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Hilfe in der Pandemie Roboter helfen in der Pflege: "Wenn er kochen, putzen und waschen könnte, dann würde ich ihn adoptieren"

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Die Gymnastik-Stunde in der Tagespflege der Caritas Sozialstation St. Johannes im bayerischen Erlenbach leitet der Roboter Pepper. Der 1 Meter 20 große Roboter, ist hier fürs Entertainement zuständig. Er hat auch Spiele auf dem Kasten und spricht mehrere Sprachen. Mittlerweile hat er sich hier unverzichtbar gemacht. "Wenn er kochen, putzen und waschen könnte, dann würde ich ihn adoptieren. So gut gefällt er mir." Neben Pepper sind in der Sozialstation noch zwei weitere Roboter tätig. Jeder mit einem speziellen Aufgabengebiet, erzählt Pflegedienstleiterin Stefanie Glück: "Ja, die Roboter werden sehr gut angenommen bei uns. Der Pepper vor allem, weil der hat so ein freundliches Wesen, schönes Gesicht, große Augen. Und er ist hauptsächlich in der Betreuung. Das heißt, er macht Gymnastikübungen und die Leute machen das dann nach. Oder er hat Spiele, er singt. Und dann haben wir noch den Jaime. Der ist eher so für die Fachkräfte gedacht. Der unterstützt uns und misst quasi die Temperatur von den Gästen, wenn die reinkommen und übernimmt quasi die Anwesenheit, begrüßt die Gäste, die werden dann registriert. Genau. Und soll uns halt ein bisschen entlasten. So haben wir halt mehr Zeit, um uns auch um die Gäste zu kümmern." Und genau darum geht es ja auch, sagt Mathias Hofman. Er hat die Robotikabteilung bei der Firma Smartorange mitbegründet, die bei der Programmierung der kleinen Helfer hilft. "Also die Roboter sind einfach dazu da, die Mitarbeiter zu entlasten und das ist mir sehr wichtig, dass wir immer ein Füreinander und ein Miteinander haben mit den Robotern. Also es geht nie darum, jemanden zu ersetzen, sondern ihm einfach zusätzliche Arbeit abzunehmen und zu helfen." Insgesamt 32 Mitarbeiter sind in der Pflegeinrichtung tätig - mit den digitalen Helfern sind es jetzt 35. In Zeiten von Corona kann jede zusätzliche Kraft gut gebraucht werden.
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Als die Roboter vor rund zwei Jahren in die Tagespflege der Caritas Sozialstation St. Johannes kamen, war es ein Modellprojekt. Heute sind die niedlichen Helfer aus der Einrichtung im bayerischen Erlenbach am Main kaum mehr wegzudenken.

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