Gefahr der Kernschmelze in AKW 1 sehr hoch

11. März 2011, 22:04 Uhr

In Japan wächst die Angst vor einem GAU: Möglicherweise gerät die Lage im AKW Fukushima außer Kontrolle. Es droht eine Kernschmelze. Auch im zweiten AKW hat sich die Lage zugespitzt. Verfolgen Sie die Entwicklungen im Live-Ticker auf stern.de.

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Das Epizentrum des Bebens (roter Punkt) nordöstlich von Tokio©

Dies ist der Liveticker zu den Ereignissen am 11. März direkt nach dem Erdbeben und dem Tsunami. Zu den Ereignissen am 12. März haben wir hier einen Liveticker

+++ 06:20 Uhr: Kernschmelze in AKW 1 möglich +++

Im japanischen Atomreaktor Fukushima Daiichi ist womöglich eine Kernschmelze im Gange. Betroffen sei der Reaktor 1 im 250 Kilometer nordöstlich von Tokio gelegenen Atomkraftwerk Fukushima 1, meldeten die Nachrichtenagenturen Kyodo und Jiji am Samstag. Nach Einschätzung der Behörde für atomare Sicherheit "könnte sich dort eine Kernschmelze vollziehen". Kyodo meldete weiter, in der Nähe von Fukushima 1 sei radioaktives Cäsium entdeckt worden. Im Kontrollraum eines Reaktors von Fukushima 1 war zuvor bereits eine gegenüber dem Normalwert tausendfach erhöhte Radioaktivität gemessen worden. In den AKWs Fukushima 1 und 2 waren durch das Erdbeben Kühlsysteme beschädigt worden, so dass dort eine Kernschmelze drohte. Die betroffenen Reaktoren schalteten sich durch das Erdbeben automatisch ab. Beim Herunterfahren müssen jedoch die Kühlsysteme anspringen, um die dabei entstehenden hohen Temperaturen zu senken.

Gelingt es nicht, die Brennstäbe im Reaktor ausreichend zu kühlen, könnte es zu einem GAU, einem Größten anzunehmenden Unfall, kommen. Versagt die Kühlung, läuft die Kernspaltung unkontrollierbar weiter. Zuerst schmilzt die Metallhülle der mit Uran gefüllten Brennstäbe, dann verbrennt das Uran selbst. Das geschmolzene, extrem heiße Material sinkt auf den Reaktorboden und durchbricht ihn. Da der Reaktorbehälter noch unter hohem Druck steht, würde es ihn zerreißen. Weitere Gebäude und wichtige Einrichtungen des Kraftwerks würden zerstört. Durchbrennt die radioaktive Masse auch den Sicherheitsbehälter, sprechen Experten von einem Super-GAU. Hochradioaktives Material gelingt nach außen, sickert in das Erdreich und verseucht das Grundwasser.

+++ 03:10 Uhr: Japan warnt Bevölkerung vor Strahlung +++

Die Behörden haben vor einem Austritt radioaktiver Strahlung aus Atomkraftwerken in Fukushima gewarnt. Tausende Anwohner in einem Umkreis von drei Kilometer um eine von zwei Anlagen wurden in Sicherheit gebracht. Techniker kämpfen in den Kraftwerken Daini und Daiichi mit steigendem Druck. Die Betreiberfirma Tepco teilte mit, in mehreren Reaktoren des Atomkraftwerkes Daini den Druck nicht mehr kontrollieren zu können. Dies war zuvor bereits in Daiichi geschehen.

Die Behörden hofften, dass aus dem Kraftwerk Daiichi nur wenig Strahlung entweichen und diese vom Wind auf das offene Meer getragen wird. Nach Angaben des zuständigen Ministeriums war der Druck mehr als doppelt so hoch als vorgesehen.

Wegen der Probleme mit der Kühlung von Reaktoren gibt es Befürchtungen, dass es zu einem ähnlichen Unglück wie 1979 auf der Three Mile Island in der Nähe von Harrisburg in den USA kommen könnte. Bislang ist die Lage Experten zufolge aber nicht so ernst. Damals schmolz der Reaktorkern teilweise. Es wurde aber nur wenig gefährliches Strahlengas freigesetzt. Ein Stromausfall kann für Atomkraftwerke gefährlich sein, weil für Turbinen, Ventile und die Zuleitung von Kühlwasser Energie benötigt wird - entweder von außen oder mit Hilfe eines eigenen Notstromaggregates. Bricht die Stromversorgung ganz zusammen, gibt es nur noch wenige Möglichkeiten, den Reaktorkern zu kühlen.

Naoto Sekimura, Professor von der Universität Tokio, sagte, eine nukleare Katastrophe sei unwahrscheinlich. Mit einem Leichtwasserreaktor könne es kein zweites Tschernobyl geben.

+++ 02:10 Uhr: Atomarer Notstand auch in AKW Nr. 2 +++

Infolge des schweren Erdbebens in Japan sind in einem zweiten Atomkraftwerk massive Probleme mit dem Kühlsystem aufgetreten. In drei Reaktoren des AKW Fukushima 2 büßten die Kühlsysteme einen Teil ihrer Leistungsfähigkeit ein, wie die Betreiberfirma Tokyo Electric Power (Tepco) nach japanischen Medienberichten am Samstag mitteilte. Fukushima 2 liegt zwölf Kilometer vom Akw Fukushima 1 entfernt, wo ebenfalls das Kühlsystem beschädigt wurde und im Kontrollraum eines Reaktors eine gegenüber dem Normalwert tausendfach erhöhte Radioaktivität gemessen wurde. Die beiden Atomkraftwerke befinden sich rund 250 Kilometer nordöstlich vom Großraum Tokio mit seinen 30 Millionen Einwohnern in der vom Beben besonders betroffenen Region. In einem Umkreis von zehn Kilometern um Fukushima 1 wurden rund 45.000 Bewohner aufgefordert, die Gegend zu verlassen. Für Fukushima 2 ordneten die Behörden eine entsprechende Maßnahme im Umkreis von drei Kilometern an. Der japanische Regierungschef Naoto Kan flog am Samstagmorgen mit dem Hubschrauber nach Fukushima, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Die Radioaktivität liege außerhalb von Fukushima 1 um ein Achtfaches über dem Normalwert, sagte Kan laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Jiji. Der Fernsehsender NHK meldete, dieser erhöhte Grad bedeute zunächst keine Gefahr für die Gesundheit. In einem Reaktor von Fukushima 1 war ungewöhnlich hoher Druck festgestellt worden. Die Betreiberfirma Tokyo Electric Power (Tepco) veranlasste am Samstag, dass Dampf freigesetzt wurde, um den Druck zu senken. Damit wurde zugleich Radioaktivität freigesetzt. Ein Tepco-Sprecher sagte, dies geschehe gemäß den Anweisungen der Regierung in Tokio. Bei dem Erdbeben am Freitag schalteten sich landesweit elf Reaktoren automatisch ab, darunter auch in den Kraftwerken Fukushima 1 und 2. Bei einem Abschalten der Reaktoren müssen die Kühlsysteme anspringen, um die extrem hohen Temperaturen beim Herunterfahren abzukühlen. Die Kühlsysteme werden durch externe Energiequellen betrieben. Dass dieser Mechanismus reibungslos funktioniert ist entscheidend, um eine Kernschmelze zu verhindern. Japan gewinnt rund ein Drittel seines Strombedarfs aus 55 Reaktoren an 17 Standorten. Bei dem Erdbeben am Freitag schalteten sich elf Reaktoren automatisch ab. Mit einer Stärke von 8,9 war es das schwerste Beben in der Geschichte des Landes.

+++ 00:25 Uhr: Japaner lassen Druck aus dem Reaktor +++

Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Nummer 1 ist die Radioaktivität auf das 1000-Fache des normalen Werts gestiegen. Das berichtete die Agentur Kyodo und berief sich auf die nationale Atomsicherheitsbehörde. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA berichtete, Japan habe sich entschlossen, in dem Problemreaktor Druck abzulassen. Der kontrolliert freigesetzte Dampf solle gefiltert werden, um Radioaktivität in der Anlage zu halten. Nach einer Experteneinschätzung aus Wien ist es aber unwahrscheinlich, dass in solch einer Situation keinerlei Radioaktivität freigesetzt wird.

Premierminister Naoto Kan weitete den Evakuierungsbereich aus. Er forderte die Menschen in einem Radius von zehn Kilometern um das Kraftwerk auf, sich in Sicherheit zu bringen. Zuvor waren die Menschen bereits in einem Umkreis von drei Kilometern aufgerufen worden, ihr Haus zu verlassen.  

+++ 21:56 Uhr: Druck im AKW Fukushima steigt weiter +++

Im japanischen Fukushima wächst die Angst vor einem atomaren Zwischenfall: Als Folge des verheerenden Erdbebens in Japan steigt der Druck in einem Reaktor des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi, weil die Kühlung der Brennstäbe ausgefallen war. Dadurch droht im schlimmsten Fall eine Kernschmelze. Der Druck könnte das 2,1-fache dessen überstiegen haben, wofür das Turbinengebäude ausgelegt ist. Zuvor war die Überlastung mit einem Wert von 1,5 angegeben worden. Die Betreiberfirma Tepco erwägt, den Druck abzulassen, weiß aber nicht, wie stark die radioaktive Strahlung im Inneren ist.

+++ 21:45 Uhr: Leichte Tsunami-Schäden in Kalifornien +++

Nach dem schweren Beben in Japan haben Tsunami-Wellen an der kalifornischen Küste Schäden angerichtet. Der nordkalifornische Ort Crescent City wurde von über zwei Meter hohen Wellen getroffen. "Über 30 Boote im Hafen wurden beschädigt, Anlegestellen sind zu Bruch gegangen", sagte Joe Young von der örtlichen Katastrophenbehörde. Mehr als 4000 Einwohner seien in der Nacht vorsichtshalber in Sicherheit gebracht worden. Auch im Hafen von Santa Cruz, südlich von San Francisco, gingen zahlreiche Boote zu Bruch. Die Flutwellen drückten Jachten in die Holzstege, Boote wurden losgerissen und trieben führerlos im Hafenbecken.

+++ 21:38 Uhr: IAEO in voller Alarmbereitschaft +++

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEO ist wegen der Lage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi in voller Alarmbereitschaft. Man sei weiterhin in Verbindung mit den japanischen Behörden und beobachte die Situation genau, teilte die UN-Behörde in Wien mit. Japanische Behörden hätten die IAEO informiert, dass das Erdbeben die Stromversorgung von Fukushima-Daiichi gekappt habe. Die für die Notversorgung des Reaktor-Kühlsystems gedachten Diesel-Generatoren habe der anschließende Tsunami zerstört. Man bemühe sich momentan, diese zu reparieren. Die Behörden hätten für Fukushima-Daiichi den nuklearen Notfall ausgerufen. Bisher sei aber keine Radioaktivität ausgetreten, so die IAEO.

+++ 21:11 Uhr: Tsunami erreicht Neuseeland +++

Die Tsunami-Welle im Pazifik hat die Nordküste von Neuseeland erreicht. Dort wurde ein um 15 bis 20 Zentimeter höherer Wasserstand gemessen. Der Zivilschutz teilte mit, das Wasser könne an einigen Orten um bis zu einen Meter steigen. Die Menschen sollten sich von den Stränden fernhalten. Evakuierungen waren jedoch nicht vorgesehen. Das Erdbeben in Japan hatte die Flutwelle ausgelöst.

+++ 20:38 Uhr: Mehr als acht Millionen ohne Strom +++

Die erste Nacht nach dem schwersten Erdbeben in der Geschichte Japans haben Millionen Menschen in völliger Dunkelheit verbracht. Mehr als acht Millionen Haushalte hatten weder Strom noch Telefon, in hunderttausenden weiteren fielen auch Gas und Wasser aus, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. In Tokio saßen rund eine Million Pendler fest, nachdem die U-Bahn wegen des Bebens ihren Betrieb eingestellt hatte. Da die Menschen nicht nach Hause zurückkehren konnten, deckten sie sich in den Geschäften mit Essen und Trinken ein.

+++ 20:33 Uhr: Schweres Nachbeben erschüttert Japan +++

Nach dem schwersten je in Japan gemessenen Erdbeben haben weitere starke Nachbeben die Menschen auch am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) in Atem gehalten. In der Provinz Nagano erschütterte ein Beben der Stärke 6,6 um 3.59 Uhr die Erde. Eine Warnung vor Tsunami gaben die Behörden aber nicht aus. Die Region liegt weit von der Gegend entfernt, die am Vortag von einem Erdbeben der Stärke 8,8 heimgesucht worden war.

+++ 20:08 Uhr: Röttgen besorgt über AKW-Sicherheit +++

Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat sich sehr besorgt über die Lage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi geäußert, in dem nach dem verheerenden Erdbeben die Kühlung ausgefallen ist. Wenn die Notstromversorgung, die die Kühlung der Reaktorblöcke aufrecht erhalten sollte, nicht wieder in Gang gebracht werde, müsse mit dem Schlimmsten gerechnet werden, sagte der Minister. Sollte Radioaktivität freigesetzt werden, dürfte die nach den vorliegenden Informationen aber zunächst über den Pazifik hinweg ziehen. Die radioaktive Strahlung würde dann nicht über dem japanischen Festland niederkommen, sondern südöstlich auf den Pazifik hinaustreiben.

+++ 19:43 Uhr: Minister: Austritt von Radioaktivität möglich +++

Nach den Worten des japanischen Industrie- und Handelsministers ist ein geringfügiger Austritt radioaktiven Materials aus der Anlage in der Provinz Fukushima nicht ausgeschlossen. Es werde erwogen, radioaktiven Dampf abzulassen, um den Druck in einem Reaktor zu senken, berichteten japanische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den Minister Banri Kaieda. Die Nachrichtenagentur Kyodo hatte zuvor einen Anstieg des Drucks in einem Reaktor der Anlage Fukushima gemeldet.

+++ 19:30 Uhr: Warnungen vor weiteren Tsunamis +++

Die japanische Regierung hat vor weiteren Tsunamis gewarnt. Das meldete der Fernsehsender NHK.

+++ 19:24 Uhr: Japan bitte EU um Hilfe +++

Die japanische Regierung hat die Europäische Union offiziell um Katastrophenhilfe nach dem Jahrhundert-Erdbeben gebeten. Die Regierung in Tokio brauche vordringlich Such- und Rettungstrupps, vor allem Suchhunde zum Aufspüren von Verschütteten, teilte die EU-Kommission mit. Zugleich aktivierte die EU-Kommission den sogenannten "Zivilschutzmechanismus". Dies bedeutet, dass sie für 31 Staaten (die 27 EU-Länder sowie Island, Kroatien, Liechtenstein und Norwegen) die Hilfeleistungen koordiniert. Damit soll verhindert werden, dass sich Hilfen überschneiden oder vorhandene Fähigkeiten ungenutzt bleiben. Japan sei zwar eines jener wenigen Länder, die besonders gut auf Katastrophen vorbereitet seien. "Aber alleine die Größenordnung dieses Erdbebens und dieses Tsunamis bedeuten, dass internationale Hilfe nötig ist", heißt es in einer Erklärung der für Katastrophenhilfe zuständigen EU-Kommissarin Kristalina Georgiewa. "Wir reagieren auf das Hilfsersuchen aus Japan so rasch wie möglich."

+++ 19:16 Uhr: Tsunami erreicht Mexiko +++

Der durch den Pazifik rollende Tsunami hat die Küste Mexikos erreicht. Wellen mit einer Höhe von einem halben Meter schlugen an der mexikanischen Pazifikküste auf, wie das örtliche Überwachungszentrum mitteilte. Es wurde mit noch weitaus höheren Wellen gerechnet. Auch die Westküste der USA erreichten zwölf Stunden nach dem Beben erste Tsunami-Wellen. Schäden habe es aber nicht gegeben, teilten die Behörden im US-Bundesstaat Oregon mit. In Kalifornien ordneten die Behörden die Evakuierung mehrerer Küstengebiete an, hunderte Menschen waren betroffen.

+++ 18:55 Uhr: Merkel sagt Hilfe zu +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Japan die Hilfe Deutschlands zugesagt. "Wir sind bereit, alle uns mögliche Hilfe zu leisten", sagte Merkel nach einem EU-Gipfel in Brüssel. "Deutschland wird alles dafür tun, nicht nur in den nächsten Tagen, sondern sicherlich auch längerfristig am Wiederaufbau mitzuarbeiten." Es gebe viele Tote zu beklagen und das gesamte Ausmaß der Katastrophe werde sicherlich erst in den kommenden Stunden sichtbar. "Wir können uns von dem menschlichen Leid überhaupt noch kein ganz klares Bild machen und die Zerstörung ist so gewaltig, dass sicherlich viele Kräfte für den Wiederaufbau gebraucht werden", sagte die Kanzlerin. Deutschland habe bereits Experten des Technischen Hilfswerks (THW) in das asiatische Land entsandt. "Japan soll wissen, dass Deutschland in dieser schwierigen Stunde an seiner Seite steht."

+++ 18:53 Uhr: Vereinigte Staaten entsenden Flugzeugträger +++

Die USA schicken unter anderem einen Flugzeugträger nach Japan, um die Hilfsmaßnahmen nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami zu unterstützen. Das teilte Präsident Barack Obama mit. Obama hatte am Morgen auch mit dem japanischen Regierungschef Naoto Kan telefoniert. Erneut sprach der US-Präsident dem japanischen Volk sein Beileid aus und nannte Japan einen der "stärksten und engsten" Verbündeten der USA. Zur Tsunami-Gefahr für die US-Westküste sagte Obama, bisher gebe es keine Berichte über irgendwelche größeren Schäden, "aber wir nehmen das sehr ernst", sagte er.

+++ 18:51 Uhr: UN bietet Hilfe an +++

Die Vereinten Nationen haben Japan nach dem schweren Erdbeben die sofortige Hilfe eines Expertenteams angeboten. "Ein Einschätzungs- und Koordinierungsteam steht bereit und könnte sofort zum Einsatz kommen", sagte ein UN-Sprecher am Freitag in New York. Die Männer und Frauen seien ausgebildet, die Lage rasch einzuschätzen und die Arbeit internationaler Hilfsteams zu steuern.

Nach UN-Angaben stehen Dutzende Teams von internationalen Organisationen bereit, um sofort zu helfen. Die Experten des UN-Nothilfebüros stünden in engem Kontakt mit ihren japanischen Partnern. Am Freitagabend deutscher Zeit hatte es allerdings aus Tokio noch kein Ersuchen gegeben. Die UN-Teams werden erst auf Anforderung der jeweiligen Staaten aktiv.

Sehen Sie hier, wie ein Atomkraftwerk funktioniert

+++ 18:35: Druck im AKW Fukushima steigt +++

Als Folge des verheerenden Erdbebens in Japan steigt der Druck in einem Reaktor des Atomkraftwerks Fukushima Daiichi. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Betreiberfirma Tokyo Electric Power Co. Im Turbinenhaus des Kraftwerks steige die Strahlung. Tepco versuche, den Druck zu verringern, hieß es in einer Meldung der Agentur Jiji. Dabei könnte auch Strahlung nach außen gelangen, so die Wirtschaftszeitung "Nikkei".

+++18.22 Uhr: Zweiter Zug vermisst+++

Die Nachrichtenagentur Jiji meldet, dass nach dem verheerenden Erdbeben ein zweiter Zug vermisst wird. Wie viele Passagiere sich in den Waggons befunden haben, ist nicht bekannt.

+++18.15 Uhr: Opferzahl steigt von Minute zu Minute+++

Die Zahl der Opfer steigt nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo von Minute zu Minute. Laut einer ersten Zwischenbilanz der Polizei gebe es bislang mehr als 330 bestätigte Todesopfer. Mehr als 530 Menschen würden noch vermisst, 630 wurden bei dem Beben und dem anschließenden Tsunami verletzt.

+++ 17.58 Uhr: Vermutlich über 1000 Tote +++

Bei dem verheerenden Erdbeben in Japan und dem anschließenden Tsunami sind wahrscheinlich mehr als tausend Menschen ums Leben gekommen. Das meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

+++ 17.30 Uhr: Deutschland schickt 40 Helfer nach Japan +++

Die Bundesregierung will ein 40-köpfiges Rettungsteam des Technischen Hilfswerks zur Ortung und Rettung von Tsunami-Opfern nach Japan beordern. Das erfuhr die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Samstagausgabe) aus Regierungskreisen. Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) kündigte rasche Hilfen für weitere betroffene Länder an, sollten diese ein entsprechendes Gesuch an das Ministerium richten. "Sofern Partnerländer betroffen sind, wird das Ministerium alles Nötige in die Wege leiten, um schnellstmöglich helfen zu können", sagte Niebel der Zeitung.

+++ Situation in AKW Fukushima soll sich bald normalisieren +++

In Japan wird sich die Situation im Atomkraftwerk Fukushima N°1 nach Medienangaben bald wieder normalisieren. Nachdem in dem Reaktor im Norden von Tokio das Kühlwasser auf einen beunruhigend niedrigen Stand abgesunken war, sei ein Lastwagen mit dem notwendigen Gerät eingetroffen, um das Problem zu beheben, berichtete die Nachrichtenagentur Jiji. Obwohl keine Radioaktivität ausgetreten sei, hätten sich Spezialisten der Armee in speziellen Schutzanzügen vor Ort begeben, um die Lage zu überprüfen.

+++ 17 Uhr: Tsunami erreicht US-Westküste +++

Der Tsunami erreicht die amerikanische Westküste. Die ersten Wellen treffen an der Stränden des US-Bundesstaates Oregon ein, berichtete der Radiosender KCBS. Für die gesamte Westküste war schon in der Nacht eine Tsunami-Warnung ausgerufen worden. Die Behörden warnten vor Wellen bis zu einer Höhe von zwei Metern.

+++ 16.54 Uhr: "Japan muss sich auf Nachbeben einstellen +++

Japan muss sich auf weitere Erdstöße einstellen. "Mit Nachbeben ist auf alle Fälle zu rechnen", sagte der Seismologe Rainer Kind vom Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam. Diese würden allerdings nicht die gleiche Stärke erreichen wie das große Hauptbeben. Kind betonte, wie selten solche Beben sind. Erdstöße der Stärke 9 fänden etwa einmal in zehn Jahren statt.

+++ 16.32 Uhr: Dammbruch im Bezirk Fukushima +++

Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet von einem Dammbruch im Bezirk Fukushima. Häuser würden von den Fluten weggerissen.

+++ 16.30 Uhr: Deutschland schickt erste Helfer nach Japan +++

Die Bundesregierung schickt erste Helfer nach Japan. Vier Experten des Technischen Hilfswerks (THW) seien bereits unterwegs nach Tokio, teilte das Auswärtige Amt mit. Die Fachleute sollten die Arbeit der Botschaft unterstützen sowie Möglichkeiten für den Einsatz in Japan prüfen. In Deutschland seien Mannschaften des THW für den Einsatz in Japan mobilisiert worden. Sie stünden sofort bereit, falls die japanische Regierung um Hilfe bitten sollte, erklärte das Auswärtige Amt.

+++ 15.54 Uhr: Feuer in Stahlwerk +++

Feuer im Stahlwerk Kashima von Sumitomo Metal Industries, meldet die Agentur Jiji.

+++ 15.39 Uhr: Weitflächige Brände nahe des Epizentrums +++

Weitflächige Brände sind in der japanischen Stadt Kesennuma in der nordöstlichen Provinz Miyagi ausgebrochen. Hubschrauber des japanischen Militärs zeigten am späten Abend Feuer in weiten Teilen der Stadt, die nahe des Epizentrums liegt.

+++ 15.35 Uhr: In AKW droht Kernschmelze +++

Das Notkühlsystem des Atomkraftwerks Fukushima läuft nach japanischen Informationen nur noch im Batteriebetrieb. Diese lieferten nur noch Energie für wenige Stunden, erklärte die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln unter Verweis auf japanische Angaben. "Im allerschlimmsten Fall droht dann eine Kernschmelze", sagte GRS-Sprecher Sven Dokter. Was genau passieren könne, sei aber aufgrund der unklaren Lage noch nicht zu beurteilen. Die japanische Regierung ließ vorsichtshalber tausende Menschen aus der Region evakuieren. Gegenwärtig sind in Japan 54 Reaktoren an 16 verschiedenen Standorten am Netz.

+++ 15.29 Uhr: Rückversicherer schätzen Kosten auf 1,4 Mrd. Euro +++

Auf die europäischen Rückversicherer kommen nach Einschätzung von Experten durch den Tsunami in Japan Kosten in Höhe von bis zu 1,4 Milliarden Euro zu. Die Schätzungen, die zwischen einer und zwei Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) lägen, seien aber noch "sehr vorläufig", teilte die Investmentbank JPMorgan Cazenove in Paris mit.

+++ 15.10 Uhr: Keine Zerstörung auf Hawaii +++

Die Ausläufer der Tsunami-Flutwellen haben die Küste des US-Bundesstaats Hawaii erreicht. Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum registrierte um 03.24 Uhr (Ortszeit, 14.24 Uhr MEZ) die Ankunft der Flutwellen in Waianae Harbor, kurze Zeit später waren sie auch am beliebten Strand von Waikiki zu sehen. Die Wellen waren mit bloßen Auge erkennbar, sie hatten aber keine zerstörerische Kraft. Nach Behördenangaben erreichten sie eine Höhe von 50 bis 70 Zentimeter. Über Nacht hatten die Behörden Menschen aus den unmittelbaren Küstenregionen in Sicherheit gebracht. Die Polizei sperrte Straßen in Richtung Küste ab.

+++ 15.04 Uhr: Flughafen Narita wieder geöffnet +++

Der Flughafen Narita in Tokio ist nach Angaben von Lufthansa wieder geöffnet. Der Airport sei bis etwa 14.00 Uhr MEZ geschlossen gewesen, erklärt eine Sprecherin.

+++ 14.56 Uhr Erdölfabrik explodiert +++

In einer Erdölfabrik im Nordosten des Landes hat sich eine heftige Explosion ereignet. Der Vorfall habe sich in einer großen Anlage in Shiogama, einem Vorort der Hafenstadt Sendai, ereignet, berichten japanische Medien unter Berufung auf die Polizei. Im Fernsehen war zu sehen, wie riesige Flammen über der Fabrik hochschlugen.

+++ 14.37 Uhr: Kalifornien droht Zwei-Meter-Tsunami +++

In Kalifornien erwarten die Behörden als Folge des schweren Erdbebens einen bis zu zwei Meter hohen Tsunami. Am stärksten werde er vermutlich in der Nähe von Crescent City im Norden des US-Bundesstaates ausfallen, sagt ein Sprecher des kalifornischen Katastrophenschutzes. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es zu einigen Evakuierungen komme.

+++ 14.33 Uhr: Hunderte Menschen kommen ums Leben +++

Hunderte Menschen sind ums Leben gekommen. Allein in der von einer Flutwelle heimgesuchten Stadt Sendai im Nordosten des Landes seien 200 bis 300 Leichen an einem Strand gefunden worden, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji. Zuvor hatte der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NHK von mindestens 90 Todesopfern gesprochen.

+++ 14.21 Uhr: Hilforganisationen bereiten Einsätze vor +++

Hilfsorganisationen bereiten sich auf mögliche Einsätze vor. Von den Vereinten Nationen (UN) stünden 62 Katastrophenteams in Alarmbereitschaft, sagt die Sprecherin des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Einsätze (OCHA), Elisabeth Byrs in Genf. Der Verband der Rotkreuzgesellschaften (IFRC) hat nach eigenen Angaben bereits Hilfteams nach Japan entsandt. Weitere Teams stünden für mögliche weitere Einsätze bereit.

+++ 14.21 Uhr: Mindestens 90 Tote +++

Nach Medienangaben sind mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete am Freitag der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NHK. Die Polizei hatte zuvor mitgeteilt, nach vorläufigem Stand gebe es 60 Tote, 56 Vermisste und 241 Verletzte.

+++ 14.07 Uhr: Japan bittet USA um Streitkräfte +++

Japan hat die USA um Einsatz der im Land stationierten US-Streitkräfte gebeten, um bei den Noteinsätzen in Folge des verheerenden Erdbebens zu helfen. Das teilte der neue Außenminister Takeaki Matsumoto mit.

+++ 14.00 Uhr: Mindestens 60 Tote +++

Mindestens 60 Menschen sind bei der Katastrophe ums Leben gekommen, wahrscheinlich sind es aber erheblich mehr. Die Zahl der Opfer steigt ständig.

+++ 13.51 Uhr: Feuer in AKW gelöscht +++

Das Feuer im japanischen Atomkraftwerk Onagawa in der Provinz Miyagi ist nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA gelöscht. Dies habe die japanische Atomsicherheitsbehörde NISA der IAEA mitgeteilt, gab die UN-Behörde in Wien bekannt. Nach Angaben der japanischen Behörden ist nach dem Erdbeben keine ausgetretene Radioaktivität gemessen worden, so die IAEA.

+++ 13.34 Uhr: Gebiet um AKW wird evakuiert +++

Nach dem schweren Beben vor der Küste Japans sind rund 2000 Anwohner einer Atomanlage aufgefordert worden, das Gebiet zu verlassen. Wie die örtlichen Behörden am Freitag mitteilten, sollte das Gebiet um eine Atomanlage in der nordöstlichen Präfektur Fukushima im Umkreis von drei Kilometern evakuiert werden. Wegen des Bebens hatten sich nach Angaben der Regierung in Tokio elf japanische Atomkraftwerke automatisch abgeschaltet.

+++ 13.30 Uhr: 700 Flüge aus Japan gestrichen +++

Mehr als 700 Flüge von Japan aus wurden nach Angaben des Transportministeriums gestrichen. 13.000 Passagiere sind laut der Agentur Kyodo am Tokioter Flughafen Narita gestrandet, 10.000 am Flughafen Haneda.

+++ 13.20 Uhr: Kernphysiker warnt vor radioaktiver Verstrahlung +++

Nach dem Erdbeben in Japan hat ein Kernphysiker der Umweltschutzorganisation Greenpeace vor dem Risiko einer radioaktiven Verstrahlung gewarnt. Auch nach der Abschaltung von Reaktoren bestehe aufgrund der nicht steuerbaren Nachwärme eine hohe Gefahr, sagte Heinz Smital. "Selbst ein abgeschaltetes Atomkraftwerk kann noch zum Super-GAU führen." "Im Moment schätze ich die Gefahr schon sehr hoch ein, weil das Erdbeben eine sehr, sehr hohe Energie hat und dort eine sehr dichte Anzahl von Atomkraftwerken ist", sagte Smital. Die Anlagen könnten von der Flutwelle und den Erschütterungen erheblich beeinträchtigt worden sein.

+++ 13.17 Uhr: Zug nach dem Tsunami vermisst +++

Nach dem Tsunami wird in der japanischen Küstenregion Miyagi ein Zug vermisst, wie die Agentur Kyodo berichtet.

+++ 13.08 Uhr: Taiwan gibt Tsunami-Entwarnung +++

Nach dem schweren Erdbeben in Japan ist der befürchtete Tsunami in Taiwan ausgeblieben. Die Wellen seien klein geblieben und hätten keine Schäden angerichtet, berichtete die taiwanesische Nachrichtenagentur CNA. Der Tsunami-Alarm wurde wieder aufgehoben.

+++ 12.58 Uhr: Tsunami reißt Schiff mit sich +++

Ein Schiff mit rund 100 Personen an Bord ist vom Tsunami fortgespült worden. Das berichtete laut der Agentur Kyodo die Polizei in der schwer betroffenen Provinz Miyagi. Über das Schicksal der Menschen war zunächst nichts bekannt.

+++ 12.53 Uhr: Wissenschaftler erwarten über Monate Nachbeben +++

Nach dem gewaltigen Erdbeben in Japan kann es dort noch über Monate schwere Nachbeben geben. Darauf haben Wissenschaftler vom Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam hingewiesen. Die Erschütterungen könnten auch in Monaten noch sehr stark sein und eine Magnitude von 7 oder 8 erreichen, sagte der Geophysiker Prof. Rainer Kind. Durch das Erdbeben hätten sich gewaltige Wassermassen in alle Richtungen in Bewegung gesetzt. "Sie verbreiten sich als Tsunami-Welle mit der Geschwindigkeit eines Passagierflugzeugs", so Kind.

+++ 12.44 Uhr: 97 Brände gemeldet +++

Das japanische Innenministerium erklärte nach Angaben des Senders NHK, in Städten und Präfekturen seien mindestens 97 Brände gemeldet worden.

+++ 12.38 Uhr: Soma von Sieben-Meter-Tsunami überrollt +++

Der Japanische Wetterdienst teilte mit, dass in der Stadt Soma im Nordosten ein Tsunami mit einer Wellenhöhe von mehr als 7,3 Metern gemessen wurde. Zuvor hatte eine Flutwelle von etwa 10 Metern die Küste rund um Sendai getroffen, das Epizentrum des Bebens lag 130 Kilometer östlich der Hafenstadt. Die Regierung der Metropolregion Tokio erklärte, dass sie 19 ihrer Fluttore geschlossen hat, um sich auf einen möglichen Tsunami vorzubereiten.

+++ 12.36 Uhr: Eiskunstlauf-WM in Tokio soll stattfinden +++

Die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Tokio sollen trotz des heftigen Erdbebens vom Freitag wie geplant stattfinden. Nach ersten Informationen von Augenzeugen ist die Wettkampfhalle, das Yoyogi Stadium, unbeschädigt.

+++ 12.31 Uhr: Mindestens 44 Todesopfer +++

Japans Fernsehsender NHK berichtet, bislang seien 44 Todesopfer durch das Beben und den Tsunami bestätigt worden. Zahlreiche Menschen würden vermisst.

+++ 11.46 Uhr: Kein Leck in Reaktoren +++

Nach Angaben der japanischen Regierung gibt es kein Leck in den Atomreaktoren von Fukushima Daiichi .

+++ 11.42 Uhr: Merkel bietet Hilfe an +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Japans Premierminister Naoto Kan deutsche Hilfe bei der Bewältigung der Folgen des katastrophalen Erdbebens angeboten. Sie schrieb Kan nach Angaben des stellvertretenden Regierungssprechers Christoph Steegmans am Freitag, sie habe mit Bestürzung die Nachricht von dem Erdbeben aufgenommen. Die Kanzlerin sprach den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus und wünschte den Verletzten schnelle Genesung. "Seien Sie versichert, dass Deutschland in diesen tragischen Stunden an der Seite von Japan steht und zu Hilfen bereit ist", schrieb die Kanzlerin. Noch liegt allerdings nach Regierungsangaben keine Bitte um Hilfe aus Japan vor. Von deutschen Opfern durch die Katastrophe ist dem Auswärtigen Amt bislang nichts bekannt.

+++ 11.28 Uhr: Daimler-Beschäftigte außer Gefahr +++

Das schwere Erdbeben in Japan ist für die Beschäftigten des Autobauers Daimler und seiner Nutzfahrzeugtochter Fuso bislang glimpflich verlaufen. "In Tokio und Kawasaki sind nach bisherigen Erkenntnissen keine Mitarbeiter zu Schaden gekommen", sagte ein Daimler-Sprecher am Freitag in Stuttgart. "In Kawasaki gibt es nur leichte Gebäudeschäden", fügte er hinzu. Der Lkw- und Bushersteller Mitsubishi Fuso beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiter, Daimler hält rund 89 Prozent des Kapitals.

+++ 11.28 Uhr: Experte: Katastrophe verheerend wie 2004 +++

Das Erdbeben in Japan hat Experten zufolge ähnliche Ausmaße wie das verheerende indonesische Beben im Dezember 2004. Es sei zwar nicht ganz so groß, aber in derselben "Preisklasse", sagt der Seismologe Michael Weber vom Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) am Freitag in Potsdam. "Ein Beben, das in dieser Region alle paar hundert Jahre passiert", sagt Weber.

+++ 11.01 Uhr: Viele Unternehmen stellen Produktion ein +++

Bei dem verheerenden Erdbeben in Japan gibt es in zwei Fabriken Explosionen. Zahlreiche Industrieunternehmen der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt müssen die Produktion einstellen. Nachbeben halten die Menschen weiter in Atem.

+++ 10.58 Uhr: Tsunami-Warnung für 20 Länder +++

Nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN gibt es eine Tsunami-Warnung für 20 Länder. In den USA gelte die Warnung für Hawaii und die Westküste.

+++ 10.52 Uhr: Südkorea sagt schnelle Hilfe zu +++

Südkorea sagt schnelle Hilfe für Japan zu. Die Regierung wolle "jede mögliche Unterstützung leisten", sagt ein Sprecher des Außenministeriums in Seoul am Freitag.

+++ 10.47 Uhr: IAEA: Vier AKW sicher abgeschaltet" +++

Laut der UN-Atomenergiebehörde IAEA sind die vier Kernkraftwerke, die dem Epizentrum am nächsten liegen, sicher abgeschaltet.

+++ 10.37 Uhr: Feuer in Atomkraftwerk +++

Im Atomkraftwerk Onagawa der Firma Tohuko Elec ist ein Feuer ausgebrochen, wie die Agentur Kyodo meldet. Der Brandherd befinde sich in einem Turbinengebäude des Atomkraftwerks von Onagawa.

+++ 10.32 Uhr: Behörden: "Kühlsysteme der AKW intakt"

Die Kühlsysteme der Atomkraftwerke in der Region Fukushima sind nach Behördenangaben intakt, wie die Agentur Jiji meldet. Jiji zufolge ist keine Radioaktivität freigeworden.

+++ 10:38 Uhr: US-Behörden warnen vor Flutwelle +++

Die Behörden an der Westküste der USA warnten die Bewohner vor einer Flutwelle, die in etwa sechs Stunden eintreffen könnte. In Neah Bay im US-Staat Washington wird die Welle um 7.18 Uhr Ortszeit (16.18 Uhr MEZ) erwartet. Allerdings sei die erste Welle nicht unbedingt die stärkste, erklärte das Tsunami-Warnzentrum für die Westküste und Alaska.

+++ 10:24 Uhr: Kühlsystem in AKW fällt aus +++

Agentur Jiji meldet, dass im AKW Tepco Fukushima Daiichi das Kühlsystem ausgefallen ist.

+++ 10:23 Uhr: Sondereinheit für atomaren Notfall +++

Japans Ministerpräsident Kan schafft eine Sondereinheit zum Schutz von Anwohnern im atomaren Notfall, wie der Sender NHK berichtet.

+++ 10.10 Uhr: "Abnormaler Zustand in Atomkraftwerken +++

In den Atomkraftwerken in der Präfektur Fukushima an der schwer betroffenen nordostjapanischen Küste wird der Alarm "abnormaler Zustand" gegeben, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Einzelheiten werden zunächst nicht bekannt. Zuvor hatte der Ministerpräsident in Tokio gesagt, es gebe bislang keine Probleme mit den Atomreaktoren.

+++ 9.57 Uhr: Evakuierungen auf Hokkaido angeordnet +++

Auf der nordjapanischen Insel Hokkaido wurden Evakuierungen angeordnet. Die Menschen wurden aufgefordert, sich wegen anhaltender Nachbeben auf öffentlichen Plätzen in Sicherheit zu bringen, um nicht von Trümmern getroffen zu werden

+++ 9.54 Uhr: 18 Nachbeben registriert +++

Insgesamt 18 Nachbeben sind nach amerikanischen Medienberichten nach dem schweren Erdbeben der Stärke 8,9 in Japan registriert worden.

+++ 9.36 Uhr: Tsunami-Warnung für ganzen Pazifik-Raum +++

Tsunami-Warnung wird auf kompletten Pazifik-Raum ausgeweitet, außer auf Kanada und das US-Festland, wie die Wetterbehörden mitteilten

+++ 9.34 Uhr: 50 Feuer ausgebrochen +++

Nach Regierungsangaben sind im Nordosten Japans rund 50 Feuer ausgebrochen.

+++ 9.27 Uhr: Regierungschef: "Keine Schäden an Atomanlagen" +++

Japans Regierungschef Naoto Kan teilt mit, dass bei keiner der Atomanlagen des Landes nach dem Beben ein Austritt von atomarem Material festgestellt worden sei. Er ruft die Bewohner des Landes auf, ruhig zu bleiben und sich über die Medien über die Lage zu informieren. Ein Regierungssprecher in Tokio sagt, das Beben könnte "beachtliche Schäden" angerichtet haben.

+++ 9.27 Uhr: Erdbeben löst Großbrand in Raffinerie aus +++

Das schwere Beben in Japan hat offenbar einen Großbrand in einer Raffinerie ausgelöst. Der Industriekomplex in der Stadt Iichihara im Großraum Tokio stand am Freitag in Flammen, wie im japanischen Fernsehen zu sehen war. Die Anlage wird von dem japanischen Erdölkonzern Cosmo Oil betrieben.

+++ 9.18 Uhr: Tsunami-Angst in Russland +++

Die Behörden bringen im äußersten Osten Russlands mehr als 10.000 Menschen wegen eines drohenden Tsunamis in Sicherheit. Auf der Inselgruppe der Südkurilen sowie auf der Insel Sachalin werden mehrere Siedlungen in Ufernähe evakuiert.

+++ 8.53 Uhr: Feuer bricht in Tokio aus +++

In der Hauptstadt Tokio bricht an 14 Orten Feuer aus. Das meldet die Agentur Kyodo.

+++ 8.36 Uhr: Tsunami-Warnung für Indonesien +++

Indonesien gibt nach dem Beben in Japan eine Tsunami-Warnung heraus.

+++ 8.36 Uhr: Starkes Nachbeben erschüttert Norden +++

Ein starkes Nachbeben erschüttert den Norden Japans.

+++ 8.30 Uhr: Tsunami-Warnung für Taiwan +++

Die taiwanischen Behörden geben nach dem Beben in Japan eine Tsunami-Warnung für die Nord- und Ostküste heraus.

+++ 8:27 Uhr: Zehn-Meter-Tsunami trifft Ostküste +++

Eine zehn Meter hoher Tsunami trifft den Hafen der japanischen Stadt Sendai an der Ostküste Japans. Das berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Die Landebahn des Flughafens von Sendai sei überschwemmt worden, berichtet die Flughafenbehörde.

+++ 08.22 Uhr: Westerwelle sichert Unterstützung zu +++

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) drückt Japan seine Anteilnahme aus und sichert Unterstützung zu. "Wenn Hilfe erforderlich sein sollte, werden wir Deutschen natürlich unserem Partnerland Japan zu Hilfe kommen", sagt er im ZDF-"Morgenmagazin". Bisher seien allerdings noch keine Hilfsappelle eingegangen.

+++ 8.11 Uhr: Zehn-Meter-Tsunami trifft Norden Japans +++

Ein Zehn-Meter-Tsunami trifft den Hafen von Sendai im Norden. Die westjapanische Präfektur Wakayama fordert rund 20.000 Menschen auf, sich in Sicherheit zu bringen.

+++ 8.07 Uhr: in Tokio fällt der Strom aus +++

Nach dem Beben sind vier Millionen Menschen im Großraum Tokio von Stromausfall betroffen.

+++ 7.58 Uhr: Tsunami reißt Häuser mit +++

Ein Tsunami spült Häuser und Land fort, wie auf Fernsehbildern zu sehen ist.

+++ 7.50 Uhr: Züge fahren nicht mehr +++

Die Nahverkehrszüge sowie die U-Bahn in Tokio stellen den Betrieb ein.

+++ 7.38 Uhr: Erdrutsche verschütten Menschen +++

Mehrere Menschen im Norden des Landes werden durch Erdrutsche verschüttet.

+++ 7.32 Uhr: Warnung vor Zehn-Meter-Tsunami +++

Eine Tsunami-Warnung von zehn Metern wird auf die größten Teile der Honshu-Küste ausgeweitet.

+++ 7.30 Uhr: Erdbebenwarte stuft Beben auf 8,8 herauf +++

Die US-Erdbebenwarte stuft das Beben auf eine Stärke von 8,8 herauf.

+++ 7.26 Uhr: Vier-Meter-Tsunami überrollt Küste +++

Ein Vier-Meter-Tsunami trifft auf die japanische Pazifikküste.

+++ 7.19 Uhr: Flughafen Narita wird geschlossen +++

Die Nachrichtenagentur Kyodo meldet, dass der Tokioter Flughafen Narita geschlossen wurde

+++ 7.17 Uhr: Verletzte bei Erdbeben +++

Der Sender NHK meldet, dass es im Norden Japans bei dem Beben viele Verletzte gegeben hat.

+++ 6.54 Uhr: Starkes Erdbeben erschüttert Japan +++

Ein starkes Erdbeben erschüttert weite Teile Japans. Zahlreiche Bewohner Tokios laufen in Panik auf die Straße. Die Behörden geben umgehend eine Tsunami-Warnung aus.

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