Was Sie über Prism wissen sollten

18. Juni 2013, 19:40 Uhr

US-Präsident Obama wird am Brandenburger Tor posieren - während sein Lauschprogramm Prism wie jeden Tag Millionen Mails, Telefonate und Facebookeinträge scannt. Dazu 17 Fragen und Antworten. Von A. Rungg, D. Stawski, D. Liedtke, M. Streck

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Big Brother. Stasi. Kein Vergleich scheint zu gewagt, um Prism, das Programm der US-Spitzelbehörde NSA zu beschreiben. Vor allem die Deutschen haben die Amerikaner dabei im Visier. Was soll das? Und vor allem: Was weiß Amerika über uns?

Was ist Prism?
Prism ist ein Spähprogramm des US-Geheimdienstes National Security Agency (NSA). Mit ihm überwacht die NSA seit 2007 Datenströme der US-Unternehmen Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, PalTalk, Youtube, Skype, AOL und Apple. In einer geheimen Präsentation, über die der britische "Guardian" und die "Washington Post" berichtet haben, heißt es, die NSA sammle die Daten direkt von den Servern der Unternehmen. So habe der Dienst Zugriff auf Emails, Videos, Internettelefonate, Chats, Fotos und alles, was etwa über das Netzwerk Facebook geteilt werde. Wie ein Prisma, das Lichtstrahlen umlenkt und in seine Bestandsteile bricht, so behandelt das gleichnamige Spähprogramm die Daten von Internetnutzern. Doch Prism ist nur eine Waffe im Kampf gegen den Terrorismus. So soll die NSA auch direkten Zugang zu den Glasfaserkabeln haben, die den Datenstrom des Internets durch die Ozeane leiten. Wie ein gigantischer Staubsauer sichern die Amerikaner alle Informationen, die durch diese Kabel laufen. Ein Backup des gesamten Internets.

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