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Wahlticker: "Nicht hilfreich"

Michael Naumann wagt sich aus der Deckung. "Nicht hilfreich" sei die Diskussion über eine etwaige Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung durch die Linkspartei in Hessen gewesen. SPD-Chef Kurt Beck hatte zuvor Irritationen im Umgang mit der Linkspartei eingeräumt. Im stern.de-Wahlticker lesen Sie aktuell, wer wie auf das Wahlergebnis in Hamburg reagiert hat.

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Sonntag, 21.04 Uhr

Als "nicht hilfreich" hat Michael Naumann die Diskussion über eine etwaige Tolerierung einer SPD-Minderheitsregierung durch die Linkspartei in Hessen bezeichnet. Auf die Frage, ob Kurt Beck ihn mit seinen Spekulationen um den Wahlsieg in Hamburg gebracht habe, sagte Naumann: "Ich habe festgestellt, dass es die zentrale Mediendiskussion für die letzten vier oder fünf Tage war - und ich habe permanent diese Frage beantworten müssen und immer wieder versichern müssen, was ich die ganze Zeit gesagt habe. Insofern war das eine nicht hilfreiche Diskussion, die da stattgefunden hat." Nun müssten die Ergebnisse analysiert und dann geschaut werden, "was hier unser eigentlich prognostiziertes Ergebnis von fast 38 Prozent reduziert hat", so der Hamburger SPD-Spitzenkandidat. Naumann wiederholte erneut, dass es mit ihm "keine Kungeleien mit der Linkspartei" geben werde. "Mit der haben wir in Hamburg nichts zu tun - Punkt!" Ausdrücklich schloss er auch eine Tolerierung durch die Linke aus.

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Sonntag, 21.02 Uhr

Hamburgs Grünen-Vorsitzende Anja Hajduk ist zufrieden mit dem Abschneiden ihrer Partei bei der Bürgerschaftswahl. "Mit diesem Ergebnis haben wir uns gut behauptet", sagte Hajduk bei der Wahlparty der Grünen/GAL am Sonntag in Hamburg. Die Wettbewerbssituation sei "sehr, sehr schwierig" gewesen. Es sei schade, dass die GAL ihr rot-grünes Wahlziel nicht erreicht habe. Hajduk kündigte an, dass die GAL mit dem Ergebnis selbstbewusst in Gespräche über mögliche Koalitionen gehen werde. "Dafür machen wir den Rücken sehr gerade", meinte sie. "Wir müssen in den nächsten Tagen kühlen Kopf bewahren." Die GAL werde ihre Inhalte zum Maßstab ihres weiteren Vorgehens machen. "Es wird noch spannend", sagte Hajduk voraus.

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Sonntag, 20.46 Uhr

In der Zitterpartie um den Einzug der FDP in die Hamburger Bürgerschaft hat ihr Spitzenkandidat Hinnerk Fock die Hoffnung noch nicht aufgeben. "Zwischen 4,9 und 5 Prozent liegen 800 Stimmen", sagte der 64-Jährige. "Ich setze auf meinen Optimismus und dass die Leute richtig zählen mögen." Sollten die Liberalen erneut an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, gehe das Leben weiter. "Ich bin eine alter Fuhrmann. Mich schreckt so schnell nichts ab." Dann werde er mit den Parteifreunden sprechen und nach Lösungen für die Zukunft suchen. "Ich bin nicht so schnell zu frustrieren."

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Sonntag, 20.40 Uhr

Eine schwarz-grüne Koalition wäre in Hamburg nach Überzeugung des Politikwissenschaftlers Karl-Rudolf Korte machbar. "Wenn, dann hier. Weil hier ein liberales Klima für die Union insgesamt existiert, in einem urbanen großstädtischen Milieu", sagte der Experte von der Universität Duisburg-Essen im ZDF. Es gebe viele Schnittmengen zwischen den Wählern der CDU und der Grünen, beispielsweise die wertorientierte Bindung der Wähler an die Parteien: "Man soll sich nicht davon blenden lassen, wenn die Parteien das mit ihren Delegierten im Moment etwas anders darstellen."

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Sonntag, 20.35 Uhr

Hamburgs CDU-Landesvorsitzender Michael Freytag hat für unvoreingenommene Sondierungsgespräche sowohl mit der SPD als auch mit den Grünen/GAL ausgesprochen. "Wir haben keine Scheuklappen", sagte Freytag. "Ich bin nicht hemmungslos begeistert von großen Koalitionen. Es ist ja durchaus möglich, dass wir auch mal über andere Konstellationen nachdenken." Welche politische Option sich in den Gesprächen als die bessere erweise, sei eine Frage der Inhalte. "Jetzt geht es darum, aufeinander zuzugehen und hören, was ist möglich", sagte Freytag.

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Sonntag, 20.28 Uhr

Aus Sicht von Forsa-Chef Manfred Güllner kann man in Hamburg nicht von einem "Riesenlinksrutsch" sprechen. "Die Linke hat sich etabliert im Parteisystem, auch im Westen. Aber es ist nicht so, als ob das eine massenhafte Zuwanderung wäre", sagte der Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts . Die Linke habe auch hier wie schon in sieben anderen Landtagswahlen deutlich weniger Stimmen bekommen als bei der letzten Bundestagswahl 2005. Güllner betonte, die Wahl sei aus Sicht der Menschen eine Kommunalwahl gewesen, in der vor allem Hamburger Faktoren eine Rolle gespielt hätten. Da habe der amtierende Bürgermeister gewonnen. "Ole von Beust hat großes Vertrauen bei den Wählern", sagte Güllner.

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Sonntag, 20.20 Uhr

Trotz der unklaren Mehrheitsverhältnisse in Hessen will Ministerpräsident Roland Koch nach CDU-Angaben Anfang April im Landtag zur Wahl des neuen Regierungschefs antreten. Koch werde sich zur Wahl stellen, weil FDP und CDU nach der Landtagswahl vor vier Wochen zusammen mehr Sitze im Wiesbadener Parlament hätten als SPD und Grüne, sagte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla im ZDF.

Koch dürfte aber aller Voraussicht nach keine Mehrheit im Landtag erreichen, weil erstmals auch die Linkspartei den Einzug geschafft hat. Der CDU-Politiker hat in Aussicht gestellt, geschäftsführend im Amt zu bleiben, falls keine Mehrheit für einen neuen Ministerpräsidenten zusammenkommen sollte.

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Sonntag, 20.19 Uhr

Die SPD muss nach Ansicht des Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) ihren "Eiertanz" um die Linkspartei beenden. Dann bestehe die Chance, dass sich solche Pattsituationen wie in Hessen und Hamburg nicht wiederholen, sagte Althaus . Das Ergebnis wertete er als klaren Regierungsauftrag für die CDU. "Damit ist das Hauptziel erreicht."

Der Thüringer SPD-Vorsitzende Christoph Matschie bedauerte, dass Michael Naumann nicht so viel zulegen konnte wie vor wenigen Wochen die hessische SPD. "Aber immerhin hat die CDU ihre absolute Mehrheit verloren."

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Sonntag, 20.06 Uhr

Die baden-württembergische SPD-Vorsitzende Ute Vogt hat Parteichef Kurt Beck dafür kritisiert, dass er vor der Hamburg-Wahl ein Zusammenwirken mit der Linken ins Spiel gebracht hat. "Zumindest haben die letzten Tage den Wahlkämpfern nicht geholfen", sagte das SPD-Präsidiumsmitglied der Deutschen Presse- Agentur dpa in Stuttgart. "Ich kann nicht nachvollziehen, wieso sich jemand zu diesem Zeitpunkt überhaupt zu diesem Thema äußert." Vogt wünscht sich für Hamburg eine Ampelkoalition mit FDP und Grünen. Ein Bündnis mit Grünen und Linker schloss sie aus. SPD- Spitzenkandidat Michael Naumann habe dies vor der Wahl abgelehnt. "Ich schätze ihn so ein, dass er dabei bleibt."

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Sonntag, 19.59 Uhr

Der Hamburger Bürgermeister Ole von Beust hat nach Ansicht von CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla die einmalige Chance, die erste schwarz-grüne Landesregierung in Deutschland zu bilden. "Dies würde die politische Farbenlehre bereichern", sagte Pofalla am Sonntagabend im ZDF. Diese Option sei für Hamburg und auch für den Bund interessant, erklärte er in der "Berliner Runde". Die Entscheidung über eine Regierungsbildung liege aber bei Ole von Beust.

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Sonntag, 19.57 Uhr

FDP-Vize Rainer Brüderle hat das Abschneiden seiner Partei bei der Bürgerschaftswahl in Hamburg gelobt. "Nach der schwierigen Ausgangslage der FDP bei den Hamburger Bürgerschaftswahlen ist es für Hinnerk Fock und sein Team ein beachtlicher Wahlerfolg und der Lohn für einen sympathischen Wahlkampf", sagte Brüderle. "Es wäre schön, wenn die Hamburger Liberalen wieder an Bord wären und noch schöner wäre es, wenn sie irgendwann auch wieder am Ruder stünden." Strikt sprach er sich gegen einen Lagerwahlkampf in Deutschland aus. "Unser Ziel bleiben Zweier-Koalitionen. Aber in einem sich verfestigenden Fünf-Parteien-System muss man auch als FDP in Zukunft über neue Konstellationen nachdenken", sagte Brüderle der "Leipziger Volkszeitung".

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Sonntag, 19.55 Uhr

Der Grünen-Bundesvorsitzende Reinhard Bütikofer hat die Hamburger Grünen/GAL zu Selbstbewusstsein in der Diskussion über eine schwarz-grüne Koalition aufgefordert. "Wenn er (Ole von Beust) reden will, reden wir. Aber wir reden über grüne Politik in Hamburg", sagte Bütikofer bei der Wahlparty der Grünen/GAL am Sonntag in Hamburg. Zu reden bedeute nicht, sich anzubiedern. Er rate den Hamburger Grünen "erstens zu Gelassenheit, zweitens zu Geradheit und drittens zu Selbstbewusstsein", sagte Bütikofer. Die GAL habe als "mit Abstand dritte Kraft" eine strategisch einflussreiche Position, die sie nutzen müsse. Bürgermeister Beust habe bei der Wahl keine Bestätigung für seine Politik bekommen.

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Sonntag, 19.54 Uhr

Die CSU will eine mögliche schwarz-grüne Koalition in Hamburg nicht als Vorbild für Bayern oder den Bund gelten lassen. "Aus unserer Sicht ist Hamburg eine eigene Sache", sagte CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer im ZDF. Für die CSU führe zu den Grünen "gar kein Weg", seit diese sich auf ihrem Nürnberger Parteitag nach links bewegt hätten. "Die haben sich so nach links entfernt, dass es für uns als CSU keine Basis gibt."

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Sonntag, 19.52 Uhr

Hamburgs CDU-Fraktionschef Bernd Reinert hat sich für Koalitionsgespräche mit Grünen und SPD ausgesprochen, falls die FDP nicht in die Bürgerschaft kommen sollte. Es wäre schön, wenn es für eine schwarz-gelbe Koalition in der Hansestadt reichen würde, sagte Reinert. "Wenn es nicht reicht, werden wir morgen im CDU- Landesvorstand zu beraten haben. Grundsätzlich sind alle demokratischen Parteien untereinander koalitionsfähig. Das heißt konkret: GAL und SPD", sagte Reinert.

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Sonntag, 19.37 Uhr

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat dem Hamburger SPD-Spitzenkandidaten Michael Naumann zum Abschneiden bei der Bürgerschaftswahl am Sonntag gratuliert. "Naumann hat gut gekämpft, auch wenn es zur Übernahme des Amtes des Ersten Bürgermeisters nicht gereicht hat", ließ Wowereit über seinen Sprecher erklären. "Die Zeit der absoluten Mehrheit der CDU in Hamburg ist vorbei."

Die Wahl habe aber auch gezeigt: "Die Linke ist auch im Westen kein temporäres Phänomen." Deshalb werde die SPD "in Ruhe zu diskutieren haben, was aus den drei Wahlen in Hessen, Niedersachsen und Hamburg folgt und welche Strategie sie künftig verfolgt", erklärte der Berliner Regierungschef, der die bundesweit einzige rot-rote Koalition führt.

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Sonntag, 19.35 Uhr

Auch SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hat eingeräumt, dass die Diskussion um eine mögliche rot-rote Koalition in Hessen den Hamburger Wahlkampf belastet haben. Es werde aber kein Bündnis mit der Linkspartei in Hessen oder Hamburg geben, sagte er im ZDF. Die SPD stehe trotz der Kritik hinter ihrem Vorsitzenden Kurt Beck.

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Sonntag, 19.26 Uhr

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller sieht im Wahlerfolg von Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (beide CDU) trotz Verlusten "ein großartiges Wahlergebnis" für die Union. "Der Sieger der Bürgerschaftswahl heißt Ole von Beust", sagte Müller. Der Verlust der absoluten Mehrheit sei nicht verwunderlich. Hamburg sei keine traditionelle CDU-Hochburg und das überragende Ergebnis der vergangenen Wahl sei in einer Sondersituation entstanden. Über mögliche Koalitionspartner sagte Müller, die Entscheidung liege bei der Hamburger CDU.

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Sonntag, 19.18 Uhr

Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck hat eingeräumt, dass die Diskussion über den Umgang mit der Linkspartei in den letzten Tagen zu Irritationen geführt habe. "Wenn ich selbst einen Beitrag dazu geleistet habe, bedauere ich das", sagte Beck in Berlin. Er sehe aber keine Anzeichen dafür, dass dies einen merkbaren Effekt auf das Hamburger Wahlergebnis gehabt habe. Die SPD habe in Hamburg, aber auch in Hessen und Niedersachsen auf die richtigen Themen gesetzt. Dazu gehörten soziale Gerechtigkeit, wirtschaftlicher Erfolg und Bildung.

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Sonntag, 19.18 Uhr

Nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg hat der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki die CDU zum Bruch der Koalition mit der SPD aufgefordert. Angesichts eines möglichen schwarz-grünen Bündnisses in der Hansestadt warb Kubicki für eine "Jamaika"-Koalition in Kiel. "Schmeißt den (SPD-Landeschef) Stegner raus und macht’s mit den Grünen und uns!" Wenn es in Hamburg nicht für Schwarz-Gelb reiche, komme Schwarz-Grün, mit Folgen für den Norden. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen winkte umgehend ab: "Ich habe keine Veranlassung, eine im Moment ausgesprochen gut und reibungslos arbeitende Koalition zu beenden."

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Sonntag, 19.15 Uhr

Bei den Grünen herrscht Uneinigkeit, was ein Bündnis mit der CDU in Hamburg angeht. Parteichefin Claudia Roth schließt ein schwarz-grünes Bündnis unter der Bedingung einer deutlichen inhaltlichen Annäherung nicht aus. Selbstverständlich wollten die Grünen an einem Politikwechsel teilhaben, sagte Roth nach Bekanntwerden der Prognose für die Bürgerschaftswahl. Sie betonte: "Wir haben unsere Inhalte." Die Hamburger Grünen (GAL) hätten vor der Wahl gesagt, sie würden sich Gesprächen unter klaren inhaltlichen Vorgaben nicht verweigern.

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Sonntag, 19.13 Uhr

Die Grünen sind weiter zurückhaltend, was eine Koalition mit der CDU in Hamburg angeht. Die Spitzenkandidatin der Hamburger Grünen, Christa Goetsch, sagte im ZDF, alles hänge von Inhalten ab. Die Schnittmengen seien allerdings vor der Wahl gering gewesen, betonte Goetsch. So stelle sich den Grünen nun eine "sehr, sehr schwierige Frage". Auch der Grünen-Bundesvorsitzende Reinhard Bütikofer hat schnellen Diskussionen über eine schwarz-grüne Koalition eine Absage erteilt. "Wir werden uns nicht in einen Wettlauf einlassen, wer Ole von Beust als erster das Trittbrett halten kann", sagte Bütikofer bei der Wahlparty seiner Partei in Hamburg. In der Politik gehe es um Gestaltung, nicht um Farbenspiele. "Wir stehen für die Themen, für die wir vor dem Wahltag gekämpft haben", sagte Bütikofer.

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Sonntag, 19.08 Uhr

Der Politikberater Michael Spreng hält eine Koalition von CDU und Grünen für eine zukunftsträchtige Option - auch für den Bund. Beide Parteien müssten sich füreinander öffnen, sagte Spreng in der ARD. Eine schwarz-grüne Zusammenarbeit halte er in jedem Fall für aussichtsreicher als eine Koalition aus SPD und CDU. "Die Zukunft liegt sicher nicht bei Schwarz-Rot - hier tut sich sehr viel", sagte Spreng. Spreng hatte im Bundestagswahlkampf 2002 den Kanzlerkandidaten der Union, Edmund Stoiber (CSU), beraten.

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Sonntag, 19.02 Uhr

SPD-Chef Kurt Beck sieht sich in seinen Plänen für eine Öffnung der Sozialdemokraten zur Linken in Hessen offensichtlich bestätigt. Er bedauere, wenn seine Äußerungen dazu in der SPD zu Irritationen geführt hätten, sagte Beck am Sonntagabend zum Ausgang der Hamburg-Wahl in Berlin. Er sehe aber nicht, dass diese Position den Sozialdemokraten geschadet habe, fügte der Vorsitzende unter großem Jubel der Anwesenden in der Parteizentrale hinzu.

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Sonntag, 18.58 Uhr

Der SPD-Vorsitzende Kurt Beck sieht im Abschneiden der Hamburger SPD ein großartiges Ergebnis. "Die SPD hatte die richtigen Themen", sagte Beck in Berlin. "Für die Sozialdemokratie stelle ich fest, wir sind auf einem richtigen, auf einem guten Weg." Analysen, wonach die SPD bei den unter 30-jährigen Wählern zwölf Prozent Plus gemacht habe, zeigten ihm: "Wir sind die Zukunftspartei."

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Sonntag, 18.57 Uhr

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla hat sich für eine schwarz-grüne Koalition in Hamburg ausgesprochen. Wenn es am Ende mit der FDP nicht reiche, habe Hamburgs CDU-Bürgermeister Ole von Beust die Option mit den Grünen oder mit der SPD, sagte Pofalla am Sonntagabend im ZDF. "Ich glaube, dass es Hamburg gut täte und auch der politischen Landschaft in Deutschland, wenn es jetzt dann zu einer neuen Konstellation zwischen der CDU und den Grünen kommen könnte." Ein solches Bündnis in Hamburg wäre die erste schwarz-grüne Koalition auf Landesebene.

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Sonntag, 18.56 Uhr Ole von Beust, der amtierende Bürgermeister, sieht einen klaren Regierungsauftrag für die CDU in Hamburg. Möglich seien Koalitionen mit der SPD und den Grünen. Mit SPD, Grünen und FDP werde die CDU sprechen.

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Sonntag, 18.47 Uhr

Die Spitzenkandidatin der Hamburger Grünen, Christa Goetsch, hat sich nach dem Ausgang der Bürgerschaftswahl zunächst nicht auf mögliche Koalitionen festgelegt. Darüber müsse geredet werden, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende in der ARD. Die Grünen hätten ihr politisches Ziel aber nicht erreicht: den Wechsel zu Rot-Grün.

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Sonntag, 18.44 Uhr

Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) will zügig Gespräche über eine Koalitionsbildung in der Hansestadt führen. Ziel sei es, eine Regierung ohne "kommunistischen Einfluss" und daher ohne Beteiligung der Linkspartei zu bilden und schnell zur Tagesordnung überzugehen, sagte Beust am Sonntagabend in Hamburg. Trotz der Verluste seiner Partei wertete er das Abschneiden der CDU als hervorragendes Ergebnis. Sie habe den Auftrag, die Regierung zu bilden. Aus seiner Sicht hätten die Wähler vor allem unter "Hamburger Kriterien" entschieden.

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Sonntag, 18.42 Uhr

Die Spitzenkandidatin der Hamburger Linken, Dora Heyenn, freut sich über das Wahlergebnis ihrer Partei in Hamburg. "Wir sind froh, in der Bürgerschaft zu sein und gestalten zu können", sagte Heyenn in der ARD. Ihre Partei mache gute Politik, auch "mit einem von der DKP". Hamburg sei nicht Niedersachsen. Dort hatte eine gewählte Abgeordnete mit Äußerungen zur früheren DDR-Staatssicherheit erheblichen Wirbel ausgelöst und ihren Ausschluss aus der Fraktion ausgelöst.

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Sonntag, 18.38 Uhr

Der SPD-Spitzenkandidat für die Bürgerschaftswahl in Hamburg, Michael Naumann, sieht im Abschneiden seiner Partei allen Grund für Stolz. "Die Sozialdemokratie in Hamburg ist wieder da", sagte er am Sonntagabend. "Wir sind die einzige Volkspartei, die zugelegt hat." Die SPD habe bewiesen, welch große Kampfkraft sie habe. "Die ersten Prognosen zeigen, dass die absolute Mehrheit des Senats von Ole von Beust weg ist." Das sei ein Anlass für große Freude, sagte Naumann.

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Sonntag, 18.35 Uhr

Kommt es nun zu einer großen Koalition? "Der Ball ist im Spielfeld der CDU", sagte Michael Neumann, der bisherige SPD-Fraktionschef in der Hamburger Bürgerschaft.

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Sonntag, 18.28 Uhr

Der Vorsitzende der CDU in der Hamburger Bürgerschaft, Bernd Reinert, sieht in dem Wahlergebnis einen klaren Auftrag für Bürgermeister Ole von Beust. Nun müsse man abwarten, ob es am Ende nicht doch für eine Koalition mit der FDP reiche. "Die Wunschkoalition wäre die mit der FDP", sagte Reinert am Sonntagabend im NDR Fernsehen. "Wenn dieses nicht der Fall sein sollte, wird man sowohl mit der SPD als auch mit der GAL Gespräche zu führen haben."

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Sonntag, 18.20 Uhr

CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sprach von einem historisch guten Ergebnis. "Bei der CDU darf in Hamburg und Berlin gefeiert werden", sagte Pofalla.

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Sonntag, 18.15 Uhr

Die stellvertretende Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Krista Sager, betonte im ZDF, die Mehrheit der Hamburger wolle eine andere Klima-, Bildungs- und Sozialpolitik als die CDU von Bürgermeister Ole von Beust. Sie bekräftigte zugleich die Position ihrer Partei, nicht von vornherein ein schwarz-grünes Bündnis auszuschließen.

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Sonntag, 18.12 Uhr

Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Hamburger SPD, Britta Ernst, betonte im ZDF, ihre Partei habe Stimmen zugelegt und die richtigen Themen im Wahlkampf gesetzt.

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Sonntag, 18.08 Uhr

Der Hamburger CDU-Landesvorsitzende Michael Freytag hat sich zufrieden mit den ersten Prognosen zur Bürgerschaftswahl gezeigt. "Wir sind die Nummer eins, und Rot-Grün ist in Hamburg nicht gewollt", erklärte Freytag am Sonntagabend im ZDF. Die Bürger wollten Ole von Beust als Ersten Bürgermeister behalten. Hessische Verhältnisse müsse es nicht geben.

DPA/Reuters/AP/hil / AP / DPA / Reuters
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.