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Kampf gegen den IS: Nächtliche Luftangriffe sind laut USA "erst der Anfang"

Die USA haben ihre Luftangriffe gegen IS-Stellungen auf Syrien ausgeweitet - und auch in Deutschland gehen die Behörden gegen Extremisten vor. Die Ereignisse des Tages im Rückblick.

+++ 20.32 Uhr: Rund 3000 Dschihadisten aus der EU in Syrien und Irak +++

Etwa 3000 Europäer haben sich nach EU-Schätzungen inzwischen dem Kampf von muslimischen Extremisten im Irak und in Syrien angeschlossen. Ihre Zahl sei binnen Monaten von 2000 auf 3000 angestiegen, sagt der EU-Antiterrorbeauftragte Gilles de Kerchove. "Der Strom ist nicht ausgetrocknet. Die Ausrufung eines Kalifats (durch den IS) hat womöglich Wirkung erzielt."

Die meisten ausländischen Kämpfer in den Reihen der Extremisten kämen aus Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Schweden und Dänemark, einige wenige auch aus Spanien, Italien, Irland und nun sogar Österreich. 20 bis 30 Prozent seien von dort wieder in ihre Herkunftsländer zurückgekehrt, schätzt de Kerchove. Einige führten ein normales Leben, einige litten unter den Folgen ihrer Erfahrungen, andere hätten sich weiter radikalisiert und stellten eine Bedrohung dar. Für die EU-Mitgliedsstaaten sei es eine schwierige Aufgabe, herauszufinden, wie gefährlich sie seien und entsprechend zu reagieren.

+++ 19.07 Uhr: Nächtliche Angriffe laut USA "erst der Anfang" +++

Die US-Regierung lässt offen, wie lange sie Ziele des IS in Syrien und im Irak bombardieren wird. Präsident Barack Obama schreibt in einem Brief an den Kongress, die Dauer des Einsatzes könne unmöglich vorhergesagt werden. Er werde weiter die nötigen Maßnahmen anordnen, um US-Bürger und amerikanische Interessen zu schützen. Auch ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagt, die nächtlichen Angriffe seien "erst der Anfang". Sie seien Teil einer "wirksamen, längerfristigen Kampagne", um den IS zu schwächen und "am Ende zu zerstören".

+++ 19.07 Uhr: Erdogan sichert USA Unterstützung zu +++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sichert im Fernsehsender NTV der von den USA geführten Allianz die nötige Unterstützung im Kampf gegen den IS zu. "Die Hilfe könnte militärisch oder logistisch sein", sagt Erdogan vor Reportern in New York.

+++ 19.00 Uhr: Ban Ki Moon appelliert, sich an internationales Recht zu halten +++

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon fortert die USA und ihre arabischen Verbündeten auf, sich bei den Luftschlägen an internationales Recht zu halten. Er bedauere, dass bei den Angriffen in der Nacht zum Dienstag auch Zivilisten ums Leben gekommen sein. Es müsse alles getan werden, um die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten. Die extremistischen Gruppen in Syrien stellten jedoch eine Gefahr für den Weltfrieden dar. "Für ihre Grausamkeit und das Leid, das sie den Menschen in Syrien antun, kann es keine Rechtfertigung geben."

+++ 18.52 Uhr: USA setzen erstmals F-22 "Raptor" ein

In Syrien hat die US-Luftwaffe erstmals ihren Tarnkappen-Jagdbomber F-22 "Raptor" eingesetzt. Das modernste Flugzeug im Dienst der US-Streitkräfte habe GPS-gesteuerte Munition abgefeuert, teilt ein Pentagonsprecher mit. Der F-22 "Raptor" (Greifvogel) ist nach Darstellung der Hersteller Lockheed Martin und Boeing das beste Jagdflugzeug der Welt. Es kann von Radargeräten fast nicht erkannt werden und besitzt außergewöhnliche Manövrier- und Kampffähigkeiten. Die US Air Force verfügt als einzige Luftwaffe der Welt über den neuesten sogenannten Luftüberlegenheitsjäger.

+++ 18.45 Uhr: Al-Kaida-Untergruppe soll Terroranschlag in Europa oder USA geplant haben +++

Die bei den Luftangriffen in Syrien ebenfalls unter Beschuss genommene Al-Kaida-nahe Terrorgruppe Chorasan stand nach Angaben des Pentagons kurz vor einem Terroranschlag. Die bisher weitgehend unbekannte Gruppe von Dschihadisten sei der "Ausführung einer Attacke in Europa oder den USA" nahe gewesen, sagt Generalleutnant William Mayville. Washington habe die Gruppe "einige Zeit" beobachtet, bevor man sich zu den Luftschlägen gegen Chorasan entschieden habe. Derzeit sei es aber noch zu früh, um den Erfolg der Angriffe aus der Nacht abzuschätzen. Nach Angaben von Menschenrechtlern sollen 50 Kämpfer der Gruppe getötet worden sein.

+++ 17.55 Uhr: Weitere Details zur Razzia in Deutschland +++

Immer mehr Details zu der Razzia gegen IS-Anhänger in Deutschland werden bekannt. Demnach waren es sieben Salafisten im Alter zwischen 23 und 36 Jahren, die von Deutschland aus Syrien mit Autos beliefert haben sollen. Schwerpunkt der Durchsuchungsaktion war der Raum Nürnberg, wo fünf der Verdächtigen leben. Aber auch in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen seien Wohnungen überprüft worden. 50 Ermittler hätten bei den Razzien zahlreiche Beweismittel wie Computer, Festplatten, CDs und USB-Sticks sichergestellt.

Die Islamisten stehen im Verdacht, eine schwere, staatsgefährdende Gewalttat geplant zu haben. Die Männer sollen außerdem im August 2013 auf Wohltätigkeitsveranstaltungen Geld für einen Krankenwagen gesammelt haben, der anschließend nach Syrien geliefert und zu einer Art Mannschaftswagen mit montierter halbautomatischer Waffe umgebaut wurde. Im November soll die Gruppe dann für die Terrormiliz IS Geländewagen nach Syrien gefahren haben. Bei einem der sieben Männer handelt es sich um einen deutschen Islam-Konvertiten, die anderen stammen aus Einwandererfamilien.

+++ 17.21 Uhr: Wagenknecht wirft USA "Wildwest-Manier" vor +++

Die Linke kritisiert die US-Luftangriffe in Syrien scharf. "Das ist Wildwest-Manier", sagt Fraktionschefin Sahra Wagenknecht. Sie vergleicht das jetzige Vorgehen mit der Invasion im Irak vor elf Jahren. Den Vereinigten Staaten gehe es auch um einen Sturz des Regimes von Baschar al-Assad, so Wagenknecht mit Verweis auf die US-Waffenlieferungen an Oppositionelle. Im Irak habe der Sturz der Regimes von Saddam Hussein zu einer Situation geführt, die den IS erst stark gemacht habe.

+++ 17.15 Uhr: Obama schwört Koalition auf längeren Syrien-Einsatz ein +++

Nach den ersten Luftangriffen schwört Barack Obama die Koalition der eingebundenen arabischen Staaten auf einen längeren Einsatz ein. Die Angriffe auf die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) brauchten Zeit, aber er werde "tun, was notwendig ist", um den IS zu besiegen, so der US-Präsident. Dass fünf arabische Länder die Attacken unterstützten, zeige der Welt, "dass dies nicht alleine der Kampf der USA ist".

+++ 17.00 Uhr: Assad reagiert zurückhaltend auf US-Angriffe +++

Das Regime in Damaskus reagiert zurückhaltend auf die Angriffe der USA gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Präsident Baschar al-Assad erklärt, sein Land unterstütze die internationalen Bemühungen im Kampf gegen den Terrorismus. Syrien setze mit ganzer Entschlossenheit den Krieg fort, den es schon vor Jahren gegen den Terrorismus begonnen habe. Das Regime war nach eigenen Angaben vorab von Washington informiert worden. In den vergangenen Wochen hatte Syrien die USA vor eigenmächtigen Angriffen gegen die Extremisten gewarnt.

+++ 16.27 Uhr: USA will Syrien nicht vorab informiert haben +++

Washington hat nach eigenen Angaben die syrische Führung nicht vorab über die Luftangriffe unterrichtet. Die Sprecherin des US-Außenministeriums erklärt, Damaskus sei "nicht um Erlaubnis gefragt" worden. "Unsere Aktionen waren nicht mit der syrischen Regierung koordiniert. Wir haben den Syrern im Voraus keine Mitteilung auf militärischer Ebene gegeben, auch keinen Hinweis über den zeitlichen Ablauf bei bestimmten Zielen."

+++ 16.16 Uhr: Deutschlandweite Razzien gegen Salafisten +++

Bei einer bundesweiten Razzia sind die Wohnungen von sieben Salafisten durchsucht worden. Diese sollen die IS in Syrien und im Irak unterstützt haben, teilen Bayerns Innenminister Hermann und Justizminister Bausback (beide CSU) mit. Schwerpunkt der Aktion war demnach Mittelfranken. In Bayern seien die Wohnungen von fünf Beschuldigten betroffen gewesen, zudem seien in Niedersachen und Nordrhein-Westfalen drei weitere Wohnungen durchsucht worden.

+++ 15.42 Uhr: BBC zeigt Video von US-Angriff +++

Die BBC veröffentlicht ein Video vom US-Angriff in Syrien. Die Bilder zeigen den Start von Tomahawk Flügelraketen. Das Filmmaterial stammt von der US Navy. Laut US-Militär gehörten die Raketenabschüsse zu den ersten Treffern auf Ziele der IS-Miliz in Syrien. Den Angaben zufolge waren darunter Flugkörper, die von der "USS Arleigh Burke" im Roten Meer und der "USS Philippine Sea" im Persischen Golf abgeschossen wurden.

Das Video finden Sie hier.

+++ 15.40 Uhr: Auch Luftwaffe Bahrains an Angriffen auf IS beteiligt +++

An den Angriffen auf IS-Stellungen waren auch Flugzeuge der bahrainischen Luftwaffe sowie aus anderen Staaten des Golf-Kooperationsrates beteiligt. Alle Ziele seien zerstört worden, heißt es in einer Mitteilung der Streitkräfte Bahrains. Welche andere Länder Flugzeuge abstellten, wird nicht gesagt. Der Organisation gehören neben Bahrain Saudi-Arabien, Oman, Kuwait, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate an.

+++ 15.30 Uhr: Iran kritisiert Luftangriffe in Syrien +++

Der Iran kritisiert die Angriffe der USA gegen die IS-Terrormiliz in Syrien. "Die Bekämpfung von Terrorismus kann kein Vorwand für die Verletzung der territorialen Integrität eines Landes sein", sagt Vizeaußenminister Amir Abdullahian. Die Amerikaner können Terrorismus nicht mit "Hollywood-artigen Abenteueraktionen" bekämpfen. Teheran werde die Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit verfolgen, warnt Abdullahian. Im Irak unterstützt der schiitische Iran hingegen die Kurden mit Waffen in deren Kampf gegen die sunnitische Terrormiliz IS.

+++ 15.06 Uhr: Deutschland startet Mittwoch erste Waffenlieferung an Kurden +++

Deutschland bringt die erste Waffenlieferung an die Kurden im Nordirak auf den Weg. Ein niederländisches Transportflugzeug mit Panzerfäusten, Maschinengewehren und Munition aus Bundeswehr-Beständen an Bord werde am Mittwoch vom Flughafen Leipzig starten, kündigt die Bundeswehr an. Insgesamt überlassen die deutschen Streitkräfte der Kurden-Armee mehr als 600 Tonnen militärische Ausrüstung und Waffen.

+++ 14.41 Uhr: Über 300 Tote und Verletzte durch Luftangriffe +++

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtergruppe für Menschenrechte beziffert die Zahl der Toten und Verletzten auf über 300. Mindestens 70 IS-Kämpfer seien bei den Luftangriffen getötet worden, sagt der Chef der Organisation. Vermutlich liege die Zahl aber noch viel höher.

+++ 14.22 Uhr: US-Angriffe töten auch 50 Kämpfer von Ali-Kaida-Ableger +++

Laut Menschenrechtlern werden auch mindestens 50 Kämpfer der radikal-islamischen Al-Nusra-Front getötet worden. Dabei handelt es sich um den syrischen Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechter teilte mit, die Extremisten seien westlich der nordsyrischen Stadt Aleppo getötet worden. Die Opfer seien vor allem Ausländer. Offenbar handelt es sich bei den Opfern um Mitglieder der bisher weitgehend unbekannten und mit der Al-Nusra-Front verbundenen Chorasan-Gruppe.

+++ 13.12 Uhr: USA greifen auch Chorasan-Gruppe an +++

Die USA nehmen in Syrien neben der IS-Terrormiliz auch die nahezu unbekannte Dschihadistengruppe Chorasan ins Visier. Westlich von Aleppo seien acht Ziele der erst im vergangenen Jahr gegründeten Miliz bombardiert worden, teilt das US-Verteidigungsministerium auf Facebook mit. Damit hsollen geplante Anschläge der Gruppe gegen die USA und andere westliche Interessen unterbunden werden. Der Gruppe sollen Al-Kaida-Mitglieder aus dem Nahen Osten, Nordafrika und Südasien angehören. "Was die Bedrohung unseres Vaterlandes angeht, könnte Chorasan ebenso gefährlich werden wie der Islamische Staat", hatte der Direktor des Nationalen Geheimdienstes, James R. Clapper, erklärt.

+++ 13.10 Uhr: Menschen fliehen aus Al Rakka +++

Nach den US-Luftangriffen auf die Extremistenhochburg Rakka setzt dort eine Fluchtwelle ein. Ein Einwohner berichtet: "Jetzt (...) gibt es einen Exodus aus Rakka. (...) Die Leute fliehen aufs Land."

+++ 13:09 Uhr: UN bereiten sich auf 400.000 weitere Flüchtlinge vor+++

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR erstellt Notfallpläne für den Fall, dass alle 400.000 Einwohner der nordsyrischen Kurdenstadt Kobani in die Türkei flüchten. Kobani wird von der Extremistenmiliz Islamischer Staat belagert, die bereits Dutzende Dörfer in der Region überrannt hat. "Unsere größte Sorge ist, dass Kobani fällt", sagte UNHCR-Sprecher Robert Colville am Dienstag in Genf. "Wir wissen es nicht, aber wir treffen entsprechende Vorbereitungen, falls die gesamte Bevölkerung flüchtet."

+++ 11.38 Uhr: Briten lassen Beteiligung an Luftangriffen weiter offen +++

Die Briten halten sich in der Frage von Luftangriffen auf die IS-Terrormiliz weiter bedeckt. "Die Diskussion läuft, es ist keine Entscheidung über unser Engagement gefallen", sagt eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums. Einen Einsatz am Boden hatte Premierminister David Cameron ausgeschlossen, Luftangriffe aber nicht. Er hatte angekündigt, sich vor einem Militäreinsatz "wenn möglich" mit dem Parlament zu beraten. Der IS hält noch mindestens zwei britische Geiseln in seiner Gewalt.

+++ 11.15 Uhr: Russland kritisiert US-Luftangriffe als Völkerrechtsverstoß +++

Russland kritisiert die Luftangriffe der USA gegen die IS in Syrien als Verstoß gegen das Völkerrecht. Für einen solchen Militäreinsatz sei eine Zustimmung der syrischen Regierung oder ein Mandat des UN-Sicherheitsrates notwendig, teilt das Außenministerium in Moskau mit. Der eigenmächtige Beschluss der USA und ihrer Verbündeten schüre Spannungen und destabilisiere die Region.

+++ 10.59 Uhr: Fast 140.000 Syrer in die Türkei geflohen +++

Aus Angst vor Massakern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Norden Syriens fliehen immer mehr Menschen in die Türkei. Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sagte dem türkischen Sender NTV, mehr als 138.000 Flüchtlinge hätten die Grenze seit deren Öffnung am Freitag passiert. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagt nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu vor Beginn der UN-Vollversammlung in New York, inzwischen hätten insgesamt 1,5 Millionen Menschen vor allem aus Syrien in der Türkei Zuflucht gesucht. Die Türkei fordert seit langem mehr internationale Unterstützung, um den Ansturm der Flüchtlinge zu bewältigen.

+++ 10.29 Uhr: IS führt britische Geisel vor +++

Die Terrormiliz Islamischer Staat veröffentlicht ein neues Propagandavideo, in der erneut eine britische Geisel vorgeführt wird. Es zeigt den gleichen Journalisten, der vergangene Woche in einem Video der Terroristen zu sehen war. Die Aufnahme wird von der SITE Intelligence Group, die Internetseiten von Extremisten beobachtet, als authentisch eingestuft. In dem fast sechs Minuten langen Film kritisiert der verschleppte Mann die Luftangriffe unter Führung der USA gegen IS-Stellungen und sagt, seine Regierung habe ihn im Stich gelassen.

+++ 10.24 Uhr: Türkische IS-Geiseln durch Austausch freigekommen +++

Die 49 Geiseln aus dem türkischen Konsulat in Mossul sind einem Bericht der Zeitung "Hürriyet" zufolge durch einen Austausch von Gefangenen mit der Terrormiliz IS freigekommen. "Hürriyet" berichtet unter Berufung auf eine ungenannte Quelle, die syrische Rebellengruppe Liwa al-Tauhid habe im Gegenzug 50 Angehörige des Islamischen Staates freigelassen. Darunter sei neben Kämpfern auch die Familie eines im Februar im syrischen Aleppo getöteten IS-Kommandeurs namens Hadschi Bakr gewesen.

+++ 9.56 Uhr: Cameron will mit Iran sprechen +++

Großbritanniens Premierminister David Cameron will den iranischen Präsidenten Hassan Ruhani in New York sprechen und zum Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat auffordern. Zudem wolle er an den Iran appellieren, den syrischen Machthaber Baschar al-Assad nicht mehr zu unterstützen, berichtete die britische Nachrichtenagentur.

+++ 9.30 Uhr: Syrische Opposition begrüßt Luftschläge +++

Die syrische Opposition begrüßt die US-geführte Luftoffensive auf Stellungen der IS im Norden des Landes. Die Weltgemeinschaft sei damit "in unseren Kampf gegen IS eingetreten", teilte die Syrische Nationale Koalition mit. Zugleich mahnte sie, Opfer unter der Zivilbevölkerung zu vermeiden.

+++ 9.22 Uhr: Israel schießt syrischen Kampfjet ab +++

Israel schießt ein syrisches Kampfflugzeug über den Golan-Höhen ab. Die Maschine sei in israelisch-kontrollierten Luftraum eingedrungen und dann von einer Abwehrrakete getroffen worden, teilt ein Militärsprecher mit. In israelischen Medien war von einem Kampfjet vom Typ MiG-21 russischer Bauart die Rede. Die Kämpfe im syrischen Bürgerkrieg schwappen immer wieder auf die Golan-Höhen über, die Israel seit 1967 besetzt hält und von Syrien beansprucht werden.

+++ 9.21 Uhr: Alle US-Flugzeuge sicher zurück +++

Die USA haben die Luftangriffe auf IS-Ziele in Syrien von Kriegsschiffen im Roten Meer und im nördlichen Golf aus gestartet. Alle Flugzeuge haben ihre Zielgebiete sicher wieder verlassen, teilt das US-Militär mit. Unterstützt werde der Einsatz von Jordanien, Bahrain, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar.

+++ 9.10 Uhr: Jordanische Luftwaffe greift ebenfalls Ziele an +++

Die jordanische Luftwaffe ist ebenfalls Angriffe gegen "Terrorgruppen" geflogen. Dabei seien Ziele "einiger Terrorgruppen" zerstört worden, die Anschläge in Jordanien verüben wollten, heißt es in einer Erklärung des Militärs im Staatsfernsehen. Weitere Einzelheiten werden nicht genannt.

+++ 8.57 Uhr: Mindestes 20 IS-Kämpfer werden getötet +++

Bei den US-Luftangriffen werden offenbar zahlreiche Islamisten getötet. Mindestens 20 IS-Kämpfer seien ums Leben gekommen, teilte eine der syrischen Opposition nahestehende Menschenrechtsgruppe mit. Das US-Militär habe mindestens 50 Luftangriffe in den Provinzen Rakka und Deir al-Sor geflogen. Auch die der Al-Kaida nahestehende Extremisten-Gruppe Nusra Front im Nordwesten Syriens sei attackiert worden.

+++ 6.20 Uhr: Damaskus wurde vorab informiert ++++

Syriens Regierung ist nach eigenen Angaben vor dem Beginn der US-Luftangriffe gegen die Dschihadisten in ihrem Land von Washington informiert worden. Die Vereinigten Staaten hätten den syrischen UN-Botschafter vorab ins Bild gesetzt, erklärt das Außenministerium in Damaskus.

+++ 5.20 Uhr: USA haben fünf arabische Verbündete +++

Nach Informationen der "Washington Post" handelt es sich bei den Verbündeten um Saudi-Arabien, Jordanien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain. Diese seien "volle Teilnehmer", zitiert das Blatt einen namentlich nicht genannten Angehörigen des Militärs. Details nennt er nicht, da die Länder selbst entscheiden müssten, inwieweit sie ihre Rolle öffentlich machen wollten. Laut CNN soll auch das Golfemirat Katar beteiligt sein.

+++ 3.50 Uhr: USA beginnen mit Luftangriffen in Syrien +++

Die US-Streitkräfte haben mit der Bombardierung von Stellungen der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) in Syrien begonnen. Das gab das US-Verteidigungsministerium bekannt. An der Militäroffensive mit Kampfjets, Bombern und Raketen seien auch "Streitkräfte verbündeter Nationen" beteiligt.

car/mod/tis/DPA/AFP/Reuters / DPA / Reuters