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+++ Newsticker zur Krim-Krise +++: Ukrainische Armee in Alarmbereitschaft versetzt

Die Krise auf der Krim droht zur internationalen Krise zu werden. 6000 russische Soldaten sollen auf der Halbinsel gelandet sein. Ein Rückblick auf den Tag im stern.de-Newsticker.

+++ 20.48 Uhr: Ukraine bittet Sicherheitsrat um Schutz +++

Die Ukraine hat die vier übrigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates um Schutz vor Russland gebeten. "Wir fordern die USA, Großbritannien, Frankreich und China auf, die Souveränität unseres Landes zu garantieren und bei (Russlands) Präsident Wladimir Putin darauf zu drängen", sagte der ukrainische UN-Botschafter Juri Sergejew am Samstag am Rande einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates.

Sergejew nannte den Einsatz russischer Soldaten auf der Krim eine Aggression. "Nach allen Regeln, die die Vereinten Nationen aufgestellt haben, ist das eine Aggression." Russische Truppen würden die ukrainischen Streitkräfte und die Küstenwache blockieren. "Sie sind schon vor Tagen auf der Krim einmarschiert und ihre Zahl ist groß." Russische Transportmaschinen würden Soldaten einfliegen und auch Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24 seien im Einsatz.

+++ 20.37 Uhr: Ukrainische Armee in Alarmbereitschaft +++

Nach Russlands Entscheidung über einen möglichen Militäreinsatz in der Ukraine hat in Kiew Interimspräsident Alexander Turtschinow volle Kampfbereitschaft angeordnet. "Ich gebe den Befehl, alle Militäreinheiten in volle Kampfbereitschaft zu versetzen", sagte Turtschinow am Samstag. Russland habe für seinen "Akt der Aggression" keine Grundlage. "Alle Erklärungen über Gefahren für russische Staatsbürger oder russischsprachige Ukrainer sind erdacht", sagte er. Russland hatte gedroht, zum Schutz seiner eigenen Bürger Militär auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim einzusetzen.

+++ 20.05: Hollande warnt Russland vor Gewalt in der Ukraine +++

Der französische Präsident François Hollande hat Russland vor einer Intervention in der Ukraine gewarnt. "Der Einsatz von Gewalt durch Russland wäre eine reelle Bedrohung der territorialen Integrität und der Souveränität des Landes" hieß es in einer Mitteilung des Élyséepalastes vom Samstag. Bei dem Sondertreffen am Montag in Brüssel sollten die EU-Außenminister "ein rasches und koordiniertes europäisches Vorgehen beschließen", hieß es.

+++ 18.10 Uhr: Putin will Entwicklung abwarten

Kremlchef Wladimir Putin will seinen Befehl für einen Militäreinsatz auf der Krim von der weiteren Entwicklung der Lage auf der Halbinsel abhängig machen. Das teilte Putins Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge am Samstag mit.

Unterdessen hat der tschechische Präsident Milos Zeman Russland vor den Folgen eines militärischen Eingreifens in der Ukraine gewarnt. Er könne zwar die Interessen der russischsprachigen Mehrheit auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim nachvollziehen. Doch die Erfahrung aus dem sowjetischen Einmarsch in Prag vom August 1968 laute, so Zeman am Samstag: "Jegliche Militärintervention schafft einen tiefen Graben, der sich über Generationen hinweg nicht mehr überwinden lässt."

+++ 17.48 Uhr: Nato-Länder beraten sich ständig +++

Angesichts der russischen Militäraktivitäten auf der zur Ukraine gehörenden Krim gibt es "enge Konsultationen" der 28 Nato-Verbündeten. Dies teilte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Samstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. "Eine Deeskalation der Lage auf der Krim ist dringend nötig", meinte Rasmussen. Russland müsse die Souveränität, territoriale Integrität und die Grenzen den Ukraine respektieren.

Der Außenminister des Nato-Mitglieds Litauen, Linas Linkevicius, forderte ebenfalls via Twitter, der Einsatz russischer Truppen in der Ukraine müsse bei Treffen des Nordatlantikrates und des Nato-Russland-Rates diskutiert werden. Linkevicius: "Artikel 4 des Nato-Vertrages wird wirksam." In diesem Artikel heißt es: "Die Parteien werden einander konsultieren, wenn nach Auffassung einer von ihnen die Unversehrtheit des Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist."

+++ 17.37 Uhr: UN-Sondergesandter sagt Krim-Reise ab +++

Der UN-Sondergesandte Robert Serry hat eine geplante Reise auf die Schwarzmeer-Halbinsel Krim abgesagt. Gemeinsam mit den lokalen Behörden sei er zu dem Schluss gekommen, dass eine Reise dorthin derzeit nicht möglich sei, teilte Serry am Samstag per Mitteilung mit. Ursprünglich hatte er auf Bitten von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Lage auf der Krim untersuchen und alle Beteiligten zur Zurückhaltung auffordern wollen. Stattdessen werde er nun nach Genf reisen. Von dort aus wolle er am Sonntag UN-Chef Ban über seine Erkenntnisse informieren und über das weitere Vorgehen beraten.

+++ 17.18 Uhr: Zweite Dringlichkeitssitzung der UN +++

Angesichts der eskalierenden Lage in der Ukraine hält der UN-Sicherheitsrat nach Angaben von Diplomaten eine weitere Dringlichkeitssitzung ab. Das Gremium komme am Samstag in New York um 14.00 Uhr Ortszeit (20.00 Uhr MEZ) für eine zweite Runde von Krisengesprächen binnen 24 Stunden zusammen, erklärte der britische UN-Botschafter Mark Lyall Grant über den Kurznachrichtendienst Twitter. Demnach hat Großbritannien die Sitzung beantragt.

+++ 16.53 Uhr: Klitschko fordert "Generalmobilmachung" +++

Der ukrainische Präsidentschaftskandidat Vitali Klitschko ruft zur "Generalmobilmachung" in seinem Land auf.

+++ 16.47 Uhr: EU-Außenministertreffen wohl am Montag +++

Angesichts der explosiven Lage in der Ukraine werden die EU-Außenminister nach Angaben von Diplomaten in den kommenden Tagen zu einer Krisensitzung zusammenkommen. Im Gespräch sei ein Treffen "Anfang der nächsten Woche" in Brüssel, sagte am Samstag ein ranghoher Diplomat, der nicht namentlich genannt werden wollte. Ein anderer Diplomat erklärte, vermutlich werde die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton die Sitzung für Montag einberufen.

+++ 16.30 Uhr: Putin soll Botschafter aus USA abziehen +++

Nach dem Willen des Oberhauses im russischen Parlament, dem Föderationsrat, soll Präsident Wladimir Putin den Botschafter des Landes aus den USA abziehen. US-Präsident Barack Obama hatte Russland vor einem Militäreinsatz in der Ukraine gewarnt.

+++ 16.20 Uhr: Oberhaus genehmigt Militäreinsatz +++

Das Oberhaus des russischen Parlamentes, der Föderationsrat, hat die Entsendung von Truppen in die Ukraine gebilligt. Putin nannte als Begründung für seinen Antrag die "außergewöhnliche Lage" in der Ukraine und eine "Bedrohung" für die dort lebenden russischen Staatsbürger.

+++ 15.54 Uhr: Turtschinow berät sich mit Sicherheitskräften +++

Der ukrainische Übergangspräsident Alexander Turtschinow hate eine Sitzung mit den Spitzen der Sicherheitskräfte einberufen.

+++ 15.40 Uhr: Klitschko beklagt "unglaubliche Aggression" +++

Der ukrainische Präsidentschaftskandidat Vitali Klitschko spricht angesichts des drohenden Militäreinsatzes von einer "unglaubliche Aggression Russlands". Es handle sich um einen "bewaffneten Einbruch". "Es geht ausschließlich um die Provokation", so Klitschko in einer Video-Liveschaltung zu einer Diskussionsveranstaltung in Paderborn.

+++ 15.04 Uhr: Putin spricht von "Bedrohung" russischer Staatsbürger +++

Putin will die Armee in der Ukraine einsetzen, bis sich die politische Lage wieder normalisiert hat, wird Putin in einer Erklärung des Kremls zitiert. Putin begründet seinen Antrag an den Senat, das Oberhaus des Parlaments, mit der "außergewöhnlichen Lage" in der Ukraine und der "Bedrohung" für die dort lebenden russischen Staatsbürger.

+++ 14.58 Uhr: Föderationsrat stimmt Militäreinsatz auf Krim zu +++

Der russische Föderationsrat stimmt einer Bitte von Kremlchef Wladimir Putin um einen Militäreinsatz auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim zugestimmt. Das meldete die Agentur Interfax.

+++ 14.53 Uhr: Putin beantragt Truppenentsendung +++

Kremlchef Wladimir Putin hat den russischen Föderationsrat um Zustimmung für einen Militäreinsatz auf der Krim gebeten. Das meldet die Agentur Interfax.

+++ 14.07 Uhr: "Wer Feuer ins Öl gießt, will eine Eskalation" +++

Außenminister Frank-Walter Steinmeier via Twitter: "Wer jetzt mehr Öl ins Feuer gießt, will bewusst eine Eskalation herbeiführen."

+++ 14.06 Uhr: Verwaltung in Charkow besetzt +++

Bei Protesten gegen die neue ukrainische Regierung besetzen in der Stadt Charkow an der Grenze zu Russland prorussische Kräfte das Gebäude der Gebietsverwaltung. Regierungstreue Kräfte, die das Haus im Zuge monatelanger Massenproteste in Kiew besetzt hatten, sind gewichen. Aktivisten haben auf dem Gebäude die russische Flagge sowie die Fahne von Charkow gehisst. Sie skandieren: "Charkow und Russland!" Auch in anderen mehrheitlich von Russen bewohnten Gebieten der Ukraine soll es Prostest geben.

+++ 14.24 Uhr: EU-Außenpolitiker fürchtet Rückfall in Kalten Krieg +++

Der EU-Außenpolitiker Elmar Brok befürchtet durch die Krise in der Ukraine und auf der Krim gravierende Auswirkungen auf die politische Lage in Europa: "Ich habe den Eindruck, Russland hat sich entschlossen, die Krim zurückzuholen", so der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im EU-Parlament am Rande einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung.

+++ 13.19 Uhr: Russland hält Militäreinsatz für möglich +++

Der russische Föderationsrat hält den Einsatz eines begrenzten Kontingents an Streitkräften für eine Normalisierung der Lage für zulässig. Das Oberhaus in Moskau lasse diese Möglichkeit zum Schutz der Bürger und der russischen Schwarzmeerflotte zu, sagt Föderationsratschefin Valentina Matwijenko laut Interfax.

+++ 13.04 Uhr: Bund zwischen Krim-Führung und Flotte +++

Die prorussische Krim-Regierung sowie die auf der Halbinsel stationierte russische Schwarzmeerflotte haben eine Zusammenarbeit bei der Sicherung der öffentlichen Ordnung vereinbart. Dies meldet die Staatsagentur Itar-Tass. Gewährleistet werde nicht nur ein gemeinsamer Schutz der russischen Marinestützpunkte, sondern auch die öffentliche Ordnung, heißt es.

(Die Piraten-Politikerin Marina Weisband stammt aus der Ukraine und hält seit Beginn der Krise engen Kontakt in ihr Heimatland.)

+++ 12.29 Uhr: Merkel bekräftigt territoriale Unversehrtheit +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigt die Forderung nach territorialer Unversehrtheit der Ukraine. "Was auf der Krim geschieht, besorgt uns", sagt sie während einer Veranstaltung der EU-Kommission in Berlin. Ihre Aussage ist offensichtlich an die Adresse Russlands gerichtet. Nach eigenen Angaben ist die Knazlerin im Kontakt mit Verantwortlichen in Kiew, Moskau und Washington.

+++ 12.29 Uhr: Duma fordert von Putin Hilfe für Krim-Bürger +++

Die russische Staatsduma fordert Kremlchef Wladimir Putin dazu auf, der neuen moskautreuen Regierung auf der Krim Beistand beim "Schutz der Bürger" zu leisten. Es seien Schritte für eine Stabilisierung der Lage nötig, so Parlamentschef Sergej Naryschkin kaut Agentur Interfax. Welche Schritte er damit konkret meint, ist nicht überliefert.

+++ 11.55 Uhr: Krim-Regierung zieht Referendum vor +++

Die Regionalregierung der Krim verlegt das geplante Referendum über den künftigen Status der autonomen Region um knapp zwei Monate vor. Die Bewohner der russisch geprägten Halbinsel sollen laut einer Sprecherin von Regionalpräsident Aksjonow am 30. März über die Autonomierechte abstimmen. Ursprünglich hatte das Krim-Parlament beschlossen, die Abstimmung am 25. Mai parallel zur Präsidentschaftswahl in der Ukraine zu organisieren.

+++ 11.29 Uhr: Interfax: Zweite Flugplatz besetzt +++

Die Agentur Interfax meldet, russische Streitkräfte hätten einen zweiten Militärflugplatz auf der Krim unter ihre Kontrolle gebracht. Die Agentur beruft sich auf Militärkreise.

+++ 11.04 Uhr: Russland spricht seinerseits von Provokation +++

Die Russland hat seinerseits die neue ukrainische Führung aufgefordert, auf "Provokationen" auf der Krim zu verzichten. "Wir halten es für äußerst unverantwortlich, die ohnehin gespannte Lage auf der Krim weiter anzuheizen", heißt es aus dem Moskauer Außenministerium. Aus Kiew entsandte Truppen hätten in der Nacht zum Samstag versucht, das Innenministerium der Krim-Republik einzunehmen. Bei der erfolgreichen Abwehr der Gerbäudeübernahme habe es Verletzte gegeben.

+++ 10.41 Uhr: Polen fordert Stopp der Provokationen +++

Polen schaltet sich in die diplomatischen Aktivitäten um den Krim-Konflikt ein. Das Außenministerium in Warschau teilt mit: "Wir fordern ein Ende der provozierenden Truppenbewegungen auf der Halbinsel Krim." Es bestehe die Gefahr, dass Entscheidungen auch militärischer Art, die in den kommenden Tagen getroffen würden, nicht wieder gutzumachende Folgen für die internationale Ordnung haben könnten.

+++ 10.20 Uhr: Ukraine fordert Rückzug russischer Soldaten +++

Der amtierende ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk fordert Russland auf, seine Truppen von der Krim abzuziehen. Es gebe gegenwärtig einen "unzulässigen Aufenthalt" russischer Soldaten. "Wir fordern die Regierung der Russischen Föderation und die Machthaber auf, ihre Streitkräfte zurückzuziehen und in den vorgesehenen Stützpunkten unterzubringen", so Jazenjuk. Er betont aber auch: Die Ukraine wwird auf Provokationen nicht mit Gewalt reagieren.

+++ 9.39 Uhr: Luxemburg fordert Sondersitzung der EU-Außenminister +++

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn fordert eine rasche Sondersitzung der EU-Außenminister. "Das Treffen muss Sonntagabend oder spätestens Montag stattfinden", so Asselborn. Eine Sitzung des höchsten UN-Gremiums am Freitag zur Ukraine habe gezeigt, dass die Europäer und Russland nicht einig seien. "Umso wichtiger ist, dass die EU geschlossen auftritt", sagt Asselborn.

+++ 9.31 Uhr: Kiew versetzt Militär in Alarmbereitschaft +++

Die Ukraine versetzt das Militär auf der Halbinsel Krim in Alarmbereitschaft. Russland habe zuletzt 6000 zusätzliche Soldaten in die Region verlegt, begründet das Verteidigungsministerium in Kiew die Entscheidung.

+++ 9.07 Uhr: Moskau prüft Bitte der Krim-Führung um Hilfe +++

Russland prüft die Bitte der neuen Krim-Führung um Beistand. Man lasse ein entsprechendes Ersuchen von Regierungschef Sergej Aksjonow an Präsident Wladimir Putin nicht unbeantwortet, sagt ein Kreml-Mitarbeiter.

+++ 8.25 Uhr: Krim-Regierungschef ruft Moskau zu Hilfe +++

Der neugewählte Regierungschef der autonomen Teilrepublik bittet Russland um Unterstützung. "Aus Verantwortung für das Leben und die Sicherheit der Bürger bitte ich den russischen Präsidenten Wladimir Putin um Hilfe bei der Sicherung von Frieden und Ruhe auf dem Gebiet der Krim", so Sergej Aksjonow in einer im russischen Fernsehen ausgestrahlten Botschaft.

+++ 7:49 Uhr: Aksjonow übernimmt Befehlsgewalt +++

Sergej Aksjonow, neuer Regierungschef auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim, übernimmt nach eigenen Angaben vorübergehend die Befehlsgewalt. Die Truppen des Innenministeriums, des Geheimdienstes SBU sowie die Flotte, der Zivilschutz und andere Dienste hätten nun seinem Kommando zu folgen, teilt Sergej Aksjonow mit. "Wer nicht einverstanden ist, den bitte ich, den Dienst zu verlassen", sagt er.

+++ 6.57 Uhr: Russland verteidigt Handeln auf der Krim +++

Russland weist Vorwürfe der Ukraine einer Militärintervention auf der Halbinsel Krim zurück. "Wir haben einen Vertrag mit der Ukraine über die Präsenz der russischen Schwarzmeerflotte. Und wir handeln im Rahmen dieser Vereinbarung", so der russische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Witali Tschurkin.

+++ 5:53 Uhr: Obama besorgt, Drohung an Moskau +++

US-Präsident ist besorgt über die Lage auf der Krim. In einer hastig anberaumten Pressekonferenz in Washington droht er Moskau: Jede Verletzung der Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine werde einen "Preis" haben. Als erste Konsequenz könnte Obama dem G-8-Gipfel im Juni in Sotschi fern bleiben.

+++ 5.53 Uhr: Sondergesandter spricht von "bewaffneter Invasion" +++

Der Sondergesandte der ukrainischen Präsidentschaft auf der Krim, Sergej Kunizyn, spricht angesichts der Truppenverlegung russischer Soldaten von einer "bewaffneten Invasion". Demnach landeten 13 russische Flugzeuge mit jeweils 150 Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Gwardeiskoje in der Nähe der Krim-Hauptstadt Simferopol. Übergangspräsident Alexander Turtschinow ruft Russlands Präsidenten Wladimir Putin auf, umgehend die "nackte Aggression gegen die Ukraine" zu stoppen.

+++ 2.56 Uhr: Weisband: "Mir wird immer unwohler" +++

Die Piraten-Politikerin Marina Weisband stammt aus der Ukraine und beobachtet die Entwicklung auf der Krim von Deutschland aus. Über Twitter gibt sie immer wieder Informationen, die sie erreichen weiter. Gleiches gilt für die aktuelle Stimmungslage:

+++ 0.14 Uhr: Ukraine beschwert sich bei UN +++

Die Ukraine wirft Russland vor dem UN-Sicherheitsrat massive Grenzverletzungen vor. "Wir betrachten das als Aggression", sagt der ukrainische Botschafter Juri Sergejew. Deshalb ruft die Regierung meines Landes die Vereinten Nationen auf, diese Verletzungen zu verurteilen."