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Krieg in Gaza: Hamas will Feuerpause aus humanitären Gründen

US-Außenminister Kerry hat sich weiter um ein Ende der Kämpfe zwischen Israel und der Hamas bemüht, aber kaum Fortschritte erzielt - die Krieg geht weiter. Die Ereignisse des Tages im Überblick.

US-Außenminister John Kerry mit Mahmud Abbas, dem Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde

US-Außenminister John Kerry mit Mahmud Abbas, dem Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde

Die Gefechte zwischen Israel und militanten Palästinensern gehen unvermindert weiter. Bis zu 200.000 Menschen sollen in dem abgeriegelten Küstenstreifen auf der Flucht vor Tod und Verwüstung sein. Militante Palästinenser schossen am Dienstag mehr als 90 Raketen auf Israel ab, wie die israelische Armee mitteilt.

Die israelische Militäroffensive in dem Küstengebiet geht in die dritte Woche. Trotz internationaler Vermittlungsbemühungen ist kein Ende der Gewalt in Sicht. Hunderte Menschen kamen bislang ums Leben - unter ihnen auch eine siebenköpfige deutsch-palästinensische Familie. Die Ereignisse des Tages im stern-Newsticker.

+++ 22.31 Uhr: Hamas will Bevölkerung versorgen +++

Die radikalislamische Hamas fordert von Israel eine Feuerpause, um die Bevölkerung im Gazastreifen mit Medikamenten und Lebensmitteln versorgen zu können. Den Kampf gegen die Offensive des israelischen Militärs will die Hamas aber nicht aufgeben. "Wir sind sehr interessiert an einer humanitären Feuerpause, wie wir sie am vergangenen Donnerstag hatten", so Hamas-Chef Chaled Maschaal vor Journalisten in Katar. Nötig seien einige Stunden, um die Verletzten in Sicherheit bringen und die Menschen versorgen zu können. "Das heißt eine wirkliche Feuerpause, ein wirkliches Hilfsprogramm für die Bevölkerung in Gaza", so Maschaal weiter. Er ruft die internationale Gemeinschaft auf, dabei zu helfen, dass die Menschen Medikamente, Treibstoff und Lebensmittel erhalten könnten.

+++ 19.16 Uhr: Kämpfe gehen mit unverminderter Härte weiter +++

Trotz aller diplomatischen Bemühungen um eine Waffenruhe wird im Gazastreifen weiter gekämpft. Vor allem um die geheimen Tunnel der radikalislamischen Hamas gebe es heftige Gefechte, sagte ein Sprecher der israelischen Armee. US-Außenminister John Kerry lotete vor Ort die Chancen für eine Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien aus und sprach von ersten Fortschritten. Nach einem Gespräch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas traf Kerry am Abend auch den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu.

+++ 15.57 Uhr: Zentralrat der Muslime verurteilt antisemitische Parolen +++

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman A. Mazyek, hat antisemitische Parolen bei Demonstrationen gegen Israels Angriffe auf den Gazastreifen verurteilt. "Wer Judenhass predigt oder meint, im Zuge des Gaza-Krieges Antisemitismus verbreiten zu müssen, hat in unserer Gemeinde nichts zu suchen", sagte Mazyek am Mittwoch in Köln. Mazyek forderte Demonstranten und Öffentlichkeit dazu auf, die "Trennschärfe" zwischen "erlaubter Kritik an Israels militärischem Eingreifen in Gaza und antisemitischen Äußerungen einzuhalten".

+++ 15.22 Uhr: Kurze Feuerpause in zwei Kampfzonen Gazas +++

In zwei Kampfzonen des Gazastreifens werden kurze Feuerpausen vereinbart. Wie eine Sprecherin des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz mitteilt, soll Rettungsfahrzeugen die Möglichkeit gegeben werden, Verletzte zu bergen. Die Zonen, in denen die radikalislamische Hamas und die israelischen Streitkräfte auf Kampfhandlungen verzichten wollen, sind Schedschaija im Osten von Gaza-Stadt und Chusaa bei Chan Junis im Süden des Gaza-Streifens.

Insgesamt sieben Rettungswagen und zwei Rot-Kreuz-Fahrzeuge fahren nach Schedschaija, wie die IKRK-Sprecherin Cecilia Goin erläutert. Neun Rettungswagen und zwei Rot-Kreuz-Fahrzeuge fahren demnach nach Chusaa.

+++ 15.17 Uhr: Merkel kritisiert Antisemitismus auf Demos scharf +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat antisemitische Parolen auf Demonstrationen gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen verurteilt. "Diese Ausbrüche und Äußerungen sind ein Angriff auf Freiheit und Toleranz und der Versuch, unsere freiheitliche und demokratische Grundordnung zu erschüttern", sagte Vizeregierungssprecher Georg Streiter am Mittwoch in Berlin. Die gesamte Bundesregierung verurteile dies auf das Schärfste. "Dies können und werden wir nicht hinnehmen."

+++ 15.15 Uhr: Auch Air Berlin streicht Flüge nach Tel Aviv +++

Der Ferienflieger Air Berlin teilt mit, Tel Aviv am Donnerstag ebenfalls nicht anzufliegen. Die US-Airline Delta will zumindest noch am Mittwoch nicht den Ben-Gurion-Airport - eines der wichtigsten Drehkreuze in der Region - ansteuern.

"Heute fliegen wir nicht nach Israel", sagt Firmenchef Richard Anderson dem TV-Sender CNBC. Die polnische Fluggesellschaft LOT streicht sogar bis Montag sämtliche Flüge von Warschau nach Tel Aviv. "Dies liegt an den Spannungen in der Region", begründet ein LOT-Sprecher die Maßnahme.

+++ 14.36 Uhr: Israel bombardiert geräumtes Krankenhaus in Gaza +++

Im Osten der Stadt Gaza bombardiert die israelische Luftwaffe das Al-Wafa-Krankenhaus. Bodentruppen greifen das Gebäude an, in dem sich Kämpfer der islamistischen Hamas-Milizen verschanzt haben, wie ein israelischer Militärsprecher in Tel Aviv mitteilt.

Das Krankenhaus für schwerbehinderte Patienten wurde bereits vor vier Tagen geräumt, bestätigen Offizielle in Gaza. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat entsprechende Warnungen der israelischen Armee an die Krankenhaus-Verwaltung übermittelt.

Nach Darstellung des israelischen Militärsprechers hätten Hamas-Kämpfer in dem Gebäude eine Kommandozentrale eingerichtet. "Unsere Truppen wurden aus dem Krankenhaus heraus beschossen, aus den Fenstern, vom Dach", fügt er hinzu. Die israelische Armee habe das Gebäude schließlich unter ihre Kontrolle gebracht.

+++ 14.27 Uhr: Lufthansa lässt Israel-Verkehr auch am Donnerstag ruhen +++

Die Lufthansa streicht auch für Donnerstag sämtliche Flüge nach Israel aus Sicherheitsgründen. Dies gelte für alle Verbindungen von Lufthansa, Germanwings, Austrian Airlines, Swiss und Brussels Airlines. Es lägen keine ausreichend belastbaren, neuen Informationen vor, die eine Wiederaufnahme des Flugbetriebs rechtfertigen würden, erklärt das Unternehmen.

Ursprünglich hatten die Gesellschaften des Konzerns für Donnerstag 20 Flüge nach Israel aus Frankfurt, Köln, München, Zürich, Wien und Brüssel geplant. Der von Israel angebotene Ausweichflughafen sei wegen der fehlenden Abfertigungsmöglichkeiten keine Option, sagt ein Sprecher. Lufthansa wolle den Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv anfliegen.

+++ 13.57 Uhr: Kerry in Nahost: "Gewisse Fortschritte" +++

US-Außenminister John Kerry trifft zu Gesprächen über den Gaza-Konflikt in Ramallah ein. Am Sitz der Palästinensischen Autonomiebehörde trifft er deren Chef Mahmud Abbas. Unmittelbar davor spricht Kerry in Jerusalem mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. "Wir sind gewiss einige Schritte weitergekommen, aber es bleibt noch viel zu tun", zitieren ihn israelische Medien.

+++ 13.29 Uhr: Kerry spricht mit Israelis und Palästinensern +++

Im Zuge seiner Nahost-Pendeldiplomatie nimmt US-Außenminister John Kerry in Israel Gespräche zur Beendigung des Gaza-Konflikts auf. In Jerusalem berät Kerry mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon über die Krise.

Vor dem Gespräch mit Ban sagt Kerry mit Blick auf die diplomatischen Bemühungen: "Wir haben sicher einige Schritte vorwärts gemacht, aber es ist noch Arbeit zu tun." Im Laufe des Tages sind Treffen mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in Tel Aviv und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah im Westjordanland geplant.

+++ 13.28 Uhr: Bundesregierung ruft Israel zu Mäßigung auf +++

Angesichts Hunderter Tote und auch deutscher Opfer im Gaza-Konflikt fordert die Bundesregierung Israel zur Schonung von Zivilisten im Gazastreifen auf. "Wir rufen Israel zur Zurückhaltung auf und zur Vermeidung von noch mehr Opfern", sagt eine Sprecherin des Außenministeriums.

Zudem fordert sie nähere Informationen über den Angriff auf ein Haus im Gazastreifen, bei dem eine deutsche Familie palästinensischer Herkunft umkam. "Es ist unser dringendes Interesse, dass der Sachverhalt aufgeklärt wird." Man stehe dabei mit den zuständigen israelischen Akteuren im Kontakt. Das Außenministerium rät allen Deutschen im Gaza-Streifen zur Ausreise.

+++ 11.59 Uhr: UN sehen Anzeichen für Kriegsverbrechen im Gaza-Konflikt +++

Die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Navi Pillay, sieht bei den Angriffen Israels gegen Ziele im Gazastreifen Anzeichen für Kriegsverbrechen. Die Tötung von Kindern und die Zerstörung von Palästinenser-Häusern machten es sehr wahrscheinlich, dass Völkerrecht verletzt werde, sagt Pillay. Zugleich verurteilt sie in einer Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrates das wahllose Abfeuern von Raketen und Mörsergranaten auf israelische Siedlungen durch die radikal-islamische Hamas.

Der israelische Vertreter bei dem UN-Rat, Eviatar Manor, weist die Vorwürfe Pillays zurück. Das Recht Israels zur Selbstverteidigung sei im Völkerrecht verankert. Die Hamas begehe dagegen Kriegsverbrechen. Ziel Israels sei die Zerstörung der militärischen Infrastruktur der Hamas. Die Bewohner des Gazastreifens seien keine Feinde Israels. Der palästinensische Außenminister Riad al-Malki fordert in der Debatte, die internationale Gemeinschaft müsse Israel "für seine Verbrechen" haftbar machen.

+++ 11.45 Uhr: UN appellieren Zivilisten im Gazastreifen zu schützen +++

Die Vereinten Nationen rufen Israel und die radikal-islamische Hamas nachdrücklich auf, die Zivilbevölkerung bei den Kämpfen im Gazastreifen zu schützen. Wer sich nicht an diese internationalen Menschenrechte halte, laufe Gefahr, "Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit" zu begehen, sagt die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, in Genf.

+++ 11.43 Uhr: Heftige Kämpfe um Hamas-Tunnel +++

Um die geheimen Tunnel der radikalislamischen Hamas gibt es heftige Gefechte, sagt ein Sprecher der israelischen Armee. In der Nacht zu Mittwoch seien 30 militante Palästinenser getötet worden. Die Hamas erklärt, sie habe bei einer Attacke auf eine Patrouille mehrere israelische Soldaten getötet. Bei neuen Bombenangriffen in dem dicht besiedelten Landstrich nimmt die israelische Armee auch das einzige Kraftwerk Gazas ins Visier.

+++ 11.26 Uhr: Wissenschaftler üben harsche Kritik an Israel +++

20 führende Mediziner und Naturwissenschaftler aus Großbritannien und Italien fordern in einem Offenen Brief Israel auf, seine militärischen Angriffe auf Ziele im Gazastreifen zu beenden. "Wir sind erschüttert von dem militärischen Sturm auf Zivilisten in Gaza unter dem Vorwand, Terroristen zu bestrafen", heißt es in dem Text, der im wissenschaftlichen Fachmagazin "The Lancet" erschien.

Kritik an der radikal-islamischen Hamas üben die Wissenschaftler darin nicht. "Dies ist die dritte großangelegte Militär-Attacke auf Gaza seit 2008", heißt es in dem Offenen Brief weiter. "Jedes Mal gibt es die meisten Toten unter unschuldigen Menschen in Gaza, besonders Frauen und Kinder." Es sei nicht zu akzeptieren, dass Israel politische Parteien auslöschen wolle, weil sie sich der von Israel auferlegten Besatzung und Blockade widersetzten.

+++ 11.05 Uhr: Israel öffnet Ausweichflughafen Ovda +++

Nach der Streichung vieler internationaler Flüge nach Tel Aviv öffnet Israel einen Militärflughafen im Süden des Landes für die zivile Luftfahrt. Der Flughafen Ovda in der Negev-Wüste nördlich von Eilat solle als Ausweichmöglichkeit für internationale Flüge zugänglich gemacht werden, bestätigt eine Sprecherin des israelischen Transportministeriums. Israel kritisiert die Entscheidung vieler internationaler Airlines, Flüge nach Tel Aviv vorübergehend zu streichen.

+++ 10.53 Uhr: US-Außenminister Kerry in Israel eingetroffen +++

US-Außenminister John Kerry trifft zu Gesprächen über den Gaza-Konflikt in Israel ein. Der Politiker landet an Bord einer Maschine der US-Luftwaffe auf dem Ben-Gurion-Flughafen von Tel Aviv, bestätigt ein Sprecher der US-Botschaft in der israelischen Metropole. Nach Medienberichten will Kerry den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu sowie Palästinenserpräsident Mahmud Abbas treffen. Kerry sprach am Tag zuvor mit der Führung in Ägypten.

+++ 9.29 Uhr: US-Demokraten wollen Israels Raketenabwehr aufrüsten +++

Der US-Senat macht sich für einen Ausbau des israelischen Raketen-Abwehrsystems "Iron Dome" stark. Der von den Demokraten dominierte Senat bringt einen Gesetzesentwurf auf den Weg, der eine finanzielle Unterstützung von 225 Millionen Dollar vorsieht. "Israel ist ein zentraler Verbündeter der USA und braucht diese Gelder, um sich selbst zu verteidigen", sagt die demokratische Senatorin Barbara Mikulski. Fraglich ist, ob auch die Mehrheit der Republikaner im Abgeordnetenhaus zustimmen wird, die neue Ausgabenwünsche in der Regel skeptisch sieht.

+++ 9.04 Uhr: Bloomberg fliegt aus Solidarität mit Israel nach Tel Aviv +++

Um seine Solidarität mit Israel zu zeigen, fliegt der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg mit einer Maschine der nationalen israelischen Airline El Al nach Tel Aviv. Er wolle zeigen, dass der Flugverkehr von und nach Tel Aviv sicher sei, schreibt Bloomberg in einer Mitteilung. Er nennt den Ben-Gurion-Flughafen "den am besten gesicherten Airport der Welt" und kritisiert Einschränkungen für Flüge amerikanischer Airlines nach Israel.

+++ 8.59 Uhr: Israel betont Sicherheit von Flügen nach Tel Aviv +++

Israel bekräftigt nach der Streichung zahlreicher internationaler Flüge die Sicherheit des Flugverkehrs nach Tel Aviv. "Wir sind überzeugt, dass wir den Flughafen schützen können", sagt der israelische Armeesprecher Peter Lerner.

Gleichzeitig betont Lerner, Israels Raketenabwehr sei "kein hermetisches System". Das System "Eisenkuppel" habe eine Erfolgsrate von etwa 90 Prozent. Es könne immer sein, dass eine Rakete durchrutsche.

+++ 8.42 Uhr: Reiseveranstalter fordern Öffnung von Ausweichflughafen +++

Nach der Streichung zahlreicher internationaler Flüge nach Tel Aviv fordern Reiseveranstalter in Israel die Öffnung eines Ausweichflughafens. Der Militärflughafen Ovda in der Negev-Wüste im Süden des Landes müsse für internationale Flüge zugänglich gemacht werden, verlangt der Vorsitzende des Verbands israelischer Reiseveranstalter, Jossi Fatal.

Die Streichung der Flüge nach Israel füge dem Land immensen Schaden vor allem im Tourismusbereich zu, warnt Fatal. Er spricht auch von einem großen Image-Schaden, weil der internationale Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv bislang das "einzige Tor zur Welt" für Israel sei.

+++ 6.53 Uhr: Viele Reisende nach Flugstreichungen gestrandet +++

Viele Reisende sind nach der Streichung zahlreicher internationaler Flüge nach Tel Aviv wegen des Gaza-Konflikts gestrandet. Eine Reporterin des israelischen Fernsehens berichtet vom Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv, etwa drei Viertel der Flüge auf den Anzeigetafeln seien gestrichen. Viele Israelis, die ins Ausland fliegen wollen, müssten wieder nach Hause fahren. Andere können nicht nach Israel zurückfliegen.

Israels Transportminister Israel Katz betont, die nationale Airline El Al werde mehr Flüge einsetzen, um gestrandeten Reisenden zu helfen.

+++ 6.25 Uhr: Rund 640 Palästinenser im Gazastreifen getötet +++

Mit Beginn der dritten Woche der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen steigt die Zahl der palästinensischen Toten auf 639. Rund 4040 Menschen werden bei den Angriffen verletzt, teilt der Leiter der Rettungskräfte im Gazastreifen, Aschraf al-Kidra, mit. Auf der israelischen Seite kommen bislang 29 Soldaten und zwei Zivilisten ums Leben.

+++ 6.10 Uhr: Soldaten töten Palästinenser im Westjordanland +++

Bei Protesten im Westjordanland wird ein Palästinenser von israelischen Soldaten getötet. Laut den palästinensischen Sicherheitskräften wird der 32-Jährige in dem Dorf Hussan durch Schüsse in die Brust getötet, als er Steine auf die Israelis wirft.

+++ 3.08 Uhr: Jordanien legt Entwurf für UN-Resolution vor +++

Jordanien legt dem UN-Sicherheitsrat einen Resolutionsentwurf zum Gaza-Konflikt vor. Der Text ruft zu einem "sofortigen und vollständig respektierten Waffenstillstand" zwischen Israel und der palästinensischen Hamas-Bewegung auf und fordert die Aufhebung der Blockade des Gazastreifens. Zudem wird in dem Entwurf ein Rückzug der israelischen Armee aus dem Küstenstreifen und die Öffnung der Grenzübergänge verlangt. Allerdings wurde laut Diplomaten noch kein Termin für Beratungen über den Text angesetzt.

Der Entwurf, der von Jordanien im Namen der arabischen Staaten eingebracht wird, ruft des weiteren dazu auf, "alle notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Zivilisten zu ergreifen und insbesondere umgehend die militärischen Vergeltungsmaßnahmen, die kollektiven Sanktionen und den exzessiven Einsatz von Gewalt gegen die palästinensische Zivilbevölkerung zu beenden."

mka/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters