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+++ Newsticker zur Ukraine +++: "Russland will keinen Krieg mit der Ukraine"

Die Ukraine fürchtet angesichts der faktischen Besetzung der Krim einen Krieg mit seinem übermächtigen Nachbarland. Die Nato wurde um Beistand gebeten. Die Ereignisse im stern.de-Newsticker.

Ukrainische (l.) und russische Militärschiffe liegen im Hafen von Sewastopol vor Anker. Die Übergangsregierung in Kiew wirft dem Kommandeur ihrer Flotte Hochverrat vor.

Ukrainische (l.) und russische Militärschiffe liegen im Hafen von Sewastopol vor Anker. Die Übergangsregierung in Kiew wirft dem Kommandeur ihrer Flotte Hochverrat vor.

+++ 21.40 Uhr: Medwedew hält ukrainische Führung für illegal +++

Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew erklärt auf Facebook, die ukrainische Führung habe die Macht illegal an sich gerissen. Ihre Herrschaft werde mit einer "neuen Revolution" und weiterem Blutvergießen enden.

+++ 21.28 Uhr: Merkel wirft Putin Völkerrechtsverstoß vor +++

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wirft Präsident Wladimir Putin vorgeworfen, mit der "unakzeptablen russischen Intervention auf der Krim gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben". Dies teilt der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter in Berlin nach einem Telefonat Merkels mit Putin mit.

Der russische Präsident akzeptiere den Vorschlag der Kanzlerin, umgehend eine sogenannte "Fact finding mission" sowie eine Kontaktgruppe, möglicherweise unter der Leitung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), einzurichten, um einen politischen Dialog zu beginnen.

+++ 21.20 Uhr: "Russland will keinen Krieg mit der Ukraine" +++

Russland will nach Angaben des Außenministeriums in Moskau keinen Krieg mit der Ukraine. "Wir sind dagegen, dass jemand diese Terminologie verwendet im Verhältnis mit der uns nahen Ukraine", sagt Vizeaußenminister Grigori Karassin im russischen Staatsfernsehen. Russland werde alles tun, um die bilateralen Beziehungen zu festigen - "zumal davon die Stabilität in Europa" abhänge. "Das sollten auch die westlichen Politiker verstehen, die uns mit den letzten Worten beschimpfen", sagt der Diplomat. Russland hatte zuletzt mit einem Militäreinsatz gegen die Ukraine gedroht, um die Lage auf der Halbinsel Krim zu stabilisieren.

+++ 21.00 Uhr: Britische Regierung boykottiert Paralympics +++

Wegen des aggressiven Vorgehens Russlands in der Ukraine wird die britische Regierung die Paralympischen Spiele in Sotschi boykottieren. Dies teilt Premierminister David Cameron in einer Twitter-Nachricht mit. Zur Begründung verweist er auf die "ernste Lage" in der Ukraine, wo russische Truppenverbände verstärkt worden sind und eine Auseinandersetzung zwischen russischen und ukrainischen Einheiten droht.

Das Amt des Premierministers in London erklärt, Russland habe die "Souveränität und staatliche Einheit der Ukraine verletzt". Unter diesen Umständen sei es "unangebracht", dass britische Minister an den Paralympics teilnehmen. Die "Olympischen Spiele für Sportler mit Behinderungen" sollen am 7. März im südrussischen Sotschi beginnen.

+++ 20.51 Uhr: Nato fordert russischen Rückzug +++

"Die Nato ist besorgt darüber, dass das russische Parlament die Anwendung von Gewalt gegen die Ukraine gebilligt hat", sagt Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel. Die Nato fordere Russland auf, seine Truppen in die Stützpunkte zurückzuholen und jegliche Einmischungen in der Ukraine zu unterlassen. "Ein militärisches Vorgehen der Streitkräfte Russlands gegen die Ukraine ist ein Bruch des internationalen Rechts", sagt Fogh Rasmussen.

+++ 20.00 Uhr: Putin nennt Eingreifen "angemessen" +++

Russland Präsident Wladimir Putin bezeichnet die von ihm ergriffenen Maßnahmen in der Ukraine in einem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel als angemessen, wie die Agentur Ria unter Berufung auf das Präsidialamt meldet.

+++ 19.24 Uhr: Rumänien fühlt sich bedroht +++

Der rumänische Staatspräsident Traian Basescu hat das russische Vorgehen auf der Halbinsel Krim als Angriff auf die Ukraine gewertet. "Im Augenblick meinen wir, dass die Ukraine von den Kräften der Russischen Föderation angegriffen wird", sagt Basescu in einer Fernsehansprache. Der Konflikt auf der Krim gefährde "mittel- und langfristig" auch die Sicherheit des Schwarzmeer-Landes Rumänien. Der gestürzte ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch habe jede Legitimität verloren. Er solle auch formell zurücktreten, verlangt Basescu.

+++ 19.18 Uhr: Steinmeier will Russland in G8 halten +++

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) steht dem Vorstoß seines US-Amtskollegen John Kerry, Russland wegen seines Vorgehens in der Ukraine notfalls aus der Gruppe der G8 auszuschließen, skeptisch gegenüber. "Ich bin eher bei denen, die sagen, das G8-Format ist das einzige Format, in dem wir aus dem Westen noch mit Russland unmittelbar sprechen", sagt Steinmeier.

Steinmeier fügt hinzu: "Und sollten wir wirklich dieses einzige Format opfern? Ich denke, wir sollten sehen, dass wir zur Deeskalation in der Ukraine beitragen und nicht jede mögliche Verschärfung herbeireden. Das wird im Zweifel nicht helfen." In der Ukraine gebe es einen "ganz gefährlichen Zustand". Steinmeier: "Noch ist Umkehr möglich, noch können wir weitere Eskalationen vermeiden."

+++ 19.00 Uhr: Ukraine entlässt Marine-Kommandeur +++

Die Ukraine entlässt den Kommandeur der Marine und wirft ihm Hochverrat vor. Er habe sich geweigert, gegen die Russen zu kämpfen und das Hauptquartier in Sewastopol aufgegeben, teilt der stellvertretende Sekretär des Sicherheitsrates der Ukraine mit.

+++ 18.26 Uhr: Neuer ukrainischer Marine-Chef läuft über +++

Der Chef der ukrainischen Marine hat der prorussischen Regionalregierung auf der Halbinsel Krim seine Gefolgschaft zugesagt. Dies gab Admiral Denis Beresowski persönlich auf einer Pressekonferenz im Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim bekannt. Er war erst am Freitag vom neuen ukrainischen Übergangs-Präsidenten Alexander Turtschinow zum Kommandeur der Marine ernannt worden.

+++ 17.49 Uhr: Tusk fordert Druck auf Russland +++

Der polnische Regierungschef Donald Tusk fordert im Ukraine-Konflikt "harten Druck" auf Russland. Die Welt dürfe ihren Blick nicht von der Ukraine abwenden, teilt Tusk nach parteiübergreifenden Konsultationen in Warschau mit. "Dieser Konflikt hat alle Anzeichen eines Konflikts, der einen Krieg auslösen könnte, welcher alle Staaten der Welt betreffen würde", warnt der konservative Politiker. Die Folgen wären schwerwiegend, für Polen gehe es um eine "Frage des Seins oder Nichtseins". Tusk fordert, die Modernisierung der polnischen Armee zu beschleunigen.

+++ 16.57 Uhr: Ukrainische Marine komplett auf der Krim +++

Die ukrainische Marine hat noch ihre komplette Flotte von zehn Kriegsschiffen im Hafen Sewastopol auf der Halbinsel Krim stationiert. Die Soldaten seien bewaffnet und verhielten sich zur Übergangsregierung in Kiew loyal, teilen die ukrainischen Behörden mit.

+++ 15.40 Uhr: "Russland bedroht Frieden in Europa"

Russland bedroht nach Ansicht von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen mit seiner Militäraktion in der Ukraine "den Frieden und die Sicherheit in Europa". Dies sagte Rasmussen zum Beginn eines Krisentreffens der Nato-Botschafter der 28 Bündnisstaaten am Sonntag in Brüssel. "Was Russland derzeit in der Ukraine tut, verstößt gegen die Prinzipien der UN-Charta", fügte er hinzu.

Polen und Litauen hatten um die Sondersitzung gebeten. Dabei hatte der litauische Außenminister Linas Linkevicius auf Artikel 4 des Nato-Vertrags verwiesen. Dieser sieht Konsultationen vor, falls ein Nato-Land meint, die Unversehrtheit des Nato-Gebiets oder die Sicherheit seien bedroht.

+++ 15.31 Uhr: Tschechien bestellt russischen Botschafter ein +++

Das tschechische Außenministerium hat den russischen Botschafter einbestellt, um gegen das umstrittene Vorgehen Moskaus auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim zu protestieren. "Meiner Ansicht nach ist dies de facto eine Intervention, die Einsetzung eines Marionettenregimes und eine Verletzung internationalen Rechts", sagte der tschechische Außenminister Lubomir Zaoralek am Sonntag im Nachrichtensender CT24. Er plädierte für eine diplomatische Lösung der Krise. Ein rechtlich anerkanntes Staatsgebiet dürfe nicht einfach von einem "Stärkeren mit Panzern" verletzt werden.

Für den Abend wurde in Prag eine Sitzung des nationalen Sicherheitsrats einberufen. Ein Thema ist die Versorgungssicherheit mit Erdgas, das Tschechien überwiegend aus Russland bezieht.

Ein junge Frau posiert mit einer in ukrainischen Farben kolorierten Soldatenfigur. Das Monument steht in der bulgarischen Hauptstadt Sofia und ehrt eigentlich die sowjetische Armee.

Ein junge Frau posiert mit einer in ukrainischen Farben kolorierten Soldatenfigur. Das Monument steht in der bulgarischen Hauptstadt Sofia und ehrt eigentlich die sowjetische Armee.

+++ 15.07 Uhr: Kerry droht Russland mit Konsequenzen +++

US-Außenminister John Kerry hat Russland vor einem Verlust seiner G8-Mitgliedschaft gewarnt. Wenn der Konflikt um die Ukraine weiter eskaliere, könnte Russlands Staatschef Wladimir Putin "keinen G8-Gipfel in Sotschi haben, er könnte sogar nicht in den G8 bleiben, wenn das so weitergeht", sagte Kerry am Sonntag dem US-Fernsehsender NBCWashington. Wegen der russischen Truppen auf der ukrainischen Halbinsel Krim hatten bereits mehrere Staaten die Vorbereitungen für den kommenden G8-Gipfel auf Eis gelegt.

+++ 14.41 Uhr: Demo vor der russischen Botschaft in Berlin +++

Mehr als 200 Menschen haben am Sonntag vor der russischen Botschaft in Berlin gegen einen möglichen Kampfeinsatz Moskaus in der Ukraine protestiert. Die Demonstration verlief zunächst friedlich, wie die Polizei berichtete. Die Berliner Demonstranten gedachten mit einer Schweigeminute auch der Opfer der Machtkämpfe in der Ukraine. Bereits am Samstag hatten spontan einige Menschen vor der Botschaft protestiert.

+++ 14.38 Uhr: Ukraine zieht Küstenwache von Krim ab +++

Die ukrainische Küstenwache verlegt nach eigenen Angaben Schiffe von der Halbinsel Krim in andere Schwarzmeerhäfen.

14.31 Uhr: Griechen warnen sich vor Destabilisierung Europas +++

Der griechische Vizeregierungschef und Außenminister, Evangelos Venizelos, hat sich am Sonntag in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol besorgt über die instabile Lage in der Ukraine geäußert. Dies könne den gesamten europäischen Kontinent destabilisieren, warnte Venizelos nach einem Treffen mit ukrainischen Bürgern griechischer Abstammung in Mariupol.

Griechenland hat zurzeit die EU-Ratspräsidentschaft inne. Venizelos wollte sich noch am Sonntagnachmittag in Kiew mit der politischen Führung des Landes treffen. Die ukrainische Region um die Hafenstadt Mariupol ist eine der wichtigsten Siedlungsgebiete von Schwarzmeergriechen.

+++ 14.22 Uhr: Briten setzen Gespräche aus +++

Auch der britische Außenminister William Hague kündigt an, die Gespräche zur Vorbereitung des G8-Treffens in Sotschi auszusetzen.

+++ 14.21 Uhr: Kriegsgegner in Moskau verhaftet +++

Wegen ihrer Teilnahme an Protesten gegen einen russischen Militäreinsatz in der Ukraine sind am Sonntag dutzende Demonstranten in Moskau festgenommen worden. Laut der Nachrichtenagentur Interfax wurden 40 Aktivisten wegen "versuchter Störung der öffentlichen Ordnung" im Zentrum der russischen Hauptstadt festgesetzt. Die Bürgerrechtsgruppe Ovdinfo bezifferte die Zahl der Festgenommenen auf 100.

+++ 14.11 Uhr: Frankreich sagt für G8-Treffen ab +++

Frankreich sagt die Teilnahme an einem Vorbereitungstreffen für den G8-Gipfel in der russischen Stadt Sotschi ab, wie aus dem Präsidialamt in Paris verlautet.

+++ 13.30 Uhr: Jazenjuk: "Alarmstufe Rot" +++

Übergangsregierungschef Arseni Jazenjuk sieht die Ukraine am "Rande der Katastrophe". Die Genehmigung des russischen Parlaments, Truppen auf die Krim zu entsenden, sei "kein Drohung", sondern "eine Kriegserklärung gegen mein Land". "Wenn Präsident Putin der Präsident sein will, der einen Krieg zwischen zwei benachbarten und befreundeten Ländern, zwischen der Ukraine und Russland, begonnen hat, dann ist er von diesem Ziel nur noch ein paar Zentimeter weit entfernt", sagte Jazenjuk.

+++ 13.29 Uhr: Steinmeier fürchtet neue Spaltung Europas +++

Außenminister Frank-Walter Steinmeier befürchtet eine neue Spaltung Europas. "Wir fordern Russland in aller Eindringlichkeit auf, jeden Verstoß gegen die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine zu unterlassen", so Steinmeier. Russland habe kein Recht, Militär jenseits der Regeln des Pachtvertrages über die russische Schwarzmeerflotte auf ukrainischem Hoheitsgebiet einzusetzen. "Wir befinden uns auf einer äußerst gefährlichen Bahn der Zunahme von Spannungen. Noch ist Umkehr möglich. Noch kann eine neue Spaltung Europas verhindert werden."

+++ 12.32 Uhr: Krim-Führung strebt Staat an +++

Krim-Parlamentschef Wladimir Konstatinow teilt mit, dass die Krim künftig als eigenständiger Staat existieren soll. Beim angestrebten Referendum am 30. März sollen die mehrheitlich russischen Bewohner der Halbinsel demnach über eine Abspaltung von der Ukraine entscheiden.

+++ 12.17 Uhr: Innenminister nennt Krim-Führung illegitim +++

Der ukrainische Innenminister Pawel Petrenko erklärt die prorussische Machtübernahme auf der Krim für nicht rechtmäßig. In der Autonomen Republik habe es eine gewaltsame Besetzung von Gebäuden gegeben, Entscheidungen seien gefälscht worden, so Petrenko. Es sei gemäß der Verfassung unzulässig, ein regionales Referendum anzusetzen. Die derzeitige Krim-Führung will am 30. März in einer Volksbefragung über den "eigenständigen Status" der Autonomen Republik entscheiden lassen. Ein solches Referendum könnte zur Aufspaltung der Ukraine führen.

+++ 11.39 Uhr: Nato-Gremien tagen ab 13 Uhr +++

Nachdem die Ukraine um militärischen Beistand gebeten hat, muss sich die Nato mit dieser Bitte befassen. Der Nato-Rat will ab 13 Uhr in Brüssel tagen. Die Ukraine ist kein Nato-Mitglied, hat jedoch eine Mitgliedschaft angestrebt. Der gestürzte Präsident Janukowitsch war davon zuletzt wieder abgerückt.

+++ 11.16 Uhr: Krim-Flughafen arbeitet wieder normal +++

Zwischendurch einmal eine scheinbar gute Nachricht: Nach einer zeitweiligen Sperrung des Luftraums über der Krim arbeitet der Flughafen der Hauptstadt Simferopol wieder plangemäß. Der Luftraum war am Freitagabend angesichts der gespannten Lage vorübergehend gesperrt worden. Beobachter berichten, dass die Lage in der Krisenregion derzeit ruhig ist.

+++ 11.01 Uhr: Russland spricht von "humanitärer Katastrophe +++

Der russische Grenzschutz teilt laut der Agentur Tass mit, dass im Januar und Februar etwa 675.000 Ukrainer über die Grenze nach Russland gekommen seien. Es gebe Hinweise auf eine "humanitäre Katastrophe". Von einer solchen Massenflucht aus der Ukraine war bisher nicht berichtet worden.

+++ 10.39 Uhr: Ukraine macht mobil +++

Die Ukraine beruft angesichts der russischen Androhung eines Militäreinsatzes alle Reservisten ein.

+++ 10.39 Uhr: Berichte über ukrainische Überläufer +++

Angesichts des von Putin angedrohten Militäreinsates sind angeblich zahlreiche ukrainische Soldaten übergelaufen. Das berichten Moskauer Medien. Die Überläufer hätten sich den prorussischen Kräften auf der Krim angeschlossen. Eine unabhängige Bestätigung für die Berichte gibt es bisher nicht.

+++ 10.35 Uhr: Frankreich fordert Stopp für G-8-Treffen +++

Frankreich fordert die Einstellung der Vorbereitungen für das geplante G8-Treffen im russischen Sotschi. Diese könnten erst weitergehen, wenn Russland zu Prinzipien zurückkehre, die mit den G8 und G7 im Einklang stehen, erklärt Außenminister Laurent Fabius in einem Radiointerview.

+++ 10.33 Uhr: Steht Militäreinsatz unmittelbar bevor? +++

Aus ukrainischen Sicherheitskreisen verlautet, es sei sehr wichtig, dass die Truppen des Landes schnell einsatzbereit seien. Ob dies bedeutet, dass schon bald mit einem russischen Militäreinsatz zu rechnen ist, ist unklar.

+++ 8.33 Uhr: Verdopplung der Entwicklungshilfe für Ukraine +++

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der neuen ukrainischen Regierung ausbauen und die Hilfe nahezu verdoppeln. Im vergangenen Jahr hatte Deutschland 21,5 Millionen Euro bereitgestellt, in diesem Jahr sollen es 20 Millionen mehr sein. "Es kommt jetzt dringend darauf an, die Reformkräfte in der Ukraine zu stärken", so Müller.

+++ 7.49 Uhr: Klitschko will Dialog mit Moskau +++

Oppositionsführer und Ex-Boxchampion Vitali Klitschko ruft zu einer Lösung der Krise ohne Blutvergießen auf. Ukrainische Politiker versuchten derzeit, einen konstruktiven Dialog mit den russischen Machthabern aufzubauen, so Klitschko. "Wir sollten diese Frage nicht mit Hilfe von Gewalt und Waffen lösen, sondern auf dem Weg von Konsultationen."

+++ 7.26 Uhr: Straße zwischen Ukraine und Russland blockiert +++

Der Gouverneur der russischen Region Belgorod berichtet Interfax von dem Versuch bewaffneter Gruppen, die Verbindungsstraße zwischen Moskau und der Krim an der russisch-ukrainischen Grenze zu blockieren.

+++ 7.25 Uhr: Russische Kräfte entwaffnen Radarstation +++

Russische Soldaten entwaffnen eine Radarstation auf der Krim. Dabei fordern sie die dort stationierten Soldaten dazu auf, sich auf die Seite der "rechtmäßigen" Führung der Krim zu schlagen.

+++ 2.30 Uhr: Putin hält Drohung aufrecht +++

Ungeachtet der Warnungen und besorgter Anrufe westlicher Staats- und Regierungschef droht Putin weiter mit einem Militäreinsatz in der Ukraine. Russland behält sich das Recht vor, bei weiterer Gewalt im Osten der Ukraine und auch auf der Krim, seine Interessen und die Interessen der russischsprachigen Bevölkerung zu schützen.

+++ 0.00 Uhr: Obama spricht von Verletzung des Völkerrechts +++

US-Präsident Barack Obama hat seinem russischen Kollegen Wladimir Putin eine Verletzung der ukrainischen Souveränität und des Völkerrechts vorgeworfen. In einem 90-minütigen Telefonat fordert Obama, die russischen Soldaten in die Kasernen zurückzurufen. Sollte Russland weiter gegen das Völkerrecht verstoßen, werde dies zu einer noch größeren politischen und wirtschaftlichen Isolation führen.

+++ 22.36 Uhr: Ukraine bitte Nato um Beistand +++

Die Ukraine bittet das westliche Verteidigungsbündnis Nato um militärischen Beistand. Die Nato-Gremien werden an diesem Sonntag beraten, wie sich das Bündnis im Krim-Konflikt verhalten will.

dho/tkr/AFP/DPA/Reuters/DPA/Reuters