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Ukraine-Krise: Dutzende Menschen sterben in brennendem Gebäude

Im Osten der Ukraine läuft eine Offensive der Armee gegen die Separatisten, Moskau ruft nach der UN und in Odessa sterben dutzende Menschen: Der Tagesrückblick im stern.de-Newsticker.

+++ 22.27 Uhr: Neue Hoffnung für Geiseln +++

Die moskautreuen Separatisten wollen ihre OSZE-Geiseln nach russischen Angaben unter Bedingungen freilassen. Die festgehaltenen Militärbeobachter sollten in die Obhut des russischen Sondergesandten Wladimir Lukin kommen, der sich derzeit in der Ostukraine aufhalte, teilt das Außenamt in Moskau mit. Voraussetzung sei, dass Lukins Mission nicht von ukrainischen Truppen behindert werde.

+++ 21.40 Uhr: Zahl der Toten in Odessa korrigiert +++

Nach dem Brand des Gewerkschaftshauses in Odessa herrscht Unklarheit über die genaue Zahl der Opfer. Nachdem in ersten Berichten der Behörden von 38 Toten die Rede war, heißt es nun, mindestens 31 Menschen seien ums Leben gekommen. Das Feuer sei im zentralen Haus der Gewerkschaften ausgebrochen, so die Polizei.

+++ 21.36 Uhr: Armee rückt in Slawjansk vor +++

Ukrainische Regierungstruppen dringen gegen Warnungen aus Russland mit schweren Waffen ins Zentrum von Slawjansk ein. Zwei Soldaten seien bei einem Feuergefecht getötet worden, teilt das Verteidigungsministerium in Kiew mit. Die russische Staatsagentur Itar-Tass meldet, das Hauptquartier der prorussischen Aktivisten, die die Stadt seit Wochen kontrollieren, liege unter Beschuss. Die Agentur Interfax zitiert Separatisten, wonach elf gepanzerte Fahrzeuge sowie mehrere Busse mit Infanterie ins Zentrum vorgerückt seien.

+++ 21.11 Uhr: Dutzende Tote in Odessa +++

Bei dem Brand des Gewerkschaftshauses in Odessa sind offenbar mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Das ukrainische Innenministerium meldet 38 Tote, wobei 30 von ihnen durch Rauchgasvergiftungen und acht weitere an Verletzungen gestorben seien, die sie sich durch panische Sprünge aus Fenstern zugezogen hätten. Das Feuer sei auf "kriminelle Brandstiftung" zurückzuführen.

+++ 20.07 Uhr: Gewerkschaftsgebäude in Odessa brennt +++

Bei den Auseinandersetzungen in Odessa ist ein Gewerkschaftsgebäude in Brand gesteckt worden. Ein weiterer Mann sei bei den anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen prorussischen Separatisten und Anhängern der Regierung in Kiew getötet worden, teilt die Polizei mit.

+++ 19.28 Uhr: UN-Vertreter reist nach Moskau und Kiew +++

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon schickt seinen Stellvertreter Jeffrey Feltman nach Moskau und Kiew. Feltman werde in der kommenden Woche "ranghohe Beamte und internationale Partner" treffen und sich um eine friedliche Lösung des Konflikts bemühen, wie UN-Chef Ban mitteilt. Feltman werde alle Beteiligten zur größtmöglichen Zurückhaltung und zur Rückkehr zur Diplomatie auffordern. Ban führte aus, er sei "zutiefst besorgt" über die sich verschlechternde Situation im Osten und Süden der Ukraine.

+++ 19.02 Uhr: Steinmeier berät mit Krisenstab über Geiseln +++

Unter Steinmeiers Leitung berät der Krisenstab des Auswärtigen Amts über die Lage in der Ukraine. Dabei geht es nach Angaben des Ministeriums insbesondere um eine Lösung für das Team von westlichen Militärbeobachtern, die seit einer Woche im Osten des Landes festgehalten werden. Unter den sieben Männern sind auch vier Deutsche.

+++ 18.38 Uhr: Drei Tote und 15 Verletzte in Odessa +++

Bei den Krawallen in Odessa zwischen Separatisten und Anhängern der ukrainischen Regierung sind drei Menschen getötet worden. 15 Menschen seien verletzt worden, teilt die Polizei mit.

+++ 18.31 Uhr: Obama: Russland muss Einfluss auf Milizen nutzen +++

Obama fordert Russland auf, seinen Einfluss auf militärische Gruppen in der Ukraine geltend zu machen und sie zur Aufgabe zu bewegen. Laut dem Präsidenten hat Russland nicht das Recht, die territoriale Integrität der Ukraine zu verletzen. Es dürfe auch nicht die Außen- und Innenpolitik seines Nachbarlandes diktieren.

Auch Merkel fordert Putin eindringlich zum Einlenken auf. "Ich hoffe, dass Russland seiner Verantwortung in Zukunft besser gerecht wird", sagt sie. "Dafür müssen wir aber Taten sehen." Ganz wichtig sei zunächst die Freilassung der OSZE-Militärbeobachter.

+++ 18.23 Uhr: Obama droht Putin mit weiteren Sanktionen +++

US-Präsident Barack Obama droht Russland mit weiteren Sanktionen. Es werde rasch zusätzliche Schritte geben, falls Russland die Lage weiter außer Kontrolle bringe, sagt Obama nach einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Obama lobt Merkel, die ein "unverzichtbarer Partner" in der EU und der G7-Gruppe sei. "Danke, dass Du ein so starker Partner in dieser Frage bist", sagt er mit Blick auf die Ukraine. Zugleich kritisiert er die "ungeheuerliche Behandlung" der sieben OSZE-Militärbeobachter in der Ostukraine.

Auch Merkel schließt weitere Sanktionen gegen Russland nicht aus. Die geplanten Wahlen in der Ukraine sollten mithilfe der OSZE so vorbereitet werden, dass sie echte Fortschritte bringen, sagt sie.

+++ 18.04 Uhr: Russland weist Bericht über Saboteure zurück +++

Russland weist die ukrainischen Angaben zurück, wonach bewaffnete russische Saboteure versucht hätten, über die Grenze in die Ukraine zu gelangen. Dieser Bericht entspreche nicht der Realität, meldet die Nachrichtenagentur Itar Tass unter Berufung auf den russischen Geheimdienst FSB.

+++ 17.17 Uhr: UN ruft Sondersitzung ein +++

Der UN-Sicherheitsrat will sich auf Drängen Russlands hin noch heute bei einer weiteren Sondersitzung mit der Krise in der Ukraine befassen. Das Treffen sei für 1800 MESZ angesetzt, wie die Vereinten Nationen mitteilen. Russland beantragte die Sitzung des mächtigsten UN-Gremiums. Moskau übt scharfe Kritik am militärischen Vorgehen der Ukraine gegen Separatisten in der Stadt Slawjansk. Der Rat hatte in den vergangenen Wochen bereits mehrfach Sondersitzungen zur Ukraine abgehalten.

+++ 16.55 Uhr: Ukraine meldet viele tote Separatisten in Slawjansk +++

Bei der Offensive der ukrainischen Armee gegen prorussische Separatisten in der östlichen Stadt Slawjansk gibt es nach ukrainischen Regierungsangaben viele Tote auf Seiten der Gegner Kiews. Davon spricht Interimspräsident Oleksander Turtschinow. Er bestätigt zudem den Tod von zwei ukrainischen Soldaten. "Die Kriminellen haben viele Verluste erlitten: viele wurden getötet, verwundet und es gibt viele Gefangene", sagt er in einer nationalen Fernsehansprache. Die prorussischen Kräfte sprechen dagegen von drei getöteten Kämpfern und drei toten Zivilisten.

+++ 16.46 Uhr: Ein Toter bei Krawallen in Odessa +++

In Odessa wird bei Krawallen zwischen prorussischen Separatisten und Anhängern der Regierung in Kiew ein Mann erschossen. Er sei in die Brust getroffen worden, teilt die Polizei in Odessa mit. Demonstranten hätten Brandsätze und Steine geworfen.

+++ 16.20 Uhr: Zusammenstöße in Odessa +++

In Odessa haben Hunderte mit Schlagstöcken bewaffnete und mit Helmen geschützte prorussische Aktivisten eine Demonstration von 1500 Unterstützern der ukrainischen Regierung angegriffen, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtet. Dutzende Menschen auf beiden Seiten seien verletzt worden. Die Polizei habe versucht, die verfeindeten Gruppen zu trennen.

Odessa war bislang von den Unruhen in der Ostukraine weitgehend verschont geblieben. Die Schwarzmeerstadt hat rund eine Millionen Einwohner.

+++ 16.12 Uhr: Angeblich russische Saboteure gestoppt +++

Kiew meldet, bewaffnete russische Saboteure hätten nach Angaben versucht, in der Nacht in die Ukraine einzudringen. Sie seien von ukrainischen Grenztruppen zurückgedrängt worden, sagt Präsident Alexander Turtschinow. Der Einsatz gegen die Separatisten in Slawjansk werde fortgesetzt.

+++ 15.44 Uhr: Moskau ruft nach UN-Sicherheitsrat +++

Russland fordert, dass sich der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mit der ukrainischen Offensive in Slawjansk befasst. Das melden russische Medien.

+++ 14.30 Uhr: Kiew verbietet angeblich russische Flüge +++

Die Behörden in Kiew haben nach Moskauer Angaben Flüge russischer Airlines nach Charkow und Donezk verboten. Die russische Luftfahrtbehörde spricht von einem "beispiellosen Verstoß gegen internationales Recht". Es drohe die Gefahr einer "humanitären Blockade" in der Ostukraine. In diesen Regionen halten prorussische Milizen in vielen Städten staatliche Gebäude besetzt. Die ukrainische Führung fürchtet, dass sie Verstärkung aus dem nahen Russland erhalten und hat bereits die Einreise für russische Männer stark verschärft.

+++ 14.27 Uhr: Slawjansk soll weiter unter Milizenkontrolle sein +++

Die Armee hat bei ihrer Offensive in Slawjansk nach Angaben prorussischer Aktivisten nur wenige Straßen in Vororten der Großstadt eingenommen. "Den von Kiew kontrollierten Einheiten ist es nicht gelungen, die Stadt zu erobern", sagt ein Sprecher der "Selbstverteidigungskräfte" der Agentur Interfax. Die "Volksmiliz" kontrolliere weiterhin die 125.000-Einwohner-Stadt. Es seien ab und an noch Schüsse zu hören, aber groß angelegte Operationen gebe es nicht mehr. Zuvor hatte "Bürgermeister" Ponomarjow noch eingeräumt, die Regierungstruppen hätten den Bahnhof eingenommen.

+++ 14.11 Uhr: Russland garantiert Gasversorgung bis Ende Mai +++

Russland hat den Kunden in der Ukraine und in der gesamten EU eine ununterbrochene Versorgung mit Erdgas bis Ende Mai zugesichert. EU-Energiekommissar Günther Oettinger sagt in Warschau nach Gesprächen mit den Energieministern Russlands und der Ukraine, man hoffe, den Streit um ukrainische Gasschulden bei Russland und den künftigen Gaspreis bis dahin beenden zu können. Es seien zwei weitere Verhandlungen im Mai vorgesehen.

"Es ist deutlich geworden, dass sowohl Gazprom als auch die ukrainischen Firmen alles tun wollen, um die Lieferverpflichtungen für die Märkte der Mitgliedsstaaten der EU zu erfüllen", so Oettinger. "Garantieren kann man dies nicht", räumt er ein. Alle Beteiligten hätten aber "zugesagt, dass keine Unterbrechungen stattfinden werden".

+++ 13.59 Uhr: Von der Leyen sorgt sich um Geiseln +++

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen äußert sich über die in Slawjansk festgehaltenen OSZE-Beobachter besorgt. Deren Zustand sei am Morgen den Umständen entsprechend gut gewesen. "Doch die Lage ist durch die jüngste Eskalation nicht einfacher geworden." Sie hoffe, dass die Bemühungen um eine Freilassung keinen Rückschlag erlitten.

+++ 13.55 Uhr: Steinmeier spricht von sensibler Phase +++

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sieht die Verhandlungen über die festgehaltenen OSZE-Militärbeobachter in einer sehr sensiblen Phase. Das sagt Steinmeier anlässlich eines Treffens mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton. Die Geiselfrage müsse gelöst und parallel dazu an einer Umsetzung der Genfer Erklärung hin zu einer friedlichen Entwicklung in der Ukraine gearbeitet werden. Das Risiko einer neuen Spaltung Europa bestehe fort. Ashton sagt: "Wir müssen sicherstellen, dass so rasch wie möglich eine Lösung für die Krise gefunden wird."

+++ 13.04 Uhr: Moskau warnt Kiew vor "Katastrophe" +++

Russland warnt vor dramatischen Folgen des Vorgehens der ukrainischen Armee gegen Separatisten. Der Einsatz gegen das eigene Volk führe das Land in die "Katastrophe", erklärt das Außenministerium in Moskau. Es wirft Kiew vor, in der Stadt Slawjansk einen "Vergeltungseinsatz unter Beteiligung der Terroristen" der rechtsextremen Gruppierung Prawy Sektor gestartet zu haben.

+++ 12.23 Uhr: Mutmaßliche Schützen festgenommen +++

Nach den Attacken auf ukrainische Militärhubschrauber nehmen Regierungseinheiten nach eigenen Angaben vier mutmaßliche Schützen fest. Das Verteidigungsministerium veröffentlicht Fotos von vier gefesselten Männern in Zivilkleidung mit über den Kopf gestülpten Säcken. Ein Bild zeigt eine Pistole und einen Ausweis der "Volksrepublik Donezk", die moskautreue Kräfte in der russisch geprägten Region ins Leben gerufen haben.

Nahe der Stadt Slawjansk waren zwei Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24 abgeschossen worden. Zwei Besatzungsmitglieder wurden getötet und weitere verletzt. Eine Maschine vom Typ Mi-8 wurde getroffen, konnte aber sicher landen.

+++ 12.12 Uhr: Kriegsschiffe nach Litauen verlegt +++

Angesichts der Spannungen mit Russland verlegt die Nato fünf Kriegsschiffe nach Litauen. Der litauische Verteidigungsminister Juozas Olekas begrüßt die vier Minenräumboote und ein Versorgungsschiff bei ihrer Ankunft im Hafen von Klaipeda. Die Schiffe stammen aus Belgien, Estland, den Niederlanden und Norwegen und sollen später in Lettland an einer Minenräumübung teilnehmen. Olekas sagt der Nachrichtenagentur AFP, die Schiffe seien "ein weiteres Zeichen der Einheit und Solidarität der Nato".

+++ 11.33 Uhr: "Putin überschätzt Russland", findet Joschka Fischer +++

Im Interview mit der Schweizer Tageszeitung "Blick" sagt Ex-Außenminister Joschka Fischer, er findet, "Putin hat einen Riesenfehler gemacht" und überschätzt Russland. "Russland hat nicht mehr die Fähigkeiten, zurück zur Weltmacht zu kommen, ohne sich umfassend zu modernisieren. Ich sehe diese umfassende Modernisierung nicht", so Fischer.

Die Annektierung der Krim sieht Fischer nicht als Einzelhandlung: "Wladimir Putin ist das Gegenteil eines Irren. Er denkt sehr rational. Lediglich seine Ausgangsposition ist meines Erachtens überhaupt nicht durchdacht. Aber das kommt in der Politik ja öfter vor." Einen neuen Kalten Krieg hält der 66-Jährige jedoch für unwahrscheinlich: "Ich halte nichts davon, zu einer Politik der Einflusszonen zurückzukehren. Man wird Russland am Ende überzeugen müssen, dass es diese Politik nicht durchsetzen kann. Ein neues Containment vielleicht, ein neuer Kalter Krieg - nein."

Das Verteidigunsministerium in Kiew bestätigt den Abschuss von zwei Militärhubschraubern

Das Verteidigunsministerium in Kiew bestätigt den Abschuss von zwei Militärhubschraubern

+++ 9.41 Uhr: Kiew bestätigt zwei abgeschossene Hubschrauber +++

Bei Gefechten gegen prorussische Milizen nahe der ostukrainischen Stadt Slawjansk werden nach Regierungsangaben zwei Militärhubschrauber abgeschossen. Prorussische Kämpfer beschießen die Armeehubschrauber vom Typ Mi-24 mit Raketenwerfern, wie das Verteidigungsministerium in Kiew mitteilt. Bei den Gefechten werden demnach zwei ukrainische Soldaten getötet und mehrere weitere verletzt.

Innenminister Arsen Awakow hatte zuvor von einem abgeschossenen Hubschrauber und einem getöteten Piloten gesprochen. Der prorussische Milizenführer Wjatscheslaw Ponomarjow sprach ebenfalls von zwei abgeschossenen Hubschraubern. Wie er der Nachrichtenagentur Interfax sagte, wurde einer der Piloten getötet, der andere konnte fliehen.

+++ 8.29 Uhr: Militärhubschrauber bei Slawjansk abgeschossen +++

Die ukrainischen Behörden bestätigen, dass bei den Gefechten nahe der ostukrainischen Stadt Slawjansk ein Militärhubschrauber abgeschossen wurde. Dabei sei ein Pilot getötet worden, teilt die Übergangsregierung in Kiew mit. Slawjansk wird seit mehr als zwei Wochen von prorussischen Milizen kontrolliert, am Morgen startete die ukrainische Armee nach Angaben der Separatisten einen Angriff.

Ukrainische Soldaten, hier an einem Checkpoint nahe Slawjansk, beginnen einen Angriff auf zwei Städte im Osten des Landes

Ukrainische Soldaten, hier an einem Checkpoint nahe Slawjansk, beginnen einen Angriff auf zwei Städte im Osten des Landes

+++ 7.53 Uhr: Innenministerium bestätigt Angriff +++

Ukrainische Regierungstruppen beginnen einen Angriff auf die prorussischen Milizen bei den Städten Slawjansk und Kramatorsk im Osten des Landes. Das bestätigt Innenminister Arsen Awakow bei Facebook.

+++ 6.25 Uhr: Regierungstruppen starten Vormarsch auf Slawjansk +++

Mit Hubschraubern und Militärgerät sollen ukrainische Regierungstruppen nach Angaben prorussischer Aktivisten einen Vormarsch auf die Stadt Slawjansk im Osten des Landes beginnen. Eine unabhängige Bestätigung oder ukrainische Berichte gibt es zunächst nicht. Mehrere Mitglieder der moskautreuen "Selbstverteidiger" seien bei Schusswechseln am Stadtrand verletzt worden, sagt ein Sprecher der Separatisten der russischen Agentur Interfax.

Milizenführer Wjatscheslaw Ponomarjow behauptet demnach, seine Kämpfer hätten zwei Hubschrauber vom Tyo Mi-24 abgeschossen. Ein Pilot sei dabei ums Leben gekommen, ein weiterer sei gefangen genommen worden. Zwei weitere Besatzungsmitglieder seien geflüchtet, sagt Ponomarjow. Auch dafür gibt es zunächst keine Bestätigung.

+++ 6.19 Uhr: Negative Folgen für deutsche Wirtschaft +++

Die Ukraine-Krise und die Spannungen mit Russland haben nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bereits negative Folgen für die deutsche Wirtschaft. Die Exporte seien stark rückläufig, und die Geschäftserwartungen deutscher Unternehmen trübten sich zunehmend ein, sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer der "Berliner Zeitung".

Auch mit großen Investitionen hielten sich die Firmen zurück. Sanktionen hält Schweitzer dennoch für ein geeignetes Mittel, um Druck auf die Regierung in Moskau auszuüben. Er betont aber: "Die wirtschaftlichen Verflechtungen sind eine Chance für einen ernsthaften Dialog. Das müssen wir nutzen."

mad/jen/and/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters