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Nach der Brand-Katastrophe Flüchtlingslager Moria: Videos aus der Luft zeigen das gigantische Ausmaß der Zerstörung

Sehen Sie im Video: Flüchtlingslager Moria – Luftbildaufnahmen zeigen das große Ausmaß der Zerstörung.




Aus der Luft wird das Ausmaß der Zerstörung deutlich. Nach mehreren Bränden ist das überfüllte Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos verwüstet. Helfer schätzten, dass rund ein Drittel des Lagers abgebrannt ist. Tausende Migranten flohen vor dem Feuer, das in der Nacht zum Mittwoch ausgebrochen sein soll. Erste Berichte deuteten darauf hin, dass an verschiednen Stellen des Lagers Feuer ausbrachen, nachdem mehrere Menschen isoliert werden sollten, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Die Behörden untersuchten, ob es sich um Brandstiftung handeln könnte. Über mögliche Verletzte oder gar Tote gibt es bislang keine Informationen. Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis berief eine Krisensitzung ein. Die EU-Kommission kündigte Unterstützung an. In dem Camp, das sich immer weiter ausgebreitet hatte, leben mehr als 12.000 Menschen, gut vier Mal so viel wie eigentlich vorgesehen. Hilfsgruppen haben bereits häufig die widrigen Lebensumstände in Moria kritisiert. Die Flüchtlinsorganisation Pro Asyl forderte die Bundesregierung zum sofortigen Handeln auf. Der Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt: "Die Bundesregierung muss eine Aufnahmeaktion starten. Das ist eine humanitäre Katastrophe. Sie muss helfen, aber auch Menschen aufnehmen. Und hier blockt die Bundesregierung. Hier blockt die Union und schielt auf eine europäische Lösung. Man kann nicht Menschen über Monate, Jahre und viele mit kleinen Kindern, Angehörigen in Deutschland auch, auf einer Insel festsetzen ohne Perspektive. Wir fordern die Evakuierung und die Aufnahme". Am Morgen nach den Bränden suchten einige Bewohner in den Trümmern nach persönlichen Gegenständen. Viele Migranten versuchten auf der Nationalstraße in die Inselhauptstadt Mytilini zu gelangen. Die Polizei hielt sie auf. "Menschen schlafen links und rechts auf den Feldern", sagte ein Augenzeuge. Wie es mit den Bewohnern von Moria weitergeht, ist unklar. Der Bürgermeister von Mytilini sagte, dass die Migranten nun womöglich auf Schiffen untergebracht werden müssten, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.
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Mehrere Brände auf der griechischen Insel Lesbos haben weite Teile des Flüchtlingslagers Moria verwüstet. Aufnahmen aus der Luft zeigen, wie heftig das Feuer gewütet hat. Rund ein Drittel des Lagers sind laut Schätzungen zerstört worden.

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