Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und die Besatzung eines Zollschiffes sind in der Nacht einem unter einer schweren allergischen Reaktion leidenden Seemann zu Hilfe geeilt. Weil aufgrund der Wetterlage kein Hubschrauber zum Einsatz kommen konnte, wurde die Besatzung des Seenotrettungskreuzers "Hermann Marwede" auf der 75 Seemeilen (135 Kilometer) entfernten Insel Helgoland alarmiert, wie die DGzRS berichtete. Im Revier des Offshore-Versorgers, auf dem sich der Seemann befand, war das Zollschiff "Borkum" mit einem Rettungssanitäter an Bord.
Der Seemann wurde zunächst an Bord der "Borkum" genommen, die Kurs Richtung der Nordseeinsel setzte. Etwa 50 Seemeilen (90 Kilometer) von Helgoland entfernt trafen sich beide Schiffe. Per Tochterboot der "Borkum" wurde der Patient übergesetzt zum Seenotrettungskreuzer, wo sich ein Seenotarzt an Bord befand.
Der Zustand des Seemannes war zu diesem Zeitpunkt ernst, aber stabil, wie die DGzRS mitteilte. Der Arzt versorgte den Seemann im Bordhospital. Gegen 3.30 Uhr kam er in das Inselkrankenhaus auf Helgoland.