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Die bayerische SPD schwankt zwischen Aufbruchsstimmung und Realitätsverlust. Auf ihrem Programmparteitag in Weiden setzen sie auf Bildungs- und soziale Gerechtigkeit - und schneiden sich ein Stück vom weiß-blauen Kuchen ab, den die CSU schon seit Jahren backt.
Franz Müntefering ist zurück. Einige Wochen nach dem Tod seiner Frau startete er in München sein politisches Comeback mit einer umjubelten Rede auf einer Wahlkampfveranstaltung der SPD. Der Westfale teilte munter gegen die politische Konkurrenz aus und stahl dem Gastgeber die Schau.
Die CSU steckt in der Krise und im Umfragetief, doch Bayerns Sozialdemokraten können daraus kein Kapital schlagen. So wurde der Landesparteitag in München von der Historie geprägt - und von der Hoffnung.
Das politische Bayern steckt im Gefühlschaos: Die CSU zu Tode betrübt, Freie Wähler und FDP himmelhoch jauchzend. Nur Franz Maget, Chef der SPD, wahrt die Fassung. Er verdrängt, dass seine Partei das schlechteste Ergebnis aller Zeiten eingefahren hat.
Chance vertan: Kurz vor der Landtagswahl in Bayern kämpft die CSU mit dem Rücken zur Wand, beim Rededuell mit SPD-Mann Franz Maget konnte Ministerpräsident Günther Beckstein nicht punkten. Vor allem beim Thema Hauptschule hätte er besser schweigen sollen.
Kurt Becks Rücktritt kam für viele überraschend, vor allem für seine eigenen Parteikollegen. Tatsächlich fiel seine Entscheidung plötzlich - nachdem er in den Stunden und Tagen zuvor zahlreiche Demütigungen ertragen musste. stern.de zeichnet die Ereignisse nach.
Barack Obama ist in Deutschland so beliebt wie kein anderer amerikanischer Politiker seit Bill Clinton. Klaus Wowereit hat das blitzschnell erkannt und will nun ein wenig Glanz von der Aura des Präsidentschaftskandidaten abbekommen. Er ist damit nicht der Einzige in der SPD.
Der große Verlierer von 2003 darf noch einmal ran: Bayerns SPD schickt Franz Maget als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im September ins Rennen. Der Frischgekürte sparte nicht mit deftigen Worten in Richtung CSU.
SPD-Chef Kurt Beck hat es schwer in diesen Tagen. Die hessische Regierungskrise lastet auf seinen Schultern, ebenso wie die unablässige Frage nach der Linken und dazu noch eine Grippe. Trotzdem schlägt der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz die Trommeln für Bayerns Kommunalwahlkampf.
Öffentlich hat er mit dem Ruhestand geliebäugelt, jetzt will Christian Ude, Münchens OB, doch nochmal das große Rad drehen - als SPD-Kandidat bei der Landtagswahl 2013. Seine Partei ist schon völlig aus dem Häuschen.
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