Eine Binge-Eating-Störung zu erkennen, ist für Außenstehende nicht leicht. Ein Arzt orientiert sich im Gespräch mit Betroffenen an bestimmten Merkmalen dieser Krankheit. Zu diesen gehört, dass die Fress-Anfälle in einem Zeitraum von wenigstens sechs Monaten an mindestens zwei Tagen pro Woche auftreten.
Im Gespräch versucht die Ärztin auch herauszufinden, ob der Betroffene wesentlich schneller als normal isst, ob er unkontrolliert über das normale Maß hinaus futtert - bis hin zu einem unangenehmen Völlegefühl. Verschlingt er womöglich große Nahrungsmengen, ohne dass zuvor ein Hungergefühl bestand? Isst der Betroffene meist allein und schämt er sich nach einem Anfall?
Zudem wird sich der Arzt dafür interessieren, ob sich seine Patientin in der Kindheit viel mit dem Thema Ernährung beschäftigt hat oder schon länger zu depressiven Verstimmungen neigt.