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Anschlag in Boston: Feuerwehr setzt 50.000 Dollar Belohnung aus

Die Bomben waren wohl in Kochtöpfen deponiert, ein zweites Todesopfer ist identifiziert und der Vater des toten Jungen meldet sich zu Wort - ein Rückblick auf den Tag im stern.de-Newsticker.

+++ 21.45 Uhr: Feuerwehrleute setzen Belohnung aus +++

Für Hinweise, die helfen, den oder die Attentäter zu finden, setzt die Feuerwehr 50.000 Dollar Belohnung aus. Sie richtet außerdem einen Fonds für die Opfer der Bombenexplosionen ein.

+++ 21.32 Uhr: Vater des toten Jungen spricht +++

Nach dem Tod seines achtjährigen Sohns meldet sich zum ersten Mal der trauernde Vater zu Wort: "Mein geliebter Martin starb an seinen schweren Verletzungen infolge der Anschläge von Boston", sagt Bill Richard. Er bestätigt, dass auch seine Frau bei den Explosionen schwer verletzt wurde und seiner Tochter ein Bein amputiert werden musste. "Wir danken allen für ihr Mitgefühl und ihre Gebete", sagt Richards. Zugleich bittet er, die Privatsphäre seiner Familie zu achten: "Wir kämpfen weiterhin mit unserer Trauer."

+++ 21.05 Uhr: Zweites Todesopfer offenbar identifiziert +++

US-Medien melden, dass das zweite der drei Todesopfer identifiziert sei. Bei der Toten handelt es sich demnach um die 29 Jahre alte Krystle Campbell aus Massachusetts. Sie sei mit einer Freundin beim Marathonlauf gewesen, um deren Freund anzufeuern. "Sie war eine fröhliche, offene Person. Alle ihre Freunde liebten sie", sagte ihre Großmutter Lillian Campbell in einem CNN-Telefoninterview. Zuvor war bereits der achtjährige Martin Richard aus Dorchester, Massachusetts, als Opfer der Anschläge genannt worden.

+++ 18.47 Uhr: Bomben steckten in Dampfkochtöpfen +++

Die Bomben steckten nach CNN-Informationen in Dampfkochtöpfen. Die Behälter wiederum seien in schwarzen Rucksäcken verstaut gewesen, berichtet der Sender unter Berufung auf Ermittlerkreise. Bereits am Morgen gab es Berichte, dass nach einem dunkelhäutigen Mann gesucht werde, der mit zwei Rucksäcken gesehen worden sei. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür aber bislang nicht.

+++ 17.45 Uhr: Obama spricht von Terrorakt +++

US-Präsident Barack Obama bezeichnet das Blutbad von Boston als einen "Terrorakt". Man wisse aber noch nicht, wer genau dahinter stecke, sagt er im Weißen Haus. Auch er dankt den vielen Menschen, die nach den Anschlägen den Verwundeten geholfen haben. Er kündigt an, dass das FBI und Homeland Security alles unternehmen würden, um den oder die Täter zur Verantwortung zu ziehen.

+++ 17.35 Uhr: Wer ist der Mann auf dem Dach? +++

Während die Bostoner Polizei die Bürger eindringlich darum bittet, ihnen Fotos und Videos, die sie vor, während und nach dem Anschlag vom Tatort gemacht haben, zur Verfügung zu stellen, macht über Twitter ein Bild die Runde, das unmittelbar vor den Explosionen gemacht wurde. Es zeigt ein Gebäude, auf dessen Dach sich ein Mann bewegt. Wer oder was er da oben macht, ist unklar, sorgt aber für zahllose Spekulationen. Auch den Ermittlern ist das Foto bekannt, aber sie können oder wollen sich bisher nicht zu dem Unbekannten äußern.

+++ 16.49 Uhr: New York schickt Terrorspezialisten +++

Die Polizei in der US-Ostküstenstadt Boston wird nach den Bombenanschlägen von den in der Terrorabwehr erfahrenen New Yorker Kollegen unterstützt. "Wir haben Ermittler nach Boston geschickt, die dort mit den Behörden zusammenarbeiten sollen", sagt New Yorks Polizeichef Ray Kelly bei Bloomberg TV. Kelly leitete 1993 die Ermittlungen nach dem ersten Bombenanschlag auf das World Trade Center in New York.

+++ 16.32 Uhr: Mitbewohner des Verdächtigen glaubt an dessen Unschuld +++

Der Mitbewohner des saudi-arabischstämmigen Studenten, dessen Wohnung in der Nacht vom FBI durchsucht worden war, glaubt nicht an dessen Schuld. In einem Interview mit dem "Boston Globe" sagt er: "Ich glaube nicht, dass er dazu fähig wäre." Der Mitbewohner beschreibt den 20-Jährigen als einen bescheidenen Muslim und Fußballfan. Offenbar stammt er aus Medina. Der junge Mann war ins Visier der Polizei geraten, weil er sich bei dem Anschlag verdächtig benommen haben soll. Nach einer Befragung wurden jedoch keine Beschuldigungen gegen ihn erhoben.

+++ 15.55 Uhr: Polizei bestätigt zwei Sprengsätze +++

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Boston bedanken sich der Bürgermeister der Stadt, die Behörden und die Ermittler bei den zahllosen Menschen, die nach dem Anschlag den Verletzten geholfen haben. "Ob Läufer, Sanitäter, Krankenhäuser oder Streckenposten - sie alle verdienen unseren Dank", sagt Bürgermeister Thomas Menino. Das FBI gibt zudem bekannt, dass die Zahl der Verletzten bei mehr als 150 liege. Darüber hinaus weist es Gerüchte zurück, nach denen neben den beiden explodierten Bomben noch fünf weitere Sprengkörper gefunden worden seien. Es habe zwar weitere verdächtige Päckchen in der Gegend gegeben, aber keines von ihnen habe Sprengstoff enthalten, so der örtliche FBI-Chef.

+++ 15.35 Uhr: Saudisch-stämmiger Mann unter Verdacht +++

In der Nacht wurde in Revere, einem Vorort von Boston Stadtteil die Wohnung eines 20-jähriger Studenten durchsucht. Der saudi-arabischstämmige Mann soll sich während des Anschlags verdächtig verhalten haben. Mittlerweile befindet er sich im Krankenhaus, da er offenbar durch die Explosion verletzt wurde und Schrapnelle in seinen Beinen steckten.

+++ 15.30 Uhr: Uhl fordert Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung +++

Die Anschläge von Boston haben in Deutschland eine neue Debatte über die Vorratsdatenspeicherung ausgelöst. In der CSU spricht sich der Innenexperte Hans-Peter Uhl für deren Wiedereinführung aus, bei FDP und Grünen gibt es Widerstand dagegen. Nach Ansicht von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat sich die Sicherheitslage in Deutschland nicht verändert. Uhl sagt im Deutschlandfunk, es wäre zwar töricht zu behaupten, dass die Vorratsdatenspeicherung allein Terrorakte verhindern könne. Die Datenspeicherung sei aber "ein wichtiger Baustein, und auf den kommt es auch an".

+++ 12.15 Uhr: Experten glauben nicht an islamistischen Terrorakt +++

In mehreren großen TV-Sendern äußerten US-Experten die Vermutung, dass die Tat eher auf das Konto einheimischer Extremisten gehen dürfte, es sich somit wohl nicht um eine internationale Terroraktion gehandelt habe. Der Angriff war augenscheinlich zwar sorgfältig geplant, die Sprengsätze waren aber nicht sonderlich "professionell". Zudem erinnert ein bekannter Kriminologe in der "Los Angeles Times" an Amokläufe und Anschläge, die sich im Monat April jähren: etwa das Bombenattentat auf ein US-Regierungsgebäude in Oklahoma-City 1995 oder das Massaker an der Columbine High School 1999 in Littleton, wie James Alan Fox der Zeitung sagte.

+++ 11.52 Uhr: Keine Änderungen für Hamburg-Marathon geplant +++

Die Hamburger Polizei wird die Sicherheitsvorkehrungen für den für das Wochenende geplanten Marathon vorerst nicht ändern. Das Sicherheitsniveau bei der Großveranstaltung sei mit mehr als 400 Polizisten ohnehin hoch, sagte eine Sprecherin. Es gebe keine Hinweise auf bevorstehende Anschläge. Am Sonntag findet in Hamburg der 28. Marathon mit Tausenden Teilnehmern statt. Für den ebenfalls am Sonntag stattfindenden Langstreckenlauf in London wird das Sicherheitskonzept überprüft, sagten die Organisatoren.

+++ 11.45 Uhr: Schlechte Stimmung an den Börsen +++

Für die Börsen hören die negativen Nachrichten nicht mehr auf. Nicht nur die Sorge um das Wachstum der wichtigsten Volkswirtschaften USA und China bestimmen das Geschehen an den Märkten, nun verunsichern auch die Bombenanschläge in den USA die Anleger. An der Wallstreet hatte der Leitindex Dow Jones Industrial zuletzt mit minus 1,79 Prozent auf 14.599,20 Punkte seinen größten Tagesverlust seit mehr als fünf Monaten verbucht. Der wichtigste europäische Aktienindex EuroStoxx 50 verlor am Vormittag 0,86 Prozent und liegt nun bei 2602,03 Punkte. Der Dax ging um 0,78 Prozent auf 7652,79 Punkte runter.

+++ 11.15 Uhr: Pakistanische Taliban wollen "nicht verwickelt" sein +++

Die pakistanischen Taliban haben betont, keine Verantwortung für die Explosionen zu haben. "Wir sind für Angriffe auf die USA und ihre Verbündete, sind jedoch in diese Angriffe nicht verwickelt", sagte der Sprecher der Tehreek-e-Taliban Pakistan (TTP), Ehsanullah Ehsan. Die TTP hat in Pakistan zahlreiche Selbstmordanschläge verübt und auch mit Angriffen auf US-Städte gedroht. Im Mai 2010 wurde ein Autobombenanschlag auf den Times Square in New York verhindert, der laut einem Internetvideo angeblich von der TTP geplant worden war.

+++ 11.05 Uhr: DLV-Präsident Prokop nennt Anschläge "pervers" +++

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF ist "schockiert" über den Anschlag auf den Marathon in Boston. "Die weltweite Gemeinschaft der Leichtathletik ist schockiert und entsetzt über die tragischen Ereignisse in Boston", hieß es in einer Stellungnahme der IAAF am Dienstag. Auch DLV-Präsident Clemens Prokop zeigte sich entsetzt: "Das ist ein perverser Anschlag", sagte der Vorsitzende des mitgliederstärksten Leichtathletik-Verbandes der Welt am Dienstag. "Es ist ein Anschlag auf den Sport insgesamt, der doch das Ziel hat zu versöhnen, zu vereinen und nicht zu spalten."

+++ 11.00 Uhr: EU-Vertreter verurteilen Anschläge +++

EU-Vertreter haben mit Entsetzen reagiert. "Ich verurteile die entsetzlichen Taten, die in Boston verübt wurden, und bedaure zutiefst das tragische Ergebnis und den Verlust unschuldigen Lebens", teilte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy als Vertreter der EU-Staaten am Dienstag in Brüssel mit. Er versicherte die USA des "vollen Mitgefühls und der Unterstützung der Europäischen Union". Auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zeigte sich "schockiert". Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, teilte über Twitter sein Beileid mit. "Terrorismus ist niemals gerechtfertigt. Wir sind bei unseren amerikanischen Freunden."

+++ 10.50 Uhr: Bostons Bürger zeigen große Hilfsbereitschaft +++

Bostons Einwohner und Besucher stehen in der Not zusammen. Im Internet werden Listen von Bürgern zusammengetragen, die ihre Häuser für gestrandete Läufer öffnen. Restaurants in der Umgebung bieten auf Twitter unter dem Hashtag #bostonhelp kostenlos Essen, Trinken, Internet-Zugänge und einen Ort an, das Handy aufzuladen - "oder wenn man einfach nicht allein sein will". Die Zeitung "Boston Globe" berichtet von Pastoren, die mit der Bibel in der Hand auf der Commonwealth Avenue Betroffene trösten. "Die Menschen sind gut", erklärt der Läufer Ali Hatfield aus Missouri auf Twitter, der von einer Frau in ihrem Haus mit Getränken versorgt wird.

+++ 10.20 Uhr: Merkel verurteilt "heimtückischen Angriff" +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat tief betroffen auf die Bombenanschläge reagiert. "Mit Entsetzen habe ich die Nachrichten von den Anschlägen in Boston verfolgt", erklärte die Kanzlerin am Dienstag. Sie übermittelte den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl und den Verletzten Genesungswünsche. "Nichts rechtfertigt einen so heimtückischen Angriff auf Menschen, die sich zu einer friedlichen Sportveranstaltung zusammengefunden hatten", unterstrich Merkel. "Ich hoffe, dass der oder die Schuldigen dafür zur Rechenschaft gezogen werden können."

+++ 10.10 Uhr: Putin nennt Anschlag "barbarisch" +++

Kremlchef Wladimir Putin hat den Anschlag in Boston als "barbarisches Verbrechen" verurteilt. Der Kampf gegen den Terrorismus erfordere eine "aktive Koordination der Anstrengungen der ganzen Welt", schrieb Putin nach Kremlangaben in einem Beileidstelegramm an US-Präsident Barack Obama am Dienstag. Putin bot demnach auch an, die US-Behörden bei ihren Ermittlungen zu unterstützen.

+++ 9.50 Uhr: Keine Hinweise auf deutsche Opfer +++

Nach derzeitigen Erkenntnissen des Auswärtigen Amts sind bei den Bombenanschlägen keine Deutschen getötet oder verletzt worden. Das deutsche Generalkonsulat in Boston und die Botschaft in Washington stünden mit den zuständigen US-Behörden in Kontakt, sagte eine Sprecherin am Dienstag.

+++ 9.45 Uhr: Veranstalter des Berlin-Marathons wollen Konzept überprüfen +++

Die Veranstalter des Berlin-Marathons wollen ihr Konzept überprüfen. "Wir müssen erörtern und die Information bekommen, was jetzt wirklich in Boston passiert ist", sagte Renndirektor Mark Milde im ZDF-"Morgenmagazin". Der Anschlag in Boston sei nun im Hinterkopf der Organisatoren. "Da werden wir unsere Konsequenzen draus ziehen in Abstimmung mit den Behörden, mit denen wir auch sonst gut zusammen arbeiten", sagte Milde. Der Berlin-Marathon wird in diesem Jahr am 29. September gestartet.

+++ 9.30 Uhr: Laufstar Gebrselassie äußert Mitgefühl +++

Der frühere Marathon-Weltrekordhalter Haile Gebrselassie hat sein Mitgefühl für die Opfer zum Ausdruck gebracht. "Laufen bringt Menschen zusammen. Aber was gerade in Boston passierte, ist schrecklich. Meine Gedanken sind bei jedem Einzelnen in Boston", schrieb Äthiopiens Lauflegende am Dienstag bei Twitter. Der fast 40 Jahre alte Gebrselassie ist zweimaliger Olympiasieger über 10.000 Meter und war lange Jahre Inhaber des Weltrekords im Marathon.

+++ 9.20 Uhr: Sicherheitslage in Deutschland unverändert +++

An der Sicherheitslage in Deutschland hat sich nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums derzeit nichts geändert. "Ich gehe davon aus, dass wir nach wie vor eine unveränderte Sicherheitslage haben", sagte ein Sprecher des deutschen Innenministeriums am Dienstag. Eine abstrakte Gefahr von Anschlägen bestehe weiterhin, ohne dass es aber konkrete Hinweise gebe.

+++ 9.15 Uhr: Westerwelle "zutiefst schockiert" über Anschlag +++

Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat sich "zutiefst schockiert" über den Anschlag geäußert. "Was nichts anderes als ein traditionsreiches, fröhliches Sportereignis für zehntausende Läufer und hunderttausende Zuschauer aus Boston und aller Welt sein sollte, ist zu einer Tragödie geworden", erklärte Westerwelle am Dienstag in Berlin. Das Mitgefühl gelte den Familien und Freunden der Opfer, hieß es in einer Mitteilung des Auswärtigen Amtes. "Ich wünsche mir, dass die schon aufgenommenen Ermittlungen schnell auf die Spur der Verantwortlichen führen", so Westerwelle.

+++ 9.10 Uhr: London-Marathon am Sonntag soll stattfinden +++

Der Marathon im London am kommenden Sonntag soll wie geplant stattfinden. Das versicherte Chef-Organisator Nick Bitel in einem Interview mit dem Sender BBC. "Wir sind tieftraurig und geschockt von den Nachrichten aus Boston", erklärte Bigel. Es sei ein "sehr trauriger Tag für die Leichtathletik und unsere Freunde vom Marathonlauf". Die Polizei will allerdings das Sicherheitskonzept überprüfen.

+++ 9.00 Uhr: Deutsche Marathon-Teilnehmerin entsetzt +++

Die deutsche Marathonläuferin Sabrina Mockenhaupt hat geschockt auf die Anschläge reagiert. "Warum müssen unschuldige Menschen bluten!!!? Betet für die Verletzten und leider für die Toten und deren Angehörigen! Wahnsinn! Hoffentlich passiert nicht noch mehr!", schrieb Mockenhaupt bei Twitter. Die Läuferin war bei dem Marathon-Klassiker Zehnte geworden. Dem TV-Sender Sky sagte sie: "Erstmal konnte ich das nicht glauben. Unfassbar, unfassbar. Die Leute wollen Spaß haben, laufen und waren froh, hier starten zu können und dann passiert so was. Warum immer so wehrlose Menschen, die nichts dafür können?" Sie sei zum Zeitpunkt des Anschlags schon im Hotel 200 Meter vom Explosionsort entfernt unter der Dusche gewesen.

+++ 8.45 Uhr: Bundesregierung drückt Mitgefühl via Twitter aus +++

Die Bundesregierung hat den Opfern der Bombenanschläge in Boston ihr Mitgefühl ausgedrückt. Man sei "in Gedanken bei den Menschen in Boston und allen, die Opfer der Bombenanschläge wurden", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Dienstag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. "Hoffentlich werden die Schuldigen bald gefunden."

+++ 8.35 Uhr: Getöteter Junge wartete auf mitlaufenden Vater +++

Bei dem getöteten Jungen handelt es sich laut Informationen des "Boston Globe" um den achtjährigen Martin R. aus dem Bostoner Stadtteil Dorchester. Der Junge habe mit seiner Familie an der Ziellinie auf seinen Vater William gewartet, der am Marathon teilnahm. Williams Ehefrau und eine Tochter wurden laut der Zeitung mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Eine weitere Tochter blieb offenbar unverletzt.

+++ 8.25 Uhr: Polizei ermittelt in zwei Hauptrichtungen +++

US-Polizei und -Geheimdienste ermitteln nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters zunächst in zwei Richtungen: Ein Anschlag von regierungsfeindlichen Gruppen aus dem Inland oder radikale Islamisten. Wie Reuters von Ermittlungsbeamten erfuhr, würde der Zeitpunkt für einen Angriff von einheimischen Radikalen sprechen, die die Macht des Staates zurückdrängen wollen. Am Montag wurde in Massachusetts der Patriots' Day begangen, der an den Unabhängigkeitskrieg erinnert. Als zweite Theorie wird demnach eine direkte oder indirekte Verbindung zu islamischen Extremisten diskutiert. Hierfür spräche die Vorgehensweise.

+++ 8.10 Uhr: 144 Verletzte in Krankenhäusern +++

Der Nachrichtensender CNN berichtet unter Berufung auf örtliche Krankenhäuser von 144 Verletzten, die in den Krankenhäusern von Boston behandelt würden. 17 von ihnen seien in kritischem Zustand, weitere 25 zumindest schwer verletzt. Unter den Verwundeten sind demnach mindestens acht Kinder.

+++ 8.00 Uhr: Polizei verhört Verdächtigen in Krankenhaus +++

Die Polizei hat nach den Anschlägen einen Mann im Bostoner Brigham and Women’s Hospital verhört. Dabei handelt es sich nach Recherchen eines Boston-Globe-Reporters um einen Mann saudischer Staatsangehörigkeit. Der Mann, offenbar ein Universitätsstudent, arbeite mit dem FBI zusammen und bestreite, in die Explosionen verwickelt zu sein. Er befand sich in der Nähe der Explosionsorte und war, nachdem er wegrannte, von einem Passanten zu Boden gerissen worden. Die Ermittler sehen den Mann laut "Boston.com" aber nicht mehr als Verdächtigen.

+++ 7.55 Uhr: Anschlag belastet Börsen weltweit +++

Die Bombenanschläge und überraschend schwache Konjunkturdaten aus China haben die Wall Street am Montag tief ins Minus gedrückt. Der Dow-Jones-Index schloss 1,8 Prozent tiefer. In Japan sorgten die Anschläge am Dienstag ebenfalls für Zurückhaltung. Der Nikkei-Index notierte knapp im Minus. Der Shanghai-Composite in China gab 0,3 Prozent nach. Auch der Dax dürfte laut Brokern schwächer in den Handel starten.

+++ 7.30 Uhr: Hollande sichert USA "Solidarität" zu +++

Frankreichs Präsident François Hollande hat den Opfern der Anschläge in einer ersten Reaktion sein Beileid aus. Gleichzeitig sicherte er den USA nach einer Mitteilung des Élysée-Palastes "die volle Solidarität Frankreichs" zu.

+++ 7.00 Uhr: Bis zu fünf verdächtige Objekte gefunden +++

Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge fanden die Ermittler im Großraum Boston fünf Objekte, bei denen es sich um nicht explodierte Sprengsätze handeln könnte. Der Polizeichef und Vertreter der Bundespolizei FBI wollten sich nicht dazu äußern.

+++ 6.40 Uhr: Sprengsätze waren möglicherweise Splitterbomben +++

Der Nachrichtensender CNN berichtet, dass Ärzte den Opfern auch Kugellager aus dem Leib operieren - ein Zeichen dafür, dass die Sprengsätze als Splitterbomben gebaut worden seien. Über 140 Menschen werden demnach in Krankenhäusern behandelt. Der Gesundheitszustand von mindestens 17 Verwundeten sei "kritisch". Bei mehreren Verletzte hätten Beine amputiert werden müssen.

+++ 6.15 Uhr: Erste Bilanz: Drei Tote, etliche in Lebensgefahr +++

Nach einigen Stunden eine erste Bilanz: Drei Menschen sind durch die beiden Explosionen im Zielbereich des Marathons getötet worden, darunter ein achtjähriger Junge. Mehr als 100 Menschen wurden verletzt, etliche schweben in Lebensgefahr. Das Weiße Haus geht von einem Terroranschlag aus, bekannt hat sich bisher aber niemand. Es ist der erste tödliche Bombenanschlag in den USA seit 9/11.

+++ 03.25 Uhr: Großveranstaltungen werden abgesagt +++

Das Boston Symphony Orchester sagt ein für den Abend geplantes Konzert ab. Auch die Eishockeymannschaft der Boston Bruins und die Basketballer der Boston Celtics streichen ihre Spiele.

+++ 02.55 Uhr: Polizei spricht von drei Toten +++

Die Zahl der Todesopfer steigt. Auf einer Pressekonferenz erklärt Polizeichef Ed Davis, bei den Explosionen seien mindestens drei Menschen getötet worden. Mehr als hundert erlitten demnach zum Teil sehr schwere Verletzungen.

+++ 02.23 Uhr: Polizei fahndet nach Mietlaster +++

Laut CNN sucht die Polizei nach einem Laster der Mietwagenfirma Penske. Er soll vor den Explosionen versucht haben, Zugang zur Marathonstrecke zu bekommen und dabei abgewiesen worden sein.

+++ 02.13 Uhr: Weißes Haus geht von Terror aus +++

Das Weiße Haus geht davon aus, dass die Explosionen ein Terroranschlag waren. Präsident Obama hatte in seiner Erklärung den Begriff Terrorismus vermieden. Nun sagt ein Beamter, die Explosionen seien "klar ein Akt des Terrors". Allerdings sei bisher unklar, wer die Attacke ausgeführt habe.

+++ 02.08 Uhr: Letzter Teil Amoklauf-Opfern gewidmet +++

Die letzte Meile des Marathons war den Opfern des Amoklaufs von Newtown gewidmet. Das hatten die Veranstalter US-Medienberichten zufolge vor dem Lauf bekanntgegeben. Angehörige der Opfer aus Newtown, wo im Dezember in einer Grundschule 20 Kinder und 6 ihrer Betreuer erschossen worden waren, sollen an dieser Stelle unter den Zuschauern gewesen sein. Ob auch sie verletzt wurden, ist noch nicht bekannt.

+++ 01.44 Uhr: Zahl der Verletzten steigt weiter +++

CNN meldet neue Opferzahlen. Demnach sind bei den Anschlägen zwei Menschen getötet und mindestens 132 verletzt worden. Darunter sollen acht Kinder sein. 17 Verletzte sollen sich in kritischem Zustand befinden.

+++ 01:33 Uhr: Städte sichern wichtige Orte +++

Die Sicherheitsvorkehrungen an "strategisch wichtigen" Orten in größeren US-Städten werden verstärkt. In Washington wird der Abschnitt der Pennsylvania Avenue vor dem Weißen Haus für Fußgänger gesperrt, berichtet der Sender MSNBC. Auch auf den US-Airports würden die Kontrollen verschärft. Das gelte insbesondere für Auslandsflüge.

+++ 01.25 Uhr: Frankreich verschärft Sicherheitsmaßnahmen +++

Frankreichs Innenminister Manuel Valls ordnet an, dass die Sicherheitskräfte "ohne Verzögerung" die Zahl ihrer Patrouillen erhöhen. Der Schwerpunkt solle dabei weiterhin auf der Umgebung öffentlicher Gebäude liegen. Valls ruft zudem die Bürger auf, wachsam zu sein und beispielsweise verdächtige Pakete oder Gepäckstücke zu melden.

+++ 01.06 Uhr: Cameron und Ban schockiert +++

Großbritanniens Premierminister David Cameron ist entsetzt über die Anschläge. "Die Bilder aus Boston sind schockierend und entsetzlich", schreibt er im Kurznachrichtendienst Twitter. Seine Gedanken seien bei allen Betroffenen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilt die Anschläge scharf. "Diese sinnlose Gewalt ist umso schrecklicher, weil sie bei einem Ereignis stattgefunden hat, das dafür bekannt ist, Menschen aus aller Welt in Fairness und Harmonie zusammenzubringen."

+++ 00.40 Uhr: Flaggen über Kongress auf Halbmast +++

Parlamentspräsident John Boehner ordnet an, dass die US-Flaggen über dem Kongressgebäude in Washington auf Halbmast gesetzt werden. "Das ist ein schrecklicher Tag für alle Amerikaner", schreibt er in einer Mitteilung.

+++ 00.34 Uhr: Offenbar Kind unter den Toten +++

Nach Angaben des örtlichen Senders WCVB ist eines der bislang drei Todesopfer ein acht Jahre alter Junge. Das habe die Polizei bestätigt.

+++ 00.10 Uhr Obama meldet sich zu Wort +++

Präsident Barack Obama wendet sich in einer kurzen Rede an die Nation. Er spricht von einer "Tragödie". "Wir finden heraus, wer das war. Wir werden sie zur Rechenschaft ziehen", sagt Obama in Washington. Der Präsident warnt vor voreiligen Schlüssen und vermeidet es, von einem Terroranschlag zu sprechen.

+++ 00.05 Uhr FBI geht laut CNN von Terror aus +++

CNN meldet unter Berufung auf FBI-Beamte, die US-Bundespolizei gehe von einem Terroranschlag in Boston aus.

+++ 00.00 Uhr: Stars reagieren bestürzt auf Explosionen +++

Zahlreiche Prominente melden sich per Kurznachrichtendienst Twitter. "Das sind schreckliche Nachrichten aus Boston", schreibt US-Schauspielerin Bette Midler. "Es ist furchtbar und beängstigend, solche Gewalt zu sehen", twittert Kollegin Ashley Tisdale. "Ich denke an euch alle in Boston." Er hasse Nachrichten wie diese, schreibt Tennis-Star Andy Roddick. "Das ist so sinnlos." Auch Sängerin Kelly Osbourne, und die Boyband "Jonas Brothers" äußern per Twitter ihr Mitgefühl.

"Ich hoffe, dass, wer auch immer das getan hat, zur Rechenschaft gezogen wird", twittert der kanadische Schauspieler William Shatner. Arnold Schwarzenegger bedankt sich bei den Rettungskräften. "Sie rennen immer unseren größten Ängsten entgegen, um Leben zu retten." Der deutsche Moderator Frank Elstner schickt via Twitter sein Mitgefühl und blickt schon in die Zukunft: "Mein Traum war immer Boston Marathon.ausgeträumt oder erst recht???"

+++ 23.56 Uhr: Google startet Personensuche +++

Google stellt eine Suche für vermisste Personen online. Beim "Person Finder" kann jedermann Informationen zu Teilnehmern oder Besuchern des Laufs eingeben wie den Gesundheitszustand oder den Aufenthaltsort. Mit einer einfachen Suchmaske lassen sich diese Daten dann von besorgten Freunden oder Familienmitgliedern abrufen. Der "Person Finder" beruht somit auf der Mithilfe möglichst vieler Internetnutzer.

+++ 23.40 Uhr: Offenbar doch keine drei Explosionen +++

Die Polizei relativiert ihre Angaben zu einer Explosion in der JFK-Bibliothek der Stadt. Der Vorfall scheine in Zusammenhang mit einem Feuer zu stehen, teilt sie über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Zunächst war von einer dritten Explosion berichtet worden.

+++ Zeitung: Mehr als 100 Verletzte +++

Nach Angaben der Zeitung "The Boston Globe" wurden bei den Explosionen mehr als 100 Menschen verletzt. Die Polizei will wegen der unübersichtlichen Lage keine genaue Angaben über die Zahl der Toten und Verwundeten machen.

+++ 22.59 Uhr: Polizei berichtet von dritter Explosion +++

Nach Polizeiangaben gab es eine dritte Explosion in der Stadt. Sie habe sich in der JFK-Bibliothek ereignet, sagt Polizeichef Ed Davis bei einer Pressekonferenz. Ein weiterer Sprengkörper an einem anderen Ort in Boston habe entschärft werden können. Es sei unklar, ob dieser und die dritte Explosion in einem Zusammenhang mit den beiden Detonationen im Zieleinlauf der Marathonstrecke stünden. Davis spricht von einer andauernden Gefahrenlage.

+++ 22.55 Uhr Flugverbot über Boston +++

Die amerikanische Luftverkehrsbehörde FAA verhängt wegen der Anschläge eine Flugverbotszone über Boston. Das teilt sie unter anderem über Twitter mit.

+++ 22.33 Uhr: TV-Sender berichten von Bomben +++

Die Explosionen sollen durch Bomben ausgelöst worden sein. Der Fernsehsender NBC meldet unter Berufung auf Behördenkreise dass die Polizei in der Stadt "mehrere Sprengsätze" entdeckt habe.

+++ 22.15 Uhr: Sicherheitsmaßnahmen in New York verstärkt +++

Nach den Explosionen in Boston verschärft die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen in der Millionenmetropole New York. Hotels und bekannte Gebäude würden bis auf Weiteres strenger bewacht, berichten US-Medien unter Berufung auf einen Polizeisprecher. Die verstärkte Polizeipräsenz würde mindestens so lange aufrechterhalten, bis Näheres über die Explosionen in Boston bekannt sei.

+++ 22.09 Uhr: Polizei berichtet von zwei Toten +++

Die Polizei äußert sich erstmals zu den Opferzahlen. Zwei Menschen sind demnach ums Leben gekommen. 23 weitere seien verletzt worden.

+++ 21.51 Uhr: Berichte von drei Todesopfern +++

Der TV-Sender Fox News und die Lokalzeitung "Boston Globe" melden, bei den Explosionen seien drei Menschen getötet worden. Die Detonationen sollen sich im Abstand von 12 Sekunden ereignet haben.

+++ 21.30 Uhr: US-Medien melden zwei Explosionen +++

Nach Angaben des TV-Senders CNN und weiterer US-Medien ist es zu zwei schweren Explosionen gekommen. Mindestens sechs Menschen seien verletzt worden.

+++ 21.15 Uhr: Erste TV-Bilder vom Explosionsort +++

Fernsehbilder der Explosionen erreichen die Medien. Eine Explosion mit anschließender Rauchsäule und fliehende Menschen sind zu sehen. Rettungskräfte versorgen Verwundete.

+++ 20.50 Uhr: Explosionen nahe des Zieleinlaufs +++

Nahe der Ziellinie des Bostoner Marathons explodieren zwei Bomben. Mehrere Menschen werden verletzt.

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(