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Nachdem die Arbeitslosigkeit in Frankreich den höchsten Stand seit zwölf Jahren erreicht hat, setzt Arbeitsminister Xavier Bertrand auf Kurzarbeit.
Angesichts der schwächelnden Nachfrage in vielen europäischen Märkten schickt der Autohersteller Opel einem Pressebericht zufolge 6700 Beschäftigte in Spanien in Kurzarbeit.
Mehrere deutsche Unternehmen mit Lieferanten in Japan erwägen einem Zeitungsbericht zufolge nach dem dortigen Atomunglück die Beantragung von Kurzarbeit.
Die Kurzarbeit hat sich in der Krise bewährt. Bis zu 60.000 Unternehmen nahmen die Staatshilfen in Anspruch - nicht alle jedoch zurecht: Gegen 850 Firmen laufen Ermittlungen wegen des Betrugsverdachts. Aus Sicht der Agentur für Arbeit eine relativ niedrige Zahl.
Die Behörden ermitteln derzeit gegen rund 850 Firmen wegen des Verdachts auf Betrug bei Kurzarbeit.
Das Bundeskabinett hat am Mittwoch eine Reihe von Beschlüssen auf den Weg gebracht. Die wichtigsten Entscheidungen: eine Nullrunde für Rentner, die Billigung der Jobcenter-Reform und die Verlängerung der Kurzarbeit-Förderung.
Noch schlägt die Krise nicht auf den Arbeitsmarkt durch: Die Zahl der Erwerbslosen kletterte im Januar zwar deutlich um 342.000 auf 3,167 Millionen, dies ist im Winter aber normal. Vor allem die Kurzarbeit fängt viel auf.
Das wird die Arbeitgeber freuen: Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Kurzarbeit länger fortsetzen als bisher geplant. Damit könnten Unternehmen die Maßnahme bis zu 18 Monate in Anspruch nehmen
Arbeitsminister Franz Josef Jung setzt im Kampf gegen Massenentlassungen auch 2010 auf eine verlängerte Kurzarbeit. Die Bezugsdauer soll aber wieder gestutzt werden.
Das Horrorszenario bleibt aus: Fünf Millionen Arbeitslose zum Jahresende hatten Ökonomen befürchtet, es werden wohl nicht Mal vier Millionen. Die Reform der Kurzarbeit und flexiblere Arbeitszeitmodelle verhindern das Schlimmste.
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