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Hotels, Ferienanlagen, Parks und andere Attraktionen: Neue Ziele hat das Land

Es ist viel gewachsen zwischen Alpen und Ostsee: Mit neuen Ideen und Konzepten, vor allem aber mit Hotels, Ferienanlagen, Parks und anderen Attraktionen reagiert die Tourismusbranche auf die Lust der Deutschen, in der Heimat Urlaub zu machen. stern-Tipps für das ganze Jahr

Hotels

Hotel Dünenmeer, Dierhagen in Mecklenburg-Vorpommern
Die Ostsee hat sich tiefblau vor dem Hotel Dünenmeer ausgebreitet, am Strand genießt ein schwarzer Mischlingshund den Auslauf. Er hat einiges vor sich: Von Dierhagen aus zieht sich ein feiner Sandstrand kilometerlang die Küste hinauf. Ausreichend Platz haben auch die Gäste in dem 1500 Quadratmeter großen Wellnessbereich. Das Schwimmbad bietet Blick aufs Meer, und eine der Saunen liegt direkt in den Dünen. Die Massagen und Anwendungen finden hauptsächlich mit Ingredienzen aus dem Fischland statt: Salz, Schlick und Algen. Wem Ruhe wichtiger als Wellness ist, der kann sich in die reetgedeckten Appartement-Häuser zurückziehen. Bis zu sechs Personen können hier wohnen. Auch von hier ist es zum Meer nicht weit. Wie das Hotel liegen die Appartements ebenfalls direkt hinter der Düne.
Hotel Dünenmeer, Birkenallee 20, 18347 Dierhagen, Tel.: 038226/50 10, www.duenenmeer.de. Das Hotel eröffnet am 1. Juli 2007. Preise: DZ/HP ab 140 Euro (Waldseite) bis 231 Euro (Meerseite) pro Person inkl. Eintritt zum Wellnessbereich. Dünen-Appartements für zwei bis sechs Personen zwischen 154 und 314 Euro pro Tag.

Hotel im Wasserturm, Hamburg
Ganz frisch, gerade seit einer Woche, ist das Hotel im Schanzenviertel der Hansestadt eröffnet. Nun gleiten die ersten Gäste unterirdisch auf zwei 25 Meter langen Rollbändern - von Lichtinstallationen und sanften Klängen begleitet - zur Rezeption des "Hotels im Wasserturm" am Sternschanzenpark, direkt am Messegelände. 45 Jahre stand das seit 1991 als Industriedenkmal geschützte Gebäude leer. Bei der Sanierung wurde ein Kreuzgewölbe mit dicken roten Ziegelmauern aus dem Jahre 1864 freigelegt. Die Untergeschosse des Hauses befinden sich in diesem historischen Wasserspeicher. Die 226 trapezförmigen Zimmer sind im eigentlichen Turm wie Tortenstücke auf 17 Stockwerken angeordnet. Vom Bett blicken die Gäste auf Hamburg: Michel, Fernsehturm, Köhlbrandbrücke, AOL-Arena und bei guter Sicht sogar die Harburger Berge. Ein Schwimmbad gibt es im Wasserturm nicht, dazu fehlte der Platz (Wellness- und Fitnessbereich sind in den unteren Geschossen). Wer das Geld hat, eine der beiden Suiten direkt unter dem Dach zu buchen, kann entweder in einer riesigen Wanne auf einer Empore baden oder an gleicher Stelle in einer Bibliothek schmökern. Baden oder lesen? Oder doch lieber eines der deutlich günstigeren Zimmer mit ebenso schönem Ausblick buchen?
Mövenpick Hotel Hamburg, Sternschanze 6, 20357 Hamburg, Tel.: 040/33 44 11-33 03; www.wasserturm-schanzenpark.de. Suiten zwischen 670 und 990 Euro, DZ/F ab 145 Euro.

Cerês, Rügen
Erst im Mai eröffnet und direkt am Meer. Besondere Kennzeichen: Die Farben Schwarz, Platin und Weiß dominieren das edle Design. Von der Kuppelsuite (ab 600 Euro!) mit Glasdach hat der Gast beste Aussichten auf die Binzer Bucht. Das Cerês hat 50 Zimmer und Suiten und liegt am Rondell vor der Seebrücke im Ostseebad Binz.
Cerês, Strandpromenade 24, 18609 Binz, Tel.: 038393/66 67-0, www.ceres-hotel.de. DZ/F ab 190 Euro.

Bungalows, Helgoland
Das Leben kann hart und ungerecht sein. Auch zu den Helgoländern, die mit dem tief sitzenden, gemeinen Vorurteil zu kämpfen haben, ihre Insel sei ein „Fuselfelsen“. Dabei verdient ihre Heimat ganz andere Prädikate. Skurril und liebenswert (vier Polizisten, Elektroautos, 50er-Jahre-Architektur, jede Menge dicke, fette, freundliche Kegelrobben)! Gesund und einzigartig (weniger Staubpartikel in der Luft als auf der Zugspitze, unglaubliche Artenvielfalt, kleinstes Naturschutzgebiet der Welt)! Sonnig und mild (kaum Wolken über Helgoland, exotische Pflanzen können sogar im Winter im Freien bleiben)! Auf der vorgelagerten Düne (mit der Dünenfähre zu erreichen) lädt nun eine Gruppe nagelneuer Bungalows zu einem extrem naturnahen und einsamen Urlaub ein. Die fünf bunten Holzhäuser stehen in drei Größen zur Auswahl (34, 45, 55 qm) und sind komplett eingerichtet. Der Strand ist nur wenige Meter entfernt. Helgoland: so nah und doch so weit weg. Exotischer können Ferien in Deutschland kaum sein.
Helgoland Touristik, Tel.: 0180/564 37 37; www.helgoland.de. Buchung der Häuser unter Tel.: 04725/81 12 51. Preise pro Tag zwischen 100 und 140 Euro (Hauptsaison), 75 bis 99 Euro (Nebensaison).

Luxusferienhäuser Friedrichskoog, Schleswig-Holstein
Wellness könnte so entspannend sein - wenn nur die vielen fremden Menschen in der Sauna und im Pool nicht wären. Wohlfühlen mit allem Drum und Dran im eigenen Ferienhaus ist seit diesem Sommer in Friedrichskoog an der Nordsee möglich. Dort entstehen nicht weit vom Strand entfernt derzeit 31 Luxusdomizile unterschiedlicher Größe, 7 sind bereits fertig, sie sind voll eingerichtet: Vom Kamin bis zur Knoblauchpresse ist alles vorhanden. Die größeren Häuser haben sogar einen Pool.
Tel.: 01805/60 18 18, www.friedrichskoog.de. Ab 390 Euro (4-Sterne-Haus für acht Personen) und 1255 Euro (5-Sterne-Haus mit Pool und Wellnessanlage für 12 Personen) pro Woche.

Badehaus Goor, Putbus auf Rügen
Zum Badehaus Goor führt eine traumhafte alte Allee, an deren Ende die Welt aufzuhören scheint. Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus ließ sich im Jahr 1817 das Badehaus als Wohlfühltempel errichten. Von seinen exzessiven Bädern zeugen heute noch zwei Wannen, die im Boden des Speisesaals eingelassen sind. Doch wer den betritt, hat erst mal keinen Blick für Details aus dem 19. Jahrhundert. Denn der Saal ist barbiepuppenpink gestrichen. Erst auf der Terrasse klart der Blick wieder auf: Blau schimmernd liegt der Rügische Bodden vor dem Betrachter, gesäumt von sattgrünen Bäumen. Ein kleiner Sand-Kies-Strand ist 150 Meter vom Badehaus entfernt. Nach Wilhelm Malte wuschen sich an diesem Ort weitere illustre Gäste wie Otto Fürst von Bismarck und Alexander von Humboldt. Zu DDR-Zeiten wurde das Badehaus zum Betriebsferienheim umfunktioniert. 175 Betten bietet das Badehaus heute, am Osterwochenende begrüßte Hoteldirektor Gerd Raulff die ersten Gäste. Drei Jahre lang hat er mit seiner Frau das Hotel nach eigenen Vorstellungen saniert. "Wir wollten trotz des Umbaus den Charakter des Badehauses bewahren", sagt Raulff, und deshalb stehen 600 Quadratmeter Wellnessbereich mit Schwimmbad, Sauna und diversen Massageräumen zur Verfügung. Die Bäder in den meisten Zimmern haben einen freien Blick nach außen. Im Sommer werden geführte Wanderungen durch das Naturschutzgebiet Goor angeboten. Fahrräder kann man der Rezeption mieten.
Badehaus Goor, Fürst-Malte-Allee 1, 18581 Lauterbach (Rügen), Tel.: 038301/882 60, www.hotel-badehaus-goor.de. DZ mit Frühstück und Abendessen ab 130 Euro.

Dorfhotel Sylt, Schleswig-Holstein
Eric hat seine Feinde längst gesichtet. "Achtung, Männer, von rechts greifen die Piraten an", ruft er. Der blonde Junge steht auf einem Holzschiff und hält Ausschau nach allem, was ihm seine Position als Kapitän streitig machen könnte. So wie Eric und seine Freunde im Kinderclub vom "Dorfhotel Flesensee" Spaß haben, können Kinder in wenigen Tagen auch in einer neuen Anlage, dem Dorfhotel Sylt, herumtoben. Hier sind sie ausdrücklich willkommen. Zusammen mit ihren Eltern wohnen sie in Appartements mit einem oder mehreren Schlafzimmern. In den Wohnungen kann man sich selbst versorgen oder sie mit Halbpension buchen. Auf Wunsch werden Frühstück und Abendessen auch ins Appartement geliefert. Und wenn die Eltern mal wieder im Speisesaal ewig am Tisch sitzen bleiben, gibt es direkt daneben ein Spielzimmer, in das sich die Kinder vorzeitig verabschieden können. Während sich die Erwachsenen ihren Lieblingsbeschäftigungen wie Golfen oder Wandern hingeben, darf der Nachwuchs unter Betreuung im Kinderclub herumtoben. Das Sylter Dorfhotel eröffnet am 23. Juni. Im kommenden Jahr soll in Boltenhagen eine weitere Anlage der Tui-"Dorfhotels" entstehen.
Dorfhotel Sylt, Hafenstraße 1a, 25980 Rantum, Tel.: 0511/566 25 38, www.dorfhotel.com. Bei Kurzreisen kosten die Appartements pro Tag 204 Euro (Nebensaison ab 126 Euro). Ab einem dreitägigen Aufenthalt reduziert sich der Preis um 20 Euro pro Tag. Halbpension ist gegen Aufpreis buchbar (ab 23. Juni).

Hörger Biohotel, Kranzberg, Bayern
Vor den Toren Münchens ausspannen, in einem hypermodernen Hotel ganz aus Zirbelholz und Glas schlafen und sich doch wie im tiefsten ländlichen Bayern fühlen. Der Blick vom Bett auf die vielen Apfelbäume ist grandios. In der einfachen Gaststube im Altbau - wie sich’s gehört mit Kachelofen, Schützenscheibe und Herrgottswinkel - wird Bio pur serviert. Geschmacklich astrein und das zu Preisen, wofür es anderswo nur den üblichen Jägerschnitzel-Ramsch gibt.
Hörger Biohotel Tafernwirtschaft, Hohenbercha 38, 85402 Kranzberg, Tel.: 08166/99 09 80; www.hoerger-biohotel.de. DZ 69 Euro (Altbau) und 99 (Apfelgarten), Familienzimmer (vier Personen, Apfelgarten) 160 Euro. Kinder unter zehn Jahren wohnen frei.

Hofgut Hafnerleiten, Bad Birnbach in Bayern
Natur, Ruhe, Ein-/Zweisamkeit, Geselligkeit, im Hofgut Hafnerleiten kann man alles zugleich finden, dank des einmaligen Konzeptes der jungen Wirtsleute Anja Horn und Erwin Rückerl. Man wohnt nicht in Zimmern, sondern in kleinen "Themenhäusern". Das Bootshaus liegt am Badeteich, das Baumhaus steht auf Stelzen, das Hanghaus hat ein Grasdach. Jedes Haus ist anders, alle sind wunderschön und gerade mit dem Architekturpreis "Bauen für die Gemeinschaft" ausgezeichnet worden. Wer will, kann im Häuschen bleiben und bestellt sich gegen Aufpreis ein "Dinner for two" auf die Terrasse. Doch üblicherweise kommt man abends im Haupthaus zusammen und speist an einer großen Tafel. Im Halbpensionspreis sind das exzellente mediterrane Drei-Gänge-Menü und eine Flasche Wein pro Haus inklusive. Die entspannte Atmosphäre im Hofgut sorgt dabei fast automatisch für gute Gespräche mit "wildfremden" Leuten. Das Frühstück am nächsten Morgen wird nach Wunsch zusammengestellt und ins Häuschen serviert. Bei Vollbelegung kann das Hofgut maximal 16 Gäste beherbergen. Es ist weniger geeignet für Alleinreisende (es muss immer der volle Häuschenpreis bezahlt werden) und wegen des gemeinschaftlichen Abendessens auch nicht ganz ideal für Familien mit Kindern.
Hofgut Hafnerleiten, Brunndobl 16, 84364 Bad Birnbach, Tel.: 08563/915 11; www.hofgut.info. Übernachtung (HP) 150 Euro und ab drei Tagen 130 Euro je Tag und Person.

Das Kranzbach, Garmisch- Partenkirchen in Bayern
Bei Nebel sieht es aus, als käme gleich der Hund von Baskerville aus den Büschen. Und auch bei Sonne scheint Schottland nicht weit. Vor 100 Jahren hat sich in der märchenhaft schönen Landschaft unterhalb der Zugspitze eine englische Adelige ein Landhaus gebaut. Britische Designer machten daraus nun Das Kranzbach, ein ungewöhnliches und schönes Hotel- und Wellnessrefugium mit eigener, 130 000 Quadratmeter großer Bergwiese, fünf beheizten Pools, einer privaten Spa-Suite und einer etwa 20 Meter langen Regalwand voller wunderbarer Weine. Das Kranzbach bietet seinen Gästen "Kurztrips ins Glück", mit einem umfassenden Bade- und Kosmetikprogramm.
Das Kranzbach, 82493 Kranzbach; Tel.: 08823/ 92 80 00; www.daskranzbach.de. DZ/HP ab 134 Euro pro Person (Eröffnungspreise bis 16.9.).

Schloss Elmau, Bayern
Die schneebedeckten Gipfel des Wettersteingebirges sind die Kulisse für einen der spektakulärsten Hotelbauten der letzten Jahre. Aus dem betulichen, etwas esoterisch angehauchten Schlosshotel Elmau bei Garmisch-Partenkirchen entstand nach dem schlimmen Brand im Sommer 2005 eine Luxusoase für Essen, Wellness und Kultur. Geblieben ist der kulturelle Anspruch. Hochkarätige Künstler und Interpreten erwarten die Gäste, für die Kinder gibt es eigene Literaturtage oder eine "Woche der Naturwissenschaften". Geblieben sind auch die alten Legenden, die sich um das Schloss ranken - etwa wie der junge Herr von Bülow (damals noch nicht "Loriot") in einem Wandschrank entdeckt wurde, mit einer schwedischen Haustochter im Arm.
Schloß Elmau, 82493 Elmau; Tel.: 08823/18-0, www.schloss-elmau.de. DZ ab 165 Euro pro Person.

Hotel Ellington, Berlin
Louis Armstrong und Ella Fitzgerald standen hier schon auf der kleinen Bühne: "Badewanne" hieß damals der berühmte Jazzkeller. Im März dieses Jahres ist aus dem Haus das "Ellington" geworden, ein Hotel mit 285 Zimmern. Seine Fassade zählt zu den auffälligsten Häuserfronten in Berlin. 1928 hatte der Architekt Erich Mendelsohn das 185 Meter lange Gebäude errichtet. In der Eingangshalle und dem Treppenhaus wurde bis heute der Charme der 20er Jahre gewahrt.
Ellington Hotel, Nürnberger Straße 50–55, 10789 Berlin, Tel.: 030/68 31 50, www.ellington-hotel.com. DZ ab 108 Euro, Suiten ab 168 Euro.

Jugendherbergen

Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen
Wer hier aus der Tür tritt, kann die Altstadt nicht verfehlen. Zwischen Schlafplatz und Innenstadt liegt nur der Rhein, direkt gegenüber der Jugendherberge lockt die "Kö". Besonderer Service für Radfahrer: Abstellraum, Heizungskeller, Radwegkarten und Werkzeug werden gestellt. Abends kann man in der Düsseldorfer Kneipenszene, an der "längsten Theke der Welt", das sicherlich beste frisch gezapfte Altbier trinken. Und auch von dort ist es nur ein Fußmarsch über die Rheinbrücke bis nach Hause ins Bett.
City-Hostel Düsseldorf, Düsseldorfer Straße 1, 40545 Düsseldorf-Oberkassel, Tel.: 0211/55 73 10; www.jugendherberge.de. Übernachtung mit Frühstück ab 22,50 Euro.

Wittenberg, Sachsen-Anhalt
Am 31. Oktober 1517 nagelte Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg. Knapp 500 Jahre später eröffnet in unmittelbarer Nähe eine Jugendherberge. In den ehemaligen Amtshäusern in der oberen Etage des Wittenberger Schlosses laden ab August 104 Betten zum Träumen in historischen Gemäuern ein.
Jugendherberge Wittenberg, Schlossstraße 14/15, 06886 Wittenberg, Tel.: 03491/40 32 55; www.jugendherberge.de/jh/wittenberg. Übernachtung mit Frühstück ab 20 Euro.

Norderney, Niedersachsen
1797 wurde auf Norderney das erste deutsche Nordseebad gegründet. Damals gab es auf der Insel nur 106 Häuser und 506 Einwohner. Heute leben auf dem 14 Kilometer langen und knapp zwei Kilometer breiten Eiland 6200 Menschen - plus zahlreiche Feriengäste. In diesem Sommer werden es sicherlich noch ein paar mehr werden: In einem ehemaligen Krankenhaus, nur zehn Gehminuten vom Strand entfernt, hat im April die neue Jugendherberge mit Bastelraum, Spielräumen und eigenem Bistro eröffnet.
Jugendherberge Norderney, Mühlenstraße 1, 26548 Norderney, Tel.: 04932/84 09 00; www.jugendherberge.de/jh/norderney. Übernachtung mit Vollpension ab 26,30 Euro.

Parks

Abenteuerpark Saar im Saarland
Hoch über der Erde, zwischen den Baumwipfeln, verspricht der Abenteuerpark Saar Nervenkitzel für die ganze Familie. In drei bis zwölf Meter Höhe führen Wege mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad über Drahtseile, Schaukeln, Seilbrücken und Holzstege. Vier verschiedene Pfade und 44 hängende Attraktionen zeigen den Wald aus einer ganz neuen Perspektive. Gesichert sind die Abenteurer mit Klettergurt und Helm.
Abenteuerpark Saar, Rehtälchen in 66123 Saarbrücken, Tel.: 0681/938 54 40; www.abenteuerpark-saar. de. Öffnungszeiten: 17. März bis 18. November freitags 14.30 bis 18.30 Uhr, am Wochenende von 9 bis 18.30 Uhr; Eintritt: Erwachsene 24 Euro, Kinder ab 12 Jahre 19 Euro, Familien (2 Erwachsene/1 Kind) 50 Euro.

Tierpark Hagenbeck, Hamburg
Als der Tierpark Hagenbeck 1907 seine Pforten öffnete, war er der erste Zoo, in dem Mensch und Tier nicht durch einen Zaun getrennt waren. Zum 100. Geburtstag in diesem Jahr vermeldet Hagenbeck nicht nur Nachwuchs im Elefantengehege, sondern auch die Eröffnung eines Aquariums der besonderen Art: Auf verschiedenen Ebenen durchquert der Besucher die Lebensräume tropischer und subtropischer Tiere. Im offenen Becken, fast wie in einem öffentlichen Freibad, schwimmen junge Hammerhaie "... Flosse in die Höh". Daneben lauern Rotfeuerfische und Muränen auf ihre Beute. Die große Überraschung wartet jedoch am Ende des Rundgangs. Das "Hai-Atoll", ein 1,8-Millionen-Liter- Aquarium, in dem man Rochen und Haie aus nächster Nähe beobachten kann. Durch die raffiniert gebogene Scheibe hat man das Gefühl, inmitten der Tiere auf dem Meeresgrund zu stehen.
Tierpark Hagenbeck, Lokstedter Grenzstraße 2, 22527 Hamburg, Tel.: 040/530 03 30; www.hagenbeck.de. Öffnungszeiten: im Sommer täglich von 9 bis 19 Uhr, im Winter ist um 16.30 Uhr Schluss; das Kombiticket Tierpark und Aquarium kostet für Erwachsene 21 Euro, für Kinder bis 16 Jahre 12 Euro. Das Aquarium allein kostet für Erwachsene 11 Euro, Kinder 7 Euro.

Fördeland Therme Glücksburg, Schleswig-Holstein
Sprudelnde Geysire und Schwallduschen, Wasserkanonen und Unterwasserliegen: einige der Attraktionen in der frisch eröffneten Fördeland Therme. Action für Erwachsene und Kinder gibt es auf der 105 Meter langen Rutschbahn und im Meerwasserbecken. Entspannung liefert die Saunalandschaft, wo auch der Whirlpool unter einer Glaskuppel zum blubbernden Bad einlädt.
Fördeland Therme Glücksburg, Sandwigstraße 1a, 24960 Glücksburg, Tel.: 04631/444 07 10, www.foerdeland-therme.de. Geöffnet: So. bis Do. 10 bis 22 Uhr, Fr. und Sa. bis 23 Uhr; Tageskarte für die Therme: Erwachsene 13 Euro, Kinder 10,50 Euro. Mit Saunawelt 17 Euro, Kinder 14,50 Euro.

Therme Erding, Bayern
Das Paradies liegt nur eine halbe Autostunde von München entfernt. Auf den Sonnendünen, in den exotischen Gärten oder der maurischen Alhambra ist Erholung auch mal nackt erlaubt. Ob Kind oder Erwachsener, Spaß für alle gibt es auf Europas längster Wasserrutsche. Und das ist nicht die einzige nasse Abfahrt. 15 weitere Rutschen mit unterschiedlichem Gefälle laden zu insgesamt 1400 Meter Wasservergnügen ein.
Therme Erding, Thermenallee 1–5, 85435 Erding, Tel.: 08122/22 70-400; www.therme-erding.de. Eintritt für drei Stunden 21,50 Euro.

Nordseelagune Butjadingen, Niedersachsen
Wer in der Nordsee baden wollte, war bisher abhängig von Ebbe und Flut. In der Nordseelagune Butjadingen sind seit diesem Jahr die Gezeiten bezwungen. In Europas einzigem Meerwasserbadesee kann man den ganzen Tag bei gleichbleibenden Pegelständen mit Blick aufs Meer im Wasser planschen. Und die Nordsee kommt gereinigt ins Becken: Miesmuscheln fressen in einer biologischen Aufbereitungsanlage die Schwebstoffe auf. Sandstrand, Bootsverleih und Beachvolleyball runden das künstlich geschaffene Nordseevergnügen ab.
Nordseelagune, Strandallee 61, 26969 Butjadingen/Burhave, Tel.: 04733/92 93 18, www.nordseelagune.de. Geöffnet tägl. von 9 bis 18 Uhr; 3 Euro pro Person.

Zoom Erlebniswelt, Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen
Zoo war gestern, in Gelsenkirchen findet Tieregucken seit zwei Jahren in einem Freizeitpark statt. In der Polarregion fährt man beispielsweise auf einer Eisscholle spazieren, in "Joes Claim" darf man Gold schürfen. Tiere gibt es auch zu sehen - aus nächster Nähe, sozusagen im "Zoom". So führt ein durchsichtiger Tunnel unter dem Robbenbecken hindurch. Die beiden Kodiakbären tollen in einer 3000 Quadratmeter großen Berglandschaft herum. 2009 soll auf dem neuen Areal ein Asienhaus mit Orang-Utans und Indoor-Spielplatz entstehen.
Zoom Erlebniswelt, Bleckstraße 47, 45889 Gelsenkirchen, Tel.: 0209/954 50, www.zoom-erlebniswelt.de. Geöffnet April bis Sept. 9 bis 18.30 Uhr, März und Okt. bis 18 Uhr, Nov. bis Febr. bis 17 Uhr; Erwachsene 12 Euro, Kinder von vier bis zwölf Jahren 8 Euro.

Sandboarding Hirschau, Bayern
Es könnte auch eine Fata Morgana sein: Mitten in der Oberpfalz steht eine 110 Meter hohe Düne aus feinstem weißem Quarzsand. Der ist ein Abbauprodukt der Ambacher Kaolinwerke. Ein Lift transportiert die Skihasen auf den Gipfel, dann warten 220 Meter Sandabfahrt ins Tal. Skifahrer und Snowboarder können beim Sommerski auf Schal und Jacke verzichten. Ein Badeanzug tut es bei 30 Grad im Schatten auch. Außerdem führt eine Kletterstrecke auf den Gipfel. Am Fuße machen ein Schwimmbad und ein Campingplatz das Ferienfeeling komplett.
Monte Kaolino, Wolfgang-Drossbach-Straße, 92242 Hirschau, Tel.: 09622/703 92 01; www.montekaolino.eu. Lift geöffnet: Mai bis Oktober, 9 bis 20 Uhr; Preise: Liftpass Tageskarte 8 Euro, Skiverleih 13 Euro, Sandboard 25 Euro.

Phantasialand Brühl, Nordrhein-Westfalen
Als wäre eine normale Achterbahnfahrt nicht schon Aufregung genug! Seit vergangenem Sommer erwartet die Besucher des Phantasialands ein Ritt auf der Schwarzen Schlange. Die "Black Mamba" besteht aus rasanten Überkopffahrten, dunklen Tunnels und halsbrecherischen Loopings - und das bei voller Beinfreiheit. Denn anders als bei herkömmlichen Bahnen sind die Sitze an einer Schiene über dem Kopf befestigt, die Passagiere sitzen ähnlich wie im Sessellift.
Phantasialand, Berggeiststraße 31–41 in 50321 Brühl, Tel.: 02232/362 00; www.phantasialand. de. Geöffnet: April bis November tägl. 9 bis 18 Uhr; Eintritt: Erwachsene 29,50 Euro, Kinder bis 1,45 Meter Größe 26 Euro.

Snow Funpark Wittenburg, Mecklenburg-Vorpommern, und SnowDome, Bispingen, Niedersachsen
Die Zeiten, als Skifahren und Snowboarden noch Wintersportarten waren, sind vorbei. Nun bietet auch das norddeutsche Flachland ganzjährige Schneeerlebnisse. In Wittenburg, auf halber Strecke zwischen Hamburg und Berlin, wurde ein "Snow Funpark" mit 330 Meter langer Abfahrt, 4er-Sessellift, Schlepplift und einer Halfpipe eröffnet. Alpenfeeling mit Hüttenzauber und Après-Ski bekommt man auch in Bispingen an der A7. Der "SnowDome" wirbt damit, Europas breiteste Skihalle zu sein. Immerhin hat ein Sechser- Sessellift darin Platz.
Snow Funpark Wittenburg, Zur Winterwelt 1, 19243 Wittenburg, Tel.: 01805/80 21 21, www.snowfunpark.com. Geöffnet: 9 bis 24 Uhr; Eintritt: 34 Euro für Erwachsene, 26 Euro für Jugendliche bis 16 Jahre. Kinder unter sechs Jahren in Begleitung eines Erwachsenen frei. SnowDome Bispingen, Horstfeldweg 9, 29646 Bispingen, Tel.: 05194/431 10, www.snow-dome.de. Geöffnet: So. bis Do. von 10 bis 22 Uhr, Fr., Sa. 10 bis 23 Uhr; Eintritt: Tagesticket Mo. bis Fr. Erwachsene 30 Euro, Kinder 21 Euro. Am Wochenende Erwachsene 35 Euro, Kinder 25 Euro.

Kanupark Markkleeberg, bei Leipzig in Sachsen
Die Olympischen Sommerspiele 2012 finden ja nun nicht in Leipzig statt. Von den ehrgeizigen Plänen der Bewerbung wurde aber bereits eine zwölf Millionen Euro teure, olympiataugliche Wildwasseranlage fertig. In der künstlichen Seenlandschaft aus ehemaligen Tagebaugruben südlich von Leipzig können sich jetzt Freizeitsportler die Kaskaden aus schäumendem Wasser hinabstürzen: entweder im Schlauchboot mit einem ausgebildeten Rafting-Guide an Bord, allein im Kajak oder auf einer Art dickem Surfbrett. Diese Einzeldisziplin wird Hydrospeed genannt und verspricht den stärksten Adrenalinausstoß. Kopfüber, nur mit Schutzhelm, Schwimmweste und Flossen an den Füßen geht es steil flussabwärts durch Strudel und scharfe Kurven. Doch Vorsicht: Sogar Profis loben das "schwere Wasser" der Anlage.
Kanupark Markkleeberg, Wildwasserkehre 1, 04416 Markkleeberg, Tel.: 034297/14 12 91, www. kanupark-markkleeberg. com. Geöffnet von Mai bis Oktober; 2 Stunden Rafting 35 Euro, eine Stunde Hydrospeed 32 Euro; Wildwasserkajak 25 Euro pro Stunde; Voranmeldung für Gruppen erforderlich.

Die beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Bundesländer

Schleswig-Holstein: Holstentor, Lübeck
Hamburg: Hafen mit Alster und Elbe Bremen: historische Altstadt mit Stadtmusikanten und Schnoor
Niedersachsen: Herrenhäuser Gärten, Hannover
Mecklenburg-Vorpommern: Kreidefelsen, Rügen und Nationalparkzentrum Königsstuhl, Sassnitz auf Rügen
Berlin: Brandenburger Tor und Museumsinsel
Brandenburg: Schlösser und Gärten, Potsdam
Sachsen: Frauenkirche, Dresden
Sachsen-Anhalt: Bauhaus/Meisterhäuser, Dessau
Thüringen: Wartburg, Eisenach
Nordrhein-Westfalen: Kölner Dom
Hessen: Bergpark Wilhelmshöhe und Herkules, Kassel
Rheinland-Pfalz: Unesco Welterbe Trier
Saarland: Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Völklingen
Baden-Württemberg: Heidelberger Schloss
Bayern: Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau, Füssen
Quelle: die Landesmarketingorganisationen der Bundesländer

Campingplätze

Insel-Camping, Borkum
Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge sind autofrei. Auf Borkum rollt der Verkehr. Wenn auch eingeschränkt. So kann eine Familie die komplette Campingausrüstung - das Zelt, die Schlafsäcke, den Kocher - bequem mit dem Auto auf die Nordseeinsel schaffen. Und nun auch noch den Computer. Seit Kurzem gibt es eine WLAN-Station.
www.insel-camping-borkum.de; Tel.: 04922/10 88

Campingpark Lux-Oase, Dresden


Erst das Zelt aufschlagen, dann in die Semper-Oper gehen. Die Damen und Herren von der Platzleitung reservieren gern die Karten und organisieren Ausflüge in die Umgebung. Stolz blicken die Dresdner auf ihr Weltkulturerbe, das Elbtal. Noch haben sie den Unesco-Titel. Werden sie ihn behalten? Um den Bau der "Waldschlösschenbrücke" wird weiter gestritten.

www.luxoase.de; Tel.: 035952/566 66

Camping Hopfensee, Ostallgäu


Attraktionen: die Allgäuer Alpen, das Königsschloss Neuschwanstein, der Badesee und nun auch noch jede Menge Wellnessangebote. Von der Ayurveda- Massage bis zum Ziegenbuttercremebad.

www.camping-hopfensee.de; Tel.: 08362/91 77 10
Buch: Der ADAC Camping-Caravaning-Führer 2007 stellt ca. 5400 Plätze in Europa vor; zwei Bände, Preis: je 17,90 Euro

Museen

Salzbergwerk Berchtesgaden, Bayern
Grelle Blitze und flirrende Lichtreflexionen. Turmhohe Spiegelbilder, die wie von Geisterhand aus dem Fels wachsen. Exotische Klänge aus dunklen Stollen und ein schweres Holzboot, das, begleitet von klassischer Musik, über den finsteren unterirdischen See gleitet. Seltsame Dinge geschehen neuerdings in der Unterwelt am Königssee. Wo seit fast 500 Jahren tüchtige Knappen das Salz aus dem Gestein bohren und waschen, sind nicht etwa Geister unterwegs, sondern hochmoderne Laserprojektoren und Videoinstallationen im Einsatz. Weil bei der klassischen Rundtour durch das altgediente Berchtesgadener Salzbergwerk in den vergangenen Jahren die Besucherzahlen sanken, wurden 8,4 Millionen Euro investiert, um aus dem Bergwerk ein modernes Erlebnis zu machen. Infotainment heißt das Motto. Und so kann sich der Besucher im Salzlabor an bunten Touchscreen-Bildschirmen in 13 Sprachen vorführen lassen, wie Salz gewonnen wird, oder man lässt sich die harte Arbeit unter Tage an verschiedenen Stollen zeigen. Aber die Salzzeitreise ist in einigen wichtigen Bereichen traditionell geblieben. Die berühmten 36 Meter langen Holzrutschen sind immer noch genauso flott wie früher. Nur dass man heute statt mit alten Knappenjacken und -hosen mit zeitgemäßen schwarzen Overalls und fetten Reflektoren durch die Unterwelt gleitet. Auch die alten ledernen Nierengurte sind der Modernisierung zum Opfer gefallen. Die Arschleder, wie sie von den Knappen getauft wurden, sind schon lange nicht mehr vorhanden - sie waren als Souvenirs heiß begehrt.
SalzZeitReise, Erlebnisbergwerk Berchtesgaden, Bergwerkstraße 83, 83471 Berchtesgaden, Tel.: 08652/600 20; www.salzzeitreise.de. Eintritt: Kinder (4 bis 16 Jahre) 9 Euro, Erwachsene 14 Euro.

Arche Nebra, Wangen, Sachsen-Anhalt
Kaum jemand kannte Nebra, bis dort 1999 in einem Hügelgrab eine etwa pizzagroße Bronzescheibe mit Goldauflagen gefunden wurde - die Himmelsscheibe von Nebra. Der nahe Mittelberg galt unter Schatzsuchern schon länger als Geheimtipp. Aber erst als Grabräuber einem von der Polizei fingerten Verkauf auf den Leim gingen, stellte sich einer der unterschlagenen Funde als echte Sensation heraus: Seither gilt die Scheibe als die älteste konkrete Himmelsdarstellung. Ein Goldschmied bildete darauf vor 3600 Jahren den Nachthimmel mit Mond und Sternen ab, dazu die Sonne und zwei Horizontbögen - und alles so exakt, dass die Scheibe als kombinierter Mond- und Sonnenkalender funktioniert. Obwohl sich Wissenschaftler über Echtheit und Alter streiten, gehen anerkannte Archäologen und Historiker davon aus, dass sie tatsächlich aus der Frühbronzezeit stammt und mit ihr nicht nur Tag, Monat und Jahr, sondern auch wichtige Ernte- und Aussaatdaten bestimmt wurden. Direkt am Fundort, auf dem Mittelberg bei Wangen, wurde nun ein 30 Meter hoher Aussichtsturm errichtet, von dessen Plattform sich die Sichtachsen der Himmelsscheibe nachvollziehen lassen und der gleichzeitig eine riesige Sonnenuhr ist. Von dort führt eine Kirschallee auf einen Berg. Auf dem ganzen Weg scheint ein goldenes Schiff über dem Tal der Unstrut zu schweben. Erst oben erkennt man den raffinierten Unterbau aus Glas. Die Arche Nebra wird am 21. Juni eröffnet und will als Mischung aus Museum und Planetarium den Krimi um die Himmelscheibe dokumentieren. Eine aufwendige Multimedia-Show hilft, die komplizierten astronomischen Zusammenhänge zu verstehen.
Arche Nebra, An der Steinklöbe 16, 06642 Wangen, Tel.: 034461/257 50, www.arche-nebra.de. Geöffnet tägl. bis Oktober von 10 bis 18 Uhr, November bis März 10 bis 16 Uhr, Mo. geschlossen; Eintritt: 7 Euro, 3,50 Euro für Schüler und Studenten, Familienkarte 16 Euro, Gruppentarife. Führungen nach Voranmeldung.

Museum Ritter Waldenbuch, Baden-Württemberg
Marli Hoppe-Ritter kaufte 1993 ihr erstes Bild: eine kleine Postkarte von Sol LeWitt. Es ist eine Darstellung des Pantheons in Rom. Auf die Rückseite hat LeWitt ein Quadrat gezeichnet. Seitdem sammelt die Enkelin des Ritter-Sport-Schokoladenherstellers Kunst zum Thema Quadrat. In Waldenbuch bei Stuttgart hat sie nun ein Museum eröffnet. Während die Erwachsenen die Quadrat-Kunst betrachten, können Kinder in der Schokoausstellung gleich nebenan lernen, wie man Schokolade herstellt.
Museum Ritter, Alfred-Ritter-Straße 27, 71111 Waldenbuch, Tel.: 07157/53 51 10; www.museumritter. de. Eintritt: 5 Euro, Kinder frei.

Bratwurstmuseum Holzhausen, Thüringen


Der kulturelle Stellenwert der Bratwurst im Leben der Deutschen ist unumstritten. Höchste Zeit, dass endlich ein Museum zum Thema eröffnet wird. Hier hat alles rund um die Bratwurst, speziell die Thüringer, seinen Platz. Die Ausstellungsstücke reichen vom Schwein über Schlachtgeräte bis zu den Maschinen zur Bratwurstherstellung. Und für den kleinen Hunger wartet hinter dem Museum der Grill.

Erstes Deutsches Bratwurstmuseum, Hinter dem Gute 2, 99310 Wachsenburggemeinde, OT Holzhausen, Tel.: 03628/60 44 12; www.bratwurstmuseum.net. Eintritt: Erwachsene 2 Euro, Kinder 1 Euro.

Nordseemuseum Husum, Schleswig-Holstein
Was passiert bei einer Sturmflut? Wie werden Deiche gebaut? Und wie wirkt sich der Klimawandel auf das Leben an der Nordsee aus? Dieses Museum beschäftigt sich nicht nur mit den Eigenheiten der Sprache und des Lebens an der norddeutschen Küste, sondern auch mit Kunst auf dem platten Land. Kinder können an Modellen die Wirkung der Wellen erfahren und im Windkanal die verschiedenen Orkanstärken erspüren.
Nordseemuseum, Herzog-Adolf-Straße 25, 25813 Husum, Tel.: 04841/25 45; www.nissenhaus.de. Eintritt: Erwachsene 5 Euro, Kinder 2 Euro.

DDR-Museum, Berlin


Hier sind die Relikte eines vergangenen Staates ausgestellt: Der Fernseher steht in einem authentischen DDR-Wohnzimmer mit Karat-Schrankwand und Multifunktionstisch. Reportagen über das Leben in Ost-Berlin guckt man sich in original Kinosesseln von damals an. Selbst eine Fahrt mit dem Trabi ist möglich. Das Gefährt rollt mit laufendem Motor durch die Plattenbausiedlungen. Schade, dass es nur ein virtueller Ausflug ist.

DDR-Museum, Karl-Liebknecht-Straße 1, 10178 Berlin, Tel.: 030/847 12 37 30, www.ddr-museum.de. Eintritt: Erwachsene 5 Euro, Kinder 3 Euro.

Arp Museum Remagen, Rheinland-Pfalz
Die Werke des in Straßburg geborenen deutschen Künstlers Hans Arp sind in einem alten Bahnhof ausgestellt. Insofern ist das Arp Museum wohl weltweit das einzige mit einem eigenen Gleisanschluss. Arp gilt als Mitbegründer der Dada-Bewegung, die sich im 20. Jahrhundert gegen Krieg und gesellschaftliche Normen auflehnte. Zu seinen immer wiederkehrenden Motiven gehören Nabel und Torso. Das Museum eröffnet voraussichtlich Ende September.
Arp Museum, Hans-Arp-Allee 1, 53424 Remagen- Rolandseck, Tel.: 02228/942 50, www.arpmuseum.org. Eintritt: Erwachsene 4 Euro, Kinder 2 Euro.

Jüdisches Museum München, Bayern


Das Jüdische Museum München soll eine Begegnungsstätte sein, an der sich die Besucher auf drei Ebenen mit der Geschichte des jüdischen Volkes auseinandersetzen. Die Dauerausstellung "Stimme, Orte, Zeiten" im Untergeschoss gibt beispielsweise einen Einblick in das einstige jüdische Leben in München.

Jüdisches Museum, St.-Jakobs-Platz 16, 80331 München, Tel.: 089/23 39 60 96, www.juedisches-museum.muenchen.de. Eintritt: Erwachsene 6 Euro, Kinder 3 Euro.

Neue Routen

Zu Fuß: Saar-Hunsrück-Steig, Saarland/Rheinland-Pfalz
Der neue Wanderweg im Naturpark Saar-Hunsrück führt auf einer Streckenlänge von 185 Kilometern von der Saarschleife in Orscholz über Weiskirchen bis nach Trier oder Idar-Oberstein. Geplant ist eine Anbindung an den Europäischen Wanderweg, den Saarland-Rundwanderweg und den 320 Kilometer langen Rheinsteig.
www.saar-hunsrueck-steig.de

Nordic Walking Park Langeoog, Schleswig-Holstein


Den Schwierigkeitsgrad der Strecke bestimmen auf dieser Nordseeinsel die Gezeiten: Ist der Sand vom Meer durchnässt, wird das Walken am Strand anstrengender. Zusammen mit dem Deutschen Skiverband hat Langeoog verschiedene Routen zwischen 5 und 21 Kilometern rund um die Insel angelegt. Kurse sind in der Kurverwaltung buchbar. Außerdem findet am 22. September ein Nordic- Beach-Walking-Tag statt.

www.langeoog.de

Mit dem Rad: Tour Brandenburg, Brandenburg


Bei einem 1000 Kilometer langen Radweg wie in Brandenburg mangelt es meist nicht an der Routenauswahl, da macht eher die Orientierung Probleme. Damit niemand auf Deutschlands längstem Radweg verloren geht, gibt der "Rad Navigator" im Internet Infos zum Schwierigkeitsgrad, zu Unterkünften und Sehenswürdigkeiten. Nach der Auswahl des Streckenabschnitts kann man sich die Karte zur Tour ausdrucken. Infos und "Rad Navigator":

www.radeln-in-brandenburg.de

Eifel-Ardennen-Radweg, Rheinland-Pfalz


Das Sahnestück des neuen Radweges vom pfälzischen Adenau nach St. Vith in Belgien ist der gut 30 Kilometer lange Abschnitt zwischen Prüm und dem Ourtal. Dort wurde eine ehemalige Bahntrasse zum Radweg umgebaut. Die Radler profitieren von den Eisenbahnen - die relativ flache Strecke lässt entspannt in die Pedale treten. Weil der Tunnel kurz vor der Ankunft in St. Vith noch nicht fertig ist, muss zum Schluss noch ein Berg bezwungen werden. Kleiner Trost: Entlang dem Radweg gibt es genügend Einkehrmöglichkeiten.

www.pruem.de

Radroute Nord-Ostsee-Kanal, Schleswig-Holstein
Auf knapp 100 Kilometern verbindet die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt die Nordsee und die Ostsee; rund dreimal so lang ist die Fahrradroute, die sich mal nördlich, mal südlich des Kanals von Brunsbüttel nach Kiel-Holtenau durch das grüne Schleswig-Holstein schlängelt. Selbstverständlich führt auch immer wieder mal eine Etappe am Wasser entlang.
www.nok-route.de

Mit dem Auto: Deutsche Vulkanstraße, Rheinland-Pfalz


Die deutschen Vulkane stehen nicht gerade im Ruf, Feuer speiende Monster zu sein. Eher beschaulich blubbert das Wasser der Eifelmaare vor sich hin. Dass die geologische Vergangenheit der Republik aus mehr besteht als nur ein paar Seen, zeigt die 280 Kilometer lange Vulkanstraße quer durch die Pfalz. Nicht nur Geologiebegeisterte können entlang der Autostrecke anhand von 39 Sehenswürdigkeiten wie Maaren, Schlackenkegeln, Domen und sprudelnden Quellen die Beschaffenheit unseres Landes erkunden.

www.deutsche-vulkanstrasse.com

Mitarbeit: Rupp Doinet, Gerd Elendt, Birgit Knop / print

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