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+++ Liveticker zu Gaddafis Ende +++: Auch Gaddafis Söhne sind tot

Der libysche Ex-Machthaber Muammar al Gaddafi ist tot. Das Drama von Sirte und die Reaktionen darauf im Liveticker.

+++ 20.13 Uhr: Obama spricht von historischem Tag +++

US-Präsident Barack Obama gibt eine Erklärung zur den Ereignissen in Libyen ab. Er bezeichnet den Tod Gaddafis als "Ende eines langen und schmerzhaften Kapitels". Das libysche Volk habe nun die Chance, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, sagt Obama im Rosengarten des Weißen Hauses. Der Präsident spricht von einem historischen Tag in der Geschichte des Landes. Die Libyer hätten aber auch eine "große Verantwortung", eine Regierung zu schaffen, die alle gesellschaftlichen Gruppen einschließe. Man dürfe sich keinen Illusionen hingeben, warnt Obama: "Libyen hat bis zur Demokratie eine lange und kurvenreiche Strecke vor sich." Die USA und ihre Verbündeten stünden dem Land aber weiterhin mit Unterstützung zur Seite.

+++ 19.51 Uhr: Gaddafi-Söhne sind tot +++

Der Tod von Gaddafis Söhnen Saif al-Islam und Mutassim wird bestätigt. Die Leichname der beiden Männer seien in das Krankenhaus von Misrata gebracht worden, berichtet das offizielle libysche Fernsehen.

+++ 19.27 Uhr: Österreicher sind erleichert +++

Österreich reagiert erleichtert auf den Tod von Gaddafi. "Einem demokratischen Neubeginn in Libyen steht nichts mehr entgegen", teilt der sozialdemokratische Bundeskanzler Werner Faymann mit. er konservative Außenminister und Vizekanzler Michael Spindelegger: "Mit dem Tod von Muammar al Gaddafi gehen mehr als 42 Jahre Diktatur in Libyen zu Ende. Wenngleich Freude über den Tod eines Menschen nie angebracht ist, herrscht ein Gefühl der Erleichterung, denn jetzt hat das Blutvergießen endgültig ein Ende."

+++ 19.21 Uhr: Was ist mit Gaddafis Sohn? +++

Über das Schicksal des letzten in Libyen flüchtigen Gaddafi-Sohnes wird gerätselt. Der arabische Nachrichtensender "Al-Dschasira" berichtet, Saif al Islam al Gaddafi sei nach seiner Flucht aus Sirte von Rebellen gefangen genommen worden. Die Kollegen von "Al-Arabija" melden, er sei getötet worden. Keiner der beiden Berichte wird vorerst bestätigt.

+++ 18.58 Uhr: Auftrieb für Syriens Opposition +++

Syriens Opposition hofft jetzt auf ein Ende des verhassten Präsidenten Baschar al-Assad. "Gaddafi ist gegangen, und als nächster bist du dran, Baschar!", heißt es auf der Facebookseite "Syrian Revolution 2011". Der Internet-Auftritt der Opposition zeigt auch die rot durchgestrichenen Porträts der gestürzten Machthaber Husni Mubarak (Ägypten), Ben Ali (Tunesien) und Gaddafi - neben den nicht durchgestrichenen Konterfeis von Assad und Ali Abdullah Salih (Jemen). "Dies ist das Ende der Tyrannen", heißt es auf der Seite.

+++ 18.29 Uhr: Spekulation um Gaddafis Tod +++

Noch immer herrscht Unklarheit über die genauen Umstände des Todes von Gaddafi. Nach widersprüchlichen Berichten soll er entweder während der Flucht aus einem Haus, in einem Autokonvoi, in einem Erdloch oder aber versteckt in großen Betonröhren getötet worden sein. Fest steht nur, dass er seinen Schussverletzungen erlag.

+++ 18.24 Uhr: Nato vor Ende des Einsatzes +++

Einen Tag nach dem Tod des libyschen Ex-Machthabers Muammar al-Gaddafi soll der Militäreinsatz der Nato in Libyen beendet werden. Der Nato-Rat wurde für Freitag zu einer Sondersitzung einberufen, sagten Diplomaten am Donnerstag in Brüssel. Das Gremium der Botschafter der 28 Nato-Staaten werde aller Voraussicht nach den Einsatz für abgeschlossen erklären.

+++ 18.22 Uhr: Sarkozy sieht in Libyen neues Kapitel aufgeschlagen +++

Nach dem Tod von Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi ruft der französische Präsident Nicolas Sarkozy zu Versöhnung und Einheit in Libyen auf. "Der Tod von Muammar al Gaddafi ist eine wichtige Etappe bei dem seit acht Monaten geführten Kampf des libyschen Volkes zur Befreiung von dem diktatorischen und gewalttätigen Regime", heißt es in einer Erklärung von Sarkozys Amt. Es gelte jetzt, ein demokratisches System in dem nordafrikanischen Land aufzubauen, in dem alle Bewohner ihren Platz fänden und die fundamentalen Rechte gesichert seien. "Für das libysche Volk öffnet sich ein neues Kapitel, das der Versöhnung in Einheit und Freiheit", heißt es in der Erklärung weiter.

+++ 18.04 Uhr: Merkel sieht Libyen vor "Neuanfang in Frieden" +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht Libyen nach dem Tod von Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi vor einem Neuanfang. "Dieser Tag setzt einen Schlusspunkt unter das Regime Gaddafi", erklärt Merkel in Berlin. "Damit geht ein blutiger Krieg zu Ende, den Gaddafi gegen sein eigenes Volk geführt hat. Der Weg ist nun endgültig frei für einen politischen Neuanfang in Frieden." Deutschland sei darüber "sehr froh".

Merkel fordert den libyschen Übergangsrat auf, nun "weitere entschlossene Schritte in Richtung Demokratie zu gehen und die bisherigen Errungenschaften des Arabischen Frühlings unumkehrbar zu machen". Deutschland werde Libyen auf dem Weg zu Demokratie, Rechtstaatlichkeit und nationaler Versöhnung unterstützen.

+++ 17.54 Uhr: Übergangsrat will später Details über Gaddafis Tod bekannt geben +++

Nach dem Tod von Ex-Machthaber Muammar el Gaddafi will die neue Führung in Libyen spätestens am Freitag die Befreiung des Landes verkünden. Der Präsident des Nationalen Übergangsrats, Mustafa Abdel Dschalil, werde bis spätestens Freitag "die Befreiung des Landes erklären", sagt der Regierungschef der neuen Führung, Mahmud Dschibril in Tripolis vor Journalisten. Dann werde er auch "Details über die Tötung Gaddafis" bekannt geben. "Mit der Bestätigung, dass alle bösen Menschen, Gaddafi eingeschlossen, aus unserem geliebten Land verschwunden sind, ist es Zeit für die Libyer, ein neues Land auf den Weg zu bringen, ein vereintes Libyen, ein Volk mit einer Zukunft", so Dschibril.

+++ 17.53 Uhr: UN-Generalsekretär ruft Libyen zur Versöhnung auf +++

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bezeichnet den Tod des gestürzten libyschen Machthabers Muammar el Gaddafi als entscheidenden Wendepunkt für das nordafrikanische Land. "Dieser Tag markiert eindeutig einen historischen Übergang für Libyen", sagt Ban am UN-Sitz in New York. Der weitere Weg für die libysche Bevölkerung werde aber "schwer und voller Herausforderungen" sein. "Jetzt ist es an der Zeit, dass alle Libyer zusammenkommen", so Ban. Der UN-Generalsekretär ruft die Kämpfer auf beiden Seiten auf, ihre Waffen niederzulegen. "Das ist eine Zeit für Wiederaufbau und Heilung."

+++ 17.23 Uhr: Todesursache Schussverletzungen +++

Gaddafi ist durch Schussverletzungen ums Leben gekommen. Das bestätigt ein Arzt im Krankenhaus von Misrata, in das der Leichnam von Sirte aus gebracht worden war. Gaddafi sei am Kopf und am Bauch von Schüssen getroffen worden, sagt der Arzt dem Nachrichtensender Al-Dschasira.

+++ 17.16 Uhr: Kritik an deutscher Enthaltung +++

Nach dem Ende Gaddafis kritisieren deutsche Politiker mehrer Parteien die Enthaltung Deutschlands im Weltsicherheitsrat bei der Libyen-Abstimmung. "Durch ihr Abstimmungsverhalten hat die Bundesregierung jetzt wenige Möglichkeiten, auf die Partner einzugehen, die sich damals an der Koalition gegen Gaddafi beteiligt haben", sagt der außenpolitische Sprecher der SPD Rolf Mützenich nach dem Tod Gaddafis im Interview mit dem Fernsehsender Phoenix. Er fordert die Bundesregierung auf, ihr Abstimmungsverhalten bei den Vereinten Nationen künftig besser zu überdenken.

Kritik übt auch der außenpolitische Sprecher der CDU Philipp Mißfelder: "Die Entscheidung war nicht richtig", sagt Mißfelder im gleichen Sender zur Enthaltung. "Ich hoffe, dass dies ein einmaliger Vorgang bleibt. Im Zweifel wünscht man sich im Uno-Sicherheitsrat, dass Deutschland auch bei Unsicherheiten nicht mit Russland, China, Brasilien und Indien gemeinsam entscheidet, sondern mit unseren traditionellen guten Freunden und Partnern: Amerika, Frankreich und Großbritannien. Es wäre richtig gewesen, dort mit 'Ja' zu stimmen."

+++ 17.09 Uhr: Dschibril bestätigt Gaddafis Tod +++

Der libysche Ministerpräsident Mahmud Dschibril bestätigt den Tod Gaddafis. Jetzt sei es an der Zeit, ein neues, einiges Libyen zu schaffen, sagt Dschibril in Tripolis.

+++ 17.03 Uhr: Cameron sagt Libyen Unterstützung zu +++

Der britische Premierminister David Cameron sagt dem libyschen Volk nach der Nachricht vom Tod von Muammar al-Gaddafi weiter Unterstützung zu. Die Menschen in Libyen hätten nun eine noch größere Chance, sich eine Zukunft aufzubauen, sagt Cameron in London. Dabei werde man mit ihnen zusammenarbeiten und sie unterstützen. "Ich bin stolz auf die Rolle, die Großbritannien dabei gespielt hat", sagt er mit Blick auf den Sturz des Gaddafi-Regimes. Cameron erinnert zugleich an dessen Opfer.

+++ 17.00 Uhr: "Wow" +++

Nun hat auch US-Außenministerin Hillary Clinton ein erstes Statement zum Tod Gaddafis abgegeben. "Wow" sagte sie, als sie bei ihrem Beusch in der afghanischen Hauptstadt Kabul via Smartphone von den Berichten über das Schicksal des libyschen Ex-Machthabers erfuhr.

+++ 16.54 Uhr: Westerwelle sieht Libyen vor demokratischem Wandel +++

Außenminister Guido Westerwelle hofft angesichts der Berichte über den Tod von Libyens Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi auf einen demokratischen Wandel in dem nordafrikanischen Land. Der FDP-Politiker äußert in Berlin die Erwartung, "dass die Menschen in Libyen nach Jahrzehnten der Diktatur ein neues demokratisches Kapitel aufschlagen können".

Die Bundesregierung wolle eine Bestätigung durch den Vorsitzenden des Nationalen Übergangsrates abwarten, sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gibt es noch keine Reaktion.

+++ 16.34 Uhr: Al-Arabija zeigt Gaddafis Leiche +++

Der Nachrichtensender Al-Arabija zeigt aus der Stadt Misrata Bilder der Leiche Gaddafis. Ein Reporter des Senders identifiziert den Toten.

+++ 16.01 Uhr: Gaddafi nach Misrata gebracht +++

Die Leiche des getöteten libyschen Ex-Machthabers Muammar al-Gaddafi soll am Donnerstagnachmittag in der Stadt Misrata gebracht worden sein. Das meldete der Nachrichtensender Al-Arabija. Ein Rebellensprecher hatte dem Sender zuvor gesagt, in Sirte seien nicht nur Gaddafi und sein letzter Verteidigungsminister, Abu Bakr Junis, getötet worden. Auch sein Sohn Muatassim und ein Sohn des Ex-Verteidigungsministers seien den Revolutionären in die Hände gefallen.

+++ 15.43 Uhr: Al-Arabija zeigt Bilder vom Fundort +++

Der Nachrichtensender Al-Arabija zeigt Bilder von dem Ort in Sirte, an dem die Kämpfer Gaddafi angeblich gefunden hatten. Zu sehen sind zwei große Betonröhren, darüber hat jemand auf eine Betonwand gesprüht: "Dies ist der Platz der verfluchten Ratte Al-Gaddafi - Gott ist groß". Vor den Betonröhren liegen zwei Leichen am Boden.

+++ 15.37 Uhr: EU begrüßt Ende der Gewaltherrschaft +++

Nach den Berichten über den Tod des libyschen Ex-Machthabers Muammar al Gaddafi sieht die Europäische Union "ein Ende der Ära von Gewaltherrschaft und Unterdrückung, unter der das libysche Volk zu lange gelitten hat". In einer Erklärung von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso heißt es: "Heute kann Libyen eine neue Seite in seiner Geschichte aufschlagen und eine neue demokratische Zukunft beginnen."

Die politische EU-Spitze fordert den Nationalen Übergangsrat Libyens auf, einen "breit angelegten Prozess der Aussöhnung" einzuleiten. Dieser müsse sich an alle Libyer richten und einen "demokratischen, friedlichen und transparenten Übergang im Land ermöglichen".

+++ 15.28 Uhr: Gaddafis Sohn Motassim in Sirte gefasst +++

Ein Sohn des gestürzten libyschen Machthabers Muammar Gaddafi ist Fernsehberichten zufolge in der Stadt Sirte gefasst worden. Einheiten der Übergangsregierung hätten Motassim Gaddafi lebend gefangengenommen, berichten die Sender Al-Dschasira und Al-Arabija. Einzelheiten nannten sie nicht. Al-Dschasira berichtet ferner unter Berufung auf einen Vertreter der Übergangsregierung, Gaddafis Sohn Saif Al-Islam sei vermutlich noch auf der Flucht in der Wüste im Süden Libyens.

+++ 15.17 Uhr: Menschen in Tripolis feiern auf der Straße +++

Ein Sprecher der Übergangsregierung sagt dem Nachrichtensender Al-Arabija: "Hier in Tripolis feiern die Menschen schon auf den Straßen."

+++ 15.11 Uhr: Augenzeuge berichtet bei Al-Dschasira +++

Der Militärkommandeur des libyschen Übergangsrates in Tripolis, Abdelhakim Belhadsch, bestätigt im arabischen Fernsehsender Al-Dschasira den Tod Gaddafis in Sirte. Ein Kämpfer der Übergangsrat-Milizen sagt der BBC in Sirte, er sei dabei gewesen, als sein Trupp auf Gaddafi stieß und auf ihn schoss. Die Milizen des Übergangsrates haben am Donnerstag nach eigenen Angaben die letzten Stellungen der Pro-Gaddafi-Kämpfer überrannt. Der Übergangsrat will sich in ungefähr einer Stunde offiziell äußern.

+++ 15.01 Uhr: Fernsehsender zeigen Bild von totem Gaddafi +++

Mehrere Fernsehsender haben inzwischen ein Foto des langjährigen libyschen Machthabers Muammar Gaddafi gezeigt, um dessen Tod zu belegen. Auf dem Bild ist der vermutlich tote Gaddafi mit blutverschmiertem Gesicht zu sehen. Zuvor hatte die libysche Übergangsregierung erklärt, Gaddafi sei beim Gefecht in seiner Heimatstadt Sirte getötet worden.

+++ 14.55 Uhr: Übergangsrat bestätigt Gaddafis Tod +++

Der Nationale Übergangsrat teilt den Tod des gestürzten libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi mit. Zuvor hatte ein Kommandeur der neuen libyschen Führung erklärt, dass Gaddafi in seiner Geburtsstadt Sirte gefangen genommen und schwer verletzt worden sei.

+++ 14.50 Uhr: Al-Dschasira vermeldet Tod des Diktators +++

Jetzt hat auch der arabische Sender Al-Dschasira den Tod von Libyens Ex-Machthaber Gaddafi vermeldet. Der frühere Diktator soll am Donnerstagmorgen während der Kämpfe in seiner Heimatstadt Sirte verletzt worden sein. Später sei er an den Folgen seiner Verletzungen gestorben, berichtete Al-Dschasira. Der 69-Jährige habe sich in einem Erdloch versteckt. Nach anderen Berichten war Gaddafi in einem Autokonvoi auf der Flucht.

+++ 14.39 Uhr: Libyscher Sender bestätigt Festnahme +++

Der libysche TV-Sender Libya lil Ahrar berichtet, Gaddafi sei festgenommen worden. Gaddafi soll eine kakifarbene Uniform getragen haben und hatte einen Turban auf dem Kopf. In Sirte sagte ein Kämpfer der Truppen der neuen Führung, er sei bei der Festnahme dabei gewesen. Er habe dem gestürzten Machthaber seine Waffe, einen goldenen Revolver, abgenommen, sagte Mohammed Lahuaib Tschaban, einer AFP-Reporterin. Ein mit einer Handykamera aufgenommenes Bild zeigte die Festnahme des verletzten Machthabers. Der Sender Libya lil Ahrar berichtete, außer Gaddafi seien auch sein Sohn Muatassim sowie der Chef der inneren Sicherheit, Mansur Dau, und Geheimdienstchef Abdallah Senussi festgenommen. Eine offizielle Erklärung des Nationalen Übergangsrats in Libyen lag indes noch nicht vor. Gaddafi hatte das Land rund 42 Jahre lang regiert. Ende August hatten die Rebellen Tripolis eingenommen, seitdem war der Verbleib Gaddafis und seines engsten Umfeldes unklar.

Der dem Machthaber nahestehende Sender Al Libya dementierte unterdessen auf seiner Internetseite die Gefangennahme oder den Tod des Machthabers. Diese Informationen "entbehren jeder Grundlage", hieß es. Gaddafi sei bei "guter Gesundheit". Es sei außerdem "nicht das erste Mal", dass derlei Gerüchte im Umlauf seien.

+++ 14.03 Uhr: Sprecher kündigt Erklärung an +++

Gibt es bald Klarheit? Ein Sprecher des libyschen Übergangsrates kündigt eine Erklärung zur angeblichen Festnahme oder Tötung von Muammar al Gaddafi an. Er selbst könne dies "derzeit nicht bestätigen", sagt Mahmud Schamman der BBC.

+++ 13.53 Uhr: "Nicht schießen, nicht schießen" +++

Nach Angaben der libyschen Übergangsregierung (NTC) ist Ex-Machthaber Gaddafi gefangen genommen worden. "Er ist gefasst worden", sagte ein ranghoher Militärvertreter der NTC der Nachrichtenagentur Reuters. Gaddafi sei an beiden Beinen verletzt und in einem Krankenwagen abtransportiert worden. Gaddafi sei in der Nähe seiner Heimatstadt Sirte gefangengenommen worden, als er in einem von Konvoi fliehen wollte, der von der Nato angegriffen wurde.

Ein Kämpfer der NTC sagte Reuters, er sei Zeuge der Gefangennahme geworden. Gaddafi habe in einem Loch Deckung gesucht und "nicht schießen, nicht schießen" gerufen.

+++ 13.25 Uhr: Kommandeur meldet Gaddafi-Festnahme +++

Der gestürzte libysche Machthaber Muammar el Gaddafi ist nach Angaben eines Militärkommandeurs des Übergangsrates und libyscher Medien gefangen genommen worden. Ein Arzt berichtete unterdessen, bei den Kämpfen um die bisherige Gaddafi-Hochburg Sirte sei der frühere Verteidigungsminister des Machthabers, Abu Baker Junis Dschabir, getötet worden.

che/joe/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters