Fast 22 Monate nach dem Beginn des Gaza-Kriegs steigt der internationale Druck zur Anerkennung eines Palästinenserstaates. Zum Ende einer UN-Konferenz zur Zweistaatenlösung lancierten 15 westliche Länder am Dienstag (Ortszeit) gemeinsam einen Appell zugunsten eines eigenen Staats für die Palästinenser. Zuvor war in einer anderen auf der Konferenz vereinbarten Erklärung die Entwaffnung der islamistischen Hamas gefordert worden. An dieser Erklärung beteiligten sich auch die Arabische Liga sowie mehrere arabische Länder.
Zwei Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs im Sudan haben die Teilnehmer einer internationalen Konferenz in London zusätzliche Hilfszahlungen von mehr als 800 Millionen Euro angekündigt. "Wir können nicht wegschauen", sagte der britische Außenminister David Lammy bei der Eröffnung der Konferenz am Dienstag. Angesichts der "größten humanitären Katastrophe unserer Zeit" werde Berlin 125 Millionen Euro geben, erklärte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne).
STORY: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Freitag in Saudi-Arabien eingetroffen, um dort als Gast am Gipfeltreffen der Arabischen Liga teilzunehmen. Er kam mit einem französischen Regierungsflugzeug im Tagungsort Dschidda an. Selenskyj sagte auf Twitter kurz nach seiner Ankunft, dass das Königreich Saudi-Arabien eine wichtige Rolle spielen würde und dass man bereit sei, die Zusammenarbeit auf eine neue Ebene zu heben. Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed Bin Salman hatte bereits in der Vergangenheit im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine vermittelt. Die arabischen Länder am Golf sind trotz des Drucks des Westens und angesichts der engen Partnerschaft mit Russland in der Ölstaaten-Gruppe Opec um Neutralität in dem Konflikt bemüht. Selenskyj will am Wochenende zum G7-Gipfel in die japanische Stadt Hiroshima weiterreisen. Ukrainischen Angaben zufolge konnten russische Angriffe in den verlorenen Gebieten bei der Stadt Bachmut abgewehrt werden. Das bestätigte auch ein ukrainischer Soldat am Donnerstag in der Nähe der umkämpften Stadt: "Der Beschuss war diese Woche intensiv. Unsere Truppen sind etwas vorgerückt, kamen dann allerdings in der Nähe eines Grabens zum Stillstand. Und es ist sehr schwer, die Russen von dort zu vertreiben. Aber wir arbeiten daran. Und es ist gut, dass sie uns nicht finden. Wir feuern auf sie. Und sie schießen einfach nur auf Grünflächen." Angaben aus den Kriegsgebieten lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Diese Bilder zeigen ukrainische Soldaten in der Nähe der heftig umkämpften Stadt Bachmut. Moskau betrachtet die Stadt, die vor dem Krieg etwa 70.000 Einwohnern zählte, als strategisch wichtig bei der Eroberung der restlichen Industrieregion Donbas in der Ostukraine. Seit Monaten halten die Kämpfe in dem Gebiet an.
STORY: Ankunft von Baschar al-Assad in der saudischen Hafenstadt Dschidda. Hier nimmt der syrische Präsident ab Freitag am Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Arabischen Liga teil, erstmals seit Ausbruch des syrischen Bürgerkriegs 2011. Viele Mitglieder des Staatenbündnisses hatten sich in dem Konflikt hinter die Opposition gestellt und Assad aus Protest gegen sein brutales Vorgehen gegen das eigene Volk ausgeschlossen. Nun erhält der syrische Machthaber nach 12 Jahren Bürgerkrieg mit geschätzten 350.000 Toten und Millionen Menschen auf der Flucht wieder eine Stimme und eine Bühne in der Arabischen Liga. Auf dem Gipfeltreffen in Saudi-Arabien soll es unter anderem um die Eindämmung des Drogenschmuggels und die Rückkehr von Geflüchteten nach Syrien gehen. Auch der Krieg in der Ukraine wird Thema der Beratungen sein.