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+++ Fifa-Skandal im Ticker +++: Niersbach glaubt nicht an Wandel unter Blatter

Auf dem Fifa-Kongress in Zürich war die Frage des Tages: Wird Sepp Blatter trotz des Fifa-Skandals wiedergewählt? Die Entwicklungen des Tages zum Nachlesen.

Joseph Blatter freut sich, dass er für weitere vier Jahre zum Fifa-Präsidenten gewählt wurde

Joseph Blatter freut sich, dass er für weitere vier Jahre zum Fifa-Präsidenten gewählt wurde

  • Joseph Blatter stellt sich am Freitag zum fünften Mal der Wiederwahl als Chef des skandalumtosten Fußball-Weltverbandes Fifa. Der 79 Jahre alte Schweizer ist trotz des jüngsten Korruptionsskandals um bestechliche Funktionäre beim Kongress in Zürich großer Favorit gegen Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien. Der Kongress wird live bei Youtube übertragen.
  • Uefa-Präsident Michel Platini hat angekündigt, dass fast alle europäischen Fußballverbände für Blatters Herausforderer al Hussein stimmen werden. Auch die nationalen Fußbalverbände der USA, Australiens, Neuseelands und Kanadas haben dies angekündigt.
  • Der Chef des englischen Fußballverbands FA, Greg Dyke, hat sich offen für einen Boykott der Fußball-WM in Russland 2018 ausgesprochen, sollte Blatter wiedergewählt werden.
  • Während der Mittagspause wurde bekannt, dass es eine Bombendrohung gegen den Kongress gegeben hatte. Die zuständigen Behörden haben kurz darauf erklärt, dass keine Gefahr besteht.

+++ 21.01 Uhr: Niersbach glaubt nicht an Wandel +++

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach glaubt nicht an eine moralische Wende in der FIFA unter dem wiedergewählten Präsidenten Joseph Blatter. "Das kann ich mir nicht vorstellen. Man muss bedenken, er ist 79 Jahre alt", sagt Niersbach.

+++ 20.49 Uhr: Russland begrüßt Blatters Wiederwahl +++

Fußball-WM-Gastgeber Russland begrüßt die Wiederwahl von Blatter. Blatter sei ein sehr erfahrener Mensch, unter dessen Führung der Fußball-Weltverband viel erreicht habe, sagt Russlands Organisationschef der WM 2018, Alexej Sorokin. Moskaus Vertreter hätten stets offen erklärt, dass sie für Blatter stimmen würden.

Russlands Sportminister Witali Mutko spricht von einer demokratischen Wiederwahl des FIFA-Präsidenten. Der Weltverband habe viel erreicht, das heiße aber nicht, dass keine Änderungen nötig seien. In Zürich sei viel über Reformen gesprochen worden, daraus seien Schlüsse zu ziehen, meint Mutko. Russlands Fußballverbandschef Nikolai Tolstych lobt Blatter als Mann, der Probleme und Herausforderungen annehme.

+++ 20.34 Uhr: Entspannt Blatter so? +++

+++ 20.31 Uhr: "Werde für bessere Fifa kämpfen" +++

Der Niederländer Michael van Praag, der wie Figo seine Kandidatur kurzfristig aufgegeben hatte, findet deutliche Worte: "Wir haben vielleicht eine Schlacht verloren, aber der Krieg ist nicht vorbei. Ich werde weiter für eine bessere Fifa kämpfen."

+++ 20.29 Uhr: DFB wird WM nicht boykottieren +++

Wolfgang Niersbach schließt einen deutschen Boykott der Fußball-WM als Reaktion auf die Wiederwahl von Blatter ausgeschlossen. "Wir wissen, dass Boykott nie eine Lösung ist", sagt der DFB-Chef.

+++ 20.23 Uhr: Figo: "Die Fifa hat verloren" +++

Luis Figo kritisiert die Wiederwahl von Blatter als Fifa-Präsident mit deutlichen Worten. "Heute ist ein weiterer schwarzer Tag in Zürich. Die Fifa hat verloren, aber vor allem hat der Fußball verloren und jeder, der sich wirklich darum sorgt", sagte der frühere portugiesische Fußball-Star. Figo hatte vor gut einer Woche auf seine geplante Gegenkandidatur verzichtet und stattdessen Blatter-Herausforderer Prinz Ali bin al Hussein unterstützt.

"Dass Blatter, der verantwortlich für den Punkt ist, an dem die Fifa heute steht, wiedergewählt wird, zeigt wie krank diese Organisation ist", sagt Figo. Dass Blatter nach dem jüngsten Korruptionsskandal mit Festnahmen von sieben Fußball-Funktionären in Zürich erklärte hatte, er könne nicht alle kontrollieren, "beleidigt die Intelligenz von jedem", erklärt Figo.

+++ 20.21 Uhr: Platini lobt Blatter-Herausforderer +++

Uefa-Chef Michel Platini lobt den unterlegenen Herausforderer Prinz Ali al Hussein für dessen "bewundernswerten Wahlkampf." Weiter sagt Platini laut einer Uefa-Stellungnahme: "Ich bin stolz, dass die UEFA die Bewegung für einen Wechsel verteidigt und unterstützt hat. Ein Wechsel ist meiner Meinung nach entscheidend für die Organisation, um die Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen."

+++ 20.19 Uhr: Del Nero schließt Rücktritt aus +++

Brasiliens Fußballverbandschef Marco Del Nero hat einen Rücktritt wegen des FIFA-Korruptionsskandals ausgeschlossen. "Rücktritt existiert für mich nicht, schon deshalb nicht, weil es keinen Grund dafür gibt. Ich habe nichts damit zu tun", sagt Del Nero, dessen Vorgänger und Förderer José Maria Marin, 83, am Mittwoch in Zürich wegen Korruptionsverdachts festgenommen wurde.

+++ 20.14 Uhr: Blatter kriegt im Netz Kritik +++

+++ 19.59 Uhr: Blatter gibt Pressekonferenz +++

Nach dem Abschluss des Fifa-Kongresses stellt sich Blatter noch einmal den Medien stellen. Der umstrittene Chef des Fußball-Weltverbands gibt in Zürich eine Pressekonferenz zum Start seiner fünften Amtszeit.

+++ 19.45 Uhr: "Die Schwäche aller anderen"

+++ 19.42 Uhr: "Ein weiterer schmutziger Deal" +++

Alex Wilks, Kampagnendirektor für Avaaz, sagt: "Ein weiterer schmutziger Deal in den Hallen der FIFA hat heute die Hoffnung von Milliarden Fußballfans zerstört. Die Abstimmung war kein faires Spiel und Sponsoren wie Coca Cola, Visa und Adidas sollten die FIFA erst wieder finanzieren, wenn sie sauber ist."

Online-Aktivisten von Avaaz sammeln in ihrer Online-Petition Unterschriften gegen Sepp Blatter. Bisher haben fast 660.000 Menschen die Petition unterzeichnet.

+++ 19.37 Uhr: Blatter beendet den Kongress +++

Blatter verkündet, wo die nächsten Kongresse stattfinden werden (Mexiko und Indonesien), dann spricht er seine Abschlussbemerkungen. "Ich bin der Präsident von allen, von der gesamten Fifa", sagt Blatter und beendet den Fifa-Kongress in Zürich. "Ich mag Euch, Ihr habt mich zurück in die FIFA gebracht. Ich bin nicht perfekt." Und noch ein Lob in die Runde: "Fifa ist eine großartige Organisation."

+++ 19.24 Uhr: Blatter greift Uefa an +++

Blatter will das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbands umbauen. "Wir brauchen eine bessere Vertretung der Konföderationen. Die Anzahl der Nationen in den Konföderationen soll sich auswirken auf die Zusammensetzung des Exekutivkomitees", erklärt er nach seiner Wiederwahl.

Dies ist als Angriff auf das Blatter-kritische Europa zu werten. Derzeit ist Europa in dem Gremium im Vergleich zur Anzahl der Mitgliedsländer in der Fifa überrepräsentiert. "Die, die mehr haben, können auch etwas abgeben", sagt Blatter.

+++ 19.21 Uhr: Blatter kündigt Rückzug an +++

Blatter dankt für das Vertrauen und zollt al Hussein als Herausforderer Respekt. Er spricht von einer neuen Chance, die die Fifa erhält. "Am Ende dieser Amtszeit werde ich meinem Nachfolger eine starke Fifa übergeben." Damit kündigt er - genau wie schon 2011 - seinen Rückzug nach dieser Amtszeit an.

Die Rede wirkt wirr, trotzdem bekommt Blatter Standing Ovations von den Delegierten.

+++ 19.16 Uhr: Prinz Ali bin al Hussein gibt auf +++

Prinz Ali bin al Hussein dankt den Delegierten - und gibt aus.

Für Blatter stimmten 133 Delegierte, für al-Hussein 73.

+++ 18.58 Uhr: Blatter verfehlt nötige Mehrheit +++

Joseph Blatter im ersten Durchgang nicht die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht. Für Blatter stimmten 133 Delegierte, für al Hussein 73. Im zweiten Wahlgang reicht die absolute Mehrheit.

+++ 18.50 Uhr: Stimmauszählung dauert an +++

+++ 18.47 Uhr: TV-Übertragungen der WM nicht gefährdet +++

Das ZDF sieht trotz des neuen Fifa-Skandals die Übertragung der Fußball-Weltmeisterschaften in Russland 2018 und Katar 2022 nicht gefährdet. Die Rechte an den Übertragungen seien bereits erworben, Vertragsverhandlungen stünden nicht an, sagt Intendant Thomas Bellut nach einer Sitzung des ZDF-Fernsehrats in Berlin.

+++ 18.31 Uhr: Stimmen werden ausgezählt +++

Alle Delegierten haben ihre Stimmen abgegeben. Die Wahlurnen werden geöffnet und die Stimmzettel auf einen großen Tisch geschüttet. Die Fifa zählt per Hand die Stimmen aus.

+++ 18.27 Uhr: Niersbach verpasst Pokal-Dinner +++

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach verpasst wegen der langwierigen Präsidentschaftswahl das Pokal-Dinner am Freitagabend in Berlin. Niersbach hatte mit einem Privatjet in die Hauptstadt fliegen wollen, musste diesen Plan aber aufgeben, da sich die Abstimmung über den künftigen Chef des Fußball-Weltverbandes in die Länge zieht.

+++ 18.15 Uhr: Zwei Wahlkabinen für 209 Delegierte +++

Der Wahlgang zieht sich so hin, weil für die 209 Delegierten gerade einmal zwei Wahlkabinen zur Verfügung stehen. Aktuell sind sie beim Buchstaben "S": Der Delegierte von Sri Lanka gibt seine Stimme ab.

+++ 17.56 Uhr: Blatter-Gegner hoffen +++

+++ 17.35 Uhr: Blatter zählt nicht selbst +++

+++ 17.24 Uhr: Grüne gegen WM-Boykott +++

Die Grünen lehnen einen Boykott der Fußball-WM in Russland ab. "Die Sportlerinnen und Sportler sind die letzten, die für das Versagen der FIFA verantwortlich zu machen sind", sagt Parteichefin Simone Peter Reuters mit Blick auf Boykott-Forderungen.

+++ 17.11 Uhr: Delegierte stimmen ab +++

Die Wahl läuft, die 209 Delegierten werden einzeln aufgerufen. Das wird jetzt also ein wenig dauern.

+++ 17.06 Uhr: Steinmeier gegen WM-Boykott +++

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) spricht sich klar gegen einen Boykott der Fußball-WM 2018 in Russland aus. "Ich halte davon gar nichts, jetzt auf die Nebenkriegsschauplätze zu gehen", sagt Steinmeier bei einem Besuch in der Ukraine. "Ganz offensichtlich liegt das Problem in den Strukturen der Fifa. Das Entscheidende ist ein Neuanfang in der Fifa, der sicherstellt, dass zukünftige Entscheidungen nicht mehr durch Geldzahlungen beeinflusst werden wie das offenbar in der Vergangenheit der Fall wahr", sagt Steinmeier.

+++ 17.02 Uhr: Reden beendet, die Wahl beginnt +++

Nun ist auch Blatters Rede zuende, das Prozedere der Wahl wird erklärt.

+++ 16.58 Uhr: Blatter: "Sie kennen mich bereits" +++

Blatter verspricht für den Fall einer Wiederwahl die Einrichtung einer Abteilung für Profifußball im Weltverband. "Vertreter der Clubs, Spieler und Schiedsrichter sollen darin sein", sagt der Schweizer. "Ich möchte gerne hier bleiben, ich möchte mit ihnen weitermachen," sagt Blatter. "Es ist eine Frage des Vertrauens." Blatter sagt: "Sie kennen mich bereits und wissen, mit wem Sie es zu tun haben."

+++ 16.49 Uhr: Wahlkampfreden +++

Blatters einziger Herausforderer, Prinz Ali bin al Hussein, hält seine Wahlkampfrede: "Wenn Sie mich unterstützen, möchte ich mit Ihnen einen neuen Anfang wagen. Ich hoffe, Sie hören auf Ihr Gewissen, auf Ihr Herz."

Al Hussein versucht, sich als den besseren Mann zur Bewältigung des Korruptionsskandals zu präsentieren. "Ich verspreche ihnen, dass ich mich nicht hinter euch verstecken werden, wenn die Dinge schlecht laufen", sagt er. Ein Seitenhieb gegen Blatter. Dieser hatte nach der Festnahme von sieben Funktionären zwar erklärt, verantwortlich gemacht werden zu können, aber diese Verantwortung müsse mit dem Exekutivkomitee geteilt werden. "Die Augen der Welt liegen auf uns, nicht für das erste Mal und dieses Mal geht es um alles", erklärt al Hussein. "Für das Spiel und die Welt."

Nach Ende von Husseins Rede tritt Sepp Blatter ans Redepult.

+++ 16.28 Uhr: Präsidentenwahl beginnt gleich +++

Vor der entscheidenden Präsidentenwahl legt der Fifa-Kongress noch eine zehnminütige Pause ein.

+++ 16.20 Uhr: Niersbach im Exekutivkomitee +++

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach ist ins Exekutivkomitee der Fifa aufgerückt. Er hatte am Donnerstag bereits betont, dass es besser sei, mitzugestalten, als zu boykottieren und die Entscheidungen anderen zu überlassen.

+++ 15.35 Uhr: Palästina zieht Verbotsantrag für Israel zurück +++

In dieser Abstimmung steckte viel Zündstoff, nun zieht Palästina sie zurück: Der Fußballverband hatte den Antrag gestellt, über den Ausschluss Israels abstimmen zu lassen. Der Präsident des palästinensischen Fußball-Verbandes hat den Antrag nun doch zurückgezogen. Stattdessen forderte er die Abstimmung über eine Kommission, die die angeblichen Vergehen Israels untersuchen soll. Die Palästinenser werfen den Israelis vor, die Bewegungsfreiheit von Spielern und die Entwicklung des Fußballs in Palästina zu behindern.

+++ 15.25 Uhr: Ermittlungen gegen Fifa auch in Großbritannien +++

Den britischen Strafverfolgungsbehörden liegt belastendes Material gegen Offizielle des Fußball-Weltverbandes Fifa vor. "Das Serious Fraud Office untersucht aktiv ihm vorliegendes Material und hat deutlich gemacht, dass es bereit ist, laufende internationale Ermittlungen zu unterstützen", berichtet eine Sprecherin in London. Im Rahmen der US-Ermittlungen war deutlich geworden, dass Fifa-Gelder über Konten bei den britischen Großbanken Barclays, HSBC und Standard Chartered geleitet worden waren.

+++ 15.10 Uhr: Händeschütteln für den Frieden +++

Es ist eine wirklich berührende Geste, aber wenn sie Sepp Blatter ausführt, wirkt es doch reichlich kurios. Der Fifa-Präsident präsentiert "Handshake for peace", das "Händeschütteln für den Frieden" - eingeleitet wird das Ganze mit einem emotionalen Video von Hunderten Fußballer, die sich die Hände schütteln. Dann redet Blatter vor dem Kongress, sagt: "Irgendwann werden wir das im Kongress machen." Dann pausiert er, steht auf und sagt: "Ach, lasst es uns jetzt machen." Und einige schütteln sich zögerlich die Hände.

+++ 14.40 Uhr: Mehrere Staaten schwenken offenbar um +++

Der Fifa-Kongress geht in den Nachmittag. Höhepunkt wird die Wahl des Präsidenten sein. Gerüchten zufolge überlegen weitere Staaten, Prinz Ali und nicht Sepp Blatter zu wählen. Das berichtet jedenfalls "Daily-Telegraph-Reporter" Ben Rumsby auf Twitter.

+++ 13.51 Uhr: Cameron fordert Blatter zum Rücktritt auf +++

Der britische Premierminister David Cameron fordert den Rücktritt von Sepp Blatter. Der Fifa-Präsident sollte gehen, sagt er nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin. Je schneller das geschehe, umso besser. Über ihren Regierungssprecher Steffen Seibert hat die Kanzlerin mitteilen lassen, dass sie eine absolute Aufklärung fordere.

+++ 13.41 Uhr: Polizei findet keine Bombe +++

Mit leichter Verspätung wird der Fifa-Kongress fortgesetzt. Es wurde keine Bombe gefunden. Im Verlauf des Nachmittags will die Züricher Stadtpolizei eine Stellungnahme veröffentlichen.

+++ 13.12 Uhr: Polizei bestätigt Bombendrohung +++

Laut der Züricher Stadtpolizei ist am Vormittag eine Bombendrohung gegen den Fifa-Kongress eingegangen. Eine Sprecherin hat dies gegenüber stern bestätigt, konnte aber keine Details nennen. Die Ermittlungen laufen. Ob die Drohung per Post oder Telefon eingegangen sei, wurde nicht mitgeteilt. Auch der genaue Zeitpunkt wird noch nicht veröffentlicht. Momentan befinden sich die Fifa-Mitglieder in der Mittagspause.

+++ 13.01 Uhr: Wer ist eigentlich Prinz Ali bin al Hussein? +++

Sepp Blatters einziger Gegenkandidat bei der Wahl zum Präsidenten der Fifa ist nahezu unbekannt. Bei den Kollegen von der Tagesschau hat ARD-Korrespondent Daniel Hechler kurz zusammengefasst, was Sie jetzt über den jordanischen Prinzen wissen müssen.

Kleiner Spoiler: Seine Kandidatur ist wenig überzeugend.

Die Organisation Avaaz hofft bis zum Nachmittag 750.000 UNterschriften für eine Abwahl von Sepp Blatter zusammen zu haben

Die Organisation Avaaz hofft bis zum Nachmittag 750.000 UNterschriften für eine Abwahl von Sepp Blatter zusammen zu haben

+++ 12.41 Uhr: Petition zur Absetzung Blatters findet 600.000 Unterstützer +++

Innerhalb eines Tages haben fast 600.000 Menschen eine Petition unterschrieben, die die Abwahl von Sepp Blatter fordert. In der Begründung geben die Online-Aktivisten von Avaaz Blatter eine Mitschuld am Korruptions-Skandal der Fifa. "Blatter hat Bestechungen zugelassen und Gastgeberländer der Fifa abgezockt. Er hat den Ethik-Report vertuscht, den er selbst beauftragt hatte, um Korruptionsvorwürfe bei den WM-Vergaben an Russland und Katar zu untersuchen", heißt es.

Ziel der Petition ist es, bis zur Wahl des Präsidenten in wenigen Stunden 750.000 Unterstützer zu finden.

+++ 12.04 Uhr: Beckenbauer spricht sich gegen WM-Boykott aus +++

Franz Beckenbauer hat sich in der "Bild"-Zeitung gegen einen WM-Boykott ausgesprochen. "Ein Boykott hat noch nie etwas gebracht. Die Uefa bringt es ja noch nicht einmal fertig, einen eigenen Kandidaten aufzustellen."

+++ 11.58 Uhr: Die Kriegskasse ist voll +++

Die Fifa hat ihre immensen Finanzrücklagen weiter gesteigert. Die Reserven hätten sich zum Dezember 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 91 Millionen US-Dollar auf 1,523 Milliarden erhöht, sagt Finanzdirektor Markus Kattner. Im Finanz-Zyklus 2011-2014 wurden 5,718 Milliarden Dollar eingenommen, im vorherigen Zyklus 2007-2010 waren es noch 4,189 Milliarden gewesen. Als Gewinn verblieben 2011-2014 338 Millionen Dollar, damit sank der Gewinn im Vergleich zu 2007-2010 allerdings um 293 Millionen.

+++ 11.34 Uhr: 30. Jahrestag der Tragödie von Heysel +++

Heute ist der 30. Jahrestag der Tragödie vom Heysel-Stadion in Brüssel. Bevor das Endspiel des Europapokals der Landesmeister zwischen dem FC Liverpool und Juventus Turin angepfiffen wurde, stürmten Liverpooler Fans einen neutralen Block. Daraufhin kam es zu einer Massenpanik. Viele Menschen wurden gegen eine Mauer gedrückt, die schließlich einstürzte. 39 Menschen kamen ums Leben. Das Spiel wurde trotz des Protests vieler Spieler verspätet angepfiffen. Juventus Turin gewann mit 1:0. Der heutige Uefa-Präsident Michel Platini schoss das Siegtor per Freistoß.

Während des Kongresses wurde mehrfach an die Tragödie erinnert.

+++ 11.15 Uhr: Blatter: Festnahmen kommen ungelegen, aber wirklich zufällig?

Joseph Blatter wittert einen Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt der Festnahmen im neuen Skandal um den Fußball-Weltverband und dem Fifa-Kongress. "Ich spreche da nicht von einem Zufall, ich stelle zumindest die Frage, ob es Zufall war", so der Schweizer in seiner 20-minütigen Ansprache vor Vertretern der 209 Fifa-Mitglieder. Es gebe Beweise, dass etwas Negatives passiert sei. "Das ist nicht gut. Und es ist nicht gut, dass es zwei Tage vor dem Wahlkongress passiert."

+++ 11.05 Uhr: Blatter enttäuscht anwesende Journalisten +++

Joseph Blatter hat den 65. Fifa-Kongress eröffnet und die Vertreter der Presse nicht beeindruckt. Im Gegenteil.

+++ 10.53 Uhr: England für Boykott falls Blatter bleibt

Der Chef des englischen Fußballverbands hat sich grundsätzlich offen für einen Boykott der Weltmeisterschaft 2018 in Russland gezeigt, sollte Joseph Blatter als Fifa-Präsident wiedergewählt werden. Eine Absage von ein oder zwei Ländern mache keinen Sinn, hat Greg Dyke in einem Interview mit der BBC erklärt. "Aber wenn die ganze Uefa das sagen würde, und alle Länder willens wären, das zu tun, dann finde ich das richtig."

+++ 10.15 Uhr: Senegal? Present. Singapur? Present +++

Der 65. Fifa-Kongress hat begonnen. Gerade wird durchgezählt, ob alle Verbandsmitglieder auch tatsächlich da sind - in alphabetischer Reihenfolge. Denn Kongress können Sie auf Youtube live verfolgen. Alle 209 Mitglieder sind anwesend.

+++ 10.00 Uhr: Korruptionsexperte fordert Fifa unter staatliche Aufsicht zu stellen +++

Der Anti-Korruptionsexperte Mark Pieth regt an, die Fifa einer staatlichen Aufsicht in der Schweiz zu unterstellen. Angesichts von Vorfällen wie den aktuellen gebe es kaum eine andere Wahl, als dass sich die Regierung einmische, sagt er dem Schweizer Radiosender DRS. "Wenn wir solche Umstände, wie wir sie jetzt gerade mit der Fifa erleben, verhindern wollen, dann bleibt uns nichts anderes übrig, als dass der Staat aktiv wird", so Pieth. Das Schweizer Bundesamt für Sport sei geeignet, zur internationalen Aufsichtsbehörde zu werden.

+++ 9.43 Uhr: Fifa verschiebt Pressekonferenz auf Samstagmorgen +++

Die Fifa rechnet offenbar mit einem sehr langen Kongress der 209 Mitgliedsverbände am Freitag in Zürich. Die traditionelle Pressekonferenz mit dem Präsidenten wurde schon vor Sitzungsbeginn auf Samstagvormittag verschoben. Ursprünglich war man von einem Kongressende gegen 19.00 Uhr ausgegangen. Die PK soll nun am Samstag um 11.30 Uhr nach der anberaumten Sondersitzung des Exekutivkomitees im Hauptquartier der Fifa in Zürich stattfinden.

+++ 9.09 Uhr: Hyundai-Konzern ist "äußerst besorgt" +++

Nach Visa, Coca-Cola, Adidas und McDonald's hat sich auch der Fifa-Sponsor Kia zum neuen Korruptionsskandal um den Weltfußballverband geäußert. Der Mutterkonzern Hyundai aus Südkorea und die Tochter Kia sind "äußerst besorgt" über die Ermittlungen gegen ranghohe Fifa-Funktionäre in der Schweiz. Das Unternehmen werde die Lage "genau beobachten".

Kia, fünftgrößter Autohersteller der Welt, ist offizieller Sponsor der Fußball-WM 2018 in Russland. Der Vertrag mit der Fifa wurde 2010 geschlossen und läuft bis 2022. Das Kreditkarten-Unternehmen Visa ging am DOnnerstag noch einen Schritt weiter und drohte, sein "Engagement zu überdenken", sollte die Fifa nicht sofort einen Wandel einleiten.

+++ 8.37 Uhr: Neuseeland rückt auch von Blatter ab +++

Der neuseeländische Fußballverband hat sich wenige Stunden vor Beginn der Wahl zum Fifa-Präsidenten ebenfalls von Joseph Blatter abgewandt. Angesichts der Entwicklung in den vergangenen 48 Stunden sei man zu der Auffassung gelangt, dass sich bei der Fifa so schnell wie möglich etwas ändern müsse, um den angeschlagenen Ruf wiederherzustellen. Dies könne nur mit einem neuen Präsidenten geschehen. Daher werde Neuseeland für den Herausforderer votieren, den jordanischen Prinzen Ali bin al-Hussein.

+++ 8.35 Uhr: Ex-Fifa-Vize Warner verlässt Gefängnis im Krankenwagen +++

Der im Zusammenhang mit der Korruptionsaffäre beschuldigte frühere Fifa-Vizepräsident Jack Warner hat am Donnerstag ein Gefängnis in Trinidad und Tobago in einem Krankenwagen verlassen. Der 72-Jährige habe laut eines Justizbeamten über Erschöpfung geklagt und Fragen von Reportern vor der Haftanstalt nicht beantworten können. Warner hatte sich am Mittwoch den Justizbehörden in seinem Heimatland gestellt. Gegen eine Kaution von umgerechnet rund 360.000 Euro durfte er wieder auf freien Fuß, blieb jedoch die Nacht über im Gefängnis.

+++ 7.59 Uhr: TLZ fordert Extra-EM statt "Wertlos-WM" +++

In der "Thüringischen Landeszeitung" (TLZ) sieht fordert Norbert Block in einem Kommentar die Uefa dazu auf, hart zu bleiben.

"Bei einer Wiederwahl von Fifa-Chef Joseph Blatter ist ein Boykott der WM in Russland durch die europäischen Verbände nicht mehr ausgeschlossen. Das ist ein richtiges und gewichtiges Signal (...). Denn eine WM ohne europäische Spitzenteams wäre so viel wert wie ein weißes Blatt Papier als Geldschein. Die Sponsoren und TV-Sender würden abspringen - für die Fifa ein finanzielles Desaster. Die Uefa muss der Ankündigung im Falle der Blatter-Wahl aber auch Taten folgen lassen. Statt der Teilnahme an einer Wertlos-WM könnten die europäischen Verbände eine Europameisterschaft außer der Reihe durchführen - eventuell mit Teilnehmern aus anderen Boykott-Ländern."

+++ 07:36 Uhr: Australien, USA und Kanada wollen nicht für Blatter stimmen +++

Mehrere nicht-europäische Fußballverbände wollen ebenfalls nicht für Sepp Blatter stimmen. Laut der australischen Tageszeitung "The Sydney Morning Herald" hat der australische Fußballverband FFA angekündigt für Blatters Herausforderer Prince Ali bin al Hussein aus Jordanien zu stimmen. Der US-Fußballverband will ebenfalls für al Hussein stimmen, berichtet die "New York Times".

Auch der kanadische Fußballverband will nicht für Blatter stimmen, berichtet "nationalpost.com". Demnach sagte der Präsident der Canadian Soccer Association, Victor Montagliani, "Der Verband braucht definitiv einen Wechsel, einen Neuanfang. Und wir müssen den Sport besser steuern.".

+++ 5.32 Uhr: Palästinenser-Antrag steht auf Tagesliste +++

DFB-Präsident Wolfgang Niersbach hat den Antrag Palästinas auf Ausschluss des israelischen Fußball-Verbandes aus der Fifa kritisiert. "Es war immer die große Stärke des Fußballs, dass auch in Zeiten der größten Krisen gegeneinander gespielt wurde und durch den Sport Verbindungen entstanden sind", so Niersbach. Bei der Vollversammlung der 209 Fifa-Mitglieder in Zürich steht der Antrag des palästinensischen Fußballverbands weiterhin auf der Tagesordnung.

Fifa-Chef Joseph Blatter hatte sich als Pendeldiplomat in Gesprächen mit beiden Fußball-Verbänden sowie mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas erfolglos um eine Schlichtung bemüht. Die Palästinenser werfen den Israelis vor, Fußballer aus den Autonomiegebieten massiv an der Ausübung des Spiels zu behindern. Am Donnerstag hatten mehrere hundert Demonstranten mit palästinensischen Fahnen vor der Kongresshalle für den Ausschluss Israels demonstriert.

+++ 4.34 Uhr: Brasilianischer Fußballverband übergibt Verträge an Staatsanwaltschaft +++

Brasiliens nationaler Fußballverband CBF hat im Rahmen der Korruptionsermittlungen gegen Fifa-Funktionäre mehrere Dokumente an die Staatsanwaltschaft übergeben. Dabei handelt es sich um Verträge, die vom CBF in der Vergangenheit unterschrieben wurden. Der CBF hat den Ermittlern in einem Schreiben seine "volle Unterstützung" für jedwede Untersuchung signalisiert. Man stehe für zusätzliche Aufklärung zur Verfügung, wenn diese notwendig sei.

CBF-Chef Marco del Nero reiste schon am Donnerstag, am Vortag der Fifa-Präsidentschaftswahl, aus Zürich ab. Eine Begründung dafür wurde nicht genannt. Der 74-Jährige ist auch Mitglied des Exekutivkomitees der Fifa. Sein Vorgänger als CBF-Chef, José Maria Marin, gehört zu den sieben Funktionären, die am Mittwoch in Zürich unter Korruptionsverdacht festgenommen wurden. Marin, 83, war danach vom CBF vorläufig von seine Funktion entbunden worden. Er war einer von fünf Vize-Präsidenten des Verbandes.

Fifa-Boss Sepp Blatter verkündete in einer umstrittenen Doppel-Wahl 2010 die Austragungsorte für die WM 2018 und 2022

Fifa-Boss Sepp Blatter verkündete in einer umstrittenen Doppel-Wahl 2010 die Austragungsorte für die WM 2018 und 2022

+++ 2.09 Uhr: Maas fordert Neuanfang ohne Blatter +++

Bundesjustizminister Heiko Maas hat sich für einen Neuanfang beim Weltfußballverband ohne Joseph Blatter ausgesprochen. "Ich weiß nicht, ob es überhaupt noch jemanden gibt, der Sepp Blatter für den Richtigen hält, um jetzt für Aufklärung zu sorgen", so Maas gegenüber der "Bild"-Zeitung. Im Fall einer nachgewiesenen Korruption fordert Maas eine Neuvergabe der Fußball-WM 2018 und 2022. "Wenn sich herausstellt, dass Stimmen gekauft worden sind, ist eine darauf basierende Entscheidung wohl kaum zu halten. Maßgeblich für die Vergabe einer WM darf doch nicht sein, wer die höchsten Schmiergelder zahlt."

ono/tkr/DPA/Reuters / DPA / Reuters

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(