VG-Wort Pixel

Ferieninsel Mehr Coronafälle auf Bali: Ist eine Sars-Cov-2-Mutation schuld?

Sehen Sie im Video: Mutation von Sars-Cov-2 soll hinter dem Anstieg der Coronafälle auf Bali stecken.


Die Bewegungsfreiheit der Menschen bedeutet weltweit eine Herausforderung für die Eindämmung der Coronavirus-Pandemie. Auch auf der indonesischen Ferieninsel Bali scheint dies der Fall zu sein. Ansteckungsfälle sind hier zuletzt sprunghaft angestiegen, nachdem sich die Insel wieder für Touristen aus dem Inland geöffnet hat. Doch Experten fürchten, dass auch eine Mutation des Virus für die erhöhte Ansteckung verantwortlich sein könnte. Virologe Gusti Mahardika sagt: „Das Virus hat einige Veränderungen durchgemacht, ein neuer Strang ist ansteckender." Mahardika bezieht sich auf eine als D614G bekannte Mutation der Aminosäure des Virus. Laut der Weltgesundheitsorganisation handelt es sich von mehreren Hundert Veränderungen des Virus um die Mutation, die am häufigsten vorkommt. Der Virologe kritisiert zudem, dass die Bewegungen zwischen den verschiedenen Regionen des Landes wieder zugelassen wurde. "Es kann nicht sein, dass eine Region groß angelegte Einschränkungen verhängt und diese in anderen Regionen gelockert wird. Dies wird das Virus vorübergehend eindämmen, aber sobald die Beschränkungen gelockert werden, wird das Virus wieder in die Region zurückkehren, wo es vorher strenge Einschränkungen gab", so Mahardika. Die Regierung hatte geplant, Bali in diesem Monat wieder für internationale Touristen zu öffnen, aber den Plan verworfen, als die Fallzahlen landesweit wieder stiegen. Bislang bestreiten die balinesischen Behörden jedoch, dass der Tourismus daran schuld sei.
Mehr
Eigentlich sollten Touristen wieder auf die indonesische Ferieninsel Bali reisen dürfen. Doch nun steigen dort die Coronafälle sprunghaft an. Experten machen auch die Mutation D614G dafür verantwortlich.

Alles zum Coronavirus


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker