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Kampf gegen den IS: Uno nimmt Resolution zu ausländischen Terrorkämpfern an

Erneut fliegen die USA und ihre Verbündeten Luftangriffe auf Syrien. Der Franzose Hervé Gourdel wird enthauptet und der Verfassungsschutz warnt vor Anschlägen. Die Ereignisse des Tages im Rückblick.

+++ 23.30 Uhr: US-Lufwaffe bombadiert Ölfelder +++

Offenbar werden auch von den Dschihadisten kontrollierte Ölfelder bombadiert, durch die sich der IS unter anderem finanziert. Die Dschihadisten schmuggeln Rohöl zum Verkauf über Zwischenhändler in der Türkei, im Irak, Iran und in Jordanien.

+++ 23.20 Uhr: Neue Luftangriffe in Syrien +++

Die USA und ihre arabischen Partner fliegen eine neue Runde von Luftangriffen auf den IS in Syrien. Dies bestätigt das US-Verteidigungsministerium. Die Angriffe hielten noch an, daher würden dazu zunächst keine Details mitgeteilt, sagt ein Ministeriumssprecher. Es ist bereits die dritte Nacht mit Militärschlägen in Syrien.

+++ 22.30 Uhr: EU warnt vor Al-Kaida-Anschlägen +++

Die EU warnt vor Anschlägen von Al-Kaida in Europa, den USA und Israel. Nach den Worten des EU-Anti-Terror-Koordinators Gilles de Kerchove könnte die Organisation sich durch den Aufstieg des IS dazu herausgefordert sehen. "Es ist möglich, dass Al-Kaida Anschläge anstreben könnte, um zu zeigen, dass die Organisation weiterhin relevant ist", sagt De Kerchove. Einige Kämpfer seien nach Syrien gelangt, wo sie die mit Al-Kaida verbundene Chorasan-Gruppe gebildet hätten. Offenbar hätten sie Europäer angeworben. Diese sollten nun ihre Pässe nutzen, um in Europa, Israel und den USA Anschläge zu begehen.

+++ 21.19 Uhr: UN-Sicherheitsrat nimmt Resolution zu ausländischen Terrorkämpfern an +++

Der UN-Sicherheitsrat hat die von den USA eingebrachte Resolution zu ausländischen Terrorkämpfern einstimmig gebilligt. Die Resolution verpflichtet alle Länder zu schärferen Grenzkontrollen und Überprüfungen von Reiseplänen. Die Staaten sollen demnach alles unternehmen, damit Extremisten aus ihren Ländern nicht in die Krisengebiete im Nahen Osten reisen können. An der Resolution gibt es auch Kritik: Sie sei ungenau und rechtfertige die Überprüfung oder gar Verfolgung unschuldiger Menschen.

+++ 20.19 Uhr: Auch die Niederlande werden Luftangriffe fliegen +++

Die Niederlande werden sich militärisch am internationalen Einsatz gegen den IS beteiligen. Sechs Kampfflugzeuge des Typ F-16 würden für Luftangriffe im Irak zur Verfügung stehen, teilt der stellvertretende Ministerpräsident Lodewijk Asscher mit. Die Niederlande würden zur Unterstützung auch insgesamt 250 Soldaten und 130 Militär-Ausbilder in den Irak entsenden. In Syrien würden sie sich allerdings nicht an Luftangriffen der USA beteiligen, da hierfür ein völkerrechtliches Mandat fehle. 

+++ 20.00 Uhr: Erneute Panne bei Bundeswehrmission +++

Die Bundeswehr-Ausbilder, die kurdische Peschmerga-Kämpfer im Irak unterstützen sollen, werden nach Angaben von "Spiegel-Online" von einer erneuten Panne aufgehalten. Ihre Maschine habe gestreikt und könne nicht mehr repariert werden. Die Luftwaffe müsse eine neue Maschine aus Deutschland anfordern, die am Donnerstag in Bulgarien ankommen soll.

Die sechs Bundeswehr-Fallschirmjäger waren schon vergangene Woche zum Ausbildungseinsatz nach Erbil abgeflogen, hatten aber keine Einfluggenehmigung für den Irak erhalten. Seither hängen sie in Bulgarien fest.

+++ 19.23 Uhr: Britisches Parlament will über Irak-Hilfen debattieren +++

Das britische Parlament soll nach Angaben von Premierminister David Cameron am Freitag zusammenkommen, um über Hilfen für die irakische Regierung im Kampf gegen den IS zu beraten. Der Staat habe um Luftangriffe auf die Gruppe gebeten, sagt der Regierungschef.

+++ 18.55 Uhr: Medizinische Versorgung kollabiert +++

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) schlägt wegen der katastrophalen Lage in den irakischen Konfliktgebieten Alarm. Millionen Menschen lebten "in einem medizinischen Ödland", weil die Gesundheitsversorgung in vielen Regionen zusammengebrochen sei, sagt der Generaldirektor der internationalen Hilfsorganisation, Bruno Jochum. Von vielen Krankenhäusern stünden nur noch die Mauern.

Jochum machte nicht alleine den IS verantwortlich. Krankenhäuser seien sowohl gezielt beschossen worden als auch ins Kreuzfeuer bei den Gefechten mit Regierungstruppen geraten. Wegen der Sicherheitsbedenken sei es für Hilfsorganisationen unmöglich, in den Gebieten zu arbeiten. MSF-Programmleiter Gustavo Fernandez sagt, mindestens 2,5 Millionen Menschen könnten betroffen sein. Auch Ärzte und Pfleger seien vor den IS-Dschihadisten geflohen. Nach ihren Angaben würden Kliniken nicht mehr beliefert, es fehle an Medikamenten, Instrumenten und Material für eine grundlegende Versorgung. Deswegen gebe es große Sorgen, dass es zu Epidemien komme, auf die dann nicht reagiert werden könne.

+++ 18.50 Uhr: IS verstärkt militärischen Druck +++

Die Milizen des IS verstärken trotz der US-Luftschläge in Syrien ihre Angriffe auf die Kurdengebiete im Norden des Landes. Nach kurdischen Angaben haben sie neue Einheiten in die Region nahe der türkischen Grenze und ziehen den Ring um die strategisch wichtige Stadt Kobani enger.

+++ 17.22 Uhr: Französische Geisel in Algerien enthauptet +++

Der von Islamisten in Algerien entführte Franzose Hervé Gourdel ist getötet worden. Die Entführer haben ein Video veröffentlicht, das den Titel "Blutige Botschaft an die französische Regierung" trägt. Es zeigt die Enthauptung des 55-jährigen Bergführers.

Die Gruppe Dschund al-Khilafa (Soldaten des Kalifats), die dem IS nahesteht, hatte Gourdel am Sonntag bei einer Wanderung in der Bergregion Kabylei verschleppt. Sie hatte am Montagabend mit seiner Ermordung gedroht, sollte Frankreich nicht binnen 24 Stunden seine Luftangriffe gegen den IS im Irak einstellen. Die französische Regierung hatte aber deutlich gemacht, dass sie den Forderungen nicht nachgeben werde.

Das nun veröffentlichte Video ähnelt den IS-Videos, in denen die Ermordung der Journalisten James Foley und Steven Sotloff und des britischen Entwicklungshelfers David Haines verkündet wurden. Es zeigt zunächst Bilder von Frankreichs Staatschef François Hollande bei der Pressekonferenz, bei der er vergangene Woche Luftangriffe gegen die Dschihadisten im Irak angekündigt hatte. Anschließend wird Gourdel gezeigt, kniend und die Hände hinter dem Rücken, umgeben von vier bewaffneten und maskierten Männern. Einer der Männer liest eine Botschaft vor, in der die Intervention der "kriminellen französischen Kreuzfahrer" gegen Muslime unter anderem in Algerien, Mali und im Irak angeprangert wird.

Trotz der Drohung der Islamisten hielten viele Franzosen an der Hoffnung fest, Gourdel lebend wiederzusehen

Trotz der Drohung der Islamisten hielten viele Franzosen an der Hoffnung fest, Gourdel lebend wiederzusehen

+++ 16.47 Uhr: Laut Verfassungsschutz 125 Kämpfer nach Deutschland zurückgekehrt +++

Die Zahl an Personen, die aus Deutschland über die Türkei nach Syrien und den Irak ausgereist sind, steigt nach Ansicht des Verfassungsschutzes. Gerade in den vergangenen Wochen seien weitere Menschen ausgewandert, so dass die Zahl von bisher 400 Ausgereisten korrigiert werden müsse, sagt Präsident Hans-Georg Maaßen. Aus Europa seien rund 3000 Kämpfer in den Dschihad gezogen, die meisten unter 30 Jahre alt. Laut Maaßen sind mindestens 125 nach Deutschland zurückgekommen, 25 davon seien nachweislich in Kampfaktionen verwickelt gewesen.

Sorge bereitet den Sicherheitsbehörden, dass die Personen meist radikalisiert und an Waffen geschult sind. Zudem gelten sie als gut vernetzt. Sie scheuten auch nicht davor zurück, in Deutschland Straftaten zu begehen, warnt Maaßen. Neuen Auswertungen zufolge sind 61 Prozent der aus der Bundesrepublik in den Krieg ziehenden Männer und Frauen deutsche Staatsbürger. Rund 24 Prozent besäßen eine zweite oder dritte Staatsangehörigkeit. 40 von ihnen kamen in Syrien ums Leben.

+++ 17.02 Uhr: Schwere Panne bei Festnahme von Syrien-Rückkehrern in Frankreich +++

Bei einer geplanten Festnahme von drei islamistischen Syrien-Rückkehrern ist den Sicherheitsbehörden in Frankreich ein schwerer Fehler unterlaufen: Die drei Männer konnten über die Türkei unbehelligt nach Frankreich einreisen, weil die Polizei am falschen Flughafen auf die Verdächtigen wartete. Die drei Rückkehrer waren nach Angaben ihrer Anwälte selbst überrascht, dass sie bei ihrer Ankunft in Frankreich nicht festgenommen wurden. Sie ließen mitteilen, dass sie sich der Polizei in Le Caylar gestellt hätten, einem 500-Einwohner-Dorf im Süden Frankreichs. Der Gendarmerie-Posten sei am Vormittag zunächst geschlossen gewesen, als sie dort geklingelt hätten. Eine Patrouille habe sich dann auf den Weg gemacht, um die drei Kämpfer in Empfang zu nehmen.

+++ 16.43 Uhr: Obama: "Die einzige Sprache, die diese Killer verstehen, ist die Sprache der Gewalt" +++

Barack Obama kündigt in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung die Fortsetzung des militärischen Kampfes gegen den IS an. Der IS müsse vernichtet werden, sagt er und ruft alle Staaten auf, sich an diesem Kampf zu beteiligen. Die Kämpfer sollten die Miliz verlassen, solange dies noch möglich sei.

Die Gräueltaten der IS bezeichnet der Präsident als eine der "schrecklichsten Verbrechen", die man sich überhaupt vorstellen könne. "Mütter, Schwestern und Töchter wurden vergewaltigt, als Mittel der Kriegsführung. Unschuldige Kinder wurden niedergeschossen. Körper wurden in Massengräber gekippt. Religiöse Minderheiten sind zu Tode gehungert worden." Mit den Dschihadisten lasse sich nicht verhandeln, mahnt Obama. "Die einzige Sprache, die diese Killer verstehen, ist die Sprache der Gewalt".

+++ 16.40 Uhr: Bester Scharfschütze der Assad-Gegner getötet +++

Bei den Luftangriffen ist einer der besten Scharfschützen in den Reihen der Rebellen getötet worden. Nach Angaben der mit Al-Kaida verbündeten Al-Nusra-Front kam Abu Jussef al-Turki bei der Bombardierung eines Ausbildungslagers der Gruppe ums Leben. Er habe niemals Zivilisten getötet, sondern alleine die Regierung von Präsident Baschar al-Assad bekämpft, schreibt ein Al-Nusra-Sympathisant auf Twitter. "Warum haben die USA und ihre Handlanger ihn getötet?"

+++ 16.10 Uhr: Gefahr von Anschlägen in Deutschland erhöht sich +++

Die Gefahr von Anschlägen in Deutschland und Europa steigt nach Einschätzung des Verfassungsschutzes. "Je stärker der Westen involviert sein wird im Irak und in Syrien, desto stärker wird auch die abstrakte Gefahr wachsen", sagt Präsident Hans-Georg Maaßen. Der IS bekenne sich anders als noch vor einigen Monaten inzwischen zu einem globalen Dschihad. Seine Ziele seien nicht mehr nur auf Syrien und den Irak begrenzt. Deutschland stehe längst im Fadenkreuz der Gruppe.

+++ 15.23 Uhr: Belgien will Luftangriffe fliegen +++

Auch die belgische Regierung ist zur Entsendung von F-16-Kampfflugzeugen bereit. Über den Einsatz der sechs Maschinen soll am Donnerstag oder Freitag im Parlament abgestimmt werden, sagte das Verteidigungsministerium mit.

+++ 15.13 Uhr: Steinmeier sieht US-Luftangriffe durch Völkerrecht gedeckt +++

Außenminister Frank-Walter Steinmeier sieht die amerikanischen Luftangriffe gegen Stellungen der Terrormiliz IS durch das Völkerrecht gedeckt. Unmittelbar vor Beginn der UN-Vollversammlung in New York verwies Steinmeier darauf, dass die USA und der Irak die Bombardements mit Artikel 51 der UN-Charta begründen, dem Recht eines angegriffenen Staates auf individuelle und kollektive Selbstverteidigung. Die IS dürfe "keine Rückzugsräume" in Syrien bekommen, sagte Steinmeier. "Deshalb scheint mir die Berufung auf Artikel 51 jedenfalls geeignet."

+++ 13.27 Uhr: Mit blanker Brust gegen die IS +++

Oben ohne und mit Plastik-Kalaschnikows bewaffnet haben Femen-Aktivistinnen in Paris gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) protestiert. Bei ihrer Aktion auf dem Prachtboulevard Champs-Elysées riefen die Feministinnen alle "Ungläubigen" auf, sich den Islamisten entgegenzustellen und sich von deren Drohungen nicht einschüchtern zu lassen. Auf ihren nackten Oberkörpern hatten die Frauen Slogans wie "Ungläubige erhebt euch", "Ungläubige vereint euch" und "Ungläubige kämpft" geschrieben. Sie schwenkten zudem rosafarbene Fahnen, auf denen "Staat der Ungläubigen" stand.

"Bürger Frankreichs und der USA und alle, die von den IS-Dschihadisten bedroht werden: Zeigt eure Feindseligkeit gegenüber den Ideen des IS", rief eine der Aktivistinnen. "Habt keine Angst davor, politisch inkorrekt oder intolerant zu sein. Nur wenn wir sie öffentlich kritisieren, können wir sie zerstören." Nach wenigen Minuten war die Protestaktion unter den Augen amüsierter Touristen vorbei.

+++ 12.30 Uhr: IS soll Anschlag in der Schweiz geplant haben +++

Anhänger der IS-Miliz sollen einen Anschlag in der Schweiz geplant haben. Die drei Iraker seien festgenommen worden und säßen seit März in verschiedenen Gefängnissen im Kanton Bern in Untersuchungshaft, berichtet der Züricher "Tages-Anzeiger". Der entscheidende Hinweis an die Schweizer Behörden sei von einem ausländischen Geheimdienst gekommen. Es wäre der erste radikalislamische Terrorakt in der Schweiz gewesen.

Den Verdächtigen werden der Zeitung zufolge Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht, Mitgliedschaft oder Unterstützung einer kriminellen Organisation, Gewaltdarstellung sowie illegale Pornografie mit Minderjährigen vorgeworfen.

+++ 12.07 Uhr: Kurden müssen noch auf deutsche Waffen warten +++

Ein Flugzeugdefekt hat die erste deutsche Waffenlieferung in den Irak verzögert. Die Bundeswehr wollte am Mittwoch Waffen und Munition von Leipzig aus nach Bagdad schicken. Das dafür vorgesehene Transportflugzeug der niederländischen Luftwaffe habe jedoch einen Defekt, teilte die Bundeswehr in Leipzig mit. Deswegen verzögerten sich die Beladung der Maschine sowie der für etwa 13.00 Uhr geplante Abflug auf unbestimmte Zeit. Die McDonnell Douglas KDC-10 müsse zunächst am Flughafen repariert werden.

+++ 11.17 Uhr: Türkei hat mehr syrische Flüchtlinge als jedes andere Land +++

Nach dem jüngsten Flüchtlingszustrom hat die Türkei nach Angaben der Vereinten Nationen inzwischen mehr Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen als jedes andere Land. Selin Ünal vom UN-Flüchtlingshilfswerk sagt auf Anfrage, seit vergangenem Freitag hätten rund 140.000 Menschen aus der syrischen Region Ain Al-Arab aus Furcht vor der Terrormiliz IS Zuflucht in der Türkei gesucht. "Das ist der größte Zustrom in die Türkei in so kurzer Zeit seit Beginn der Krise vor dreieinhalb Jahren." Insgesamt sind nach Angaben der türkischen Regierung 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge im Land. Deutschland hat die Aufnahme von 20.000 Syrern zugesagt.

+++ 10.50 Uhr: Chorasan-Extremisten sollen Anschläge geplant haben +++

Die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundene Extremistengruppe Chorasan soll nach US-Angaben "größere Angriffe" auf Ziele in Europa und den Vereinigten Staaten geplant haben. Die Islamisten-Gruppierung sei "in der letzten Vorbereitungsphase" für Anschläge gegen "westliche Ziele und möglicherweise auf amerikanischem Boden" gewesen, erklärt General William Mayville vom US-Generalstab am Dienstag. Chorasan sei kurz vor der Ausführung solcher Angriffe in Europa oder den USA gewesen.

+++ 10.31 Uhr: Keine Angriffe von Türkei aus +++

Türkische Regierungsvertreter erklären, dass keine Flugzeuge vom US-Stützpunkt Incirlik im Süden des Landes an den Angriffe gegen IS-Stellungen in Nordsyrien beteiligt sind. Auch wird bei den Angriffen der türkische Luftraum nicht durchflogen.

+++ 9.47 Uhr: Malaysia lässt Konten von Terrorverdächtigen einfrieren +++

Das muslimische Malaysia geht gegen Terrorverdächtige vor. Sämtliche Konten von mutmaßlichen Extremisten sollen eingefroren werden, ordnet das Innenministerium am Mittwoch an. Es weist die Banken an, ihre Kontoinhaberlisten mit einer Datenbank der Vereinten Nationen über Terrororganisation und verdächtige Einzelpersonen abzugleichen. Nach Schätzungen der Polizei haben sich etwa 100 Malaysier dem Kampf von Terror-Milizen in Syrien und im Irak angeschlossen. Die Polizei fahndet nach einem Mann, der über eine australische Geldtransferfirma mit Verbindungen zu Terrorgruppen 34.000 Dollar (rund 26.000 Euro) erhielt.

+++ 9.27 Uhr: Weitere Luftschläge an syrisch-irakischen Grenze +++

Bei weiteren Luftschlägen werden nach Angaben der Syrischen Beobachtergruppe für Menschenrechte fünf Ziele nahe der syrisch-irakischen Grenze angegriffen. In der Grenzstadt Albu Kamal und deren Umgebung seien Ziele getroffen worden, sagt der Leiter der Beobachtergruppe, Rami Abdulrahman.

+++ 9:07 Uhr: Britische Geisel fleht um ihr Leben +++

Die britische IS-Geisel Alan Henning hat in einer an seine Familie gerichteten Tonbandaufnahme um sein Leben gefleht. Die Ehefrau des 47-Jährigen veröffentlichte im Gegenzug über das britische Außenministerium eine Nachricht an die Entführer, mit der Bitte, ihren Mann freizulassen. Ein islamisches Gericht habe ihn der Spionage für unschuldig befunden, heißt es darin. "Ich appelliere an den Islamischen Staat, sich an sein eigenes Rechtssystem zu halten", heißt es in dem Statement Barbara Hennings.

Der IS schickte eine Tonbandaufnahme an die Ehefrau von Alan Henning, der hier in einem Flüchtlingscamp in Syrien ein Kind auf dem Arm hält.

Der IS schickte eine Tonbandaufnahme an die Ehefrau von Alan Henning, der hier in einem Flüchtlingscamp in Syrien ein Kind auf dem Arm hält.

+++ 9.02 Uhr: Erdogan schließt militärische Unterstützung gegen IS nicht aus +++

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan schließt eine militärische Unterstützung seines Landes im Kampf gegen die Terrormiliz nicht mehr aus. Vor seiner Rede bei der UN-Generalversammlung am Mittwoch in New York sagt Erdogan vor Reportern, nach seiner Rückkehr nach Ankara werde er mit der Regierung beraten, wie die Türkei das internationale Vorgehen gegen IS unterstützen könne. Auf die Frage eines Journalisten, ob die Unterstützung auch militärischer Art sein könnte, sagte Erdogan: "Es beinhaltet alle Arten, militärisch, politisch, alles." Bislang hatte die Türkei nur humanitäre Hilfe zugesagt.

+++ 8.41 Uhr: BKA-Präsident - keine neue Gefährdungslage +++

Die deutsche Waffenhilfe für den Kampf gegen den IS im Irak führt nach Einschätzung von BKA-Präsident Jörg Ziercke nicht zu einer neuen Gefährdungslage hierzulande. "Ich sehe das im Grunde nicht so, weil die Drohkulisse, die durch Islamisten und Dschihadisten aufgebaut wurde, seit langem besteht", sagt er im ARD-"Morgenmagazin".

+++ 8:29 Uhr: US-Angriffe nahe türkischer Grenze +++

Die Luftangriffe gegen IS-Ziele im Norden Syriens werden fortgesetzt. Kampflugzeuge haben nach Berichten der syrischen Opposition Stellungen der IS-Milizen in den kurdischen Gebieten im Norden des Landes angegriffen. Rund 30 bis 35 Kilometer westlich der umkämpften Stadt Kobani seien in der Nacht zum Mittwoch Luftangriffe geflogen worden, teilt die oppositionsnahe Syrischen Beobachtergruppe für Menschenrechte mit.

+++ 7.05 Uhr: Evangelische Kirche fordert gemeinsames Vorgehen +++

Der Rat der Evangelischen Kirche drängt auf ein gemeinsames Vorgehen der internationalen Staatengemeinschaft in den vom IS-Terror bedrohten Regionen. "Allein im Nordirak sind über eine Million Menschen auf der Flucht. Niemand weiß bisher, wie sie im kommenden Winter menschenwürdig untergebracht werden können." Darüberhinaus fordert der EKD ein Mandat des UN-Sicherheitsrates, dass sowohl militärische wie zivile Hilfe umfasst.

+++6.47 Uhr: Cameron deutet Beteiligung am Kampf an +++

Großbritannien kann sich dem Kampf gegen den IS nach Ansicht von Premierminister David Cameron nicht entziehen. "Das ist ein Kampf, dem man sich nicht verweigern kann", sagt Cameron dem Sender NBC News. "Diese Leute wollen uns umbringen." Heimische Medien werten dies als weiteren Hinweis darauf, dass sich Großbritannien den US-geführten Luftangriffen in Syrien und dem Irak bald anschließen könnte.

+++ 5.09 Uhr: Start der deutschen Waffenlieferungen an Kurden +++

Die deutsche Waffenhilfe für die Kurden im Nordirak läuft am Mittwoch an. Von Leipzig aus (ca. 13.30 Uhr) fliegt eine erste Maschine mit Panzerfäusten, Gewehren und Munition über die Hauptstadt Bagdad in das nördlich gelegene Kurdengebiet. Dort sollen die Waffen an die Peschmerga-Armee übergeben werden. Diese hält dort seit Wochen dem IS-Vormarsch stand, obwohl sie bislang schlechter ausgestattet ist als die Truppen der Extremisten, die zahlreiche Arsenale geplündert und Waffen erbeutet haben. Insgesamt werden 10.000 kurdische Kämpfer mit Waffen für 70 Millionen Euro aus Bundeswehrbeständen ausgerüstet.

+++ 3:28 Uhr: Australischer Polizist erschießt Terrorverdächtigen +++

Nach einer Messerattacke erschießt ein Polizist im australischen Melbourne einen 18-Jährigen. Der junge Mann sei den Sicherheitsbehörden als Terrorverdächtiger bekannt, sagt Justizminister Michael Keenan. Der Polizei zufolge wurde ihm vorgeworfen, eine Fahne der Terrormiliz Islamischer Staat zur Schau gestellt und Drohungen gegen Ministerpräsident Tony Abbott ausgesprochen zu haben. Der 18-Jährige sei am Dienstagabend auf das Gelände einer Polizeistation gegangen, habe ein Messer gezogen und auf zwei Beamte eingestochen. Einer der Polizisten erschoss ihn anschließend, wie die Polizei mitteilte. Die Beamten lägen in stabilem Zustand in einer Klinik.

+++ 2.16 Uhr: Leichte Kritik aus Iran +++

Der Iran übt vorsichtige Kritik an den US-Luftangriffen gegen den IS in Syrien. Ohne UN-Mandat oder eine offizielle Anfrage der syrischen Regierung habe der Militäreinsatz keine rechtliche Basis, sagt Präsident Hassan Ruhani am Dienstag in New York. Weder verurteilt er die Angriffe gegen den IS allerdings explizit, noch heißt er sie gut. Ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die USA hätten den Iran vorab über ihre Absicht informiert, die Angriffe auf den IS vom Irak auf Syrien auszuweiten.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) warnt davor, den syrischen Machthaber Baschar al-Assad wegen des gemeinsamen Kampfes gegen den IS zu rehabilitieren. "Die Weltgemeinschaft wird Assad nie vergessen, dass er gegen seine Bevölkerung Giftgas eingesetzt hat", sagt von der Leyen in einem am Mittwoch veröffentlichten Gespräch mit der "Bild"-Zeitung. Der Kampf gegen den IS habe momentan bloß Vorrang, denn die Extremistengruppe gehe "im Raum Syrien und Irak bestialisch vor und muss erst einmal gestoppt werden".

+++ 1.19 Uhr: USA setzen Luft schläge fort +++

Das US-Militär fliegt in Syrien erneut Luftangriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat. Es seien zwei Stellungen der Extremisten südwestlich von Dair as-Saur bombardiert worden, teilt das US-Zentralkommando in Tampa (Florida) am Dienstagabend mit. Auch im Irak gibt es einen weiteren US-Angriff, der nordwestlich der Hauptstadt Bagdad erfolgt sei.

+++ 1:12 Uhr: USA begründen Angriffe in Syrien mit Hilferuf aus Irak +++

Die Angriffe auf die Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien sind nach US-Angaben auf Wunsch des Iraks erfolgt. "Die irakische Regierung hat die USA gebeten, internationale Maßnahmen anzuführen, um Stellungen und militärische Hochburgen des IS in Syrien anzugreifen", schrieben die Vereinigten Staaten am Dienstag in einem Brief an UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Der Irak habe um den Schutz seiner Bürger gebeten und um Hilfe bei der Sicherung seiner Grenzen.

car/tis/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters
Ich bin Freiberufler und werde diskreditiert!
Ich habe als Freiberufler für eine Firma gearbeitet wo bis zur letzten Minute alles super in Ordnung war. Der nächste Auftrag stand für einen Sonntag und der wurde mir ohne Begründung entzogen ohne Angaben von Gründe und das zwölf Stunden vor Antritt. Nun gut Gespräch mit der Leitung hat ergeben das eine leitende Person ein Statement abgeben hat über die Verkaufs Menge bzw Umsatz. Damit muss ich leben an diesem Tag war nicht los. Habe mich dann bei einer anderen Promotion Agentur beworben und heute ein Gespräch gehabt mit Vorführung meiner Kenntnisse. Bei dieser Präsentation wurde die mir zur Seite gestellte BC während dem Gespräch informiert von Mitarbeitern der anderen Agentur das ich nicht zu gebrauchen wäre und sogar sehr unfreundlich meinen Job verrichten. Aus diesem Grund bin ich dann nicht genommen worden. Als ich Zuhause war habe ich die alte Agentur zur Rede gestellt was das für eine Vorgehensweise wäre dort wurde ich von der Leitung mehr oder weniger kalt gestellt mit den Worten das wäre in der Branche normal man könnte nicht dulden mich dort im Store arbeiten zu lassen das wäre nicht gut für die eigene Mannschaft. Also folgender Problem ergibt sich nun. Da ich in Düsseldorf zuhause bin und dort auch meine Tätigkeit ausübe werde ich in allen Stores nun keine Aufträge mehr erhalten wenn es dieser Agentur gestattet ist ohne ein klärendes Gespräch meinen Ruf zu beschädigen. Bitte um Hilfe da meine LebensGrundlage mir gerade dadurch entzogen wird. Ich glaube es hat etwas damit zutun das ich homosexuelle bin und einer Dame das nicht passt.