Binge-Eating ist offiziell erst seit 1994 als psychische Erkrankung klassifiziert und bisher kaum erforscht. Deshalb müssen sich Ärzte bei der Behandlung an dem orientieren, was bei anderen Ess-Störungen auch hilft.
In einer Therapie können die Betroffenen lernen, die Ess-Attacken zu stoppen. Das gelingt oft leichter, wenn sie sich gemeinsam mit einem Therapeuten die Gefühle und Situationen bewusst machen, die einen solchen Anfall auslösen. Manchmal sind es handfeste Depressionen, manchmal nur bestimmte Ängste. Aber auch Ärger oder Langeweile können einem Essanfall vorausgehen.
Das zweite große Behandlungsziel ist, dass Ess-Süchtige lernen, regelmäßig, ausgewogen und gesund zu essen, um so ihr Übergewicht in den Griff bekommen. Eine Ernährungsberaterin kann sie aufklären und Tipps geben, wie sie das Körpergewicht regulieren können.