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Nach dem "Euro Hawk"-Debakel wird der Ruf nach personellen Konsequenzen lauter. SPD-Haushaltsexperte Schneider spricht von Ministerversagen und fordert ein Einschreiten der Kanzlerin.
Star oder Blender - wer ist Karl-Theodor zu Guttenberg? Im Bundestag hat Ex-Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan Zweifel am Bild des Hochglanzministers geschürt. Nun ist Guttenberg am Zug.
Geheime Papiere über den Bombenangriff auf zwei Tanklaster offenbaren ein doppeltes Desaster: Die Militärs nahmen den Tod von Zivilisten in Kauf. Und die politische Führung versagt bei der Aufklärung eines möglichen Kriegsverbrechens
Haben der Ex-Generalinspekteur und der frühere Staatssekretär ihre Minister ausreichend über den Angriff von Kundus informiert? Wolfgang Schneiderhan und Peter Wichert sagen "eindeutig ja" und greifen die Hardthöhe an. Die Opposition sieht den Verteidigungsminister schwer belastet.
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist von dem Vorwurf abgerückt, der frühere Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan habe ihm in der Kundus-Affäre bewusst wichtige Dokumente vorenthalten. Er habe nie den Eindruck gehabt, dass Schneiderhan vorsätzlich oder böswillig gehandelt habe.
Die Bundeswehr hat einen neuen Generalinspekteur: General Volker Wieker tritt die Nachfolge von Wolfgang Schneiderhan an, der im Zuge der Kundus-Affäre seinen Posten räumen musste. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sagte, Wieker genieße in der Truppe "eine besondere Wertschätzung".
Ihr Streit ist jetzt öffentlich: Karl-Theodor zu Guttenberg und Wolfgang Schneiderhan. Sein einst oberster Soldat bezichtigt den Verteidigungsminister der Lüge, der will davon nichts wissen. In seinem Rücktrittsgesuch räumt Schneiderhan nach stern-Informationen ein, Guttenberg habe nicht alle Berichte erhalten.
Direkt angegriffen hat er ihn nicht, doch wie Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg zum Luftschlag in Afghanistan Stellung nimmt, setzt seinen Amtsvorgänger Franz Josef Jung unter Druck. So sieht Guttenberg "grundsätzlichen Verbesserungsbedarf". Zudem will er die Vorgänge "umfassend bewertet sehen".
Ex-Verteidigungsminister Jung hat sich disqualifiziert. Ob er über den Luftangriff schlecht informiert war oder die Umstände bewusst verschleiert hat - als Minister ist er nicht mehr tragbar.
Ein Bericht über zurückgehaltene Informationen über den Luftangriff in Afghanistan hat Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan den Job gekostet. Nun knöpft sich die Opposition Ex-Verteidigungsminister Franz Josef Jung vor.
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Wolfgang Schneiderhan ist ein General des Heeres der Bundeswehr. Seit dem 27. Juni 2002 amtiert er als 14. Generalinspekteur der Bundeswehr und ist damit der ranghöchste Offizier in der Spitzengliederung der Bundeswehr. Mit bisher sieben Jahren in dieser Funktion ist er der am längsten dienende Generalinspekteur.
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