Mehr als zwei Jahre lang lebte Gina-Lisa Lohfink (39) mit den schmerzhaften Folgen einer missglückten Schönheitsoperation. Jetzt hat ein Schweizer Chirurg die Reality-TV-Bekanntheit von ihrem Leiden erlöst - zumindest teilweise.
Lohfink hatte sich im Sommer 2023 in der Türkei einem sogenannten Brazilian Butt Lift unterzogen. Bei diesem Eingriff wird Eigenfett abgesaugt und ins Gesäß injiziert. Doch bereits kurz nach der Operation verschlechterte sich ihr Zustand. Im Gesäß hatten sich alte Filler, Entzündungen, Eiter und verunreinigtes Material angesammelt. Teils war das Material sogar bis in den Oberschenkel gerutscht, wie Lohfink der "Bild"-Zeitung berichtet. "Da war so viel Dreck drin. So viel altes Zeug", erklärt die einstige "Germany's next Topmodel"-Kandidatin.
"Ich bin noch am Leben"
Jetzt griff Dr. Andreas Dorow in Zürich ein. Der Chirurg, der bereits Prominente wie Carmen Geiss (60) und Iris Klein (58) operiert hat, nahm sich des schwierigen Falls an - obwohl Kollegen ihn vor diesem "Albtraum-Fall" gewarnt hätten, weil sich der Eingriff nicht lohne. Doch der Mediziner habe Lohfink helfen wollen, erklärt er dem Blatt. Die dreistündige Operation kostete rund 9.000 Euro.
Lohfink selbst zeigt sich nach dem Eingriff erleichtert. "Er hat mir mein altes Leben zurückgegeben. Die Hälfte vom Schmerz ist weg. Auch diese ständige Angst. Ich bin noch am Leben. Unkraut vergeht nicht", so der Realitystar. Bisher konnte allerdings nur eine Körperseite behandelt werden. Die Operation an der zweiten Seite steht in einigen Wochen an.
Auf ihrem Instagram-Account bedankte sich Lohfink auch noch mal bei den behandelnden Ärzten. "Ein wichtiger Abschnitt liegt hinter mir. Auch wenn erst ein Teil des Weges geschafft ist, bin ich sehr froh, wie alles verlaufen ist", schrieb sie dort. Die "Promis unter Palmen"-Teilnehmerin wolle jetzt "mit neuer Kraft, Vertrauen und viel Dankbarkeit" nach vorne blicken.
OP-Pfusch in der Türkei
Schon im Februar 2024 hatte Lohfink gegenüber "Bild" über die dramatischen Umstände nach der Operation in der Türkei gesprochen. "Ich hatte solche Schmerzen nach dem Eingriff, das kann man sich nicht vorstellen. Es war schrecklich. Eine Woche lag ich mit 40 Fieber in der Türkei und bin fast gestorben. So viel Angst hatte ich noch nie", schilderte sie damals. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland habe sie wochenlang Infusionen bekommen, aber trotzdem weiterhin Schmerzen gehabt.
Der Brazilian Butt Lift gehört zu den riskantesten Schönheitsoperationen überhaupt, da er zu einer sogenannten Fett-Embolie mit Hirnschlag oder Herzinfarkt als Folge führen kann. Zudem warnt die Vereinigung der deutschen ästhetisch-plastischen Chirurgen ausdrücklich vor Eingriffen im Ausland.