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+++ Jahrhundert-Katastrophe in Japan +++: Liveticker: Stromkabel an Reaktor 2 verlegt

Die Stromversorgung im AKW Fukushima 1 konnte immer noch nicht wiederhergestellt werden. Die Strahlung in der Evakuierungszone hat sich erhöht. Die Ereignisse im Liveticker.

+++18.35 Uhr: Stromkabel zu Reaktor 2 verlegt +++

Ingenieuren soll es gelungen sein, ein externes Stromkabel an den Reaktor 2 des AKW Fukushima zu legen. Das hat die Internationale Atomenergiebehörde mitgeteilt. Die Japaner planen den Stromanschluss, sobald das Besprühen mit Wasser beendet ist.

+++ 17:35 Uhr: Höhere Strahlung am AKW +++

Die Strahlung in der Evakuierungszone um das Krisen-AKW Fukushima 1 hat sich am Donnerstag deutlich erhöht. In Tokio liege sie aber unverändert unter einem nicht gesundheitsschädlichen Wert, teilte die Internationale Atomenergieorganisation IAEO in Wien mit. Die Lage im AKW hat sich nach Einschätzung der IAEO zunächst nicht weiter zugespitzt. Sie sei aber immer noch "sehr ernst", sagte ein IAEO-Experte. In den Reaktoren 1 und 3 sind die Brennstäbe nach IAEO-Informationen nur halb mit Wasser bedeckt, im Reaktor 2 liegt das Wasserstand etwas über der Mitte der Brennstäbe.

+++ 17:01 Uhr: Deutsche Botschaft wird nach Osaka verlegt +++

Aufgrund der Entwicklungen in dem schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima 1 wird die deutsche Botschaft in Japan vorübergehend von Tokio nach Osaka verlegt. Von der Stadt im Südwesten der Hauptinsel Honshu werde die Beratung und Betreuung deutscher Staatsbürger fortgeführt, teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag in Berlin mit.

+++ 16:56 Uhr: US-Soldaten sollen bei Gefahrenabwehr helfen +++

Das US-Verteidigungsministerium gibt die Entsendung eines neun Mitglieder zählenden Teams zur atomaren Gefahrenabwehr bekannt. Die Soldaten sollen die japanischen Streitkräfte beraten.

+++ 16:22 Uhr: AKW noch immer ohne Strom +++

Das beschädigte japanische Atomkraftwerk Fukushima 1 ist nach wie vor ohne Strom. Die Arbeiten zu einer behelfsmäßigen Versorgung konnten nicht wie geplant am Donnerstag beendet werden, wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Atomsicherheitsbehörde in Tokio berichtete. Techniker der Betreibergesellschaft Tepco sollen die Arbeiten, mit denen die defekten Kühlsysteme des Kraftwerks wieder in Gang gebracht werden sollen, demnach am Freitag fortsetzen. Ziel ist es, die ausgefallenen Pumpen wieder zum Laufen zu bringen, die Wasser in die Kühlsysteme und die Abklingbecken pumpen. Am Donnerstag hatte die japanische Armee tonnenweise Wasser über dem Kraftwerk abgeworfen, um die Reaktoren zu kühlen.

+++ 15:53 Uhr: Mehr 15.000 Tote und Vermisste +++

In Japan ist die Zahl der Toten und Vermissten nach dem Erdbeben vom vergangenen Freitag auf mehr als 15.000 angestiegen. Offiziell seien bislang 5692 Tote registriert, wie der Fernsehsender NHK unter Berufung auf die Polizei berichtete. 9506 Menschen würden weiterhin vermisst. Ein Großteil der Vermissten wird noch in den Trümmerbergen der vom Tsunami überschwemmten Siedlungen im Nordosten Japans vermutet. Die Rettungskräfte haben die Hoffnung praktisch aufgegeben, noch Überlebende zu finden.

+++ 15:21 Uhr: US-Regierung fliegt Amerikaner aus +++

Die US-Regierung fliegt nach Angaben des Fernsehsenders CNN Amerikaner aus Japan aus. Mit der Aktion solle an diesem Donnerstag begonnen werden, berichtete der Sender unter Berufung auf Informationen aus dem State Department. Dafür würden Charterflüge eingesetzt. Zunächst werden Angehörige von Diplomaten sowie Kranke ausgeflogen, hieß es. Auch andere US-Bürger könnten sich melden.

+++ 14:58 Uhr: IAEO-Experten wollen nach Japan reisen +++

Fachleute der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO wollen in den nächsten Tagen das Unglücks-Atomkraftwerk Fukushima 1 besuchen. "Wir wollen zu den Anlagen", sagte IAEO-Chef Yukiya Amano kurz vor seiner Abreise nach Japan am Wiener Flughafen Schwechat. Ob er selbst oder nur seine Experten nach Fukushima reisen werden, blieb unklar.

+++ 14:37 Uhr: Rauch über Block 2 +++

Über dem havarierten Reaktor 2 im AKW Fukushima ist erneut Rauch aufgestiegen. Dies zeigen Satellitenfotos, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Bei einer Explosion und einem schweren Brand war am Dienstag auch die innere Hülle des Reaktors (Containment) beschädigt worden. Die Rede war von einer "sehr schlimmen" Lage. Am Mittwoch standen die Brennstäbe des Reaktors 2 teilweise frei im zu niedrigen Wasser - Experten befürchten eine Kernschmelze.

+++ 14:15 Uhr: Stromleitung soll bald stehen +++

Die neue Stromleitung ins Katastrophen-AKW Fukushima soll bald stehen: Wahrscheinlich werde die Versorgung noch am Donnerstag wieder hergestellt, sagte ein Sprecher der Betreiberfirma Tepco am Abend (Ortszeit). Dies berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.

Zum einen planen die Techniker neue Außenkabel zu den havarierten Reaktoren 1 und 2: Mit ihrer Hilfe soll die defekte Kühlung der Anlagen wieder in Betrieb gesetzt werden. Außerdem soll bald ein provisorisches Stromaggregat in Betrieb gehen - und zwar auf einem Teil des AKW-Geländes, wo die Strahlenbelastung nicht so hoch ist.

+++ 14:06 Uhr: Wasserwerfer-Einsatz beendet +++

Fünf Spezialfahrzeuge des japanischen Militärs haben den Reaktor 3 des Katastrophen-AKW Fukushima 1 mit rund 30 Tonnen Wasser bespritzt. Den Einsatz an der Reaktor-Ruine bewertete der Betreiber Tepco als Erfolg: Es sei Dampf aufgestiegen, folglich hätten die Wasserwerfer das Becken mit den Brennstäben getroffen, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo einen Tepco-Sprecher. Der Einsatz wurde kurz vor 21.00 Uhr (Ortszeit) zunächst beendet, wie der staatliche Fernsehsender NHK meldete.

+++ 13:51 Uhr: Sorge um Reaktor 4 +++

Das Abklingbecken im Block 4 des AKW Fukushima 1 gibt nach Angaben der Atomsicherheitsbehörde weiterhin Anlass zur "ernster Sorge". Experten vermuten, dass die Brennstäbe in dem Becken trocken liegen und nicht mehr gekühlt werden. Da das Gebäude beschädigt ist, haben sie direkten Kontakt zur Umwelt.

+++ 13:37 Uhr: Welternährungsprogramm schickt Logistikfachleute nach Japan +++

Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) schickt Logistikexperten nach Japan, die den Transport von Hilfsgütern unterstützen sollen. Die betroffenen Ortschaften bräuchten Trinkwasser, Nahrung, Decken sowie Unterkünfte, teilte die UN-Hilfsorganisation in Rom mit. Die WFP-Experten sollen den örtlichen Behörden helfen, die Hilfsgüter an jene Gemeinden zu verteilen, die direkt von dem Erdbeben, dem Tsunami oder den Schäden an den nuklearen Anlagen betroffen sind. Das WFP organisiert außerdem den Transport von zehn beweglichen Lagerhäusern von Malaysia nach Japan. Darin sollen die Hilfsgüter gelagert werden, die auf dem Luftweg nach Japan kommen.

+++ 13:23 Uhr: Russland bietet Hilfe an +++

Russland biete Japan Hilfe bei der Feuerbekämpfung in Atomkraftwerken an, meldet die Agentur Interfax unter Berufung auf das Außenministerium.

+++ 13:16 Uhr: US-Drohne schießt Fotos von Katastrophen-AKW +++

Die USA haben eine unbemannte Drohne zur Dokumentation der Schäden über das havarierte japanische Atomkraftwerk Fukushima 1 fliegen lassen. Die dabei gemachten Fotos seien der Regierung in Tokio übermittelt worden, berichtete der japanische Fernsehsender NHK. In dem AKW sind durch Explosionen infolge des Erdbebens mehrere Meiler zum Teil schwer beschädigt. Der ferngesteuerte Flugkörper vom Typ Global Hawk sei bereits nach dem Erdbeben in Haiti 2010 eingesetzt worden, teilten die US-Luftstreitkräfte mit. Die Drohne ist auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Guam im Pazifik stationiert.

+++ 13:03 Uhr: Militär-Wasserwerfer im Einsatz +++

Im Kampf gegen den Super-GAU im Unglückskernkraftwerk versuchen die Helfer, das Nuklearmaterial mit Hilfe von Wasserwerfern der Armee zu kühlen. Zwei Fahrzeuge seien an der Unglücksstelle am Kraftwerk Fukushima 1 im Einsatz, berichtete der öffentlich-rechtliche japanische Fernsehsender NHK. Insgesamt habe die Armee fünf Wasserwerfer zu dem Kraftwerk entsandt. Zuvor hatte der Sender berichtet, dass ein Wasserwerfer der Polizei wegen der hohen Strahlenbelastung nicht eingesetzt werden könne.

+++ 12:22 Uhr: 14 Krankenhauspatienten sterben nach Evakuierung +++

14 Patienten eines Krankenhauses in der japanischen Stadt Okuma haben ihre Evakuierung nicht überlebt. Die Menschen seien nach dem Transport in ein Auffanglager gestorben, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo und berief sich dabei auf die Regionalregierung.

+++ 12:06 Uhr: Wasserwerfer arbeiten wieder +++

Die Notmannschaft im AKW Fukushima 1 besprüht den mit Plutonium bestückten Reaktor 3 wieder mit Wasserwerfern, wie das Fernsehen meldet. Zuvor war die Aktion wegen starker radioaktiver Strahlung vorübergehend eingestellt worden.

+++ 11:38 Uhr: Kühlung mit Wasserwerfern gestoppt +++

Neuer Rückschlag im Kampf gegen den Super-GAU im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1: Wegen der hohen Strahlung an den beschädigten Reaktoren musste der Betreiber den Plan vorerst aufgeben, die Kernbrennstäbe mit Wasserwerfern zu kühlen. Die Fahrzeuge können sich wegen der hohen Strahlungswerte den Reaktoren nicht nähern, berichtete der öffentlich-rechtliche japanische Fernsehsender NHK

+++ 11:21 Uhr: Mindestens 5321 Tote +++

Sechs Tage nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe ist die Zahl der Toten und Vermissten auf 14.650 angestiegen. Bislang seien 5321 Todesopfer bestätigt worden, teilte die Polizei am Donnerstag in Tokio mit. 9329 Menschen würden noch vermisst. Außerdem seien bei der Katastrophe am Freitag vergangener Woche knapp 2400 Menschen verletzt worden. Wenige Stunden zuvor hatte die Polizei noch von fast 5200 Toten und gut 8600 Vermissten gesprochen.

+++ 11:11 Uhr: Lebensmittel werden auf Radioaktivität untersucht +++

Wegen der Atomkatastrophe hat die Regierung die örtlichen Behörden aufgefordert, Lebensmittel nach Radioaktivität zu untersuchen. Es sei das erste Mal, dass Japan Grenzwerte zur Strahlenbelastung für im Inland hergestellte Lebensmittel festsetze, sagte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums. Die Grenzwerte stünden im Einklang mit einem bereits vor den Vorfällen in Fukushima 1 in einem Katastrophenplan der Atomsicherheitsbehörde festgehaltenen Richtlinien.

+++ 10:59 Uhr: 23 Verletzte im AKW Fukushima 1 +++

Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 sind in den vergangenen Tagen nach Angaben der internationalen Atombehörde IAEO in Wien 23 Menschen verletzt worden. Mindestens 20 weitere Mitarbeiter wurden verstrahlt, hieß es in einer Mitteilung. Einer von ihnen war demnach sehr starker Strahlung ausgesetzt.

+++ 10:53 Uhr: Hubschraubereinsätze wenig erfolgreich +++

Die Hubschraubereinsätze über dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 haben nach Ansicht des Greenpeace-Atomexperten Karsten Smid wenig Aussicht auf Erfolg. Die Frage sei, "wie viel Wasser, das abgeworfen ist, überhaupt in dem Reaktorbehälter ankommt. Die Situation sieht also sehr mies aus", sagte Smid im Programm von NDR Info. Japanische Armee-Hubschrauber schütteten am Donnerstag Tonnen von Wasser auf den Reaktor 3, wie der Fernsehsender NHK zeigte.

Zwar versuchten die Techniker vor Ort alles Menschenmögliche, sagte Smid. Es würden immer neue Pläne angekündigt, "aber letztendlich ist das, was sie machen, der Tropfen auf den heißen Stein. Sie haben seit Tagen die Lage nicht in den Griff bekommen."

+++ 10:30 Uhr: Experte hält "Fukushima 50" für Todeskandidaten +++

Die letzten verbliebenen Arbeiter im Katastrophen-Atomkraftwerk Fukushima 1 sind nach Einschätzung des Präsidenten der Gesellschaft für Strahlenschutz "Todeskandidaten". Die gewaltige radioaktive Strahlung sei für sie eine "Katastrophe", die sie wohl früher sterben lasse, sagte Sebastian Pflugbeil. Zugleich kritisierte er: "Wenn es nötig ist, dass Leute gezielt in den Tod gehen, um die Bevölkerung vor schlimmen Schäden zu bewahren, dann ist das eine schlechte Technologie."

Über die Notfall-Kräfte am Unglücksort sagte Sebastian Pflugbeil weiter: "Da wird keiner mehr aufs Dosimeter gucken. Die machen einfach ihre Arbeit und versuchen irgendwie noch, die Sache einzugrenzen oder zumindest zu verzögern."

+++ 10:01 Uhr: Wasserstand in Block 4 unklar +++

Die japanische Atomaufsicht kann nicht bestätigen, dass die Brennstäbe im Abklingbecken des vierten Reaktors des Kernkraftwerks Fukushima 1 noch von Wasser bedeckt sind.

+++ 09:43 Uhr: Frankreich schickt Hilfsflugzeug +++

Ein französisches Flugzeug mit Material zur Eindämmung der drohenden oder schon begonnenen Kernschmelze im japanischen Kraftwerk Fukushima 1 sollte am Donnerstagvormittag starten. Das kündigte Industrieminister Eric Besson am Morgen an. An Bord befänden sich 95 Tonnen der Chemikalie Bor, die die Reaktion an den Brennstäben verlangsamen soll. Verschickt werde auch Schutzkleidung gegen radioaktive Strahlung. Frankreich habe bereits am Samstag Hilfe angeboten, die japanischen Behörden "haben vielleicht noch nicht die Zeit gehabt", früher zu reagieren, sagte der Minister.

Außerdem hat Frankreich angeboten, radioaktiv verstrahlte Menschen aus Japan zur medizinischen Behandlung aufzunehmen. Spezialisierte Krankenhäuser stünden zur Verfügung, sagte der französische Innenminister Claude Guéant dem Rundfunksender "Europe 1".

+++ 9:39 Uhr: Radioaktivität auf dem Weg nach Nordamerika +++

Eine niedrige Konzentration von radioaktiven Teilchen aus dem japanischen Unglücksreaktor bewegt sich Forschern zufolge auf Nordamerika zu. Der Forschungsleiter am Schwedischen Institut für Verteidigungsforschung, Lars-Erik De Geer, berief sich auf Daten von internationalen Messstationen. Die Strahlenwerte seien für Menschen unbedenklich, betonte er.

+++ 9:36 Uhr: Drei Reaktoren sind stabil +++

Die Reaktoren 1, 5 und 6 des schwerbeschädigten Kernkraftwerks Fukushima 1 sind nach Angaben der japanischen Atomaufsicht relativ stabil.

+++ 9:20 Uhr: Bahngesellschaften sollen Betrieb einschränken +++

In der japanischen Hauptstadt Tokio wächst die Sorge vor einem Zusammenbruch der Stromversorgung. Die Regierung bat die Bahngesellschaften, ihren Betrieb einzuschränken. Das meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Zuvor hatten japanische Politiker gewarnt, dass der Stromverbrauch die Einspeisung deutlich überschreiten könnte. Der Stromausfall könnte die Hauptstadt sowie den Großraum Tokio treffen. In der Metropole leben schätzungsweise 35 Millionen Menschen.

+++ 8:47 Uhr: AKW-Betreiber stoppt Bauarbeiten an weiterem Meiler +++

Der Betreiber des Katastrophen-Atomkraftwerks in Japan stoppt den Bau an einem weiteren Meiler. Tepco werde am AKW Higashidori in der Präfektur Aomori vorerst nicht weiterbauen, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Ein erster Reaktor war vor Jahren fertiggestellt und in Betrieb genommen worden.

+++ 8:18 Uhr: China fordert Informationen +++

Die chinesische Regierung fordert Japan dazu auf, zeitnah und präzise über jede Entwicklung in der Atom-Krise zu informieren.

+++ 8:01 Uhr: IfW-Chef befürchtet Domino-Effekt +++

Lieferausfälle in Japan könnten nach Ansicht des Präsidenten des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) auch für andere Länder schnell zum Problem werden. "Es bedeutet einiges, wenn Chips aus Japan ausfallen", sagte Dennis Snower der "Süddeutschen Zeitung". "Es könnte zu Domino-Effekten kommen, die den gesamten asiatischen Raum erfassen. Und damit auch Autokonzerne und Computerfirmen auf anderen Kontinenten", warnte er. Die Frage sei, "wie robust diese Lieferketten sind". Viele Konzerne klagten bereits darüber, dass die Lieferströme immer dünner würden. "Es gibt möglicherweise weltweit viel weniger Zulieferer als vor zehn Jahren."

+++ 7:43 Uhr: Tokioter Börse wieder im Minus +++

Nach der Kurserholung vom Vortag hat die Atom-Krise in Japan die Tokioter Börse am Donnerstag wieder ins Minus gedrückt. Zudem lastete ein Rekordhoch des Yen auf dem Markt. Vor allem Exportwerte litten darunter. Warnungen der US-Atomaufsicht, dass die Gefahr eines Super-GAUs in dem japanischen Unglücks-AKW Fukushima wachse, schürte die Furcht der Anleger vor einem schweren Schlag für die Weltkonjunktur. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit 1,4 Prozent im Minus bei 8962 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index fiel in einem nervösen Handel um 0,8 Prozent auf 810 Zähler. Auch die übrigen Märkte in Asien verbuchten zumeist wieder Verluste. Die Börse in Hongkong notierte 1,9 Prozent tiefer, der chinesische Leitindex in Shanghai lag 1,2 Prozent im Minus. Die Börse in Südkorea konnte dagegen leicht zulegen.

+++ 7:40 Uhr: Großer Stromausfall in Tokio möglich +++

Im Osten Japans drohen wegen der Atomkatastrophe im Atomkraftwerk Fukushima 1 und des Ausfalls weiterer Kraftwerke nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe großflächige Stromausfälle. Sollten Unternehmen und Bürger ihren Stromverbrauch nicht drastisch reduzieren, könnte unter anderem in der Hauptstadt Tokio noch am Donnerstagabend der Strom wegbleiben, warnte Wirtschaftsminister Banri Kaieda. Bereits am Vormittag habe der Stromverbrauch beinahe der Stromproduktion entsprochen. Wenn zum Abend hin der Stromverbrauch wie üblich zunehme, drohe ein Blackout.

+++ 7:18 Uhr: Finanzminister sprechen über Erdbeben-Folgen für Wirtschaft +++

Eine Woche nach dem verheerenden Erdbeben in Japan wollen die Finanzminister der sieben führenden Industrieländer über die Folgen für die Wirtschaft und die Finanzmärkte sprechen. Bei der Telefonkonferenz am Freitag um 7.30 Uhr Ortszeit seien auch die Notenbankchefs dabei, sagte der japanische Finanzminister Yoshihiko Noda nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo. Seine französische Amtskollegin Christine Lagarde hatte das Gespräch gefordert.

+++ 7:09 Uhr: Japans Atomkatastrophe löst Panikkäufe von Salz in China aus +++

Die Katastrophe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 hat in China Panikkäufe von Salz ausgelöst. Im Glauben, sich mit dem darin enthaltenen Jod gegen eine mögliche radioaktive Verstrahlung schützen zu können, kauften viele Chinesen nun verstärkt Speisesalz, wie Mitarbeiter in Supermärkten und Medien berichteten. Eine Angestellte der französischen Supermarktkette Carrefour in Shanghai sagte, schon am frühen Morgen sei Salz ausverkauft gewesen. Binnen einer halber Stunde nach Öffnung des Geschäftes habe es keines mehr gegeben.

+++ 6:45 Uhr: Hafen im Norden Japans nimmt Betrieb wieder auf +++

Der Hafen Onahama im vom Erdbeben erschütterten Norden Japans hat teilweise seinen Betrieb wieder aufgenommen. Dies teilte die Regierung mit. Weitere Häfen würden innerhalb der nächsten Tage folgen. Über die Häfen werden rund sieben Prozent der Industrieproduktion des Landes abgewickelt.

+++ 6:38 Uhr: Hubschrauber-Besatzung wird dekontaminiert +++

Die Hubschrauber-Besatzung wird nach dem Manöver über dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 dekontaminiert. Das sagte General Ryoichi Oriki dem Sender NHK. Von dem Meiler geht seit Tagen erhöhte radioaktive Strahlung aus. Oriki glaubt nicht, dass der Einsatz Gesundheitsprobleme auslösen werde. Über weitere Flüge sei noch nicht entschieden.

+++ 6:09 Uhr: Freiwillige wollen in Fukushima helfen +++

Freiwillige wollen die Arbeiter im havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 unterstützen. Darunter sind Angestellte des AKW-Betreibers Tepco sowie anderer Firmen, wie der britische Sender BBC berichtete. Sie wollten die eskalierende Lage unter Kontrolle bringen. Unter Berufung auf die Agentur Jiji Press meldete BBC weiter, dass einer der Freiwilligen ein 59 Jahre alter Mann sei, der bereits vier Jahrzehnte in Atomkraftwerken gearbeitet habe und eigentlich in sechs Monaten in Ruhestand wollte.

+++ 5:56 Uhr: Strahlung durch Hubschrauber-Einsatz nicht verringert +++

Der Einsatz der Lösch-Hubschrauber hat die Intensität der radioaktiven Strahlung am havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 nicht verändert. Die Dosis sei gleich geblieben, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den AKW-Betreiber Tepco. Der Fernsehsender NHK berichtete ebenfalls von unveränderten Werten. Ob das in vier Ladungen abgelassene Wasser zumindest die Temperatur in den Unglücks-Reaktoren abgesenkt hat, war zunächst nicht bekannt.

+++ 5:29 Uhr: US-Bürger sollen 80-Kilometer-Zone um Fukushima verlassen +++

Die US-Botschaft in Japan hat amerikanische Bürger, die innerhalb der 80-Kilometerzone vom Unglücks-AKW leben, vorsorglich aufgefordert, diese zu verlassen.

+++ 5:05 Uhr: Devisen-Intervention der G7 nicht nötig +++

Eine Intervention der sieben führenden Industrieländer (G7) am Devisenmarkt ist nach Ansicht des japanischen Wirtschaftsministers Kaoru Yosano nicht nötig. Die Auswirkungen des Jahrhundertbebens auf die Wirtschaft seien begrenzt, sagte der Minister in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. "Ich denke nicht, dass Aktien- und Devisenmärkte in Aufruhr sind", sagte Yosano auf die Frage, ob die G7-Länder gegen den Anstieg des Yen vorgehen sollten. "Wir hätten gerne psychologische Unterstützung der G7", sagte er.

+++ 5:04 Uhr: Starkes Erdbeben im Pazifikstaat Vanuatu +++

Im Pazifik-Staat Vanuatu ist am Donnerstag ein starkes Erdbeben gemessen worden. Nach Angaben des US-Instituts für Geophysik hatte es eine Stärke von 6,5. Eine weitreichende Tsunami-Warnung wurde nicht ausgegeben. Das Institut rief aber die Behörden in Vanuatu wegen möglicher örtlicher Riesenwellen zur Wachsamkeit auf. Vanuatu liegt wie Japan auf dem Pazifischen Feuerring, auf dem die Erde regelmäßig stark bebt.

+++ 4:59 Uhr: Druck in Reaktor 3 steigt wieder +++

Der Druck im Reaktorblock 3 steigt nach Angaben des AKW-Betreibers Tepco wieder.

+++ 4:56 Uhr: Armee bereitet zweiten Hubschrauber-Einsatz vor +++

Die Armee bereitet ihre Hubschrauber für ein weiteres Kühlmanöver über dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 vor. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa. Der erste Einsatz war am Morgen nach gut einer halben Stunde beendet worden. Dabei hatten die beiden Helikopter des Typs CH-47 Chinook viermal jeweils Tonnen von Wasser auf Reaktor 3 abgeworfen, um die Brennstäbe abzukühlen.

+++ 4:27 Uhr: Doch noch Wasser im Abkühlbecken von Reaktor 4 +++

Das Abklingbecken für die abgebrannten Brennelemente in Reaktor 4 ist nach Angaben des AKW-Betreibers Tepco nicht leer. Bei einem Flug zur Messung der Strahlung am Mittwoch sei Wasser in dem Becken zu sehen gewesen, sagte ein Tepco-Sprecher während einer vom TV-Sender NHK übertragenen Pressekonferenz am Donnerstag. Der genaue Pegelstand sei zwar nicht sichtbar gewesen, aber definitiv sei noch Wasser in dem Becken. Den Plänen zufolge soll bei Reaktor 4 vor allem der gezielte Einsatz von Wasserwerfern zum Erfolg führen. Die Wasserkanonen stehen bereit und sollen gezielt durch die Löcher im Dach Wasser zum Kühlen hineinspritzen. Wann ihr Einsatz beginnt, ist allerdings zurzeit noch unklar.

Die US-Atomregulierungsbehörde NRC hatte zuvor berichtet, sie gehe davon aus, dass die Brennelemente komplett frei lägen und überhaupt kein Kühlwasser mehr vorhanden sei.

+++ 4:13 Uhr: Hohe Strahlenbelastung am AKW +++

Die jüngst gemessene radioaktive Strahlung am havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 beträgt nach Angaben des japanischen Verteidigungsministers Toshimi Kitazawa 4,13 Millisievert pro Stunde. In Deutschland liegt der Grenzwert für zusätzliche radioaktive Strahlung bei 1 Millisievert pro Jahr. Damit sind Menschen rund um das japanische Unglücks-AKW bereits nach einer Stunde gut vier Mal so viel Strahlung ausgesetzt, wie verteilt über die Spanne eines ganzen Jahres in Deutschland als gerade noch verträglich gelten würde.

+++ 3:51 Uhr: US-Streitkräfte liefern Pumpen +++

Leistungsstarke Pumpen der US-Streitkräfte sind auf dem Weg zum havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1, berichtete der japanische Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa am Donnerstag in einer vom TV-Sender NHK übertragenen Pressekonferenz. An den Reaktoren soll ein neues Kühlsystem installiert werden. Dafür wird derzeit eine Stromversorgung gelegt, die nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo bereits am Donnerstagabend in Teilen laufen könnte. Die Pumpen sollen Meerwasser in die überhitzten Anlagen spülen.

+++ 3:50 Uhr: Evakuierungszone sei ausreichend +++

Die Evakuierungszone von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk Fukushima 1 sei ausreichend, betonte Regierungssprecher Yukio Edano am Donnerstag. Die radioaktive Strahlung im Umkreis sei gemessen und der Radius entsprechend festgesetzt worden. Die US-Regierung hatte allen Amerikanern vor Ort nahegelegt, das Gebiet im Umkreis von 80 Kilometern um die Anlage zu verlassen. Edano nannte das "einen konservativeren Ansatz".

+++ 3:38 Uhr: Stromversorgung soll bald teilweise gewährleistet sein +++

Das beschädigte japanische Atomkraftwerk Fukushima 1 könnte ab Donnerstagnachmittag japanischer Zeit wieder teilweise mit Strom versorgt werden. Das teilte die japanische Atomaufsichtsbehörde laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Kyodo mit. Zuvor hatte der Betreiber des Karftwerks, die Firma Tepco, erklärt, sie wolle das AKW durch die Instandsetzung von Leitungen schnellstmöglich wieder an die Stromversorgung anschließen. Wenn es wieder Strom gibt, könnten die Kühlsysteme in den Reaktoren wieder in Gang gebracht und das Abklingbecken für benutzte Brennstäbe in Reaktor 4 wieder mit Wasser gefüllt werden.

+++ 3:29 Uhr: Obama und Kan vereinbaren "enge Zusammenarbeit" +++

US-Präsident Barack Obama und Japans Premierminister Naoto Kan haben im Kampf gegen die atomare Gefahr am Unglücks-AWK eine "enge Zusammenarbeit" vereinbart, berichtete Regierungssprecher Yukio Edano am Donnerstag in einer vom TV-Sender NHK übertragenen Pressekonferenz. Die beiden Politiker hätten telefoniert und Obama habe Unterstützung zugesagt. Am Mittwoch hatte Japans Regierung bereits mitgeteilt, dass die US-Armee möglicherweise um Hilfe gebeten werden könnte.

+++ 3:21 Uhr: Drei Schritte für funktionierendes Kühlsystem +++

Die Behörden in Japan wollen die Kontrolle über das havarierte Atomkraftwerk Fukushima 1 in drei Schritten zurückgewinnen, wie ein Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde Nisa am Donnerstag im Fernsehsender NHK erläuterte. Zunächst soll Wasser mit Hubschraubern aus der Luft und von Wasserwerfern am Boden die Reaktoren kühlen. Der Einsatz mit Löschhubschraubern ist bereits am Donnerstagmorgen gelaufen.

In einem zweiten Schritt soll wieder eine Stromversorgung zum Unglücks-AKW gelegt werden. Diese neue Energieversorgung könnte in Teilen schon am Abend stehen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. In einem dritten Schritt solle dann mit Hilfe des Stroms wieder ein permanentes Kühlsystem in Gang gesetzt werden. Dafür soll Meerwasser genutzt werden.

+++ 3:04 Uhr: Yen mit Rekordhoch +++

Die japanische Währung Yen ist gegenüber dem Dollar auf den höchsten Wert seit dem Zweiten Weltkrieg gestiegen. An der New Yorker Börse kostete ein Dollar am Mittwoch (21.40 Uhr MEZ) 79,78 Yen, während es am Dienstag etwa um die gleiche Zeit noch 113,01 Yen gewesen waren. Auch auf den aisatischen Märkten stieg der Wert des Yen gegenüber der US-Währung. An der Börse in Tokio kostete ein Dollar am Donnerstag um 02.30 Uhr MEZ 79,3 Yen, am Mittwoch war der Wert eines Dollars zwischenzeitlich sogar auf 76,52 Yen gesunken.

+++ 3:00 Uhr: Wasserwerfer beziehen Stellung +++

Parallel zum Einsatz der Hubschrauber, die Wasser über Reaktor 3 abgeworfen haben, gingen elf Wasserwerfer vor dem AKW in Stellung. Sie sollen neben dem Reaktor 3 vor allem den Nachbarblock 4 kühlen, wie NHK berichtete. Dort ist das Dach nämlich noch teilweise intakt und ein Kühlversuch mit Hubschraubern erscheint wenig vielversprechend. Die Wasserwerfer sollen am Donnerstagvormittag zum Einsatz kommen.

+++ 2:02 Uhr: Hubschrauber werfen Wasser auf Reaktor 3 ab +++

Am havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 hat ein Kühlversuch aus der Luft begonnen. Zwei Hubschrauber kreisten über den Anlagen und warfen Wasser über dem Reaktor 3 ab, wie der Fernsehsender NHK am Donnerstagmorgen (Ortszeit) live zeigte. Jeder der Hubschrauber kann Angaben des Fernsehsenders zufolge 7,5 Tonnen Wasser fassen. Mehrmals ergoss sich ein riesiger Schwall über den Block 3, dessen Dach bei einer Explosion abgerissen worden war. Wie viele Tonnen Wasser die Hubschrauber genau abwarfen und ob ihre Tanks voll gefüllt waren, blieb zunächst unklar.

+++ 0:41 Uhr: Lage in Notunterkünften verschärft sich +++

Die Lage in den Flüchtlingslagern im Nordosten Japans wird bei winterlichen Temperaturen immer angespannter. In einer Grundschule in der Stadt Sendai entfachten die dort untergebrachten Menschen am Donnerstag im Morgengrauen mit Holzscheiten Feuer unter Fässern, um heißes Wasser zuzubereiten. Die Fensterscheiben sind im Inneren des Gebäudes vereist. Die Menschen versuchen sich mit Decken warm zu halten. "Die Gasvorräte gehen zu Ende", sagte ein Reporter des japanischen Fernsehens. An den Wassertanks bildeten sich Schlangen geduldig wartender Menschen. Mancherorts hat es geschneit. Auch Benzin an den wenigen noch geöffneten Tankstellen geht aus.

+++ 0:33 Uhr: Temperatur in Abklingbecken dramatisch hoch +++

Die Temperatur in den Abklingbecken der abgebrannten Brennelemente im japanischen Atomkraftwerk Fukushima1 hat dramatisch hohe Werte erreicht. Im Reaktor 4 wurden schon am Montag und Dienstag 84 Grad Celsius gemessen, wie die Internationale Atomenergiebehörde IAEO am Mittwoch unter Berufung auf Angaben aus Japan mitteilte. Demnach lagen für Mittwoch keine Daten vor. Laut IAEO wird die Temperatur in den Aufbewahrungsbecken unter normalen Umständen unter 25 Grad Celsius gehalten.

+++22.20 Uhr: Evakuierungszone wird ausgeweitet +++

Die Evakuierung der Gegend um Fukushima 1 wird abermals ausgeweitet. Das meldet der japanische Fernsehsender NHK. Wegen der Gefahr radioaktiver Verstrahlung müssten weitere 28.000 Menschen in der Präfektur Fukushima ihre Häuser verlassen. Viele Notunterkünfte in der Region sind aber bereits überfüllt. Die neuen Atom-Flüchtlinge sollen deshalb auf umliegende Präfekturen verteilt werden.

+++ 21.55 Uhr: Große Verseuchung droht am Freitag +++

Spätestens am Freitag droht nach Einschätzung französischer Atomexperten eine nukleare Verseuchung größeren Ausmaßes. Die Stunden bis dahin sind nach Darstellung der Fachleute entscheidend für die Kühlung der abgebrannten Brennelemente im Reaktor 4 des AKW Fukushima. Gelinge es nicht, das Abklingbecken bis dahin wieder aufzufüllen, werde eine "sehr bedeutende" Verseuchung die Folge sein, erklärte der Direktor für Anlagensicherheit beim Institut für Strahlenschutz und Nuklearsicherheit (IRSN), Thierry Charles, in Paris. Sollte es einen radioaktiven Ausstoß geben, werde dieser so schwer sein, dass das strahlende Gelände von diesem Zeitpunkt an nicht mehr betreten werden kann, so Charles. Weitere Versuche, die Lage auf dem Atomgelände wieder in den Griff zu bekommen, wären dann ohne tödliche Gefahren für die Einsatzkräfte praktisch unmöglich.

Zum Nachlesen:

Tag 6 der Katastrophe im Liveticker

seh/tis/kng/mlr/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters