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Sein Deckname war David. Er lieferte dem Bundesnachrichtendienst die Kontodaten von 1400 "Stiftungen" deutscher Millionäre, von Steuerbetrügern wie Klaus Zumwinkel. Mit den gestohlenen Daten aus Liechtenstein eröffneten die deutschen Behörden 618 Verfahren. Mehr als 200 weitere Bürger zeigten sich selbst an. Ein Interview mit Heinrich Kieber.
Bislang unveröffentlichte Dokumente zeigen, wie genau Ex-Post-Chef Klaus Zumwinkel seinen Steuerbetrug organisierte und wie ihn die Liechtensteiner LGT Treuhand dabei unterstützte.
Die deutsche Justiz hat ihre Ermittlungen gegen Liechtensteiner Banken wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung gegen eine Zahlung von 50 Millionen Euro eingestellt. Das Verfahren war durch den Kauf einer Daten-CD ins Rollen gekommen, die auch belastendes Material gegen Ex-Postchef Klaus Zumwinkel enthielt.
Der mutmaßliche Steuerhinterzieher Klaus Zumwinkel ist nur einer von vielen Tausend. Teile der Elite des Landes stellen sich über Recht und Anstand. Solche Reichen gefährden den Zusammenhalt der Gesellschaft.
Stiller Abgang von Klaus Zumwinkel: Nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung hat der Ex-Postchef die von ihm gemietete Villa in einem Kölner Nobelviertel geräumt. Der neue Wohnsitz des ehemaligen Spitzenmanagers liegt in Italien.
Eine Abfindung und Gehalt bekommt Ex-Postchef Klaus Zumwinkel nicht mehr. Für Empörung sorgen nun aber Äußerungen Zumwinkels vor seinem Abgang. Da hatte er nämlich noch die Vorbildfunktion von Managern betont. Gegen den Bruder des ehemaligen Postchefs, Hartwig Zumwinkel, ist nach Informationen von stern.de unterdessen Haftbefehl erlassen worden.
Pleiten, Pech und Pannen: Bei Anne Wills Talksendung wurde zumindest ein bisschen im Dreck gewühlt - Klaus Zumwinkel sei dank. Letztlich blieben wenig konkrete Erkenntnisse übrig. Die Stunde der Moralisten hatte geschlagen.
Das Bundesfinanzministerium erwartet mehrere hundert Millionen Euro von ertappten Steuersündern. Industrievertreter fürchten indes, dass sich das Fehlverhalten von Managern verheerend auf den Wirtschaftsstandort Deutschland auswirkt. Und Verdi-Chef Bsirske fordert einen Spitzensteuersatz von 80 Prozent.
Die Polizei hat das Privathaus und das Büro des Post-Chefs Klaus Zumwinkel durchsucht. Die Bochumer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung gegen den Top-Manager. Es wird geprüft, ob Zumwinkel über zehn Millionen Euro am Fiskus vorbei nach Liechtenstein geschleust hat.
Unerfreuliche Post für Klaus Zumwinkel und Kai-Uwe Ricke: Die beiden ehemaligen Telekom-Topmanager werden in einem Anwaltsschreiben aufgefordert, wegen der Spitzelaffäre je eine Million Euro Schadensersatz an ihren früheren Arbeitgeber zu überweisen.
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Klaus Zumwinkel ist ein deutscher Unternehmensberater. Er war von 1990 bis Ende 1994 Geschäftsführer bei der Deutschen Bundespost und von 1995 bis 2008 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post.