Sturm erreicht Chicago

31. Oktober 2012, 00:20 Uhr

Während an der Ostküste die Aufräumarbeiten begonnen haben, setzt Sturm "Sandy" seinen Weg nach Kanada fort. Experten warnen vor Flut und Schneefällen. Die Ereignisse im stern.de-Newsticker.

+++ 23.45 Uhr: Halloweenparade und -party abgesagt +++

Das gab es noch nie: Zum ersten Mal in ihrer fast 40-jährigen Geschichte ist die berühmte New Yorker Halloween-Parade abgesagt worden. Die Entscheidung sei gemeinsam mit dem Bürgermeister und der Polizei getroffen worden, schrieben die Veranstalter am Dienstag auf ihrer Website. Das größte Halloween-Fest der Stadt hätte am Mittwochabend im Viertel Greenwich Village im Südwesten Manhattans stattfinden sollen. Große Teile im südlichen Manhattan sind aber noch ohne Strom. In den vergangenen Jahren waren bis zu 40 000 Menschen zur der Veranstaltung gekommen.

Auch Heidi Klums (39) jährliche Halloween-Party fällt Monstersturm "Sandy" zum Opfer. Das deutsche Supermodel sagte am Dienstag ihr für Mittwoch in New York geplantes Kostümfest ab. "Aus ersichtlichen Gründen" könnte die Feier nicht stattfinden, teilte Klum dem Promi-Portal "ETonline.com" mit. Sie bat ihre prominenten Gäste um Verständnis. Sie wolle die Party aber bald nachholen.

+++ 22.47 Uhr: "Sandy" peitscht hohe Wellen an Lake-Michigan-Ufer in Chicago +++

Auch die Metropole Chicago am Lake Michigan bekommt "Sandy" zu spüren. Nach lokalen Medienberichten peitschte der Sturm am Dienstag meterhohe Wellen über den See in Richtung Ufer. Nach Angaben eines CBS-Senders wurden Teile eines Radfahrweges überflutet, die Einwohner wurden aufgerufen, sich vom Ufer fernzuhalten. Wie es weiter hieß, gab der Nationale Wetterdienst eine Flutwarnung für die Strandgebiete aus. Von einer ernstlichen Bedrohung für die Stadt war in den Berichten aber keine Rede.

+++ 22.11 Uhr: Stromausfall könnte bis zu einer Woche dauern +++

Viele der rund 750.000 New Yorker, die der Sturm "Sandy" von der Stromversorgung abgeschnitten hat, könnten sieben Tage oder sogar noch länger im Dunkeln sitzen. Das schätzt die Elektrizitätsgesellschaft Con Edison nach Angaben des lokalen Senders CBS New York. Demnach dürfen zwar Bewohner in Manhattan und Brooklyn darauf hoffen, binnen vier Tagen wieder am Netz zu sein. Aber in anderen Gebieten, die niedriger gelegen und überflutet seien, könne es deutlich länger dauern.

+++ 21.42 Uhr: Mindestens 30 Tote in den USA durch "Sandy" +++

Die Zahl der Toten durch den Wirbelsturm "Sandy" steigt weiter. In den USA gibt es nach Angaben des Senders CNN mindestens 30 Todesopfer. Demnach wurde am Dienstagnachmittag (Ortszeit) ein weiterer Getöteter gemeldet, diesmal aus North Carolina. Insgesamt hat sich CNN zufolge die Zahl im gesamten Einflussgebiet des Sturms auf 98 erhöht. Demnach kamen bereits vor "Sandys" Eintreffen an der US-Küste 67 Menschen in der Karibik durch den Hurrikan ums Leben, ein weiteres Opfer gab es in Kanada.

+++ 21.01 Uhr: Sturm zieht weiter nach Kanada +++

Nach seinem verheerenden Zug über Teile der US-Ostküste nimmt der abgeschwächte Sturm "Sandy" weiter Kurs auf Kanada. Bevor er dort morgen eintreffe, könne er noch zu Überflutungen des Lake Michigan im nördlichen Mittelwesten USA sorgen, sagte der Direktor des Nationalen Hurrikan-Zentrum, Rick Knabb, am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Reportern. Auch an der Küste des Staates Maine könne es wegen starker Winde zu Hochwasser kommen. Teilweise seien in bereits betroffenen Staaten weiter südlich neue Überflutungen möglich.

"Ich will nicht, dass irgendjemand denkt, dass das Wetter-Ereignis vorbei ist", warnte Knabb. Es handele sich immer noch um ein großes Sturmsystem mit starken Böen. In Bergregionen in West Virginia müsse zudem weiter mit starkem Schneefall gerechnet werden.

+++ 20.12 Uhr: Obama spricht Betroffenen Mut zu +++

US-Präsident Barack Obama hat die Folgen der Sturmkatastrophe als "herzzerreißend" bezeichnet. Seine Regierung werde alles dafür tun, den Geschädigten des Unwetters und der Überflutungen zu helfen, sagte er bei einem Besuch der Zentrale des Roten Kreuzes in Washington. Zugleich teilte das Weiße Haus mit, dass der Präsident am Mittwoch nach New Jersey reisen werde, um sich gemeinsam mit dem Gouverneur des Staates, Chris Christie, ein Bild von der Lage zu machen.

Seine "wichtigste Mitteilung" an die Opfer sei, "dass Amerika an Eurer Seite steht", meinte Obama laut anwesenden Reportern in einer zehnminütigen Ansprache vor Mitarbeitern der Hilfsorganisation. Den lokalen Behörden versprach der Präsident unbürokratische Hilfe. "Wir werden uns so sehr anstrengen, wie wir können." Zugleich rief er die Öffentlichkeit auf, für das Rote Kreuz zu spenden. Die Koordination zwischen den nationalen Rettungsbehörden, den Staaten und den lokalen Politikern nannte er "herausragend".

+++ 19.13 Uhr: Busse sollen in New York bald wieder fahren +++

Der wegen des Wirbelsturms "Sandy" vorübergehend eingestellte Busverkehr in New York soll noch am Dienstagnachmittag (Ortszeit) teilweise wieder aufgenommen werden. "Es wird erstmal wie eine Art Sonntagsfahrplan funktionieren", sagte der Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, bei einer Pressekonferenz. "Hoffentlich wird es dann ab morgen wieder einen normalen Betrieb geben." Bis einschließlich Mittwoch soll die Fahrt mit dem Bus umsonst sein. Auch alle Brücken sollten am Dienstag wieder öffnen. Einige Tunnel bleiben vorerst allerdings weiter zu.

Der Flughafen John F. Kennedy, von dem aus auch viele Flüge von und nach Deutschland abgewickelt werden, solle am Mittwoch wieder öffnen, sagte Cuomo. Der La Guardia-Flughafen, von dem aus hauptsächlich Inlandsflüge abgehen, müsse wegen "schwerer Schäden" vorerst weiter geschlossen bleiben. Wann die U-Bahnen und Regionalzüge wieder fahren können, stand zunächst ebenfalls nicht fest. Insgesamt seien im Bundesstaat New York 15 Menschen durch Wirbelsturm "Sandy" ums Leben gekommen, sagte Cuomo. Er habe in Manhattan "einige der schlimmsten Zustände jemals" gesehen.

+++ 18.48 Uhr: 60 Menschen auf Insel vor New York gestrandet +++

Rund 60 Menschen sind nach Durchzug des Wirbelsturms "Sandy" auf einer kleinen Insel vor New York gestrandet. Sie hätten sich nicht an den Evakuierungsbefehl gehalten, berichteten US-Medien. Das Trinkwasser auf der Insel Fire Island vor Long Island nahe New York sei verschmutzt, Strom gebe es keinen. Zahlreiche Häuser seien davongeschwemmt worden. Berichte über Tote und Verletzte gab es nach Behördenangaben aber zunächst nicht. Die Küstenwache versuche, die Menschen von der Insel zu retten.

+++ 18.42 Uhr: New-York-Marathon soll stattfinden +++

Die Organisatoren des New-York-Marathons planen nach dem Wirbelsturm "Sandy" weiter, den Lauf wie vorgesehen zu veranstalten. "Wir tun alles, was wir können, um am Sonntag einen großen Marathon auf die Beine zu stellen", sagte ein Sprecher der "New York Times". Derzeit sei man gemeinsam mit der Stadt damit beschäftigt, die Auswirkungen des Sturms zu prüfen. Renndirektorin Mary Wittenberg hatte am Montag in einer Telefonkonferenz betont: "Die Zeit ist auf unserer Seite."

Das 42,195 Kilometer lange Rennen führt traditionell durch die fünf Bezirke der Stadt und beginnt in Staten Island auf der Verrazano Narrows Bridge. Das Ziel befindet sich im Central Park. Der Kurs führt nicht durch den stark von Überflutungen betroffenen südlichen Teil von Manhattan. Von dort aus fährt allerdings die Fähre nach Staten Island, die sehr viele Starter nutzen.

Erwartet werden 47.000 Läufer und Läuferinnen aus aller Welt. Größtes Problem wird möglicherweise für zahlreiche Teilnehmer aus Übersee - darunter auch Top-Athleten - die Anreise sein, nachdem bis zum Dienstag viele Flüge nach New York gestrichen wurden. Einige Veranstaltungen rings um den Marathon werden möglicherweise verlegt oder in kleinerem Rahmen als sonst abgehalten.

+++ 18.29 Uhr: Wall Street öffnet am Mittwoch wieder +++

Nach zwei Tagen Stillstand wegen des Hurrikans "Sandy" geht der Handel an der Wall Street am Mittwoch weiter. Darauf haben sich die Börsenbetreiber und die Finanzaufsichtsbehörden am Dienstag geeinigt. Sowohl die New York Stock Exchange als auch die Technologiebörse Nasdaq werden normal öffnen, wie sie gegen Mittag (Ortszeit) erklärten.

Vor allem bei der traditionsreichen New York Stock Exchange (NYSE) stand es bis zuletzt nicht fest, ob der Betrieb wieder aufgenommen werden kann. Das Gebäude liegt in Downtown Manhattan und damit in einer der am schwersten vom Wirbelsturm betroffenen Areale. Das Gebäude und der darin liegende Handelssaal seien aber unbeschädigt, erklärte Börsenchef Duncan Niederauer.

Die Nasdaq liegt am Times Square und damit weiter im Innern der Insel Manhattan, wo das Unwetter vergleichsweise wenig Schäden anrichtete. Problem wird aber wie bei der New York Stock Exchange sein, dass der Nahverkehr in New York stillsteht, was den Weg zur Arbeit erschwert.

+++ 18.07 Uhr: "Sandy deckt Plane der "Enterprise" ab +++

Bei seinem Zug durch die Millionenmetropole New York hat der Monstersturm auch die Abdeckung des Space Shuttles "Enterprise" weggeblasen. Das Schutzzelt über dem ausrangierten Raumschiff, das auf einem Flugzeugträger im Hudson River an der Westseite Manhattans ausgestellt ist, sei teilweise zerfetzt, berichtete ein Augenzeuge. Zuvor hatten schon zahlreiche Menschen per Kurznachrichtendienst Twitter Fotos von dem Space Shuttle, dessen Schnauze unter der zerfetzten Zeltplane hervorlugte, verbreitet. Weder die US-Raumfahrtbehörde Nasa noch das Intrepid Museum, das die Raumfähre beherbergt, äußerten sich zunächst dazu, ob das Shuttle beschädigt worden sei.

+++ 18.01: Medien berichten von mehr als 20 Toten +++

Beim Durchzug von "Sandy" sind in den USA und Kanada nach Angaben des Fernsehsenders CNN mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Der TV-Sender Fox News berichtete sogar von 33 Toten. Allein in der Millionenmetropole New York starben nach Angaben von Bürgermeister Michael Bloomberg zehn Menschen. Sie wurden von umstürzenden Bäumen oder umherfliegenden Ästen getroffen oder kamen mit herunterhängenden Stromkabeln in Berührung.

+++ 17.44 Uhr: New Jersey nimmt Reaktoren vom Netz +++

Im Bundesstaat New Jersey sind gleich mehrere Atomreaktoren vom Netz genommen worden. Betroffen seien die Reaktoren Salem 1 in Hancocks Bridge, Nine Mile Point 1 in Scriba und Indian Point 3 in Buchanan, teilte die Atomaufsichtsbehörde NRC mit. Ursache seien Probleme mit der internen Stromversorgung als Folge des Hurrikans. Der älteste Reaktor des Landes, Oyster Creek, war bereits vor dem Sturm abgeschaltet worden.

+++ 17.05 Uhr: Subway fällt noch Tage aus, Schule mindestens bis Mittwoch +++

Die New Yorker U-Bahn fällt als Verkehrsmittel aus: Wie New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg bekannt gab, werde die Subway erst "in vier bis fünf Tagen" wieder in Betrieb gehen können. Auch die Schulen bleiben noch geschlossen - zumindest bis Mittwoch.

+++ 17.00 Uhr: Obama sagt nächsten Wahlkampftag ab +++

US-Präsident Barack Obama wird wegen des Wirbelsturms am Mittwoch auch den dritten Tag in Folge keinen Wahlkampf führen. Obama werde in Washington bleiben, um die Rettungsarbeiten im Blick zu haben, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses.

+++ 16.38 Uhr: Mehr als acht Millionen Haushalte ohne Strom +++

Als Folge des Wirbelsturms sind in den USA mehr als acht Millionen Haushalte ohne Strom gewesen. Wie das US-Energieministerium mitteilte, waren 18 Bundesstaaten im Nordosten des Landes sowie die Hauptstadt Washington von dem Stromausfall betroffen. Verzeichnet wurden demnach Ausfälle bei mehr als 8.114.000 Kunden.

Der am schwersten betroffene Bundesstaat war den Angaben zufolge New Jersey, wo wegen "Sandy" 2,5 Millionen Haushalte ohne Elektrizität auskommen mussten. Im Staat New York saßen zwei Millionen Stromkunden im Dunkeln, in Pennsylvania waren es 1,3 Millionen. Demgegenüber entspannte sich die Lage in Washington allmählich wieder.

+++ 16.33 Uhr: Börse soll Mittwoch wieder öffnen +++

Nach zwei Tagen Handelspause wegen des Wirbelsturms will die New Yorker Börse Nyse Euronext am Mittwoch wieder öffnen. Geplant sei ein ganz normaler Handelstag, erklärte der Betreiber. Es werde allerdings auch ein Alternativ-Plan geprüft, aber "nur für den Fall der Fälle".

+++ 16:30 Uhr: Mindestens zehn Tote in New York +++

Mindestens zehn Menschen sind allein in New York beim Durchzug von Wirbelsturm "Sandy" ums Leben gekommen. Das sagte Bürgermeister Michael Bloomberg auf einer Pressekonferenz.

+++ 16.15 Uhr: Tausende Webseiten ausgefallen +++

Die Naturgewalten haben auch dem Internet Grenzen aufgezeigt: "Tausende, vielleicht sogar Zehntausende Websites jeder Größe und überall auf der Welt sind nicht aufrufbar", sagte ein Verantwortlicher eines europäischen Telekommunikationsunternehmens. Mehrere Online-Portale waren zeitweise offline, weil in einem überfluteten Rechenzentren in Manhattan der Strom ausfiel. Zumindest zweitweise betroffen waren unter anderem die Internet-Zeitung "Huffington Post", das User-Magazin "BuzzFeed" und das Blog "Gawker". So blieb der Redaktion von "Huffington Post" nur der Weg, ihre Leser über Twitter zu informieren.

+++ 15.15 Uhr: Politischer Widersacher lobt Obamas Kriseneinsatz +++

Der republikanische Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, hat US-Präsident Barack Obama nach dem katastrophalen Wirbelsturm ausdrücklich für sein Krisenmanagement gelobt. "Ich will dem Präsidenten persönlich für all seine Hilfe danken, während wir uns von dem Sturm erholen", schrieb Christie im Kurznachrichtendienst Twitter mit Blick auf seinen politischen Widersacher.

+++ 15.02 Uhr: Leere Ränge bei Late-Night-Show +++

Der Hurrikan hinderte Fans der beliebten "Late Show" daran, ihr Idol David Letterman live zu erleben. Der König der Late-Talker trotzte allen Warnungen und erschien am Montag zur Aufzeichnung im New Yorker Studio des Senders CBS. Um überhaupt einen Adressaten für seine Witze zu finden, musste Letterman mit den Studiomusikern um Bandleader Paul Shaffer vorliebnehmen.

+++ 14.58 Uhr: Blackout bei Groupon +++

Peinlicher Ausrutscher für das Verkaufsportal Groupon: Das Unternehme bot als "Deal des Tages" speziell für die Stadt New York ein "Dinner im Dunkeln" an - ausgerechnet an dem Tag, an dem Hunderttausende New Yorker ohne Strom waren. "Beleben Sie Ihre Sinne, indem Sie einen ausschalten", hieß es in der Werbung für das Angebot.

+++ 14.10 Uhr: Atommeiler abgeschaltet +++

Der Atommeiler Salem 1 am Delaware River im US-Bundesstaat New Jersey ist wegen "Sandy" abgeschaltet worden. Wie der Betreiberkonzern PSEG mitteilte, waren zuvor vier der sechs Wasserkreislaufpumpen ausgefallen. Der Nachbarreaktor in Hancocks Bridge arbeite normal.

+++ 14.08 Uhr: Börsen bleiben zu +++

Die US-Börsen bleiben wegen des Hurrikans auch am Dienstag geschlossen. Weil der Nahverkehr stillsteht, können die Händler nicht zur Arbeit kommen. Zudem liegt die Wall Street in einer Gegend, die überflutungsgefährdet ist. Ob die Börse am Mittwoch wieder öffnet, soll im Laufe des Dienstagnachmittags (Ortszeit) entschieden werden.

+++ 14.01 Uhr: Frankreich bietet USA Hilfe an +++

Die Regierung in Paris hat den USA wegen der Zerstörungen durch den Wirbelsturm jede erdenkliche Hilfe angeboten. Außenminister Laurent Fabius brachte seine Solidarität mit der Bevölkerung in den USA zum Ausdruck, die wie zuvor die Menschen in der Karibik "besonders schwierige Stunden" durchleben müssten. Zuvor waren sechs Franzosen, die in der Karibik vermisst worden waren, wohlbehalten wieder aufgetaucht.

+++ 13.35 Uhr: "Sandys größter Idiot" +++

New Yorker Medien haben einen Mann zum "größten Idioten" gekürt, der mitten im Wirbelsturm mit seinem Jet-Ski im New Yorker Hafen herumgefahren ist. "Der Typ muss völlig irre sein", sagte eine Reporterin des Senders NBC. Etwa eine Stunde, bevor "Sandy" auf Land traf, kreiste der Mann vergnügt durch die hohen Wellen.

+++ 13.16 Uhr: Bahnen und Busse fallen in Washington aus +++

Als Folge des Wirbelsturms "Sandy" bleibt auch die US-Hauptstadt Washington im Ausnahmezustand. U-Bahn, Busse und andere öffentliche Verkehrsmittel waren außer Betrieb. Einige Linien sollen aber ab Nachmittag (Ortszeit) wieder fahren.

Nach ersten Erkenntnissen hielt sich der Schaden in der Hauptstadtregion im Vergleich zum 350 Kilometer nordöstlich gelegenen New York in Grenzen. Das Wetteramt kündigte für Washington und Umgebung abflauende Böen und vereinzelt Schneefall an.

+++ 13.15 Uhr: Deutsche Touristen sitzen fest +++

Der Wirbelsturm "Sandy" hält Kreuzfahrtpassagiere aus Deutschland länger in New York fest als geplant. Nach ANgaben des Rostocker Kreuzfahrtunternehmens AIDA Cruises warteten noch etwa 70 Passagiere auf einen Rückflug in die Heimat. Die große Mehrzahl der rund 2000 Reisegäste, die am Wochenende das Schiff "AIDAluna" verlassen hätten, sei rechtzeitig weggekommen. Der Kreuzliner habe auf Weisung der Behörden den Hafen am Sonntag einen Tag früher als geplant verlassen und den Sturm auf dem Weg nach Miami inzwischen "in sicherem Abstand gut passiert". Auch von Florida aus würden Passagiere nach Hause fliegen, die noch an Bord geblieben waren.

+++ 13.15 Uhr: Versicherer kommen glimpflich davon +++

Hurrikan "Sandy" wird nach ersten Expertenschätzungen die großen Versicherer weniger stark treffen als zunächst befürchtet. Die Allianz hob trotz vieler Horrorszenarien vor dem Wirbelsturm ihre Gewinnprognose für dieses Jahr an. Angesichts der noch unsicheren "Sandy"-Lasten ist das ein ungewöhnlicher Schritt für den sonst sehr vorsichtigen Top-Konzern. Analysten rechnen mit größeren Einschlägen bei den führenden Rückversicherern Münchener Rück und Swiss Re. Das Schlussquartal 2012 dürfte schwach ausfallen. Dividendenversprechen oder Gewinnprognosen sind laut Reuters jedoch nicht in Gefahr zu sein.

+++ 12.52 Uhr: Bond-Team fliegt nicht nach New York +++

James-Bond-Darsteller Daniel Craig und seine Kollegen müssen wegen des Wirbelsturms "Sandy" auf einen Flug nach New York verzichten. Wohin das Team am Dienstagabend nach der Deutschlandpremiere von "Skyfall" in Berlin reisen wird, blieb nach Angaben von Sony Pictures offen. Der Film, in dem Craig zum dritten Mal in die Rolle des Geheimagenten schlüpfte, sollte bei einer Sondervorstellung in Manhattan vorgestellt werden. Am Donnerstag startet der neue Bond in den deutschen Kinos.

+++ 12.10 Uhr: "Sandy" wird langsam schwächer +++

Meteorologen melden, dass der Hurrikan auf dem Weg ins Landesinnere an Stärke nachgelassen hat. Die Böen erreichen zurzeit noch Geschwindigkeiten von 105 Stundenkilometern, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) mitteilte. Das Auge des Sturms befindet sich momentan etwa 145 Kilometer westlich der Stadt Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania.

Das NHC warnt weiter vor schweren Stürmen und Überschwemmungen. Außerdem werde "Sandy" voraussichtlich starken Schnee ins Landesinnere mitbringen. Zwischen 30 und 90 Zentimeter Neuschnee könnten demnach im Bundesstaat West Virginia fallen.

+++ 11.40 Uhr: Dämme gebrochen - Obama ruft Notstand aus +++

In New Jersey sind nach Informationen des Nachrichtensenders CNN mehrere Dämme gebrochen, viele Straßen wurden überflutet. Einwohner dreier Städte in dem Bundesstaat mussten evakuiert werden.

US-Präsident Barack Obama rief für New Jersey und New York den Notstand aus. Die Entscheidung ermöglicht es den vom Sturm Betroffenen, Bundesgelder zu beantragen, etwa für den Wiederaufbau ihrer Häuser oder für die Unterbringung in Ersatzwohnungen.

+++ 11.36 Uhr: Fluten in New York ziehen sich zurück +++

In den ersten Teilen der schwer getroffenen Millionenstadt New York scheint sich die Lage leicht zu entspannen. In dem weniger vom Unwetter geschädigten Stadtteil Harlem, wo in der Nacht das Wasser des Hudson River in Ufernähe knietief stand, ist inzwischen nur noch eine dünne Schlammschicht auf den Wegen zu beobachten.

+++ 11.28: Zahl der Toten steigt +++

Nach einem Bericht des US-Senders CNN kamen im Bundesstaat Maryland zwei Menschen ums Leben. Die genauen Umstände waren zunächst unklar. Damit klettert die Zahl der Toten in den USA und Kanada auf mindestens 16.

+++ 11:22 Uhr: 21 Flüge aus Frankfurt gestrichen +++

"Sandy" bringt auch die Flugpläne in Deutschland durcheinander: Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt wurden insgesamt 21 Flüge von und nach New York und Washington D.C. gestrichen, wie eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport sagte. Die weitere Entwicklung sei nicht absehbar.

+++ 10.27 Uhr: Feuer tobt am Breezy Point +++

Am Breezy Point im New Yorker Stadtteil Queens hat sich ein Feuer ausgebreitet. Mehr als 50 Häuser und Wohnungen wurden zerstört, wie die "New York Times" berichtet. 200 Feuerwehrleute sind im Einsatz.

+++ 10.04 Uhr: Todesopfer auch in Kanada +++

Wirbelsturm "Sandy" hat auch in Kanada mindestens ein Todesopfer gefordert. In Toronto wurde eine Fußgängerin von umherfliegenden Trümmern erschlagen, wie die Polizei der Millionenstadt über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in Nordamerika auf mindestens 15.

+++ 9.12 Uhr: 20 Milliarden Dollar Schaden geschätzt +++

Nach einer ersten Expertenschätzung hat "Sandy" an der US-Ostküste womöglich einen Gesamtschäden von bis zu 20 Milliarden US-Dollar (rund 15,5 Milliarden Euro) angerichtet. Diese Zahl nannte der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister Eqecat in Oakland wenige Stunden nach Eintreffen des Hurrikans auf dem amerikanischen Festland. Allerdings war das Unwetter zum Zeitpunkt der Schätzung noch nicht vorbei.

+++ 9.11 Uhr: Dax erholt sich trotz "Sandy" +++

Der Dax hat sich zur Börseneröffnung leicht erholt. Der deutsche Leitindex stieg um 0,5 Prozent auf 7244 Zähler, nachdem er am Vortag 0,4 Prozent im Minus geschlossen hatte. Börsianer erwarteten einen relativ ruhigen Handel, da die Wall Street wegen des Wirbelsturms "Sandy" weiterhin geschlossen bleibt.

+++ 8.24 Uhr: "Verheerenden Katastrophe" +++

Nach Angaben der Verkehrsbehörde MTA sind sieben U-Bahn-Schächte überschwemmt. Sie sprach von der schlimmsten Katastrophe in diesem Bereich seit mehr als einhundert Jahren. "Die New Yorker U-Bahn ist 108 Jahre alt, aber niemals war sie mit einer derart verheerenden Katastrophe konfrontiert, wie wir sie in der vergangenen Nacht erlebt haben", sagte Joseph Lhota, der Chef der Metropolitan Transportation Authority. Die meisten überschwemmten U-Bahn-Tunnel befanden sich unter dem East River, der sich an der Halbinsel Manhattan entlangzieht, auf die heftige Regenfälle niedergingen. "Sandy" verursachte der MTA zufolge im gesamten U-Bahn-Netz "Chaos", führte zu Stromausfällen und überschwemmte Bus-Depots. Die New Yorker U-Bahn hatte ihren Betrieb am Sonntagabend vorsorglich unterbrochen.

+++ 7.38 Uhr: Steigende Öllagerbestände +++

Wegen "Sandy" haben mehrere US-Ölraffinerien ihre Produktion eingestellt. Dies führt dazu, dass die ohnehin hohen amerikanischen Lagerbestände an Rohöl weiter wachsen, was Druck auf die Ölpreise ausübt. Ein entgegengesetzter Effekt ergibt sich bei Ölprodukten wie Benzin. Dort ziehen die Preise wegen der geschlossenen Weiterverarbeitungsanlagen an.

Folge: Die Ölpreise notierten am Morgen leicht im Minus. Ein Barrel Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete im frühen Handel 108,96 US-Dollar. Das waren 48 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sank um 32 Cent auf 85,22 Dollar.

+++ 7.06 Uhr: Flüge in die USA gestrichen +++

Am Frankfurter Flughafen sind mehrere Flüge in die USA gestrichen worden. Zunächst wurden neun Abflüge verschiedener Fluggesellschaften abgesagt, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport sagte. Außerdem würden elf Flüge von der amerikanischen Ostküste nach Frankfurt nicht durchgeführt. Betroffen seien die Flughäfen in New York, Washington, Boston und Philadelphia. Ob im Laufe des Dienstags noch weitere Annullierungen hinzukommen werden, ist offen. Schon in den Vortagen waren wegen des Unwetters Verbindungen abgesagt worden.

+++ 6.49 Uhr: Demolierter Kran +++

Die Behörden evakuierten zudem die Umgebung der Baustelle eines fast fertiggestellten Wolkenkratzers mit 90 Stockwerken in der Nähe des Central Parks. Grund: Die Spitze eines riesigen Krans ist zusammengebrochen. Danach bestand die Gefahr, dass die ganze Maschine einstürzen könnte. Polizisten sperrten die Straßen ab, während der demolierte Kran 90 Stockwerke über ihren Köpfen baumelte.

Zudem stürzte die Fassade eines mehrstöckigen Hauses ein.

Das Energieunternehmen Con Edison dementierte einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, wonach nach einer Explosion eines Kraftwerks in Manhattan 19 Arbeiter des Konzerns von den steigenden Wassermassen eingeschlossen worden seien. Die Firma sprach auf Twitter von einem Gerücht.

+++ 5.29 Uhr: CNN zeigt überflutete U-Bahnschächte +++

Unvorstellbare Wassermassen überfluten in New York U-Bahnschächte und Straßentunnel. Der Fernsehsender CNN zeigte einen überschwemmten Metro-Eingang. Die Verkehrsbehörde MTA bestätigte, dass die Tunnel unter dem East River betroffen seien. Man wisse noch nicht, wie hoch das Wasser unter der Erde angestiegen sei. Rechtzeitig vor dem Sturm war der U-Bahn-Verkehr auf unbestimmte Zeit eingestellt worden. Der Battery-Tunnel, Nordamerikas längster Straßentunnel, lief ebenfalls voll Wasser. Er liegt unter dem East River und verbindet den Stadtteil Manhattan über drei Kilometer mit Brooklyn.

+++ 5.14 Uhr: Mindestens 13 Tote in Nordamerika +++

Durch den Wirbelsturm "Sandy" sind in den USA und Kanada einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP zufolge mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Sie berief sich auf US-Medien und Behörden. Die meisten der Opfer wurden durch umstürzende Bäume getötet. Zwölf Tote habe es in den Bundesstaaten New York, New Jersey, Maryland, Pennsylvania, West Virginia und North Carolina gegeben. Auch in der kanadischen Metropole Toronto starb eine Frau durch herumfliegende Gegenstände.

Mindestens fünf Menschen wurden im Zusammenhang mit dem Unwetter im Bundessstaat New York getötet. Darunter war ein 30-jähriger Mann, der im New Yorker Stadtteil Queens von einem Baum erschlagen wurde.

+++ 5.02 Uhr: Explosion im Umspannwerk +++

In der gesamten Ostküstenregion müssen nach US-Angaben mindestens zwei Millionen Menschen ohne Strom auskommen. Die Nachrichtenagentur dpa sprach sogar von drei Millionen. Mindestens 660.000 Menschen sollen direkt in New York betroffen sein. Als Grund nannte das Energieunternehmen Con Edison laut "New York Times" eine vorsorgliche Abschaltung und eine Explosion in einem Umspannwerk in Manhattan. Ein Video zeigt nach Angaben der "New York Times" einen großen Feuerball in der Skyline der Stadt. Die exakte Ursache der Detonation sei nicht bekannt. Das Unternehmen geht davon aus, dass Wassermassen oder herumfliegende Trümmer die Explosion verursacht haben. Es bezeichnete die Sturmflut als stärker als erwartet.

+++ 4.48 Uhr: Tokioter Börse im Minus +++

Wegen des Handelsstopps an der New Yorker Wall Street aufgrund des Supersturms "Sandy" wagten sich Anleger so gut wie gar nicht aus der Deckung. Der 225 Unternehmenswerte umfassende Nikkei-Index drehte nach anfänglichen Gewinnen ins Minus und verlor bis zum frühen Nachmittag 0,5 Prozent auf 8889 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index fiel um 0,4 Prozent auf 737 Zähler.

+++ 4.35 Uhr: Alarm im AKW +++

Nach Angaben der US-Atombehörde NRC gab es ein "ungewöhnliches Ereignis" in Oyster Creek, dem ältesten Atomkraftwerk der USA, das im Bundesstaat New Jersey liegt. Laut NRC wurde Alarm wegen eines bedrohlich ansteigenden Wasserspiegels ausgelöst. Oyster Creek ist seit 1969 am Netz und das älteste laufende Atomkraftwerk der USA. Schon vor der Ankunft von "Sandy" war der Meiler vom Netz genommen worden. Oyster Creek liefert neun Prozent des Stroms, der in New Jersey verbraucht wird. Angeblich sind alle amerikanischen AKWs in einem sicheren Zustand.

+++ 4.11 Uhr: Rekordhochwasser vermeldet +++

Einer der besten und schnellsten Blogs über "Sandy" ist auf der Seite der ABC-News zu finden. Demnach hat der Nationale Wetterservice für Manhatten ein Rekordhochwasser vermeldet, das weit über dem letzten Höchststand in den 60er Jahren liegt. Damals war Hurricane "Donna" die Ursache.

+++ 3.22 Uhr: Bloomberg warnt Einwohner +++

Auf dem Höhepunkt des Wirbelsturms "Sandy" über New York hat Bürgermeister Michael Bloomberg die Menschen aufgefordert, auf keinen Fall auf die Straße zu gehen. "Wo immer Sie gerade sein mögen: Bleiben Sie da!", sagte Bloomberg im Rathaus. Zugleich solle der Notruf nicht wegen Sachschäden oder leichten Verletzungen genutzt werden: "Rufen Sie nur an, wenn es um Leben und Tod geht."

Bloomberg sagte, dass mehr als eine viertel Million Stromkunden in New York ohne Elektrizität seien. Ein "Kunde" kann dabei aber auch ein großes Apartmenthaus mit Dutzenden oder gar Hunderten Wohnungen sein. Bloomberg sagte, dass der Stromausfall noch Tage anhalten könne: "Zuerst einmal muss das Wasser weg sein. Und das kann dauern." Überflutet ist vor allem Süd-Manhattan. Abgerissene Stromkabel seien eine enorme Gefahr, sagte der Bürgermeister. "Fassen Sie sie nicht an! Auf keinen Fall! Wir haben genug Notfälle."

+++ 3.10 Uhr: Crew-Mitglied der Bounty tot +++

Wirbelsturm "Sandy" hat ein weiteres Menschenleben gefordert. Eine Frau, die Crew-Mitglied des in Seenot geratenen Filmschiffs "Bounty" war und aus dem Wasser gezogen wurde, ist tot. Das bestätigte ein Sprecher des Albemarle-Krankenhauses in Elizabeth City. Die 42-Jährige war ohnmächtig von der US-Küstenwache geborgen und dann in die Klinik geflogen worden.

Der 63 Jahre alte Kapitän des Schiffes wird weiter vermisst. Die 16 Mann starke Besatzung hatte den aus dem Hollywood-Klassiker bekannten Großsegler am frühen Montagmorgen etwa 150 Kilometer südöstlich von North Carolina aufgegeben, war in Rettungsboote gestiegen und hatte Hilferufe gefunkt.

+++ 3.07 Uhr: Ground Zero unter Wasser +++

Ein beeindruckendes Foto zeigt, wie das Wasser die Baustelle auf Ground Zero flutet.

+++ 2.47 Uhr: Sturm fordert fünf Todesopfer +++

Während des Wirbelsturms "Sandy" sind zwei Kinder in der Nähe von New York getötet worden. Nach Angaben der Behörden spielten die beiden im ersten Stock eines Hauses, als ein großer Ast das Dach durchschlug und die Kinder unter sich begrub. Ihr Alter wird mit "unter 14" Jahren angegeben.

Etwa eine Stunde, nachdem "Sandy" in der Nähe von Atlantik City in New Jersey auf Land getroffen war, waren nach Medienangaben insgesamt fünf Sturmtote gemeldet worden.

+++ 2.46 Uhr: New Yorker Börse geflutet +++

CNN meldet, dass das Wasser drei Fuß hoch in der New Yorker Börse steht. Der Financial District in Manhatten scheint eines der besonders hart betroffenen Gebiete zu sein. Agenturfotos zeigen Autos, die bis zur Fensterlinie in den Fluten stehen.

Der Sturm, der nun über Land wütet, hat Windgeschwindigkeiten bis zu 140 Kilometern pro Stunde. Etwa 50 Millionen Menschen, die an der dicht besiedelten Ostküste leben, sind betroffen.

+++ 2.27 Uhr: Wasser im U-Bahn-System +++

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter gibt es erste Meldungen, dass das Wasser in das New Yorker U-Bahn-System eingedrungen sei.

+++ Fackel der Freiheitsstatue erloschen +++

Wie ABC-News melden, haben die Behörder der New Yorker Freiheitsstatue den Stecker gezogen. Das Licht der Fackel ist erloschen.

+++ 1.48 Uhr: Mann von Baum erschlagen +++

In New York ist das erste Todesopfer im Zusammenhang mit dem Wirbelsturm "Sandy" gemeldet worden. Nach Angaben des Senders CBS wurde ein Mann im Stadtteil Queens von einem Ast erschlagen. Der Ast habe das Dach eines Holzhauses durchschlagen und den etwa 30 Jahre alten Mann getötet.

+++ Webcams in New York +++

Wer es selbst sehen will, wie die Situation in New York ist: Hier sind eine Reihe von Live-Webcams zu finden.

+++ 1.10 Uhr: Sturm trifft auf die Küste +++

Der Wirbelsturm "Sandy" ist auf die Küste der USA getroffen. Nach Angaben des Hurrican Centers erreichte er im südlichen New Jersey die Küste.

+++ 1.07 Uhr: Katastrophentourismus in New York +++

Trotz gewaltiger Böen wagten sich Hunderte New Yorker auf die Straßen und an das Ufer. Viele fotografierten oder filmten die Wellen, die über den Fußgängerpromenaden zusammenschlugen. Andere führten im peitschenden Regen ihre Hunde auf die Straße. Wieder andere genossen einfach das Naturschauspiel - einige sogar mit einer Bierdose in der Hand.

Ein beliebtes Spiel: Sich an einem Geländer festhalten und dann die Beine von einer Böe in die Höhe wehen lassen. Bürgermeister Michael Bloomberg hatte allerdings die Katastrophentouristen gewarnt: Er habe keine Lust, Helfer in Gefahr zu bringen, nur weil solche Hitzköpfe sich selbst gefährdeten.

+++ 1.04 Uhr: New Yorker Stadtautobahnen überflutet +++

Die beiden New Yorker Stadtautobahnen um Manhattan sind vom Wirbelsturm "Sandy" komplett überflutet worden. Das Wasser stand in der Nacht knietief auf den sechs Spuren des Franklin D. Roosevelt Drive direkt am East River. Auch der West Side Drive wurde vom Wasser des Hudson überschwemmt. Der Verkehr auf den Verkehrsadern, der sonst täglich von Hunderttausenden Autos genutzt wird, war schon Stunden vorher gestoppt worden.

+++ 00.40 Uhr: Haus in New York eingestürzt +++

Erste Ausläufer des Hurrikans "Sandy" haben in New York ein mehrstöckiges Haus teilweise zusammenkrachen lassen. Das Gebäude im Stadtteil Chelsea im südwestlichen Teil von Manhattan sei eingestürzt, meldete die New Yorker Feuerwehr über Twitter. Ob Menschen in dem vierstöckigen Haus waren, war zunächst unklar.

+++ 00.12 Uhr: Besatzungsmitglied der "Bounty" gerettet +++

Rettungskräfte der US-Küstenwache haben am Montagabend (Ortszeit) eines der beiden noch vermissten Crew-Mitglieder des Filmschiffs "Bounty" gerettet. Die 42 Jahre alte Frau sei ohnmächtig aus dem Wasser gezogen und in ein Krankenhaus gebracht worden, berichteten US-Medien. Der 63 Jahre alte Kapitän des Schiffes, das wegen des Hurrikans "Sandy" in Seenot geraten war, werde weiter vermisst. Die 16 Mann starke Besatzung hatte den aus dem Hollywood-Klassiker bekannten Großsegler am frühen Montagmorgen etwa 150 Kilometer südöstlich von North Carolina aufgegeben, war in Rettungsboote gestiegen und hatte Hilfsrufe gefunkt.

+++ 23.45 Uhr: "Sandy" erreicht die Ostküste +++

Laut CNN sind bereits 1,5 Millionen Menschen an der Ostküste ohne Strom. Entweder wurde die Strommasten durch den heraufziehenden Sturm zerstört oder er wurde vorsorglich abgestellt, um Kurzschlüsse zu vermeiden.

In New York sollen in wenigen Minuten weitere Brücken geschlossen werden, darunter die Brooklyn Bridge und die Manhattan Bridge. Die Broadway Theater zeigten heute keine Shows.

An der 57th Straße war ein Kran von den Vorboten "Sandys" abgeknickt. Sein oberes Ende hing bedrohlich in luftiger Höhe. Alle Gebäude zwischen der 6. und 7. Avenue wurden evakuiert.

+++ 21.54 Uhr: Ankunft um Mitternacht +++

Nach Berechnungen von Metereologen wird der Hurrikan gegen Mitternacht (MEZ) das Festland der US-Ostküste erreichen. Der Sturm der Kategorie 1 sei nur noch 180 Kilometer von der Casino-Stadt Atlantic City entfernt, teilte das Nationale Hurrikan-Zentrum mit.

+++ 21.04 Uhr: Gouverneur rechnet mit Todesopfern +++

Der Gouverneur von Maryland warnte die Menschen in seinem Bundesstaat am Montag, dass es Tote geben werde. "Sandy" werde 24 bis 36 Stunden über Maryland hängen, sagte Martin O'Malley. "Die nächsten Tage werden schwer werden. Es wird Leute geben, die durch diesen Sturm getötet werden."

+++ 20.53 Uhr: Vermisste Franzosen wohlauf +++

Die nach dem Tropensturm "Sandy" in der Karibik vermissten Franzosen sind wohlauf. Nach Angaben der Rettungskräfte waren die vier Männer und zwei Frauen während des Unwetters nicht wie vermutet in einem Boot unterwegs. Sie kehrten demnach erst am Montag von einem Ausflug auf eine Nachbarinsel nach Martinique zurück. Zu diesem Zeitpunkt war "Sandy" schon vorbeigezogen.

Nach Angaben des Transportministeriums in Paris war am Montag zu Wasser und zu Luft nach den Franzosen gesucht worden. Es war befürchtet worden, dass ihr Boot während des Unwetters zwischen den Inseln Martinique und Dominica gekentert sein könnte.

+++ 17.58 Uhr: Obama warnt vor tagelangen Stromausfällen" +++

US-Präsident Barack Obama hat die Amerikaner auf tagelange Stromausfälle als Folge des Supersturms "Sandy" eingestimmt. Die Aufräumarbeiten würden länger dauern, sagte er in einer Fernsehansprache in Washington. Der Präsident forderte die Bürger auf, den Evakuierungsbefehlen der örtlichen Behörden Folge zu leisten. Über die Auswirkungen des Sturms auf die Präsidentenwahl am 6. November mache er sich keine Sorgen, sagte er weiter.

+++ 17.54 Uhr: "Bleiben Sie zu Hause!"

Vor dem Eintreffen von Wirbelsturm fordert Bürgermeister Michael Bloomberg die New Yorker auf, zu Hause zu bleiben. "Sie könnten essen oder ins Kino gehen. Aber denken Sie daran: Es ist gefährlich da draußen. Vielleicht ist das einfach ein guter Tag, vor dem Fernsehen zu sitzen und ein Sandwich zu essen."

+++ 17.23 Uhr: Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe? +++

"Sandy" kann nach Experten-Einschätzung zu Schäden in zweistelliger Milliardenhöhe führen. Die auf Risikoabschätzung spezialisierte Firma Eqecat rechnet mit versicherten Verlusten in Höhe von fünf bis zehn Milliarden Dollar.

+++ 16.59 Uhr: Sturm kommt südlich von New York an +++

Nach Einschätzung des Hurrikanzentrums in Florida soll das Auge des Sturms im südlichen New Jersey, gute 100 Kilometer südlich von New York, die Küste erreichen. Der Sturm bewegt sich mit etwa 30 Kilometern in der Stunde voran. Die Winde in seinem Wirbel erreichen aber 150 Kilometer in der Stunde.

+++ 16.19 Uhr: New York schließt zwei Tunnel +++

Wegen des herannahenden Hurrikans werden zwei wichtige Tunnel in New York City geschlossen. Ab 14 Uhr Ortszeit dürfen keine Autos mehr durch den Holland Tunnel fahren, der unter dem Hudson River verläuft und Manhattan mit New Jersey verbindet. Das Gleiche gilt für den Brooklyn-Battery Tunnel, der unter dem East River liegt und Manhattan mit Brooklyn verknüpft. Beides sind Verkehrs-Nadelöhre.

+++ 15.37 Uhr Sechs Franzosen vermisst +++

Wegen des Hurrikans werden in der Karibik mindestens sechs Franzosen vermisst. Die sechs oder sieben Segler seien mit einer Freizeitjacht zwischen den Inseln Martinique und Dominica unterwegs gewesen, teilte das Verkehrsministerium in Paris mit. Seit Sonntagabend fehle von ihnen jede Spur.

+++ 15.33 Uhr: Bank erlässt Verspätungszuschläge +++

Vor "Sandy" werden sogar die nicht gerade für ihre Großzügigkeit bekannten New Yorker Banken weich: Die Chase Manhattan Bank hat die Verspätungszinsen für ihre Kunden ausgesetzt - damit die während des Riesensturms bloß nicht vor die Tür müssen. Hintergrund ist, dass man in den USA statt per Überweisung in der Regel noch mit Schecks bezahlt, die verschickt oder zur Bank gebracht werden.

+++ 14.31 Uhr: Sturm als erstes in Atlantic City +++

Der Sturm der Kategorie 1 soll nach den Berechnungen der Meteorologen Montagnacht nahe der Casino-Stadt Atlantic City auf die US-Küste treffen. Das Nationale Hurrikan-Zentrum sagte ein lebensbedrohliches Anschwellen des Sturmes, Hurrikan-starke Böen an der Künste und heftige Schneefälle in den Appalachen voraus. Das Unwetter nahm an Stärke zu: Waren um 2 Uhr morgens Ortszeit noch Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde gemessen worden, hatten diese drei Stunden später 140 km/h erreicht.

+++ 13.11 Uhr: "HMS Bounty" gerät in Seenot +++

Vor der Küste des US-Bundesstaates North Carolina hat "Sandy" einen Dreimaster in Seenot gebracht. Die 17 Besatzungsmitglieder der "HMS Bounty", die für den Filmklassiker "Meuterei auf der Bounty" von 1962 gebaut worden war, hätten mit mehr als fünf Meter hohen Wellen kämpfen müssen und seien schließlich mit Überlebensanzügen und Schwimmwesten in zwei Rettungsboote gestiegen, teilte die Küstenwache mit. Nun solle schnellstmöglich eine Rettungsaktion starten.

+++ 12.21 Uhr: Obama sagt weiteren Termin ab +++

Wegen des herrannahenden Hurrikans sagt US-Präsident Barack Obama einen weiteren Wahlkampfauftritt ab. Wegen "sich verschlechternder Wetterbedingungen" rund um die Hauptstadt Washington werde Obama nicht an einem Termin in Orlando im Bundesstaat Florida teilnehmen, teilt sein Sprecher mit. "Der Präsident wird ins Weiße Haus zurückkehren, um die Vorbereitungen auf und ersten Maßnahmen wegen des Hurrikans 'Sandy' zu beaufsichtigen."

+++ 09.33 Uhr: Flüge aus Deutschland fallen aus +++

Die Auswirkungen des kommenden Wirbelsturms sind indirekt auch in Deutschland zu spüren: Viele Flüge in die USA werden gecancelt. Allein die Lufthansa streicht bundesweit für Montag und Dienstag insgesamt 13 Flüge an die US-Ostküste. Betroffen sind Verbindungen nach New York, Boston, Washington und Philadelphia. Abgesagt werden Flüge an den Airports Frankfurt, München und Düsseldorf.

+++ 09:28 Uhr: "Sandy" belastet Versicherungswerte +++

Die Aussicht auf mögliche Schäden an der US-Ostküste drückt an den Börsen die Versicherungswerte ins Minus. Im Dax geben Münchener Rück und Allianz 1,3 und 0,8 Prozent nach. Hannover Rück verliert im MDax 1,5 Prozent.

+++ 08.59 Uhr: Der Hurrikan bläst Bezahlschranken fort +++

Wegen der besonderen Nachrichtenlage setzen zwei der renommiertesten Zeitungen der Welt ihre Bezahlschranken im Internet aus: Sowohl die "New York Times" als auch das Wirtschaftsblatt "Wall Street Journal" kündigen an, in den kommenden Tagen darauf zu verzichten, Lesern von Texten über "Sandy" Geld abzuverlangen.

+++ 08.00 Uhr: US-Aktienmärkte geschlossen +++

Die US-Wertpapieraufsichtsbehörde SEC in New York ordnet an: Um die Sicherheit der Händler und Angestellten nicht zu gefährden, bleiben die Handelsplätze in den Vereinigten Staaten geschlossen. Damit gibt es am Montag keinen Handel an den bekanntesten Börsen der Welt, der New York Stock Exchange (NYSE) und der Nasdaq. Ob am Dienstag wieder gehandelt werden könne, steht noch nicht fest.

+++ 06.57 Uhr: New Yorker Arbeitswoche startet mit Stillstand +++

In New York bleiben die Vereinten Nationen, die Börse an der Wall Street, Schulen, Universitäten, Theater, Opern sowie viele Büros und Geschäfte am Montag geschlossen.

+++ 04:00 Uhr: Hurrikan "Sandy" besonders groß +++

Der Hurrikan "Sandy" gehört zu den wohl größten Wirbelstürmen über dem Atlantik seit Beginn der Messungen. "Er hat einen Durchmesser von etwa 1500 Kilometern. Das ist schon ganz enorm", sagt Dorothea Paetzold vom Deutschen Wetterdienst. "Schwierig ist für die Amerikaner die Berechnung der genauen Zugbahn."

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