr mehr einnimmt, der muß auch jedes Jahr mehr arbeiten. Sonst führt ihn das direkt in den Bankrott. So unser Staat, der alleine 25% seines jährlichen Haushalts nur für Zins und Tilgung alter Schulden ausgibt und jedes Jahr neue Schulden macht. Damit er neues Kapital bekommt, muß er nachweisen, daß er sie irgendwann zurückzahlen kann. Was machen deshalb unsere Politiker: Sie trommeln, das die Bevölkerung mehr arbeiten soll und nennen das dann den Zwang zu mehr Wachstum. Wenn sie zugeben würden, daß bei einer solchen Politik niemand mehr Lust auf härteres Arbeiten hat, wäre klar, daß sie ihre Schulden nicht zurückzahlen können und sie auch kein neues Geld bekommen. Wessen Kapital ist das nun? Es sind größtenteils unsere Ersparnisse, ganz besonders die für unsere Rente. Wer die in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren zahlen soll, kann heute niemand sagen oder er lügt. Denn Rücklagen sind nicht vorhanden. Damit aber das Kartenhaus nicht schon heute einstürzt, (Wir wären auf einen Schlag alle Ersparnisse los und der Staat hätte keine Schulden mehr, so geht das) redet man davon, d! aß wir in Zukunft immer mehr arbeiten und konsumieren werden. Und das nennt man dann Wachstum. Glücklich der, der daran glaubt.

Fr.Baum, Future

Weil darauf dümmlicherweise die gierige Steuergesetzgebung aufgebaut ist. ReGierUng Ein Gleichgewicht, auch nur annähernd versucht zu halten, wird dadurch unmöglich. Was sich ausdehnt, ist unwillkürlich zum Sterben verurteilt. Micro- bzw.Macroskopisch.

Gabriel, Elmshorn

Eine Wirtschaft muss immer wachsen, weil das Wirtschaften der Bedürfnisbefriedigung der in dem entsprechenden Wirtschaftraum lebenden Personen dient. Nach dem Motto "Je mehr, desto gut" leben die Teilnehmer eines Wirtschaftsraumes. Bedürfnisse werden nie komplett befriedigt. Aber indem die Wirtschaft wächst, kommt man dem Ziel der Bedürfnisbefriedigung näher, da mehr Güter auf die Gesamtzahl der in dem Wirtschaftsraum lebenden Personen entfallen/die in dem Wirtschaftsraum lebenden Personen mehr Geld für die erbrachten Leistungen verdienen, das sie in den Konsum (und damit in die Bedürfnisbefriedigung) stecken können.

Fritz Stumm, Mannheim

Nicht jede Wirtschaft muß immer weiter wachsen... nur eine mit funktionsfähigem Geld .. dazu gehört eine unabhängige Zentralbank, die gegen Zinsen Geld emittiert, und zB gesicherte Eigentumsrechte. Ist das gegeben, muß sie wachsen, da die Schuldner der Zentralbank wegen des Zinses immer mehr zurückgeben müssen, als sie erhalten haben. Eine funktionstüchtige Zentralbank erzwing Wirtschaftswachstum über jede Grenze. Das bedeutet Wertsteigerung unter Ressourcenschonung, der Umwelt genauso wie im Moment auch einer ziemlichen Schonung der ressorce "Arbeitskraft".....

kaliber, Trunkenheim

Eine Wirtschaft muss immer auf stetes kontinuierliches Wachstum programmiert sein. Vielleicht lässt es sich so mit diesem kleinen Einblick in den Wirtschaftskreislauf. etwas verkürzt, ganz gut darlegen: Nehmen wir einmal eine ganz normale Biergartenwirtschaft. Wenn hier eine Unterbrechung (auch einfach nur Brechung oder auch Brechen genannt) bei Wirtschafsteilnehmern auftritt, hat das schwerwiegende entscheidende wirtschaftliche Folgen. Die Biergartenwirtschafts-Brecher sind nicht mehr in der Lage, wie gewohnt geregelten Konsum nachzukommen. Die Folge ist eine gravierende Unterbrechung des Bierflusses. Fässer bleiben voll, Flaschen in den Kästen und gerade auf leere Fässer und leere Flaschen sind ja Brauereien bekanntlich angewiesen. Nur deshalb wird ja getrunken, weil Brauereien ständig leere Gebinde dringend benötigen.Werden Brauereien nicht mehr mit Leergut versorgt, kann kein Bier gebraut werden. Die Brauer melden Kurzarbeit an.Im schlimmsten Falle müs! sen sie sogar geschlossen werden. Die Landwirtschaft bleibt auf Getreide und Hopfen sitzen und muss noch mehr subventioniert werden. Die Steuern steigen. Es gibt Ärger über die hohen Steuern bei den Gartenwirtschaftsbesuchern, die in den Biergartenwirtschaften über die hohen Steuern diskutieren. Nun hat sich der Kreis geschlossen, es beginnt wieder eine erneute Brechung bei weiteren Wirtschaftsteilnehmern, und..... siehe oben. Lassen wir es nicht zu einem solchen Desaster kommen, es wäre die wirtschaftliche Apokalypse.

Hans aus der Wirtschaft

muß nicht,kann. Wenn nicht dann kommt der Insovenzverwalter und räumt auf.Fazit : gehe erst in eine Wirtschaft wenn schon aufgeräumt wurde.

Mitsch

Weil die Anzahl der Verbraucher wächst. Immerhin muß das Mehr an Ver- und Gebrauchern auch befriedigt werden. Außerdem muß der steigenden Profitgier einiger Weniger begegnet werden... gegrüßt!

Heinz Vinzenz, 81379 München

Das liegt am Konkurrenzdruck der anderen Volkswirtschaften, die alle wettbewerbsfähig sein wollen und ihr Bruttoinlandsprodukt somit steigern müssen. Würde keine einzige Volkswirtschaft ihr Wachstum steigern, müsste man selbst nicht unbedingt sein Wachstum steigern.

Heinz Vinzenz, 81379 München

Das liegt am Konkurrenzdruck der anderen Volkswirtschaften, die alle wettbewerbsfähig sein wollen und ihr Bruttoinlandsprodukt somit steigern müssen. Würde keine einzige Volkswirtschaft ihr Wachstum steigern, müsste man selbst nicht unbedingt sein Wachstum steigern.